Teleskopkauf

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Guido2004

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Hallo
Da ich schon einmal mit einem Dobsen Reflektor mit 150mm Öffnung und 750mm Brennweite in das Astrohobby reingeschnuppert habe jedoch nicht sehr zufrieden mit dem Gerät bin(wegen der Scharfstellung) möchte ich mir nun ein neues Gerät kaufen. Es stehen ca. 1900€ zur Verfügung.

Vor allem möchte ich die Planeten beobachten können etl. auch fotografieren. Daher habe ich mir folgende Gerätekombination ausguckt:

Refraktor TS 127mm Öffnung 1200 mm Brennweite auf HEQ5
oder
Refraktor TS 150mm Öffnung 1200 mm Brennweite auf EQ6
oder
Vixen GP 102M
Habt Ihr irgendwelche Erfahrungen mit den genannten Zusammenstellungen?
Gruß Guido
 
Hallo!


Bei Deinem Budget und Wunsch nach Planetenbeobachtung würde ich an Deiner Stelle entweder ein 6" MC oder 6" MN von Intes Micro kaufen. Evtl sogar ein 4.5" Kutter (so ein Gerät teste ich gerade).
Der Farbfehler von schnellen FHs wie von Dir genannt ist nämlich nicht gerade der Hit bei hochvergrößernder Planetenbeobachtung. Auch verbratest Du viel von Deinem Budget in eine notwendige massive Monti, wenn Du so einen Klotz wie den FH 6" f/8 kaufst.
Das Geld könntest Du stattdessen beim Kauf eines MCs in die Optik stecken, was imo viel sinnvoller wäre.


Gruß Harald
 
Hallo Guido,

ich versuch mal dir direkt zu den, von dir vorgeschlagenen, Geräten zu antworten.

Refraktor TS 127mm Öffnung 1200 mm Brennweite auf HEQ5
oder
Refraktor TS 150mm Öffnung 1200 mm Brennweite auf EQ6
Die beiden Teleskope kenne ich leider nicht, man hört/liest aber auch nichts schlechtes von ihnen. Die Montierungen sind ihr Geld wert.
Vielleicht meldet sich jemand direkt zu den besagten Geräten.

Ich selbst besitze ein 80M von Vixen und bin sehr zufrieden damit. Es zeigt mir an Jupiter, Saturn, Mars, Mond und der Sonne schon viele Details. Das 102M wird das sicher noch toppen. Mit der Montierung hast du ebenfalls ein gutes, solides und vor allem ausbaufähiges "Schätzchen". Ich selbst hatte diese Montierung gern im Einsatz. Sie wurde verkauft weil ich mir die SPHINX zugelegt habe.

Vielleicht solltest du dir auch den Kauf eines Newton durch den Kopf gehen lassen obwohl ich denke, dass für Planeten immer noch der Refraktor das richtige Gerät ist aber dieses ist eine andere Diskussion und sollte nicht wieder aufgewühlt werden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Guido,
hast Du den Newton richtig justiert oder von einem erfahrenen Sternfreund mal begutachten lassen? Vielleicht läßt sich das Problem ja beheben.
Ich frage deshalb, weil Du z.T. Geräte mit deutlich weniger Öffnung auf Deiner Kandidatenliste hast, die weniger zeigen können als ein intakter 150er Newton.
Wenn Planeten das Ziel sind, ist nach meiner Meinung Farbreinheit oberstes Gebot, noch vor Obstruktion. Deshalb sind Spiegelteleskope, wenn kein Apo in Frage kommt den FH überlegen, weil deren Farbreinheit den geringeren Kontrast durch die Obstruktion meist mehr als kompensiert.
Aufgrund Deiner Preisvorgabe ist ein ein 6" Mak erreichbar und es bleibt genügend Geld über für ne ordentliche Montierung.
Vielleicht ist das ne Überlegung für Dich.
CS
 
Hallo,

ich besitze selbst den Vixen 80m und den 102m auf einer Super Polaris mit Motorisierung.

Zunächst visuell. Der 80m hat aufgrund des etwas längeren Öffnungsverhätlnisses bei vergleichsweise kleiner Öffnung die farbreinere Bildwiedergabe. Der 102m hat konstruktionsbedingt, was nichts mit der optischen Qualität zu tun hat einen bereits sehr deutlichen Farbfehler. Nichts desto trotz liefert er aufgrund der Öffnung mehr Details am Planeten als der 80er.

Die Vixengeräte verlieren sehr stark an Wert und sind gebraucht sehr günstig zu erwerben. Ich habe den 102m, nur opt. Tubus für damals rund 500 Euro erworben (1 Jahr alt).

Deepksy ist mit solchen Geräten außerordentlich beschränkt, dafür werden sie auch nicht gebaut. Was man nicht verheimlichen sollte, zeigen Newtons an sehr hellen Planeten Spikes, was bei Venus besonders stark auffällt und mich weitaus mehr stört als der Farbfehler des Frauenhofers. Allerdings beobachte ich selten Venus und mein 8-Zöller stellt den 4-Zoll Refraktor am Jupiter allemal in den Schatten.

Planetenbeobachtungen stellen m.E. mit die höchste Qualität an die Optik und würde mich an Spezialisten für diese Disziplin orientieren. Wobei ich einem aktiv gekühlten Mak oder MN von Intes den Vorzug geben würde.

Beim Wunsch zu fotografieren kann ich nicht allzuviel aus eigener Erfahrung sagen. Ich gehe mal davon aus, daß man am Planeten nicht allzu lange belichten muß, es sei denn Du jagst Pluto.

Trotzdem handelt es sich bei Planetengeräten oft um sehr langbrennweitige Kandidaten die lange Belichtungszeiten fordern. Dafür ist nicht jede Montierung geeignet. Wie weit sich heute die HEQ5 und EQ6 entwickelt hat weiß ich nicht, ich würde mich allerdings informieren inwieweit Du die Geräte für Deine Zwecke ertüchtigen mußt und vor allem solltest Du ein verlängertes Umtauschrecht haben. Sowas muß man erst mal testen, eine gesunde Skepsis ist hier angebracht.

Noch eines zu Vixen, was mir an diesen Geräten überhaupt nicht gefällt ist der OAZ, sowas geht auch besser.

CS
Adrian
 
Re: Was für einer?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Hallo KaStern
den Dobsen Reflektor habe ich vor 2 Jahren aus einem Fachgeschäfgt. Da jedoch weder Typenschild noch "Orginalkarton" vorhanden waren, gehe ich jetzt davon aus das mir der Händler einen Selbstbau verkauft hat.

Zur Scharfstellung: Planeten lassen sich nicht als Scheibe abbilden. Auch nicht bei geringer Vergrößerung.Zum Beispiel 35 fach. Der Lichtfleck bei Venus ist oval statt rund, bzw. ebend zur Zeit halbrundh wegen der Phasen. Je höher ich die Vergrößerung wähle um so schlimmer wird dieser Effekt. Bei Saturn ist bestenfalls ein helles Oval zu erkennen, jedoch keine Ringe oder andere Details.

Ich habe ebenfalls versucht das Gerät mit einem Justierlaser einzustellen, zuerst mitte des Spiegels mithilfe einer Pappscheibe den Fangspiegel auf mitte des Hauptspiegels gebracht, dann den Hauptsoiegel so eingestellt, dass der Laser wieder zurück ins Laserfeld gespiegelt wurde.
Diese Aktion brachte jedoch auch keinen Erfolg. Deshlb habe ich mir für einen erneuten kauf nur Refraktoren ausgesucht.

Gruß
Guido










l
 
Guten Morgen Guido!

Das, was Du über Deinen Dobson schreibst, klingt, als hätte Dir entweder jemand eine richtige Gurke angedreht oder als wäre das Ding nicht richtig justiert gewesen. Wenn Du einen Astroverein in Deiner Nähe hast, solltest Du da unbedingt mal jemanden einen Blick drauf werfen lassen. Eine gute Justage kann an einem Newton wahre Wunder wirken.

Aber zu Deiner Frage nach einem künftigen Teleskop: Meines Erachtens ist der Farbfehler bei (Fraunhofer) Refraktoren gerade bei hohen Vergrößerungen - und die wählt man ja, wenn man Planeten beobachten will - äußerst kritisch! Auch auf einer Astrophotographie finde ich blaue Farbsäume störender als die Spikes eines Newtons. Um Dir die Entscheidung für ein neues Gerät noch etwas schwerer zu machen, würde ich mal ein Schmidt-Cassegrain vorschlagen - z.B. das C8 von Celestron. Ich weiß, dieses Gerät hat nicht unbedingt den besten Ruf und es gibt in der Reihe sicher ein paar Montagsgeräte, aber wenn Dir Dein Händler einen Test mitliefern kann, kannst Du zumindest die Gefahr einer Supergurke ausschließen. Dennoch, mit 8 Zoll Öffnung hast Du genug Licht, um Dir auch ab und an Deep Sky Objekte anschauen zu können. Die Brennweite von 2000mm erscheint mir nahezu ideal für Planeten und liegt deutlich über dem, was die von Dir vorgschlagenen Refraktoren bieten würden. Und der Preis in Kombination mit einer GP oder H-EQ5 liegt derart deutlich unter Deinem Budget, daß eventuell noch ein guter Zenitspiegel drin ist. Du kannst auch überlegen, direkt eine GP-DX oder EQ6 zu nehmen (letztere dürfte die günstigere Alternative sein). Dann hast Du immer noch Luft, wenn Du mal auf ein größeres Gerät umsteigst oder schweres Gerät für die Photographie anschließen willst. Außerdem halte ich das Gerät ib bezug auf Gewicht und Ausmaße für sehr handlich.
Ein 6-7 Zoll Mak ist sicher auch eine Alternative (wurde ja auch schon vorgeschlagen) und liefert wohl ein etwas besseres Bild, meines Erachtens ist er aber nicht so flexibel einsetzbar wie ein C8 oder ähnliches.

Falls Du noch ein paar Wochen warten und es irgendwie einrichten kannst, fahre doch zum ITV am Vogelsberg. Dort hast Du Gelegenheit, Dir die meisten Geräte direkt anzuschauen.
Hoffe, weitergeholfen zu haben.
Gruß,

Martin
 
Re: Was für einer?

Hallo Guido,

es gab mal einen 150/750er Dobson auf einer Einarm-Rockerbox.
Habe nie durchsehen können und weis deshalb auch nicht ob der einen Parabolspiegel
hatte oder evebtuell nur einen Kugelspiegel?!
Im letzteren Fall wäre an gute Planetenbeobachtung kaum zu denken.

Ich habe ebenfalls versucht das Gerät mit einem Justierlaser einzustellen,...
Das funktioniert nur,wenn:
-der Fangspiegel zuerst einmal sauber unter dem Fokussierer platziert wird
-Der Hauptspiegl eine präzise angebrachte Mittenmarkierung besitzt.

Den Ausführungen von "Schmatzi" bezüglich Refraktoren kann ich nur zustimmen.

MfG,Karsten
 
Hallo Guido,

die bereits vorgeschlagene Idee mit dem C8 halte ich für eine recht gute Alternative. Gerade wenn Du ca. 1900 EUR zur Verfügung hast. Es müssen ja nicht unbedingt Neugeräte sein. Mein C8 benutze ich seit ca. 1 Jahr mit Begeisterung. Ich habe es (hier im Forum) für ca. 800 EUR mit sehr viel Zubehör gebraucht erhalten. Die Qualität ist echt prima und das Shifting hält sich in Grenzen. Als Montierung habe ich eine EQ6 neuester Generation unter für 1000 EUR neu gekauft. Die läuft butterweich und leise, ist superstabil und hat gegenüber den älteren Modellen einige Verbesserungen erhalten. (Mechanik und bel. Polsucher). Gerade das C8 stellt meiner Ansicht nach einen guten Kompromiss aus Deep-Sky und Planetenbetrachtung dar. Ich habe schon viele sehr schöne Mond- und Planetenbilder damit erstellt (Digicam).
Zudem finde ich es sehr bequem, im Sitzen zu beobachten. Da ein SC sehr kurz baut, kann das Stativ relativ kurz ausgefahren bleiben. Bei einem Fraunhofer ist die Beobachtungshöhe zwischen Horizont- und Zenitbetrachtung wegen der Länge des Rohrs doch sehr unterschiedlich.
Auch die Betrachtung der Planeten mit einem Bino (ein echter Beobachtungsgenuss) geht am SC wesentlich besser, weil fokussierbar. Bei einem Refraktor kann es unter Umständen mit Bino nicht mehr hinhauen.
Auch die ALternative mit dem Mak, wie schon mehrfach erwähnt, halte ich für eine gute Alternative.
Ganz prinzipiell denke ich, dass ein Linsenteleskop für die gebotene Leistung im direkten Vergleich zu Spiegeln zu teuer und unhandlich ist. (In den in Frage kommenden Preisklassen)
Natürlich gibt es immer was besseres, schärferes, größeres, aber halt auch teureres.

Was mich etwas wundert ist, dass bei Deinem Newton nicht mal der Saturnring zu erkennen ist. Normalerweise wird nur darüber diskutiert, ob die Cassini-Teilung gut oder nicht so gut zu erkennen ist.

Grüße
Rolf
 
Hallo Guido,

da bin ich noch einmal. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Vielleicht solltest du dir einmal den Kauf eines VMC200L der Firma Vixen überlegen.
Einige Vorteile gegenüber des C8 liegen in der schnelleren Auskühlzeit (offener Tubus) und das immer wieder nervende Spiegel-Shifting entfällt ebenfalls.
Mir sind viele Kollegen bekannt, die sich von ihrem Schmidt-Cassegrain getrennt haben und nun das VMC200L erfolgreich einsetzen.

...Deshlb habe ich mir für einen erneuten kauf nur Refraktoren ausgesucht.
Das kann ich gut verstehen.
Du solltest aber deine Erfahrungen mit einem Reflektor nicht gleich auf alle übertragen.

Wenn du dich jetzt aber auf einen Refraktor festgelegt hast und dir seiner optischen Leistung bewusst bist, solltest du dich hier auch nicht umstimmen lassen und dir einen Refraktor zulegen.
 
Hallo Nashira!


Muss noch ergänzt werden mit "...und Dir seiner optischen Nicht-Leistung (Farbfehler) bewusst bist..." <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

solltest du dich hier auch nicht umstimmen lassen
Guidos "Festlegung" auf einen Refraktor basiert auf einer Spiegelteleskop-Gurke!
Von dieser Gurke auf alle anderen Spiegelteleskope zu schliessen ist absolut falsch. Seine Schlussfolgerung, nur ein Refraktor könnte beste Planetenbilder liefern ist also auch absolut falsch.
Es wäre daher sehr wohl in Ordnung, wenn er sich umstimmen liesse und sich noch einmal einen Reflektor kaufen würde, aber einen guten Reflektor und nicht so eine Obergurke wie er sie jetzt schon hat.


@Guido: Auch mit den von Dir oben genannten Refraktoren sieht man Planeten schon viel. Mit einem gleichteuren Reflektor siehst Du aber mehr und das Bild ist ästhetischer da farbfehlerfrei.
Entscheide selbst, wie Du Dein Geld besser anlegst.


Gruß Harald
 
Hallo Harald!

Guidos "Festlegung" auf einen Refraktor basiert auf einer Spiegelteleskop-Gurke!
Von dieser Gurke auf alle anderen Spiegelteleskope zu schliessen ist absolut falsch.
Das habe ich Guido ebenfalls mitgeteilt (siehe oben).
Ich selbst würde mir an Guidos Stelle lieber den VMC200L von Vixen besorgen, da hat er auch Spaß an Deep-Sky Objekten.

Doch kenne ich auch Leute die sich zu einem weiteren Reflektor umstimmen ließen und dann doch nicht glücklich wurden. Der Reflektor wurde verkauft und ein Refraktor wurde angeschafft.
Man kann es wohl so oder so sehen. Dass Beste wird wohl sein, wenn sich Guido selbst ein Bild machen könnte und mal durch verschiedene Systeme schaut.
 
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