Teleskopkauf

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Liquid

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Hallo ihr Lieben,

habe in der letzten Zeit viel über Astronomie gelesen und mit einem Fernglas den Himmel beobachtet möchte mir nun ein Teleskop kaufen und wäre sehr dankbar für ein paar subjektive Meinungen.

Was mir wichtig ist:

Ich möchte in erster Linie DeepSky Beobachtungen machen. Planeten sind für mich zweitrangig.

Meine Sichtbedingungen sind hier ganz gut also muss das Gerät nicht unbedingt einfach zu transportieren sein.

Mein Budget liegt bei 2000,- € inkl. erstem Zubehör.


Was haltet ihr in meinem Fall von einem 10" Schmidt-Newton (D=254mm; F=1016mm, f/4) ?

Ausserdem suche ich jemanden, der mich vielleicht mal netterweise durch sein Teleskop schauen lässt um ein Bild davon zu bekommen, was und wie gut man wirklich sehen kann.
Ich wohne in Krefeld NRW und bin auch mobil.

Vielen Dank schonmal für's lesen!

Grüße,

Liquid
 
Hallo,

Was noch wichtig wäre zu wissen: Willst du nur beobachten oder in absehbarer Zeit auch fotografieren?

In beiden Fällen würde ich aber keinen f/4, sondern einen normalen Newton um f/5 oder f/6 nehmen. Fotografisch eher den f/5, visuell eher den f/6.

Ein f/4 stellt nicht nur hohe Ansprüche an die opt. Justage, sondern auch an die Okulare. Im Preisbereich von 100,-- Euro bekommst du da kaum mehr vernüftige Okulare. Im Gegenteil: Du wirst sogar sehr viel tiefer in die Taschen greifen müssen. Ein f/4 würde dagegen dann Sinn machen, wenn du wirklich überwiegend fotografieren möchtest (dann könnte ich mir z.B. einen 12" f/4 Leichtbau-Newton vorstellen).

Nun kommt es eben darauf an: Für ausschließlich visuelle Zwecke würde ich nen Dobson empfehlen. Entweder 10 Zoll oder 12 Zoll, ist aber eher ne "Detailfrage". Wenn du mal fotografieren willst, würd ich die Grenze bei einem 10" Newton ziehen, weil sonst die Ansprüche an die Montierung sehr stark ansteigen.


Wie du siehst, gibt es da schon ne Menge Optionen und ich hab nur mal die genannt, die ich aus eigener Erfahrung oder von Kollegen her direkt kenne. Noch mehr Input wäre gut, vor allem du der Frage visuell/fotografisch...
 
Hallo Liquid,

willkommen bei a.de. Da hast Du ja für Dich schon einige Punkte festgelegt, allerdings trotzdem von mir nochmal die Nachfrage:
Du wohnst IN Krefeld und redest von guter Sicht?

Wie definierst Du diese?

Nicht, dass die Transportabilität eines Gerätes mit großer Öffnung, welches auch entsprechend seeinganfällig ist, nicht ausreichend berücksichtigt wird und dann doch evtl. das für Dich falsche Gerät dabei herauskommt.

Deepsky, sofern es nicht Widefield ist, ruft nach Öffnung, Öffnung ist aber sowohl für Lichtverschmutzung als auch für thermische Einflüsse einer Stadt (Wärmeabstrahlung der Häuser) anfällig, wenn Du dann noch vom Balkon aus mit dem Fernglas geschaut hast und dann feststellst, dass ein Teleskop doch nicht ganz so flexibel von der Aufstellung/Ausrichtung ist, wie ein freihändiges Fernglas mit dem man sich notfalls auch mal übers Geländer beugt ist das Kind in den Brunnen gefallen.

Viele Grüße und viel Glück bei der Entscheidung.

Carsten
 
Hallo ihr Lieben,

habe in der letzten Zeit viel über Astronomie gelesen und mit einem Fernglas den Himmel beobachtet möchte mir nun ein Teleskop kaufen und wäre sehr dankbar für ein paar subjektive Meinungen.

Was mir wichtig ist:

Ich möchte in erster Linie DeepSky Beobachtungen machen. Planeten sind für mich zweitrangig.

Meine Sichtbedingungen sind hier ganz gut also muss das Gerät nicht unbedingt einfach zu transportieren sein.

Mein Budget liegt bei 2000,- € inkl. erstem Zubehör.


Was haltet ihr in meinem Fall von einem 10" Schmidt-Newton (D=254mm; F=1016mm, f/4) ?

Ausserdem suche ich jemanden, der mich vielleicht mal netterweise durch sein Teleskop schauen lässt um ein Bild davon zu bekommen, was und wie gut man wirklich sehen kann.
Ich wohne in Krefeld NRW und bin auch mobil.

Vielen Dank schonmal für's lesen!

Grüße,

Liquid

Hallo Liquid

also die Idee mit dem 10" SN wäre soweit nicht schlehct, WENN es sich dabei nicht um ein f/4 System handeln würde. Das Problem ist insofern, daß man für so schnelle Systeme ziemlich teure Okulare anschaffen muss, um visuell dort tätig sein zu können. Desweiteren ist ein SN in dieser Art, eher fotografisch bestimmt, weshalb das Gerät auch mit einem größeren FS ausgestattet ist. Dies bedeutet in der visuellen Praxis eben weniger Kontrast und Detailgewinn bei den Objekten. Weiter ist die angebotene Montierung LXD75 für das Gerät etwas zu unterdimensioniert. Mit einem 6" SN macht die Montie einen viel besseren Eindruck.
Für Deine Beobachtungswünsche wäre ein 10" Dobson eher angebracht, ich nenne die Größe von 10" da Du dies auch beim SN nennst.
Falls Du möchtest, kannst Du gerne zu mir herkommen und die einzelnen Geräte soweit selbst testen, mehr im PM.

Ein 10" Dobson kann von Deinem Standort wahrscheinlich nicht unbedingt gut bedient werden, ich lese Du bist aus Krefeld. Da Du mobil bist, würde sich die Anschaffung des 10" Dobsons nur dann lohnen, wenn Du rausfährst. Sicher ist das nicht die optimale Lösung. Für die Spechtelei aus der Großstadt, eignet sich oft ein Instrument mit kleinerer Öffnung, da das umgebende Stadtlicht sowieso keine große Detailerkennung mit größeren Geräten zulässt. Vielleicht wäre da ein max. 6" großes Gerät schon ausreichend.

Schönen Gruß
 
Hallo ihr Lieben,

war gestern mit dem Phillip beim Robert, der uns sehr ausführlich und kompetent beraten hat.

Danke nochmals für die tolle Gastfreundschaft!

Mittlerweile habe ich herausbekommen, dass vielleicht ein ED80 gar kein schlechter Einstieg ist. So habe ich einen ersten Kompromiss zwischen Viewing und dem Fotografieren. Denn dort soll es dann schon hingehen.
Wenn ich dann noch eine EQ6 mit GoTo nehme, habe ich eine prima Ausbaumöglichkeit für die Zukunft.

Mit guter Sicht meine ich natürlich nicht die Lichtsuppe, die im Krefelder Bereich nicht ohne ist (allein die Beyerwerke könnten einen Kleinstaat beleuchten). Ich wohne etwas ausserhalb und auf meiner Dachterasse ist es reeelaaativ dunkel und ich habe ringsherum freie Sicht.

Viele Grüße,

Sven
 
Hallo Sven,

Mittlerweile habe ich herausbekommen, dass vielleicht ein ED80 gar kein schlechter Einstieg ist. So habe ich einen ersten Kompromiss zwischen Viewing und dem Fotografieren. Denn dort soll es dann schon hingehen.
Wenn ich dann noch eine EQ6 mit GoTo nehme, habe ich eine prima Ausbaumöglichkeit für die Zukunft.

Ja also...hmm...naja...hmm.....jetzt nix aber auch rein garnix gegen den ED 80, das ist ein nettes kleines Gerät und universell nutzbar in jeder Hinsicht, aber selbst bei Großstadtbediengungen wird ein einfacher 8" Dobson der daneben steht immer überlegen sein. Ich sehe den ED als optimale Ergänzung zu größerem Gerät, weil zum einen das Dingen brauchbar ist um dadurch zu fotografieren und zum anderen weil es auch für die kleine mobile Beobachtung zwischendurch taugt, wenn man mal keine Lust hat das andere schwere Geraffel ins Auto zu schleppen oder eben als Reisegerät, aber damit du als Anfänger "bei der Stange bleibst" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> würde ich dann schonmal zu etwas mehr raten, also mehr im Sinne von größerer Öffnung.

Ich persönlich war als ich mit der praktischen Beobachtung anfing total begeistert von den Möglichkeiten die einem ein gescheiter Achtzöller bietet, also ein Teleskop mit 200mm Öffnung und wollte entsprechend auch sowas haben, obwohl damals der typische Einstieg mit einem 114/900mm Newton begangen wurde. Ich fand dann damals die Erfüllung mit einem C8 auf einer GP-DX Montierung, was ich immer noch sehr gerne einsetze, aber mittlerweile durch einiges an Zusatzinstrumentarium ergänzt wurde.

Bist du dir außerdem sicher, dass es eine EQ-6 Montierung sein soll? Ich meine wenn du nicht vorhast ab und an die Stadt zu verlassen um einen besseren Himmel zu sehen dann kann dir das Gewicht egal sein, aber die wiegt eben schon ein bischen was und wenn du Fotografieren möchtest, dann kann es damit auch schwieriger werden, weil die EQ-6 eben einigen Fertigungstoleranzen unterworfen ist, die dafür sorgen können, dass die Montierung vielleicht nicht so genau funktioniert wie man sich das eigentlich wünscht, wie gesagt, kann...muss aber nicht.
Du solltest wirklich öfter mit erfahrenen Sternfreunden raus aufs Land fahren und dort mal mitbeobachten, dann siehst du etliches an Gerät in Aktion und lernst einiges dazu, so kannst du dir von etlichen Dingen auch mal dein eigenes Bild machen und für dich entscheiden was das beste Gerät für deine Ansprüche ist.

Grundsätzlich aber würde ich eine Kombination aus GP/GP-DX/GM-8 Montierung und GSO Newton (8" f/5) als wirklich universell und unschlagbar modular/ausbaubar erachten. Wenn du deine Fühler mal auf dem Gerbauchtmarkt ausstreckst, dann sollte das alles recht günstig machbar sein, nur sind diese genannten Qualitätsmontierungen natürlich vom Preis her in anderen Bereichen als sowas wie eine EQ-6, das ist klar.
Aber erstmal erkundigen und nichts überstürzen, das ist das wichtigste wenn man an seinem Geld hängt.

clear skies,
André
 
Vielen Dank für euer Feedback!

Ich denke, ich werde einfach mal mit einem Dobson 8" anfangen um erstmal beobachten und um zu üben (hoffe, die Lichtverschmutzung bei mir stört nicht zu sehr)

Mit der Zeit kann ich mir immer noch ein vernünftiges Rohr mit vernünftiger Monti für den Transport und zum Fotografieren zulegen.

Was gibt es eigentlich für sinnvolles Zubehör für den Dobson,
welche Okus empfehlt ihr z.B.?

Gruß
 
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