Teleskopkaufberatung für Planeten/Deep Sky - Stadt

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celestron83

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Hallo zusammen,

mein Name ist Leo und ich bin sowohl hier als auch generell in der Astronomie ein Neuling.
Ich wohne in der Großstadt München und möchte mir trotzdem für die rein visuelles Beobachtung ein neues Teleskop anschaffen. Astrofotografie ist momentan kein Thema für mich.
Ich möchte gerne Deep Sky Beobachtungen machen, aber auch die Planeten des Sonnensystems interessieren mich.
Bisher hab ich ein Celestron slt 127. Da gelang ich aber vor allem bei Deep Sky schnell an die Grenzen. Natürlich auch durch meine Beobachtungsposition mitten in München.

Natürlich weiß ich das ich dur meine Lage in der Großstadt und durch Beobachtung vom Balkon oder gar nur aus dem Fenster die denkbar ungünstigsten Beobachtungsvoraussetzungen habe, möchte ich trotzdem ein Leistungsstarkes Teleskop. Man kann ja zumindest versuchen das beste rauszuholen Wink Ich werde auch nicht immer in der Stadt wohnen bleiben.
Mit dem Teleskop sollte ich auch einigermaßen mit einem "normalem" Auto mobil sein, um mal von der Stadt rauszukommen.

Ich denke da zum einen an dieses:
http://www.astroshop.de/...,14976#tab_bar_3_select
Ohne Nachführung und dann evtl. mit Telrad. Oder ist hier für visuelle Beobachtung GoTo mit Nachführung sinnvoll? Generell würde ich das Geld dann aber lieber in besseres Zubehör investieren. Hab nur ein wenig Angst bzgl. der "händischen Nachführung" beim Dobson - ist das berechtigt oder vollkommen dumm? Wink

Irgendwie hab ich mich auch, ihr werdet mich jetzt alle für dumm halten in dieses Teleskop verkuckt:
http://www.astroshop.de/...,17635#tab_bar_4_select

Ich weiß das sind 2 völlig unterschiedliche Geräte, aber vielleicht ist das Celestron für die Wohnung besser geeignet?

Ich danke euch schon mal für eure Antworten :)

Viele Grüße
Leo
 
Hallo Celestron,

deine Links funktionieren leider nicht.

Aus dem Bauch heraus würde ich dir zu einem 8Zoll Schmidt-Cassegrain empfehlen. Damit hast du eine gute Leitung am Planeten zudem fängt ab 8 Zoll Deepsky erst an richtig Spaß zu machen. Außerdem ist ein 8" SCT(Schmidt-Cassegrain-Teleskop)
noch gut transportabel.

Eine Nachführung würde ich dir auf jeden Fall empfehlen. Ob du Goto brauchst oder nicht ist anssichtssache. Ich persönlich finde es eine tolle Sache und möchte nicht mehr darauf verzichten wollen.

CS Ernst
 
Hallo Leo,

willkommen in unseren Reihen! ;)

Wie du schon richtig erkannt hast sind deine Beobachtungsbedingungen Murks. Wenn du dunkle Objekte sehen willst solltest du auch aus der lichtverseuchten Stadt heraus.
Ich weiß nicht ob das dir bewusst ist? In hellen Städten siehst du die Objekte bedeutend schlechter bis gar nicht. Unter dunklem Landhimmel könntest du mit dem selben Gerät viel viel mehr entdecken.

Aber fern davon könntest du von München aus trotzdem unsere Planeten beobachten. Für Planeten bedarf es keinem extrem dunklen Standort da sie relativ hell sind. In der Stadt wirst du aber dennoch tendenziell schlechteres Seeing haben als auf dem Land. Also wieder weniger Details sehen können.

Und deine Links sind "kaputt" ;) Dort sind "..." enthalten, sie sind also nicht vollständig.
Für die visuelle Nutzung sind jedoch Dobson Teleskope das Non-plus-Ultra. Bei Ihnen bekommst du das maximale an Öffnung für wenig Geld, da dort keine teure Montierung auf Stativ dabei ist. Die brauchst du bei den Dobsons auch nicht. Du bewegst sie ausschließlich auf einer Holzkonstruktion. Funktioniert super dieses Prinzip!


Wenn es dann auch mal DeepSky sein soll empfehle ich dir Nebelfilter. Galaxien und Sternhaufen kannst du von der Stadt aus vergessen, aber das Licht von Nebel kann man teils herausfiltern, sodass das Stadtlicht immer noch stört aber weniger schlimm ist.


Viele Grüße,
Patrick

*edit*
Sedna, er möchte rein visuell beobachten. Wieso soll es aus dem Bauch heraus eine Montierung mit einem SCT sein? Damit erhöhen sich die Anschaffungskosten immens. Er braucht die Eigenschaften einer solchen Montierung nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus Leo,

hab mal am Südrand von München gewohnt, da waren die Bedingungen auch mies. Allerdings gibt es ein amateurastronomisches Mekka, den Taubenberg bei Warngau. Bei schönen Wetter triffst Du da meist auf Gleichgesinnte. Da kannst Du mal ausprobieren, wie sich Dein Fernrohr unter dunklem Himmel macht, ebenso kannst Du da mal einen Blick durch einen Dobson werfen. Dann musst Du selbst entscheiden, was für Dich das Richtige ist. Vermutlich wirst Du Dich dann gegen ein 8"SC entscheiden ;-)
Die meisten SC Besitzer waren vom Anblick der Objekte in gleich großen Dobsons ziemlich von den Socken....
Deshalb erstmal Erfahrungen sammeln und dann Geld ausgeben. Ein paar hundert oder tausend Euros auf den Rat eines Fremden wäre mir zu viel!

Sternfreundlich grüßt

Gottfried
 
Zitat Cordon:
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*edit*
Sedna, er möchte rein visuell beobachten. Wieso soll es aus dem Bauch heraus eine Montierung mit einem SCT sein? Damit erhöhen sich die Anschaffungskosten immens. Er braucht die Eigenschaften einer solchen Montierung nicht.
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Ich bin halt kein Dobson-Fan. Wenn man z.B. seine Freunde oder Familie mit durchgucken lassen möchte finde ich eine Monti mit Nachführung komfortabler. Außerdem passt ein 8" SCT in jeden Kleinwagen. Und wie gesagt ein GOTO System finde ich eine tolle Sache, man kann direkt loslegen ohne erst lange den Himmel Studiert zu haben. Die Himmelskunde kommt meiner Meinung nachher von ganz alleine wenn man am Ball bleibt.

Aber du hast schon Recht; ein Dobson ist preislich unschlagbar was Öffnung angeht.

CS Ernst

 
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Hallo Leo,

vieles wurde ja schon gesagt. Ich würde auch erstmal mit einem größeren Teleskop abwarten und einen dunkleren Standort aufsuchen. Ein 8"er wird dir in der Großstadt in vielen Fällen immernoch weniger zeigen als dein kleiner Mak unter dunklem Himmel! Ich selbst beobachte manchmal aus der Stadt Leipzig heraus (Grenzgröße im Mittel bei 4.5m), meistens aber auf dem Acker bei ca. 6.0m. Der Unterschied ist wie Tag und Nacht.

Höchstens am Planeten könnte ein größeres Teleskop Sinn machen, sofern es die Luftunruhe (Seeing) bei dir hergibt. Aber Wunder würde ich da auch nicht erwarten (vorallem im Winter).

Gruß, Robert
 
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Moin Leo!

> Hier nochmal die 2 links, ich hoffe sie funktionieren jetzt:

Die werden solange nicht "funktionieren", wie Du hier im Forum nicht die vollen User-Rechte hast. Lies die Foren-Regeln!

@die Anderen: Mit Copy&Paste klappt's auch! ;)
 
Hallo Leo

Beide Teleskope haben ihre Vor- und Nachteile
Das SC ist leichter und kompakter aber es kann nur einen Himmelsausschnitt von 1°9´ abbilden, daß sind gerade mal etwas mehr als 2 Monddurchmesser. Außerdem ist hier die Montierung für diese Optikgröße schon an der Grenze der Tragfähigkeit.
Der Dobson ist deutlich schwerer und sperriger, hat aber etwas mehr Öffnung und kann bis zu 1°48´ an Himmelsausschnitt zeigen. Das ist gut die hälfte mehr an Gesichtsfeld und reicht hier schon um die Plejaden komplett abzubilden.

Nachführung und Goto ist heute kein Argument mehr denn beide sind damit zu haben.
Siehe:
http://www.astroshop.de/skywatcher-dobson-teleskop-n-304-1500-skyliner-flextube-bd-dob-goto/p,21052

Wenn Dir der Dobson nicht zu sperrig und schwer ist würde ich klar zum Dobson greifen, denn das deutlich größere Gesichtsfeld möchte ich in diesem Fall nicht missen.

Gruß Peter
 
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Hallo Leo,

hab ich ein Celestron slt 127. Da gelang ich aber vor allem bei Deep Sky schnell an die Grenzen. Natürlich auch durch meine Beobachtungsposition mitten in München.

Natürlich weiß ich das ich dur meine Lage in der Großstadt und durch Beobachtung vom Balkon oder gar nur aus dem Fenster die denkbar ungünstigsten Beobachtungsvoraussetzungen habe, möchte ich trotzdem ein Leistungsstarkes Teleskop.

Dein bisheriges Teleskop ist ein nettes "Spielzueg" zum mal schnell Spechteln, daß Du was besseres möchtest, kann ich nachvollziehen.

Eventuell machst mit dem Teil auch einen Bedienungsfehler? Du schreibst "oder gar nur aus dem Fenster". Jui, da pfeift die warme Luft aus dem Zimmer am Teleskop vorbei und verwirbelt mit der kalten Außenluft. Das ist nix. :mauer:

Stell das Teleskop ne Stunde raus auf den Balkon, damit es sich an die Kälte draußen anpaßt. Dann hast auch mit dem Teil mehr Spaß! :super:

8" Öffnung werden Dir natürlich wesentlich mehr zeigen als 90 mm. Wenn Dein Balkon nicht gerade nach Norden zeigt, kannst auch aus der Stadt raus schon bei 8" Öffnung einen ganz neuen Himmel erleben. :)

Da Fotografie nicht auf dem Plan steht, würde ich zu einem Dobson raten. Mehr Öffnung fürs Geld gibt es nicht. Ein 8" f=6 Newton paßt quehr auf die Rückbank jedes Pkw, die Rockerbox in den Kofferraum, feddisch.

Dazu nen ordentlichen Sternatlas, ne Rotlichttaschenlampe, ne Justierhilfe und 3 Okulare, die zu f=6 passen.

Wenn Du nicht selber schubsen magst, kannst immernoch in ne Nachführplattform investieren...

Ich würde aber einen geschlossenen Tubus nehmen. Wegen dem Streulicht auf dem Balkon. Oder gleich ne Socke mitbestellen bzw. selber nähen...

Händisch nachführen ist kein Hexenwerk. Mir macht das sogar richtig Spaß. Probier es doch erstmal aus...
 
Hallo Fee,
Zitat von Sternenfee123:
8" Öffnung werden Dir natürlich wesentlich mehr zeigen als 90 mm. Wenn Dein Balkon nicht gerade nach Norden zeigt, kannst auch aus der Stadt raus schon bei 8" Öffnung einen ganz neuen Himmel erleben. :)
Leo hat einen Mak mit 127mm Öffnung ;) Und als Spielzeug würde ich das dann auch nicht mehr einstufen wollen.

Gruß, Robert
 
Hi Robert, hi Leo,

sorry, ich bin in der Spalte verrutscht beim Gucken, welches Teleskop das ist und bei einem mit 90 mm Öffnung gelandet. :blush:

Ok, mit 127 mm Öffnung sieht man natürlich mehr. Das ist kein Spielzeug. Aber für Deepsky immernoch sehr suboptimal. Hat das einen 2" OAZ? Mit 1 1/4" wird das Gesichtsfeld bei der Brennweite von 1,5 Meter schon zu sehr eingeschränkt für großflächige Nebel...
 
Wenn ich so überlege, dann würde ich an Deiner Stelle Leo wahrscheinlich mit einem guten 8"Newton visuell einsteigen. Das wurde hier ja auch schon genannt. Du hattest Dich ja schon auf visuelle Beobachtung eingeschränkt. Mit dem Newton könntest du beides machen. Planetenbeobachtung bzw. Mondbeobachtung und deep sky, wenn du entsprechend raus fährst.


Mein C8 nutze ich nur eingeschränkt ab und zu mal für visuelle Beobachtung (eigentlich justiere ich nur). Ich halte es visuell für nicht so flexibel wie ein 8"(200/1200mm)Newton, da es eine etwas lange Brennweite mitbringt(2000mm). Ich nutze das C8 hauptsächlich für Videoaufnahmen der Planeten und des Mondes. Dafür ist es vorgesehen. Visuell nutze ich einen 100/1000mm Refraktor. Dieser wäre aber nicht unbedingt meine Empfehlung an Dich, obwohl dieser sehr schön ist. :/


Das Problem ist, das du eine Kombination aus Montierung und Teleskop haben möchtest. Ein Problem dahingehend, dass diese Kombinationen immer ein gewisser Kompromiss sind und nicht das optimal Mögliche darstellen. Gut, für das optimal Mögliche muss man wesentlich mehr Geld ausgeben. Eben da liegt der Vorteil eines Dobson-Teleskops! Es ist einfach und effektiv und das ganz besonders wenn es "nur" visuelle Beobachtung sein soll.


Schmidt Cassegrain sind IMHO recht empfindliche Systeme, die ein genaues Auge auf die Kollimation verlangen. Auch brauchen SC-Teleskope in der Regel etwas länger zum Auskühlen, als ein Newton. Das Newton (Dobson) ist leichter mit einer Be(Ent)-Lüftung auszustatten, als ein Schmidt Cassegrain Teleskop. Solch ein Umbau würde ich mir an einem SC-Teleskop gut überlegen. Ich baue mein SCT ganz sicher erst mal nicht um. Die Zeit es auskühlen zu lassen habe ich allemal! Bei einem Visuellen Newton hat man die Zeit aber unter Umständen nicht und deswegen wäre das ein Vorteil.


Das Newton-System ist schnell verstanden und bei guter mechanischer Ausführung auch gut handhabbar. Hier meine ich insbesondere die Justage(Kollimation). Bei meinem C8 finde ich dies schon ziemlich fummelig und insgesamt erscheint mit das SC-Teleskop als etwas filigraner, empfindlicher als ein solides Newton(Dobson). Für meine Zwecke unter meinen Umständen ist es aber optimal! Zum Thema 200/1200mm Newton findest du hier und auch im Astrotreff massenhaft Informationen.


Viele Grüße,
Christian
 
Hallo zusammen,

danke erstmal für die netten Antworten an alle.

Zusammenfassend geht ja die Meinung stark in Richtung Dobson.
Da ich schon vor habe öfters mal raus aus der Stadt zu fahren um zumindest unter Landhimmel zu beobachten wäre ja auch der Dobson mit Flextube sehr sinnvoll.
Ich tendiere auch zum Dobson ohne GoTo. Nur mit Nachführung gibts es diesen ja leider nicht mehr soweit ich das recherchieren konnte. Und wenn das mit dem Nachführen per Hand wirklich Spaß macht (Sternenfee 123 ;) ) mach ich das natürlich gerne. Und man lernt den Himmel viel besser kennen.
Ich habe mir nur aus irgendwelchen Gründen das Celestron C9 oder C8 eingebildet und muss mich davon noch lösen ;)

Bzgl. der Größe des Teleskops dachte ich mir halt das ich irgendwann nicht mehr in der Stadt wohne und dann auch die Leistung voll ausnutzen kann. Und kann man nicht auch unter schlechten Voraussetzungen mit einem besseren Teleskop mehr rauholen bzw. versuchen das Beste aus der Situation herauszuholen?
Sind mit dem Dobson auch schöne Planetenbeobachtungen möglich?

Vielen Dank schon mal an alle.

Gruß Leo
 
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Hallo Leo,

generell sind Schmidt-Cassegrain-Teleskope sehr faszinierenden Teleskope. Sie sind recht komplex aufgebaut, sehr kompakt und durchaus sehr leistungsstark. Erst recht wenn man mit 8-, 9.25-Zoll einsteigt, da geht auch in der Planetenbeobachtung schon ne Menge. Insofern teile ich Deine Faszination zu diesen Teleskopen. Es kann durchaus sein, dass Du früher oder später zu so einem Teleskop greifen wirst. Aus welchen Beweggründen auch immer.
Behalte sie also im Auge ;)


Klar kann man mit einem Dobson wunderbar Planeten beobachten. Das werden dir hier viele Beobachter bestätigen können. Ein solches Newton-Teleskop hat ja nur den Hauptspiegel und den Fangspiegel, bis dann schließlich das Okular kommt. Wenn der Hauptspiegel gut ist (+Fangspiegel), gibt es hinsichtlich Planeten keine Probleme. Die Hauptspiegel der empfohlenen Teleskope hier sollten eigentlich brauchbar sein. Das muss man aber selbst auch noch prüfen.


Vor allem in der deep-sky-Beobachtung ist es natürlich so, dass man einen dunklen Himmel im Allgemeinen nicht ersetzten kann. Das können dir die Experten dazu hier im Forum aber besser erklären.


Gruß,
Christian
 
Hallo Leo,
Zitat von celestron83:
Bzgl. der Größe des Teleskops dachte ich mir halt das ich irgendwann nicht mehr in der Stadt wohne und dann auch die Leistung voll ausnutzen kann. Und kann man nicht auch unter schlechten Voraussetzungen mit einem besseren Teleskop mehr rauholen bzw. versuchen das Beste aus der Situation herauszuholen?
Wann das "irgendwann" bei dir eintreten wird, wirst du wohl am besten wissen. Und vorher sich mal die Geräte aus nächster Nähe anschauen lohnt allemal. Ein 12" Dobson ist für manchen schon zu groß, für andere wieder völlig im Rahmen. Wie heißt es so schön: Das beste Teleskop ist das, was man am meisten einsetzt. Man muss halt mit Größe, Gewicht, Auf- und Abbau und was sonst noch alles dazugehört, klarkommen. Dann macht das auch Spaß :)

Deepsky aus der Stadt heraus ist halt so eine Sache. Was erhoffst du dir mehr zu sehen? Was für Erfahrungen hast du schon im Deepsky-Bereich mit deinem Mak sammeln können?
Christian hat es schon auf den Punkt gebracht und genau so ist es: Dunkler Himmel ist Grundvoraussetzung für Deepsky. Erst danach kann man sich Gedanken über mehr Öffnung machen. Mal ein einfaches Beispiel: M31 ist selbst aus der Großstadt heraus problemlos zu sehen; mit nahezu jedem Teleskop. Aber meist bleibt es nur beim helleren Kernbereich. Unter einem dunklen Himmel zeigt M31 erstmal seine enorme Ausdehnung und 2 Staubbänder. Und dafür braucht es kein großes Teleskop. Das sah in meinem 114/900er Newton genauso toll aus wie in meinem 8" Dobson. Deepsky bedeutet oft lichtschwache Objekte. Und dafür braucht es einfach einen klaren, dunklen Himmel. Da hilft Öffnung kaum. Außnahmen sind bestenfalls sehr helle Objekte (z.B. prominente Kugelsternhaufen wie M13 oder helle Galaxien wie M81/M82). Aber selbst da zahlt sich ein guter Himmel aus.

Also: In sehr eingeschränktem Maße kann mehr Öffnung die schlechteren Bedinungen etwas kompensieren, aber unter dunklem Himmel wird sich dir eine ganz neue Welt des Deepsky zeigen :) Insofern mein Rat: Nutze erstmal die Zeit, um dir verschiedene Geräte live anzuschauen und dann gezielt zu kaufen. Eine größere Öffnung wird dir in der Stadt bei deutlich aufgehelltem Himmel keine Offenbahrung bringen. Zumal ein 12" Dobson auf dem Balkon schon sehr beengend werden kann ;)

Gruß, Robert
 
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Hi Leo,

das Aufsuchen und Finden der Objekte macht für mich den Reiz bei Deepsky Beobachtung mit nem Dobson aus. Hab ich das Objekt gefunden, kann ich es problemlos im Gesichtsfeld halten und ab und an mal sachte in die richtige Richtung schubsen.

Planeten fotografiere ich mit meinem Newton auf parallaktischer Montierung vom Balkon aus. Deepsky aus der Stadt raus macht mir keinen Spaß. Um so mehr Spaß hab ich dann, wenn ich bei Teleskoptreffen oder Spechtelabenden mit Freunden deren Dobsons am Himmel rumschubsen darf. :)

Vom Gewicht her werde ich mir für diese seltenen Gelegenheiten keinen Dobson mehr selber kaufen. Ich krieg den schlicht nicht mehr über das Treppenhaus getragen. Und auf meinem Balkon macht er wegen Lichtverschmutzung keinen Sinn...

Probier das mit dem Schubsen doch mal auf dem Taubenberg. Die Spechtler dort werden Dir sicherlich für nen Test ihre Dobsons zur Verfügung stellen...

Und wenn Dich das Astrofieber so richtig gepackt hat, wird es eh net bei einem Teleskop bleiben. ;)

 
Hallo Robert,

mit meinem Celestron slt 127 habe ich im Deep sky Bereich natürlich den Orionnebel, M31, M13 einigermaßen schön gesehen. Andere Nebel oder Galaxien waren entweder gar nicht zu sehen oder nur zu erahnen. Durch das GoTo hatte ich die Objekte natürlich voll im Okular, konnte aber meist nur erahnen was da vor mir liegt oder man hat rein gar nix gesehen.
Das ich einen dunklen Himmelshintergrund benötige ist mir natürlich klar.
Ich möchte halt aus meiner Situation das beste herausholen und bin mir immer noch sehr unsicher was für mich richtig ist.

Nachdem ich wohl in der Stadt, aus der ich dann mit Teleskop nur selten raus kommen werde, auch mit einem lichtstarken Dobson nicht wirklich mehr sehen kann, spiele ich jetzt doch wieder mit dem Gedanken mir ein Celestron c8 oder C9 anzuschaffen. Ich weiß, langsam wirds ganz schön wirr bei mir ;)
 
Hallo Leo,

mal kurz überlegt: Ein 8" Teleskop zeigt im Grunde genausoviel wie ein 8" Teleskop. Soll heißen, dass ein C8 (mal vom Öffnungsverhältnis abgesehen) das gleiche zeigt wie ein 8" Dobson. Nur kostet i.d.R. ein 8" SC ein bisschen mehr als ein Newton gleicher Größe. Insofern stelle ich mir schon die Frage, was du mit einem C8 oder noch größer genau vorhast?

Gruß, Robert
 
ich hätte halt einfach ein "Allroundteleskop" in guter Qualität mit dem ich sowohl Planeten als auch Deep Sky beobachten kann.
Bei der Frage ob Celestron c8 oder Skywatcher Dobson geht es da bei mir einfach um die Frage ob ich dann mehr Planetenqualität oder mehr Deep Sky möchte. Ich hoffe bei dieser Überlegung liege ich richtig.

Gruß Leo
 
Leo,

ein 8" Dobson kühlt wesentlich schneller aus als ein C8. Mein 8" Newton ist nach 1 Stunde ausgekühlt. Das C8 braucht locker 2 1/2 Stunden.

Das solltest Du mit berücksichtigen.

Ein C8 hat auf Grund seiner Brennweite ein wesentlich kleineres Gesichtsfeld als ein f=6 Newton. Wegen dem verbauten Blendrohr kannst Du bei Deepsky nie das selbe Gesichtsfeld wie mit einem 8" Newton f=6 erreichen... Auch das ist zu berücksichtigen.

Planeten kannst mit nem Newton genauso gut beobachten wie mit dem C8. Du brauchst lediglich kurzbrennweitigere Okulare...
 
Hallo Leo,

ich denke, ich stand mal vor derselben Problematik wie Du. Ich wohne auch in München (südlicher Stadtrand) und wollte ein Teleskop haben, das:

- visuell gut ist mit der Option, es später auch mal photographisch nutzen zu können
- genutzt werden kann für Mond, Planeten, Deep Sky, Nebel, Galaxien, Sonne, etc.
- für Beobachtungen auf dem Balkon/aus dem Fenster "gut geeignet" ist, d.h. einfach hin- und her zu tragen ist zwischen verschiedenen Fenstern/Balkonen
- ich aber auch mal eben so im Auto mitnehmen kann, um dem lichtverseuchten Münchener Himmel zu entfliehen
- wenig Abstriche in der Qualität macht.

Kurzum: Ich bin beim Tak Sky-90 gelandet; hat viel Geld gekostet, ist bei Planeten vielleicht nicht das stärkste Teleskop, aber ich PERSÖNLICH habe das für mich flexibeleste Teleskop gefunden. Es ist ein Refraktor und sicherlich gibt es ähnlich gute Geräte zu einem billigeren Preis.
 
Beide Geräte sind gut nutzbar. Ein klassischer Dobson (z.B. 8" f/6) kann durchaus sehr gute Planetenbilder liefern. Im Deepsky-Bereich punkten sie natürlich auch durch ihre Lichtstärke. Wenn du einen Allrounder suchst, wäre ein 8" f/6 Dobson nicht die schlechteste Wahl, sofern es dein Balkon hergibt. Zumal ein solcher Dobson noch relativ günstig zu haben ist. Ein SC ist nicht zwangsläufig ein gutes Planetenrohr und Deepsky & Planeten lassen sich durchaus unter einen Hut bringen mit einem Teleskop.

Dennoch solltest du deine Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Wenn du nämlich auf Planetenbeobachtungen aus der Stadt heraus setzen solltest, hat das Seeing noch ein Wörtchen mitzureden. Vorallem das lokale Seeing (Schornsteine/Dächer in der kalten Jahreszeit) kann da schon ordentlich die Vergrößerung nach unten drücken und letztlich bringt das Mehr an Öffnung nichts. Das hängt aber wirklich sehr von deinem Standort ab. Es kann durchaus sein, dass dein kleiner Mak noch im Rahmen des Seeings war, ein 8"er kommt da schneller an seine Grenzen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leo
ich hatte am Anfang auch mit einem Dobson geliegäugelt für die rein visuelle Beobachtung und das recht unkomplizierte Handling. Bin aber dann doch mit einem INED 70 Refraktor eingestiegen und habe letzte Jahr noch ein Williams mit 80er Öffnung dazugekauft. Wegen des geringen Gewichts beider Teleskope komme ich mit einem stabilen Fotostativ gut zurecht für das visuelle Spazieren am Himmel und habe mir eine Reihe von Baader Hyperion Okularen für die unterschiedlichen Vergößerungen dazu angeschafft
LG und CS Steven
 
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