Teleskopmarken und Qualitätsunterschiede

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tonabnehmer

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Hallo,

mich würde generell interessieren, wie groß heutzutage die Unterrschiede in optischer und mechanischer Qualität bei billigen und teuren Marken sind.

Als Beispiel: Lohnt sich der höhere Preis für ein Vixen R130Sf (Newton 130/650 f/5) gegenüber einem aktuellen Celestron oder Skywatcher gleicher Öffnung? Zumal man das Vixen ausserhalb Deutschlands ja deutlich günstiger bekommt.

Danke und Grüße,
Marcus
 
Auf die Marke kommt es nicht an

Es kommt wohl weniger auf die Marke an, aber mehr auf den Preis. Die ganz billigen Dinger sind nahe am Bausatz. Du musst erst einmal alle Schrauben (mit teilweise exotischen Schlüsselweiten) nachziehen, manchmal bewegliche Teile fetten und die Justierbarkeit herstellen. Präzisionsteile wirst Du vergebens suchen, mit Glück ist der Hauptspiegel eines. Die beiliegenden Okulare sind hauptsächlich Dekoration, die Anleitung ist nur auf Englisch.

Produktfehler musst Du als solche erkennen können. Wenn was bricht oder ausleiert, wirst Du u.U. kein Ersatzteil bestellen können sondern musst es selbst anfertigen können. Oder akzeptieren, dass der ganze Kram ein Fall für den Müll ist.

Das heißt aber nicht, dass man damit nichts anfangen kann. Wer einfache Englischkenntnisse, einen ordentlichen Werkzeugkasten, keine zwei linken Hände hat und darüber hinaus auch noch weiß, was er da tut, der kann viel Spaß mit so einem Gerät haben und darauf kommt es ja an. Es ist eben nur nichts für Leute, die an optischer und mechanischer Präzision Spaß haben.

Der Einfluss der Ausrüstung auf den Beobachtungserfolg wird meiner Ansicht nach aber oft falsch eingeschätzt. Der wichtigste Punkt ist, das Gerät möglichst schnell und oft einsatzbereit zu haben, fast egal was für eines. Kaufe also so groß wie möglich, aber so klein wie nötig, um dieses Ziel nicht zu verfehlen. Jedenfalls dann, wenn Du (wie ich) nicht für die Astronomie lebst.

Gruß
Martin
 
Re: Auf die Marke kommt es nicht an

Hallo Martin und Mitleser,

ich will meine Frage nach der optischen Qualität noch ein wenig anhand eines Beispieles präzisieren:

Mal angenommen ich schaue am gleiche Ort zur gleichen Zeit abwechselnd durch ein China-Teleskop und durch ein Vixen oder Takahashi auf das gleiche Objekt. Ist die Abbildungsqualität die gleiche oder gibt da Unterschiede analog zu Plössl und Nagler bei f/5?


CS,
Marcus
 
Moin Marcus!

> Als Beispiel: Lohnt sich der höhere Preis für ein Vixen R130Sf (Newton 130/650 f/5) gegenüber einem aktuellen Celestron oder Skywatcher gleicher Öffnung?

Typischer Fall von Markenblindheit...! ;)
Die Vixen "Sf"- und "Mf"-Modelle stammen ebenfalls aus China. Ob Du die nun mit dem Vixen-Label haben willst oder einen Skywatcher nimmst, ist Banane. Bloß die Tubusfarbe ist eine andere...
 
Hallo Micha,

ich habe inzwischen auch in amerikanischen Foren nachlesen können das die tatsächlich in China fabriziert werden und zwar angeblich von Synta ;-)

Was bleibt ist aber die Frage, warum ein starker Euro Importprodukte aus nicht Euro-Ländern gerade in Deutschland so unverschämt teuer macht. Wenn man mal die Preise für ein Vixen R130Sf auf einer Porta in Amerika oder auch bei unseren polnischen Nachbarn mit den deutschen Preisen vergleicht, beschleicht einen schon ein komisches Gefühl...

Grüße und CS,
Marcus
 
Moin Marcus!

Die stammen nicht "angeblich" von Synta - da steht sogar "Made in China" auf dem Tubusaufkleber. Ich hatte mal einen FH-80Mf und bin bald vom Glauben abgefallen. Da hätte ich mir genausogut einen Skywatcher holen können, die sind völlig identisch.
Übrigens: Als ich meine Vixen Porta mit der Post bekam (gebraucht erstanden), prangte auf dem Umkarton groß das dreieckige Synta/China-Label. Man glaubt es nicht, aber es ist so... - es war die Originalverpackung.
 
Hallo Micha,

naja ich denke Vixen will auch für Einsteiger bezahlbare Produkte anbieten. Wenn sich der einsteigerfreundliche Preis eben nicht mit einer High End Produktion in Japan realisieren lässt, dann eben über ausgelagerte Produktion bei Synta. Das ist ja erstmal nicht verkehrt. Wenn bei Synta jede Optik getestet wird und die besten Exemplare als Vixen gelabelt werden, dann würde ich die sogar zu einem höheren Preis kaufen. Da ich das aber nicht weiss und schon gar nicht prüfen kann, lasse ich lieber die Finger davon.

Grüße,
Marcus
 
Moin Marcus!

Wie kommst Du darauf, daß "die besten Exemplare als Vixen gelabelt werden"? Denkst Du, in dieser Massenproduktion macht sich irgendwer noch die Mühe und prüft jede Kleinoptik persönlich? Nein, Vixen bekommt genau die gleiche Qualität wie SW oder Celestron, nur die Tubusfarbe unterscheidet sich. Wenn Vixen meint, dafür höhere Preise verlangen zu müssen, dann sollen sie sehen, wie sie klarkommen - lange geht das bestimmt nicht mehr gut. So sehe ich das.
 
Hallo Marcus,

vergiss es. Eventuell hast Du Berichte gelesen, die so etwas suggerieren. Da haben sich schon Leute zu den haarstreubensten Geschichten verstiegen, um ihre Lieblingsmarke zu pushen. Der faktische Beweis blieb immer aus, auch praktisch (Beobachtung) ist da nichts zu sehen, was eine Optik über die andere hebt.
Wie Micha schon sagt, das ist in der Preisklasse gar nicht drin.
Richtig ist, dass China seit längerer Zeit eine so passable Durchschnittsqualität halten kann, dass auch renomierte Firmen wegen des reduzierten Risikos dort einsteigen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo,

bei dieser Fragestellung muss man meiner persönlichen Erfahrung nach ganz strikt zwischen optischer und mechanischer Qualität bzw. Verarbeitung unterscheiden. Bisher habe ich mit drei Skywatcher-Teleskopen beobachtet: Ein 125er Mak auf EQ-3, ein FH 120/1000 auf EQ-5 und ein FH 70/900 auf EQ-2, von denen nur letzteres mein eigenes Teleskop ist.

Von der optischen Qualität sind alle drei Teleskope bei der praktischen Himmelsbeobachtung um jeden Zweifel erhaben. Den Farbfehler sehe ich bei dieser Betrachtung nicht als Qualitätsmangel an, da er ja bei gegebener Öffnung und Lichtstärke physikalisch bedingt ist und dem System innewohnt. Die Montierungen sowie die Verarbeitung der Geräte ist je nach Anspruch und Verwendungszweck zufrieden stellend bis unzureichend, hier meine ich besonders die Stabilität und Nachführgenauigkeit.

Mein 70/900er FH zeigt eine Vergleichbare Schärfeleistung wie mein Celestron 90/1000mm-Maksutov (Baujahr 1986, nach Händleraussage handgeschliffen), wenn auch öffnungsbedingt eine geringere Auflösung. Von typischen Abbildungsfehlern dieser Preisklasse, wie Asti und sphärische Aberration war bei der praktischen Beobachtung nichts zu sehen.

Worauf ich hinaus möchte: Zumindest bei den Billig-Teleskopen, die ich bisher verwendete, war optisch kein Qualitätsunterschied zu wesentlich teureren Geräten sichtbar. Mir ist bewusst, dass drei Geräte im Vergleich zur Gesamtzahl der produzierten Teleskope nur eine nicht repräsentative Stichprobe sind, andererseits werde ich kaum zufällig drei gute Teleskope unter einer großen Zahl schlechter Exemplare erwischt haben.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von tonabnehmer:
Wenn bei Synta jede Optik getestet wird und die besten Exemplare als Vixen gelabelt werden, ...

Das ist aus zwei Gründen unwahrscheinlich. Erstens werden die Tuben vernünftigerweise zuerst bedruckt oder lackiert und dann fertig montiert, sodass vorn vornherein feststeht, welche Marke nachher rauskommt. Zweitens müsste es dazu überhaupt eine Endkontrolle geben, aber ohne diese lässt sich sehr viel billiger produzieren und verkauft wird ja über den Preis und nicht über die Qualität.

Dass Vixen trotzdem teurer ist, kann auch zum Teil andere Gründe haben. Z.B. haben sie ganz gute Okulare. Ich weiß zwar nicht, ob sie diese auch den Einsteigergeräten beilegen, denn ich habe noch nichts von Vixen gekauft. Zumindest erscheint mir die Auswahl der Brennweiten mit 20 und 6 mm (beim 130er) etwas nützlicher als die 25 und 10 mm, die es von Skywatcher gibt. Außerdem soll Vixen angeblich Ersatzteile bereithalten.

Gruß
Martin
 
Moin Martin!

> Außerdem soll Vixen angeblich Ersatzteile bereithalten.

Das war früher mal so, als du für die GP bspw. Antriebsschnecken usw. nachkaufen konntest. Diese Zeiten sind vorbei, und für die Massenware aus China wirst du auch bei Vixen kaum oder keine Ersatzteile mehr bekommen. Das lohnt den Aufwand nicht...

Allerdings bestätigen Ausnahmen die Regel: Als ich meinen 80Mf gebraucht erstanden hatte, fehlte der Objektivschutzdeckel. Das Teil bekam ich von Vixen-Europe auf Nachfrage innerhalb einer Woche kostenlos (!) per Post geliefert. (Auch sowas muß der Fairneß halber erwähnt werden!)
 
Ich kann dazu leider nicht so viel sagen, weil ich nur ein Teleskop besitze.

Ich bin jedoch mit meinem Bresse Refraktor sehr zufrieden. Wichtig war mir, dass es sich um einen Gerät nach Frauenhofer Bauart handelte.

Wo die Bresse Geräte produziert werden weis ich nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von wurzelwaerk:
Hallo,

Zitat von Harzwolf:
...Wichtig war mir, dass es sich um einen Gerät nach Frauenhofer Bauart handelte...Könntest Du bitte erklären warum, oder: was hättest Du nicht haben wollen?

Nenn mich naiv, aber die Vorstellung einen Refraktor mit verkitteten Linsen zu haben kam mir irgendwie Minderwertig vor.

Außerdem habe ich in verschiedenen Einsteigerbüchern gelesen, dass Frauenhofer-Geräte im allgemeinen eine bessere Abbildung und Korrektur haben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
das hat nix mit naiv zu tun, aber ich würde gern verstehen worauf Deine Meinung beruht.
Bei Deiner Aussage horche ich auf und da muss ich doch noch mal nachbohren:
Zitat von Harzwolf:
...Außerdem habe ich in verschiedenen Einsteigerbüchern gelesen, dass Frauenhofer-Geräte im allgemeinen eine bessere Abbildung und Korrektur haben...
Im Vergleich wozu?

Btw. es gibt sehr wohl sehr gute verkittete Linsen, die einem Fraunhofer Objektiv weit überlegen sind (rc-Wert). Das hat aber nix mit dem Kit zu tun, sondern mit den verwendeten Glassorten, ihrer sinnvollen Kombination und deren optischen Eigenschaften.
 
Zitat von wurzelwaerk:
Im Vergleich wozu?

Btw. es gibt sehr wohl sehr gute verkittete Linsen, die einem Fraunhofer Objektiv weit überlegen sind (rc-Wert). Das hat aber nix mit dem Kit zu tun, sondern mit den verwendeten Glassorten, ihrer sinnvollen Kombination und deren optischen Eigenschaften.

Nunja, mein Gedankenschluss war, dass es bei Frauenhofer konstruktionen durch den Luftspalt auf eine genauere Präzission beim Zusammebau ankommt als bei "Zusammenkleben" der Lisenflächen.

Man lernt doch immer was dazu. Was mich nun interessieren würde: Was hälst du von Bresser Geräten ?

Verschiedenen Meinungen aus dem Internet zufolge sind die Geräte im soliden Mittelfeld anzusiedeln. Als Anfänger hat man ja (wie gerade gesehen) oft falsche Vorstellungen.
 
Hallo,
was halte ich von Bresser?
Das kann ich so nicht sagen, da ich keines besitze und auch noch keines besessen habe.
Bresser gehört zu Meade und da gibt es vernünftige Sachen, aber auch Ausreißer.
Es wäre reines orakeln, zu sagen "taugt was" oder "taugt nix" - dazu muss man durchsehen und im Sterntest sich mal die Abbildung ansehen.
Eins kann in Ordnung sein, ein anderes aus der gleichen Reihe auch nicht.
Fehlermöglichkeiten gibt es viele (Vignettierung durch Konstruktionsfehler, Dejustage, Verspannung, Polierfehler, Streulicht...) und alle Hersteller machen mehr oder weniger davon.

Heutzutage würde ich nach einem ED sehen, wenn ich einen Refraktor kaufen wollte. Die sind inzwischen bezahlbar und das Thema Fraunhofer ist damit eigentlich überholt.
Ein ED ist einfach farbreiner als ein Fraunhofer gleicher Öffnung/Brennweite.

Über welches Bresser-Gerät reden wir hier eigentlich?

Und, meine Frage ist noch offen: im Vergleich zu welchem Teleskoptyp soll der Fraunhofer eine bessere Abbildung und Korrektur haben?
 
Zitat von wurzelwaerk:
Heutzutage würde ich nach einem ED sehen, wenn ich einen Refraktor kaufen wollte. Die sind inzwischen bezahlbar und das Thema Fraunhofer ist damit eigentlich überholt.
Ein ED ist einfach farbreiner als ein Fraunhofer gleicher Öffnung/Brennweite.

Über welches Bresser-Gerät reden wir hier eigentlich?

Und, meine Frage ist noch offen: im Vergleich zu welchem Teleskoptyp soll der Fraunhofer eine bessere Abbildung und Korrektur haben?

Wir reden von einem Refraktor der Messier Serie. Die Typbeschreibung lautet R127S, wobei das S für Short steht.
Die Brennweite beträgt 635mm, die Öffnung 127mm.

Ich kann dich voll verstehen, ich hätte auch am liebsten einen schicken Triplet-ED, mehr war eben durch mein Azubigehalt nicht drin.

Nun zu deiner Frage: Der Autor hat Billigrefraktoren mit Verkittung und Frauenhofer Refraktoren verglichen. So steht es hier zumindest. Über welche Geräte er dort schreibt spricht sich Herr Stoyan leider nicht aus.
 
Hallo,

die Vorstellung einen Refraktor mit verkitteten Linsen zu haben kam mir irgendwie Minderwertig vor.

im Billigbereich sind die billigsten tatsächlich die verkitteten Objektive.


Je mehr schief gehen kann desto mehr wird auch schief gehen.
Sprich:
Verkittete Linsen kann man schief zusammenkitten, dann kann man
nachträglich auch nichts dran verbessern.
Luftgetrennte Linsen kann man mit lausigen Plastikzwischenringen
auf Distanz halten, auf die Art sind sie beinahe garantiert schief.

Unabhängig davon ob getrennt oder gefügt können Linsen einen Keilfehler haben,
schlecht poliert sein, das Glas kann Luftblasen aufweisen, ect.

Beide Bau-Arten kann man also schlecht oder gut ausführen.

Unabhängig davon ist es aber wohl so, daß man bei einem Objektiv
mit einfachen billigen Gläsern BK7, F2, F4 usw, SF2 usw
die sphärische Aberration bei der Hauptfarbe auf der Achse
sowie die off-axis Koma simultan nur bei einem Luftspaltobjektiv
korrigieren kann.

Allerdings ist die off-axis Koma bei einem Objektiv wie meinem 80/1460mm
wirklich marginal.

Ich teile die Ansicht von Ralf Wurzelwaerk daß die Fraunhofer FH
eigentlich überholt sind seitdem es preiswerte ED Teleskope gibt.
Nur bei großen Öffnungen können sich die FH aus finanziellen Gründen
noch halten. Einen Teil des gegenüber dem ED gesparten Geldes
steckt man dann aber in die wegen der längeren Brennweite des FH
notwendige schwerere Montierung.

CS,Karsten
 
Oo, Harzwolf, nix für ungut,
aber jetzt werden wohl einige hier dich ziemlich deutlich darüber aufklären, dass du keinen Refraktor besitzt, der sich "Fraunhofer" nennen darf, sondern einen kurzbrennweitigen Spezialisten für niedrige bis mittlere Vergrößerungen. Mach dir nicht allzu viel draus, jedes Fernrohr hat bekanntlich seinen Himmel und deines sehnt sich nach Übersichtsbeobachtungen am dunklen Harzhimmel.
CS und viele Grüße
Martin
 
Zitat von Spacecadet:
Oo, Harzwolf, nix für ungut,
aber jetzt werden wohl einige hier dich ziemlich deutlich darüber aufklären, dass du keinen Refraktor besitzt, der sich "Fraunhofer" nennen darf, sondern einen kurzbrennweitigen Spezialisten für niedrige bis mittlere Vergrößerungen.

Tja die Wahrheit ist halt (selbst wenn sie in der Bedienungsanleitung, der Herstellerwebsite und verschiedenen Händlerseiten steht) meistens nicht so schön. Das ich hier kein Hubble-Weltraumteleskop habe war mir von Anfang an klar.

Ich hoffe einfach nur, dass ich von meinem Geld keinen totalen Mist gekauft habe...

Gruss Sascha
 
Hallo Sascha,

Ich hoffe einfach nur, dass ich von meinem Geld keinen totalen Mist gekauft habe...

nö, hast Du nicht. Dein Refraktor hat zwei Vorteile: durch die kurze Brennweite kannst Du mit einem Übersichtsokular sehr große Felder am Himmel beobachten, ausgedehnte Nebel u.s.w...

Außerdem kann die Montierung etwas kleiner (=bezahlbarer) ausfallen da der Hebel nicht so lang ist.

Für hohe Vergrößerungen an Planeten oder am Mond gibt es andere Teleskope die dann im Vorteil sind, aber: wenn dich der zwangsläufige gelbe bzw. blaue Saum nicht stört ( und das wird er zu Beginn sicher nicht) kannst Du den Mond oder Planeten genauso beobachten. Wenn Du Dir mal ein Teleskop kaufst das für höhere Vergrößerungen besser geeignet ist wirst Du einfach die bessere Abbildung genießen können und hast noch ein schönes Widefield-Gerät.


Viele Grüße Felix

 
Zitat von Felix42:
Hallo Sascha,

nö, hast Du nicht. Dein Refraktor hat zwei Vorteile: durch die kurze Brennweite kannst Du mit einem Übersichtsokular sehr große Felder am Himmel beobachten, ausgedehnte Nebel u.s.w...

Außerdem kann die Montierung etwas kleiner (=bezahlbarer) ausfallen da der Hebel nicht so lang ist.

Hallo Felix,

puh, na immerhin etwas. ;)

Mein Teleskop ist übrings auf einer Mon-2 montiert.

Gruss Sascha
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,
ach man muss den Sascha dafür nicht zerreissen.
Da er sich ja offensichtlich ein wenig mit der Materie beschäftigt hat, wird er vielleicht wissen, daß sein 1127S zwar nach dem Fraunhofer-Prinzip (2 Linsen mit Luftspalt) aufgebaut ist, per Definition aber kein Fraunhofer sein kann (f/15 bis f/20).

Ich besitze auch so einen kurzen "Fraunhofer" als 120/600 und wenn man das Teleskop gemäß seiner Bestimmung einsetzt, kann man damit viel Freude und wunderschöne Beobachtungen haben. Sie taugen durch die kurze Brennweite und den dadurch sichtbaren Farblängsfehler eben nicht für hohe Vergrößerungen.

@Sascha: ob Dein spezielles Gerät jetzt in Ordnung ist, zeigt Dir ein Sterntest, für den es allerdings etwas Erfahrung braucht, ihn richtig zu interpretieren. Entweder Du versuchst Dich in das Thema mal einzulesen, oder Du kennst einen Mitbeobachter, der das mal für Dich macht.

Als Einstieg dazu das hier:
http://www.otterstedt.de/wiki/index.php/Sterntest
Google findest wesentlich mehr dazu oder das Buch "Star Testing Astronomical Telescopes" von H.R.Suiter.

Im übrigen auch für den Threaderöffner interessant, denn u.a. dieser Test entscheidet über die Qualität einer Optik, keine Namen, Preise oder Herkunft.
 
Hallo Sascha,

Mon-2, das passt visuell.
Ich nenne diese Teile "ZU-KURZ-FH" und habe selbst einen 100/600er BW-Refraktor, der mit F/6 noch etwas "gnädiger" ist als Dein F/5er.
Wenn so ein Teil mit gut zentrierten, sauber gefertigten Linsen und einem guten (justierten!)Zenitspiegel daher kommt, macht es riesigen Spass. Locker 4° Himmel sind mit einem 2" Übersichtsokular bei niedriger Vergrößerung und großer AP drin. Unter dunklem Himmel und/oder mit entsprechenden Nebelfiltern sind grandiose Beobachtungen großflächiger DS-Objekte möglich, aber auch bis zu mittleren Vergrößerungen lassen sich sehr viele DS-Objekte wunderbar auffinden und beobachten.
Mit diesem Wissen kann man die anerkannte Schwäche solcher Geräte im Hochvergrößerungsbereich, für den sie schlicht und ergreifend nicht gebaut und konzipiert sind, in Kauf nehmen.
Man erfreut sich an dem, was das Teleskop gut kann und wird, wider Erwarten, nicht blind, wenn man sich mal damit Mond und Planeten vornimmt. Zum Einen sind die Empfindlichkeiten bezüglich des Farbenspiels individuell recht unterschiedlich, zum Anderen muss klar gesagt werden, dass die Bildinformation, welche in den farbigen Rändern (z.B. am Mondterminator oder am Planetenrand sehr deutlich zu sehen) steckt, definitiv verloren ist. Das gilt auch (oder erst recht) wenn man sie mittels Farbfilter (Gelb/Orange/Rot), bzw Kontrastbooster und Konsorten mehr oder weniger unterdrückt.

Ich schätze, im Harz gibt es genügend dunkle Standorte, an denen man mit so einem Teleskop, dessen Leistunsschwerpunkt Deepsky/Großfeld ist, sehr genussvoll beobachten kann.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zitat von wurzelwaerk:
Hallo Martin,
ach man muss den Sascha dafür nicht zerreissen.
Da er sich ja offensichtlich ein wenig mit der Materie beschäftigt hat, wird er vielleicht wissen, daß sein 1127S zwar nach dem Fraunhofer-Prinzip (2 Linsen mit Luftspalt) aufgebaut ist, per Definition aber kein Fraunhofer sein kann (f/15 bis f/20).

@Sascha: ob Dein spezielles Gerät jetzt in Ordnung ist, zeigt Dir ein Sterntest, für den es allerdings etwas Erfahrung braucht, ihn richtig zu interpretieren. Entweder Du versuchst Dich in das Thema mal einzulesen, oder Du kennst einen Mitbeobachter, der das mal für Dich macht.

Hallo Ralf,

Auf der Herstellerseite steht etwas von einem "Superachromaten" mit 4 Linsen. Ob das nun der Burner ist, keine Ahnung. Das Öffnungsverhältnis ist f/5.

Du wirst lachen, den Sterntest habe ich durch Zufall bei meiner ersten Beobachtungsnacht durchgeführt. Als totaller Anfänger den hellsten greifbaren Stern genommen und extrem vergrößert. Mit ziemlicher Sicherheit habe ich kein Koma oder Astigmatismus gesehen, dass wäre bei mir hängen geblieben.

Ich werde möglichst bald einen zweiten, diesmal gewollten Test durchführen. Danach kann ich genaueres sagen. :D

CS und Gruss
Sascha
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Zitat von wurzelwaerk:
@Sascha: ob Dein spezielles Gerät jetzt in Ordnung ist, zeigt Dir ein Sterntest, für den es allerdings etwas Erfahrung braucht, ihn richtig zu interpretieren. Entweder Du versuchst Dich in das Thema mal einzulesen, oder Du kennst einen Mitbeobachter, der das mal für Dich macht.

so ein Sterntest ist auch immer unter der Berücksichtigung durchzuführen, ab welcher Stärke sich ein Abbildungsfehler am Himmel in der Praxis bemerkbar macht. Mein 70/900mm-FH zeigt im Sterntest einen leichten Asti und sphärische Abberration, aber bei Stern- und Mondbeobachtungen sind die Sterne wie im Lehrbuch. Die Fehler sind also zu schwach, um sie in der Praxis zu bemerken.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Tach,

Mein 70/900mm-FH zeigt im Sterntest einen leichten Asti und sphärische Abberration, aber bei Stern- und Mondbeobachtungen sind die Sterne wie im Lehrbuch.

selten so einen Blödsinn gelesen. Das Teleskop zeigt Astigmatismus
sowie sphärische Aberration , aber die Sterne sind wie im Lehrbuch?!

Die Fehler sind also zu schwach, um sie in der Praxis zu bemerken.

Ach was...

Generft, Karsten
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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