Hallo Michael!
Manche machen es mit Natronlauge oder Kalilauge. "Drano Powergel" o.ä. geht auch, da ist aber auch "nur" NaOH drin.
Dabei sehe ich jedoch immer das Problem, dass auch das Glas angegriffen wird, da Silikate als Kieselsäuren in Lösung gehen. Man sollte mit nicht allzu konzentrierter Lauge arbeiten (10%), warmes Wasser verwenden und die Zeit im Auge behalten. Den Spiegel also möglichst nicht Tage im Laugenbad lagern, sondern maximal wenige Stunden.
Besser ist es, wenn der Spiegel lediglich neu belegt werden soll, mit einem Oxidationsmittel zu arbeiten. Es bietet sich da prinzipiell jedes Salz eines edleren Metalls als Aluminium an. Weils günstig und leicht zu bekommen ist kann man Kupfer(II)sulfat, auch Kupfervitriol genannt, nehmen und, wie meist empfohlen wird, die wässrige Lösung mit HCl (Salzsäure) ansäuern bis sie grün ist.
Lediglich Zugabe von Kochsalz (NaCl) müsste auch gehen. Man kann auch gleich Kupfer(II)chlorid kaufen, aber das ist wohl eine Kostenfrage.
Wichtig ist auf jeden Fall das Vorhandensein der Chloridionen, da diese katalytisch wirken. Ohne die läuft gar nix. Durch zusätzliches Ansäuern der Lösung (mit HCl) kann die Reaktion beschleunigt werden, ist aber nicht zwingend.
Kupferhaltige Lösungen dürfen NICHT über die Kanalisation entsorgt werden! Schwermetall!
Viele Grüße,
Jan-David