Teleskopsuche Deep-Sky

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FlorianP

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Hallo Astrofreunde

Ich möchte mir endlich mein erstes Teleskop zulegen und in die Astronomie einsteigen.
Beobachten möchte ich hauptsächlich Deep-Sky Objekte, aber ich weiß nicht welches Teleskop am besten geeignet ist.
Da ich am Rand einer Großstadt wohne sollte das Teleskop leicht zu transportieren sein, also scheiden momentan ein Dobson oder Newton aus.

Die Entscheidung liegt zwischen einem Maksutov 127/1500 und einem Refraktor 120/600. (bin auch offen für neues)

Welches ist besser für Deep-Sky geeignet?
Womit kann man später besser in die Astrofotografie einsteigen?

Schonmal vielen Dank für eure Hilfe. :)
 
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Hallo Florian,

wenn Du nicht gerade Doppelsterne, Kugelhaufen und planetarische Nebel bevorzugst, dann nimm den Refraktor. Der liefert ein größeres wahres Gesichtsfeld und größere Austrittspupillen, eignet sich also gut für diffuse Nebel und größere Galaxien.

Allerdings hat ein Fraunhofer mit dieser Auslegung einen starken Farbfehler, was seinen fotografischen Einsatz stark limitiert. Dafür wäre ein ED-Dublett oder gleich -Triplett besser geeignet. Das ist aber selbst mit 80 mm Öffnung viel teurer als der FH.

Der Mak ist zwar bezüglich DS-Fotografie problematisch, da die Belichtungszeiten sehr groß sind, aber sehr wohl verwendbar (je nach akzeptablem Aufwand).

Grüße

fquadrat
 
Hallo Florian,

Die Entscheidung liegt zwischen einem Maksutov 127/1500 und einem Refraktor 120/600.

Wie fquadrat schon schrieb sind das 2 vollkommen unterschiedliche Geräte. Den Maksutov würde ich eher für kompakte Deep Sky Objekte nehmen sowie Planeten, der 120/600 ist ein Richfieldgerät im Niedrigvergrößerungsbereich für dass du am besten dunklen Himmel brauchst (welches Du in der Großstadt nicht hast). Für einen Anfänger würde ich eher zum FH raten, denn zum Maksutov (lange Auskühlzeit, geringes Gesichtsfeld) - wenn das deine Wahl darstellt.

Die Frage ist immer was Deep Sky eigentlich ist, dh. was willst Du beobachten? Für Deep Sky i.A. zählen 1.) dunkler Himmel und 2.) Öffnung. Also wäre dein Ansatz ein transportables Gerät zu beschaffen um unter dunklen Himmel zu kommen welches möglichst viel Öffnung fürs Geld bietet.
Wenn du dir der Limitierung des 120/600 im Klaren bist, würde ich eher zu diesem als zum Maksutov greifen.

Die Deep Sky Fotografie ist ein eigenes Thema. Am einfachsten ist es mit einer DSLR (ohne Teleskop) anzufangen und Brennweiten von 50 - 200mm zu verwenden. Dazu brauchst Du aber eine Montierung zum nachführen, also eine parallaktische, die wiegt dann auch wieder was.

Womit wir beim Thema Montierung wären. Hast Du dir da schon Gedanken gemacht?

viele Grüße
Matthias



 
Erstmal danke Matthias und fquadrat für eure schnellen Antworten :)

Zur Frage was ich im Deep-Sky beobachten möchte, sage ich mal Kugelsternhaufen, hellere Nebel und Galaxien(Orian/Andromeda), die sind für Anfänger "leichter" zu finden und in Stadtnähe noch hell genug.

Was das mit der Fotografie auf sich hat wünsche ich mir ein Teleskop welches gut aufrüstbar ist, also etwas was beim späteren Einstieg in die Astrofotografie am besten geeignet ist und noch sehr lange Freude bringt.
(erstmal werde ich visuell beobachten)

Grüße
Flo
 
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Hallo Flo,

Astrofotografie wünschen sich ja die meisten, und den meisten wird davon abgeraten, zu planen, das erste Teleskop auch dafür nutzen zu wollen.
Ich empfehle, die Astrofotografie mit einem Tele-Objektiv zu beginnen und später dafür ein weiteres Teleskop anzuschaffen.

Was die Auswahl der Gerätetypen angeht, empfehle ich: Mach Dich kundig, was ein Transportaufwand durch eines der von Dir genannten Geräte entsteht. Montierung, Stativ, Gegengewichte - hier sehe ich bei einem vernünftig (und nicht wacklig) montierten Refraktor denselben Aufwand wie bei einem recht großen Dobson und das handlichste und vielseitigste Teleskop mit gutem visuellen Leistungspotenzial ist für mich ein 150mm Newton in Dobson-Bauweise. Sei es ein 150/1200 von der Stange oder ein handliches Gerät wie der 150/900 oder 150/750 in einer Rockerbox Alpha von *entfernt*. Geht man mit einer solchen Optik vernünftig um, so hat man ein großes Potenzial sowohl für Weitfeld-Beobachtung, als auch für Deepsky-Objekte, die ja nun einmal von mehr Öffnung (also Lichtsammelfläche) profitieren.

Immerhin, ein 150/750 Newton in einer solchen Dobson-Montierung wäre später tatsächlich zu einem Foto-Newton auf parallaktischer Montierung aufzurüsten. Man kann den Tubus ja auch in entsprechender Auslegung kaufen - aber da sehe ich, dass die Astrofotografen, die den ernsthaft wollen, auch die Fotolösung des 150/750 von der Stange erstmal einem Totalumbau unterziehen, damit das richtig taugt. Immernoch billiger als ein ED-Refraktor mit vergleichbarem Potenzial (aber nicht teurer als ein ED-Refraktor mit Astrofoto-Einstiegspotenzial).

Ich meine Vorteile werden daraus erwachsen, zuerst mal an eine transportable visuelle Lösung zu denken und die Astrofotografie dann als Ergänzung dazu nach dem Gewinn einiger Erfahrung zu beginnen. Ein 150/750 Newton wäre da später "nur" mit einer GP-Klasse-Montierung nebst Motorisierung und ggf. einem Komakorrektor nachzurüsten. Dazu muss noch ein kleines Leitrohr her, oder man tut sich einen Newton-Nachführansatz an. Da man das auch in Schritten tun sollte: Die motorisierte Montierung wäre richtig angeschafft dann auch gleich die Basis für Fotografie mit dem Tele-Objektiv.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Flo!

Zitat von FlorianP:
Zur Frage was ich im Deep-Sky beobachten möchte, sage ich mal Kugelsternhaufen, hellere Nebel und Galaxien(Orian/Andromeda), die sind für Anfänger "leichter" zu finden und in Stadtnähe noch hell genug.
Der Orionnebel ist keine Galaxie und in den Mak bekommst Du die Andromedagalaxie nicht rein, nicht einmal annähernd. Hohe Flächenhelligkeiten sind in Stadtnähe hilfreich; da sie meist bei PNs vorkommen, wäre dort der Mak in Ordnung. Ansonsten ginge von den Nebeln noch der Omeganebel. Mit einem [O III]-Filter kann man mehr sehen, braucht aber ordentlich AP, welche wiederum mit dem Mak schwierig zu erreichen ist.

Was das mit der Fotografie auf sich hat wünsche ich mir ein Teleskop welches gut aufrüstbar ist, also etwas was beim späteren Einstieg in die Astrofotografie am besten geeignet ist und noch sehr lange Freude bringt.
(erstmal werde ich visuell beobachten)
Entweder ein großer und damit teurer ED(-Apo) oder der nicht gewünschte Newton. Einem kleinen ED geht bei den Kugelsternhaufen zu schnell das Licht aus.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Die motorisierte Montierung wäre richtig angeschafft dann auch gleich die Basis für Fotografie mit dem Tele-Objektiv.
... oder für Planetenbeobachtung mit hoher Vergrößerung, sobald man merkt, daß die auch in den vielen Nächten mit Mondlicht funktioniert. ;) Der von Dir vorgeschlagene 150/750er Newton wird auch hier seiner Rolle als universelles Instrument gerecht werden.

Grüße

fquadrat
 
Hi Sven,

also lasse ich die Fotografie erstmal raus, hört sich verständlich an. :)

Wegen der Idee mit dem Newton oder Dobson:
Das Transportproblem was ich meinte bezieht sich eher auf die Größe.
Also wenn ich mit meiner Familie in den Urlaub fahre, wird der Platz im Auto für ein Newton/Dobson recht knapp.
Die sind einfach in solchen Situationen schwerer unterzubringen.
Es sollte deshalb möglichst kompakt sein.

Erst war ich mir beim Maksutov sicher, dann hab ich gelesen das sie einen "großen" Lichtverlust haben und durch ihre lange Brennweite eher für Planeten geeignet sind.(also nicht gut für Deep-Sky)
Der Refraktor hat eine geringere Brennweite und ein größeres Gesichtsfeld, aber deutliche Farbfehler.

Puhhh..., es ist ein hin und her.
Womit würde ich als Anfänger mehr Spaß an hellen Deep-Sky Objekten haben?

Momentan ist der Maksutov mein Favorit, jedoch habe ich damit keine Erfahrung gemacht wie sich das visuelle Beobachten mit ihm anfühlt.

Flo
 
Hi Flo,

ich habe sowol nen Mak als auch nen Newton und nen Refraktor. In den Familienurlaub im Sommer nehm ich aber garnix davon mit. Hat 4 Gründe:

- Im Sommer ist es warm, wärmer, heiß -> jedes Teleskop braucht viel Zeit zum Auskühlen und ich kann es nicht zwischen den anderen Urlaubern unbeaufsichtigt rumstehen lassen zum Auskühlen. "Bewache" ich das Teleskop, hab ich keine Zeit für die Familie...

- Mit Familie hab ich keinen Platz für Astrogeraffel im Auto

- meine Familie würde mir was husten, wenn ich tagsüber bis zum Mittagessen schlafe und Nachts Astro mache (zwischen Mitternacht und 3 Uhr)

- an den üblichen familientauglichen Urlaubsorten ist die Lichtverschmutzung heftiger als bei mir zu Hause

Vom Maksutov rate ich Dir ab. Der will wegen seiner langen Brennweite parallaktisch montiert werden, sonst findest nix am Himmel. Dabei ist das Stativ und die Montierung dann auch wieder recht sperrig...

Für den Familienurlaub ist ein gutes Fernglas noch am ehesten tauglich...

Nachtrag:

Falls der Familienurlaub in einer dunklen Gegend stattfindet und Du es Dir leisten kannst, dann wäre ein Reisedobson was für Dich. Kostet halt mit den passenden Okularen 2.000 Euro aufwärts. Läßt sich aber genial transportieren. Ist blos so groß wie ein Aktenkoffer...
 
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Hallo Flo.

Zitat von FlorianP:
Womit würde ich als Anfänger mehr Spaß an hellen Deep-Sky Objekten haben?
Kurzbrennweitiger Refraktor oder Newton (100/400, 114/500 parabol, 130/650). Da ist die zweite Hürde niedriger: das Auffinden der Objekte. Die erste Hürde ist das Überwinden des inneren Schweinehundes, überhaupt rauszugehen ...

Grüße

fquadrat

PS
Die angegebenen Newtons sind als Dobson erhältlich, die beiden ersten als Tischdobsons. Die sind besonders platzsparend.
 
Hallo Flo,

der Mak als Anfangsgerät ist nicht glücklich und für DS auch nicht optimal. Das kleine Gesichtsfeld erschwert dir als Anfänger das Auffinden von Objekten ungemein.

Womit würde ich als Anfänger mehr Spaß an hellen Deep-Sky Objekten haben?

Mit einem Newton wie Sven vorgeschlagen hat. z.B. 6" Dobson mit Rockerbox
Kompakter gehts kaum.

Viele Grüße
Matthias
 
Die Sternenfee bringt's auf den Punkt. Für den Urlaub sollte man nicht viel einplanen. Was ganz nett wäre: ein Fotostativ und obendrauf den allereinfachsten 80/400-Refraktor, den es für 120 Eur zu kaufen gibt. Das ist viel mehr als nichts (schau damit mal die Milchstraße entlang...), nimmt nicht viel Platz weg, passt auch in den Koffer, jeder kann mal durchgucken und hat Spaß dabei. Mit Amici-Prisma taugt's auch als Spektiv am Tag, das Stativ ist ein Wert an sich.

Grüße,

Klaus
 
Hallo Flo,

ich würde den Teleskopkauf nicht vom Urlaub abhängig machen, sondern vom Alltag.
Ob der Himmel ausgerechnet dann klar ist, wenn Du Urlaub hast, kannst Du nicht vorhersehen.
Fährst Du so oft in Urlaub, wie es klare Nächte in Deiner Gegend gibt?
Überlege Dir lieber, an welchem Ort Du am häufigsten beobachten wirst und versuche Prioritäten zu setzen. Das könnte Dir die Entscheidung erleichtern.

Gruß

Ronald

 
Fee, fquadrat, Klaus, Ronald, Sven und Matthias (ich hoffe ich habe keinen vergessen)

Vielen Dank für die Antworten. Das sind jetzt so viele Infos die ich erstmal verarbeiten muss. :D Ich mache meinen Kopf jetzt nochmal frei und denke nochmal über alles nach.

Als Zusammenfassung
Maksutov: Für Planeten gut, aber für Deep-Sky eher ungeeignet (wegen dem kleinem Gesichtsfeld/Lichtverlust), also speziell.
Refraktor: Für Deep-Sky brauchbar, hat jedoch einen starken Farbfehler und eine kleine Öffnung.
Newton: Bester Allrounder mit großer Öffnung und passender Brennweite.
Dobson: Sehr große Öffnung aber keine parallaktische Montierung und großer Tubus.

(Wenn etwas falsch ist, gebt bitte bescheid)
Jetzt liegt die Entscheidung an mir, was für meine Ansprüche das richtige Teleskop ist. Es lassen sich alle Teleskope verwenden, die einen mehr und die anderen weniger.
Ich werde mir nochmal meine Gedanken machen. Aber noch eine Frage.
Ein Dobson 254mm/1200mm (F/4,8), lässt sich dieser gut Nachführen?, und ist das visuelle Beobachten damit ein WOW Erlebnis?

Ein großes Dankeschön und viele Grüße

Florian

Nachträglich:
Am häufigsten würde ich von meiner Terrasse aus beobachten.(Großstadt, Stadtrand) Also würde sich ein Newton lohnen, damit man mehr Licht einfängt.
 
Hi!

Zitat von FlorianP:
Refraktor: Für Deep-Sky brauchbar, hat jedoch einen starken Farbfehler und eine kleine Öffnung.
Das mit dem Farbfehler gilt nicht für ED-Refraktoren, wobei Tripletts die Dubletts meist (es gibt sehr gute Zweilinser) überflügeln.

Dobson: Sehr große Öffnung aber keine parallaktische Montierung und großer Tubus.
Wobei kleine Dobsons auch nur kleine Tuben haben. Ein Dobson ist halt auch ein Newton, nur eben auf einer Dobsonmontierung. Einige haben einen zusammenschiebbaren oder zerlegbaren Tubus, was bei Instrumenten auf parallaktischen Montierung selten der Fall ist. Solche Instrumente sind platzsparend zu lagern und transportieren.

Nachträglich:
Am häufigsten würde ich von meiner Terrasse aus beobachten.(Großstadt, Stadtrand) Also würde sich ein Newton lohnen, damit man mehr Licht einfängt.
Ja, inklusive der Dobsons. Mehr Öffnung ist meist besser, egal, wo man sie hinstellt. Vorteil eines Newtons auf einer parallaktischen Montierung: Bei hohen Vergrößerungen wandern die Objekte nicht aus dem Bildfeld. Nachteil: Große Newtons brauchen bei parallaktischer Montage eine große Montierung, welche schwer und teuer ist.

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

Danke für die Verbesserungen, diese waren mir allerdings bekannt. Ich hatte bloß die Teleskope im Kopf die ich interessant finde. (große Dobson, keine ED-Refraktoren)
Da habe ich mich dann falsch Ausgedrückt.:)
Entschuldigung!

Ich habe zwei interessante Newtons gefunden

http://www.teleskop-express.de/shop...50PDS-EQ3-SkyScan-6--F-5-GoTo---Teleskop.html
-Kann das Teleskop halten was versprochen wird?

http://www.teleskop-express.de/shop...plorer-200P---200-1000mm-Newton-auf-NEQ5.html
-Ist hier die Montierung ausreichend?, sieht ein bisschen unterdimensioniert aus.

Grüße

Flo
 
Hi Flo,

beide Montierungen sind eine Klasse zu schwach auf der Brust für das drauf sitzende Teleskop. Wie üblich bei den "Geiz ist Geil" Lock-Angeboten für unbedarfte Einsteiger. :mauer:

Der 6"er auf ner EQ-5 oder aber der 8"er auf ner EQ-6 wäre sinnvoller und zukunftssicher.

Du kannst Tubus, Montierung und Stativ individuell zusammenstellen lassen. Und dann laß Dir auch gleich ne 1:10 Untersetzung beim Okularauszug ranmachen und einen ordentlichen Sucher (8x50) oder einen Telrad satt des 6x30 Spielzeugsuchers beim 6"er...

Achtung, die Abbildung beim 8"er zeigt einen Winkelsucher, in der Beschreibung ist es dann nur noch ein stinknormaler Geradsichtsucher...

 
Hallo Flo,

bevor jetzt wieder irgendwelche EQ Montierungen durchdiskutiert werden: Es gibt auch azimutale Montierungen, die sehr gut sind und fürs visuelle beobachten Spaß machen. Für nen 8" Newton zum visuellen beobachten würde ich eher zu einer "Dobsonmontierung" greifen, an statt mir eine EQ-x anzutun. Alternativ tuts auch eine Skytee falls das für dich Sinn macht. Das ist eine azimutale Montierung mit Feinverstellung und Du kannst damit 200x Vergrößerung locker manuell nachführen. Die trägt nen 8" Newton locker.

Geh am besten mal zum Händler oder Verein oder Teleskoptreffen und schau dir das Zeug mal an, und probiers mal aus. Das ist immer noch das Beste.

Viele Grüße
Matthias
 
Hi,

Teleskoptreffen ist eine gute Idee, aber Händler in der Nähe gibt es keine. Bei der Montierung, gibt es vielleicht irgendwelche Tabellen wo man nachlesen kann welche EQ welches Gewicht trägt? Und zur "Dobsonmontierung", mir ist die Rockerbox nicht sympatisch, eine EQ wäre mir lieber. :D
Jetzt steht das eigentliche Problem im Weg. Der Preis.
Da ich Schüler bin hab ich nicht so viel. Beispielsweise beim Refraktor oder beim Maksutov reicht eine NEQ-3 und die ist mit Teleskop noch bezahlbar.

Liebe Grüße
Flo
 
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Hallo Flo,

Zitat von FlorianP:
Und zur "Dobsonmontierung", mir ist die Rockerbox nicht sympatisch, eine EQ wäre mir lieber.

Aha. Und warum? Weil sie nicht so aussieht, wie Du Dir ein Teleskop vorstellst? Warum denkst Du, dass Dir eine equatoriale Montierung lieber ist? Hast Du beide Montierungstypen schon mal ausprobiert, so dass Du den Unterschied beurteilen kannst?

Bis dann:
Marcus
 
Hi Flo,

Teleskoptreffen ist eine gute Idee, aber Händler in der Nähe gibt es keine.

Dann mach mit Deinen Eltern einen Ausflug zum weiter weg existierenden Händler. Vorher telefonisch oder per email Kontakt aufnehmen und Termin verbindlich ausmachen!

Oder warte bis zum nächsten Teleskoptreffen und geh mit Deinen Eltern da hin. Bei Teleskoptreffen sind viele Teleskope auf einem Haufen zu sehen. Und auch Händler vor Ort. Wenn Du vorher Kontakt mit nem Händler aufnimmst, bringt er Dir das gewünschte Teleskop auch zum Treffen mit. Und Du hast auch die Möglichkeit, dort gebrauchte Teleskope privat zu kaufen. Auf allen Treffen gibt es "Flohmärkte". So kannst etwa 1/3 vom Neupreis einsparen...

Da ich Schüler bin hab ich nicht so viel. Beispielsweise beim Refraktor oder beim Maksutov reicht eine NEQ-3 und die ist mit Teleskop noch bezahlbar.

damit rückst Du aber reichlich spät raus! Ich bin bislang bei meinen Beiträgen davon ausgegangen, daß Du

a) erwachsen
b) mobil (Führerschein, Auto)

bist.

Schüler -> noch nicht volljährig, -> Erlaubnis der Eltern für "nächtliche Ausflüge" notwendig, -> Transport vom Astrogeraffel ins Dunkel zu Fuß, mit Rucksack, Bollerwagen, Fahrrad, Moped, öffentliche Verkehrsmittel (die nach Mitternacht nicht mehr fahren?) oder ausschließliche Beobachtung vom eigenen Garten. :teufelgrr:

Das sind völlig andere Voraussetzungen. Nem Schüler hätte ich nie und nimmer nen Reisedobson für 2.000 Euro empfohlen! :mauer:

Beispielsweise beim Refraktor oder beim Maksutov reicht eine NEQ-3 und die ist mit Teleskop noch bezahlbar.

Der von Dir angesprochene Refraktor dürfte dieser sein:

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p3306_Skywatcher-Startravel-120-auf-EQ3---Gro-feldrefr--120-600mm.html

Und der Mak der da:

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p2770_Skywatcher-Skymax-127-EQ3---127-1500mm-Maksutov-Teleskop.html

Auf den ersten Blick ist das sicherlich "was schnuckelig kleines". Aber hast Du mal das pure Gewicht zusammengezählt?
- nackter Tubus beim Mak: 3,4 kg
- nackter Tubus beim Refraktor: 3,9 kg
- Taukappe (für den Mak unbedingt notwendig!), Zenitspiegel , mehrere Okulare, Rotlichttaschenlampe, Kartenmaterial, besserer Sucher oder Telrad + Koffer für diese Kleinteile: ca. 3-4 kg
- Montierung: 3,2 kg
- Stativ: 3,3 kg

Alles zusammen rund 12-14 kg! Es nimmt ne Menge Platz weg, falls Du es aufgebaut im Kinderzimmer stehen lassen willst. Da besteht immer die Gefahr, daß es angerempelt wird, es umfällt oder durch Mitbewohner (Haustiere, Geschwister, putzwütige Hausbewohner) beschädigt wird.

Ich würde Dir daher was völlig anderes vorschlagen.

Entweder der hier:

den hier:

oder den hier:

alle haben eine gute optische Qualität, stehen superfest auf dem Boden und lassen sich sehr einfach gegen Staub sichern.

Ja, das sind Dobsons. Die Du "nicht magst", weil sie nicht Deinem "inneren Bild eines Teleskops" entsprechen. :D

Das händische Nachführen eines Dobsons ist leicht zu bewerkstelligen, hast innerhalb von 5 Minuten raus und ist sehr intuitiv... :D

Bei Dobsons geht das Geld in die Optik und nicht in irgendwelchen elektronischen Schnickschnack oder eine billig ausgeführte (= unterdimensionierte) parallaktische Montierung...
 
Hi!

Zitat von FlorianP:
Vermutlich ja. Die Montierung könnte stabiler sein, soll aber laut Deepsky-Brothers ausreichen. Bei mir sitzt ein leichterer 150/750 auf einer EQ-5, und vermutlich würde auch ich mit der EQ-3 noch auskommen.

Du siehst richtig.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,

erstmal tut es mir leid das ich nicht erwähnt hatte das ich noch Schüler(17) bin, war mir sicher das ich das erwähnt hatte aber da hab ich wohl nicht. Sry :)

Um nochmal zum Dobson zurückzukommen. Ich habe mich natürlich schon Tage lang im Internet auf die Suche nach Antworten gemacht. Speziell nach Erfahrungen mit den einzelnen Teleskopen. Und da gehen die Meinungen immer auseinander. Die einen sagen ein Dobson wäre das Beste für den Anfang, die Anderen sagen:"Warum immer nur ein Dobson". Was ich halt auch gelesen hab ist das ein Dobson nervt mit seiner Rockerbox, mit dem ganzen bewegen. (ist nicht meine eigene Aussage)
Und es wird gesagt das das gucken, also die Sitzposition, total unangenehm ist, sowie die visuelle Leistung sei trotz der Öffnung mangelhaft. Ich denke das alles hat mich abgeschreckt.

Den Preis für mein Teleskop hatte ich so um die 500-550€ angesiedelt, da reichen leider die meisten Teleskope mit viel Öffnung drüber. Außer halt die Dobsons.
(Ich möchte halt den größten Spaß fürs Geld :D)
Aber wenn ihr sagt:"Ein Dobson ist schon ne feine Sache", das glaube ich euch das. :D

Grüße

Flo

PS: Achja, das Gewicht der Ausrüstung spielt für mich eine Nicht so große Rolle. Hab schon damit gerechnet das da einiges zusammen kommt.
 
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Hallo Flo,

abgesehen von allem anderen: Mehr Beobachtungsspaß als mit einem Dobson bekommst Du nicht fürs Geld. Praktisch alles, was Du zahlst, zahlst Du für das, worauf es wirklich ankommt, nämlich für einen Spiegel. Und keinen Cent fürs Elektrische. Mit 500 Eur Budget bist Du auf lange Zeit gut angezogen.

Der Dobson ist auch insoweit lehrreich, weil er zwingt, alles selbst zu machen. Suchen und Finden, nur mit Sternkarte, Sucher und Übersichtsokular, das ist durch keine Automatik zu ersetzen.

Unbequeme Sitzposition? Ich fand immer, bequemer kann man kaum sitzen. Den beste Sitz für den Dobson kriegst Du übrigens im Musikalienhandel. Frag nach einem Hocker für Schlagzeuger - so einen mit Höhenverstellung per Drehspindel. Dick gepolstert, stufenlos rauf und runter, und Du kannst nach hinten aufstehen - musst dabei also nicht wegrücken. Wie praktisch das ist, weiß man erst, wenn man es mal ausprobiert hat. Die Dinger kosten so 50 bis 60 Eur. Den gleichen Hocker, mit einer Gasdruckfeder, hatte Televue vor Jahren für über 250 Eur auf der Liste...

Und wenn Du Dein erstes Auto anschaffst: achte auf eine Innenbreite auf der Rücksitzbank von etwa 1,30 Metern. Da liegt so ein Rohr am besten, und der Kofferraum bleibt für alles andere. Für den Rocker und den Hocker, zum Beispiel.

Grüße,

Klaus
 
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Hi Klaus,

die Objekte am Himmel möchte ich sowieso erstmal selber finden, also ohne Goto. Aber wenn ich Goto mal nachrüsten möchte geht das nicht. Da bräuchte ich dann erst eine EQ6, die sehr teuer ist.
Naja... wenn man die als Anfänger eh erstmal nicht braucht.
Was für ein Dobson wäre denn am Sinnvollsten, ein
10" oder ein 8"?
( :D Im Endeffekt bleibt die Entscheidung sowieso bei mir :D )

Grüße,

Flo
 
Zitat von FlorianP:
Hi Klaus,

die Objekte am Himmel möchte ich sowieso erstmal selber finden, also ohne Goto. Aber wenn ich Goto mal nachrüsten möchte geht das nicht. Da bräuchte ich dann erst eine EQ6, die sehr teuer ist.
Naja... wenn man die als Anfänger eh erstmal nicht braucht.
Was für ein Dobson wäre denn am Sinnvollsten, ein
10" oder ein 8"?
( :D Im Endeffekt bleibt die Entscheidung sowieso bei mir :D )

Grüße,

Flo

Hallo Flo,

vergleiche mal den Preis eines 8" Newton - Tubus mit dem eines 8" Dobson. Der Unterschied geht gegen null. Wenn Du später mal parallaktisch aufrüsten willst (vielleicht kommt es gar nicht dazu?), verteuert sich die Sache nicht um die Kosten einer EQ-6 oder einer bestimmten Steuerung, sondern nur um die Kosten der dann nicht mehr gebrauchten Dobson-Kiste, die nicht mehr gebraucht wird, also um den Preis von etwas Sperrholz und Teflon. Denn entscheidest Du Dich jetzt für die parallaktische Montierung, ist dieser viel höhere Aufwand jetzt gleich da, anderenfalls erst später. Ob die Monti dann über GoTo-Fähigkeiten verfügt oder nicht, spielt gleich gar keine Rolle.

8" sind eine Menge Holz, das reicht für ein Leben lang. Nur mal zum Vergleich: in meinen jungen Jahren war der Stolz der Schulsternwarten ein 4"-Refraktor. 10" zeigen natürlich etwas mehr, aber 12" zeigen auch mehr als 10" etc ad infinitum. Zieh mutig ein Limit und steh dazu.

Übrigens: großen Respekt meinerseits für einen Einsteiger, der bereit ist, selber zu suchen!

Grüße,

Klaus
 
Hallo Klaus,

ich danke dir erstmal für deine Antwort und ermunternde Worte. Ich überlege jetzt mal was ich denn möchte. Bis ich mir das Teleskop leisten kann dauert es auch noch etwas, und so wie ich mich kenne sind bis dahin schon neue Anforderungen entstanden.

Grüße,

Flo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

beim Wechsel von Dobson auf Montierung müssen aber noch die Kosten für Prismenschiene und Rohrschellen hinzugerechnet werden. Gerade letztere sind als Ersatz-/Zubehörteil für 8 Zoll sicher nicht billig.

Außerdem ist beim Dobson der Tubus oft länger und schwerer als der vom normalen Newton. Das führt dann u. U. zu einer notwenigerweise schwereren Montierung, die dann nicht nur teurer ist, sondern und auch schwerer zu handhaben.

Ich selbst hatte mich beim Erstkauf auch gegen den Dobson entschieden. Bei mir war aber der Hauptgrund die beim Dobson fehlende Nachführmöglichkeit bei hohen Vergrößerungen.

MfG
Christian

 
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