Teleskopsuche Deep-Sky

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zitat von Christian_S2:
Hallo,

beim Wechsel von Dobson auf Montierung müssen aber noch die Kosten für Prismenschiene und Rohrschellen hinzugerechnet werden. Gerade letztere sind als Ersatz-/Zubehörteil für 8 Zoll sicher nicht billig.

Außerdem ist beim Dobson der Tubus oft länger und schwerer als der vom normalen Newton. Das führt dann u. U. zu einer notwenigerweise schwereren Montierung, die dann nicht nur teurer ist, sondern und auch schwerer zu handhaben.

Hallo Christian,

die Tubuslänge eines Newton ist durch die Brennweite definiert. Was soll denn bei identischer Auslegung beim Dobson länger sein?

Und die Anschluss-Schiene nebst Rohrschellen rechne ich mal unter die Sowieso-Kosten. Die müssten sofort angeschafft werden, wenn der Tubus nicht in einer Holzkiste, sondern auf einer Montierung gelagert wird.

Grüße,

Klaus
 
Hallo Klaus,

der Tubus ist oft deshalb länger, weil beim typischen Dobson mit 8 Zoll dieser i. d. R. mit f6 und nicht mit f5 wie beim typischen 8-Zoll-Newton verkauft wird. Außerdem kann es auch sein, dass andere schwerere Spiegel verbaut sind.

Die "Sowieso-Kosten" müssen trotzdem berücksichtigt werden. Beim normalen Newton fallen diese ja nicht zusätzlich an, da sie bereits im Kaufpreis enthalten sind.

Auch bei den Ggengewichten muss u. U. noch hinzugekauft werden. Und das ist verdammt teuer! Ich habe mich lange geärgert, dass ich meinen 8 Zoll Newton nicht komplett gekauft habe, sondern getrennt (Tubus + Montierung/Stativ). Jedes Getrennt-Angebot für sich war sehr günstig, jedoch fehlten hinterher Gegengewichte und Prismenschiene und übliches Zubehör (Okulare, Barlow etc.).

Derselbe Händler, der vor der Lieferung des Tubus dessen Prismenschiene abmontiert hatte, mit dem Hinweis, die Prismenschiene gehöre nicht zum Tubus, sondern zur Montierung, lieferte auch bei der Montierung später keine Prismenschiene - mit dem umgekehrten Hinweis!!!

Besser komplett kaufen.

MfG
Christian
 
Hallo Klaus,

die Tubuslänge eines Newton ist durch die Brennweite definiert.


Es kommt drauf an welche Fokuslage über dem Tubus ich habe. Optimierte Photonewton (großer Fangspiegel) haben einen kürzeren Tubus als visuell optimierte Newtons (kleiner Fangspiegel und kleinere 100% Ausleuchtung), da dort die Fokuslage über dem Tubus (bzw. OAZ) größer sein muss um das ganze photografische Geraffel dranzuschrauben (um noch in den Fokus zu kommen und den Chip auszuleuchten). Ein Dobson ist immer visuell ausgelegt und wird daher auch als f/5 einen längeren Tubus haben als ein Photonewton mit f/5. Zugegeben, das sind Zentimeter. Also nix für ungut.

Grüße
Matthias
 
Hallo

Ich habe mich jetzt mal umgeguckt und bin zum Entschluss gekommen, dass es eins der beiden folgenden Teleskope werden soll. (Oder jedenfall so ähnlich)

1) ein Dobson, 254mm/1200mm / F/4,8
http://www.teleskop-express.de/shop...liner-250PX---254-1200mm-Dobson-Teleskop.html

2) ein 6" f/5 Parabol Newton Reflektor und eine EQ5
http://www.teleskop-express.de/shop...r-150PDS---6--f-5-Newton---2--Dual-Speed.html

http://www.teleskop-express.de/shop...mit-Edelstahlstativ---Teleskope-bis-10kg.html

Gerade bin ich auf dem Weg zum Dobson da er einfach eine viel größere Öffnung hat, was am Stadtrand Vorteile hat. (glaube ich)
Christian, was hast du dir den statt dem Dobson geholt?

Grüße

Flo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christian,

Das ist mir alles schon klar, aber der Unterschied beträgt doch höchstens zwei oder drei Zentimeter, und bei guten Newtons wird das über die Lage des Hauptspiegels im Tubus angepasst (jedenfalls bei meinem). Die handelsüblichen Dobson-Newtons von GSP e.a. unterscheiden sich gerade mal in nichts. Erst recht gibt es da keine Wahl zwischen visuell und fotografisch optimierten Sekundärspiegeln.

Grüße,

Klaus
 
Hallo Flo,

die grundsätzliche Frage, die Du dir beantworten musst, ist:

"Möchte ich einen Dobson oder möchte ich ein Teleskop auf einer parallaktischen Montierung z.b. EQ-5 etc?"

Der Unterschied liegt für den visuellen Beobachter im Handling.
Das solltest Du Dir unbedingt vorher in der Praxis anschauen! Ein mehr oder weniger blindes bestellen aus dem Online Katalog eines Versandhändlers macht dich nicht glücklich.

Viele Grüße

Matthias

 
Hallo Klaus,

wenn du mal hier schaust: UNC Newton so ist vom Händler angegeben, dass die Tubuslänge von der Fokusposition abhängt. Der Unterschied zw. der konsequent visuelle und der konsequent fotografischen Auslegung beträgt 6.5 cm. Das schaffst Du mit dem verschieben des Hauptspiegels nicht.
Skywatcher z.B. bietet mit der PDS Reihe fotografisch ausgelegte Newton an mit größerem Fangspiegel gegenüber der P-Reihe. Das ist zwar nicht so konsequent wie der UNC Newton, aber die Wahl zwischen Photo-optimiert und "normal" bieten auch die großen Hersteller an. Falls man sich für den PDS entscheidet, so braucht mal halt eine Verlängerungshülse um mit den Okularen überhaupt in den Fokus zu kommen. Das hat zwar jetzt nix mehr mit dem Thread zu tun, hilft dem Flo aber eventuell auch bei seiner Entscheidung für einen Newton.
Viele Grüße
Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo in die Runde,
Also ein Blick in die Glaskugel sagt mir , daß spätestens nach dem dritten Aufbau
das ganze Gerödel im Keller bleibt , weil viel zu groß und sperrig.
Schau dir beim Händler erst mal eine EQ -6 oder den 10" Dobson an ,
Dann wirst du dir erst mal die Augen reiben.
Das oben kurz erwähnte 6"f6 Dobson halte ich für das ideale Einstiegsgerät, das ist
(Gerade auch ohne Auto) noch transportabel , schnell einsatzbereit und zeigt schon eine Menge, später dient es dann als ideales Schnellspechtelgerät .
Irgendwo war mal so ein Dobson als "Rucksack" zu sehen , also mit Gurten an der Rockerbox zum bequemen herumtragen , leider finde ich den Thread nicht mehr ....
CS Alex
 
Was ich noch vergessen hatte zu schreiben :
Wenn es dir um die Nachführung geht , leg eine EQ Plattform unter , damit kann man sogar Planeten filmen.
CS Alex
 
Hallo

also rein von der Astropraxis her ist ein Teleskop mit equatorialer Montierung meiner Meinung nach flexibler als ein rein dobson-montiertes Teleskop. Viele Tätigkeiten erfordern eine genaue Nachführung, wie z.b. Spektroskopie von Sternen oder einfache Versuche in der Astrofotografie. Auch das Auffinden von Objekten nach Teilkreisen bzw. mit einem Computer ist etwas leichter unter lichtverschmutztem Himmel. Wer prallaktisch fährt, hat das ruhigere Bild bei höheren Vergrößerungen mit weniger Auflösung als am Dobson, dafür ist das Bild im Dobson nicht ruhig. Zwischen beiden Montierungstypen besteht eigentlich keine Konkurrenz, man muss halt für sich entscheiden ob man Kompromisse eingehen möchte und welche.

Letztendlich wird man irgendwann sogar beide Systeme habe. :)



Viele Grüße
Christian
 
absolut, das beste Teleskop ist das welches man am häufigsten benutzt.
Wenn´s nicht stationär aufgestellt werden kann sind Eigenschaften wie transportapel, schneller Aufbau, usw. schon Punkte die über Beobachtung oder nicht entscheiden können.

Ist natürlich alles subjektiv, muss man selber wissen welche Motivation man da Nachts aufbringt?...........naja


Grüße
Roland
 
Hallo Flo,

falls Du mich gemeint hast…

Ich habe mich damals gegen einen 6-Zoll-Dobson und für einen parallaktisch montierten 114/900-Newton entschieden. Den benutze ich auch heute noch sehr gerne auf einer EQ-5-Montierung.

Mein erstes Teleskop war ein azimutal montierter 76/700-Newton von Aldi. Den hatte ich nur zum Ausprobieren gekauft.

Statt mein Geld, wie damals empfohlen, in eine Reise zu einem Teleskoptreffen zu investieren, kaufte ich mir diesen kleinen Newton und er hat mich sofort begeistert. Gelernt habe ich durch den Kauf und die Nutzung sicher mehr als durch den Besuch eines Teleskoptreffens. Ich wollte mich halt nicht so sehr von anderen beeinflussen lassen und meine eigenen Erfahrungen machen.

Meine Meinung ist: Lieber zu klein als zu groß anfangen und vor allem keine Angst vor dem Zweitkauf haben. Das perfekte Teleskop wirst Du beim Erstkauf ohnehin nicht finden - mangels EGENER Erfahrung.

Ich hatte übrigens beim Einstieg andere Interessensschwerpunkte als Du. Mich interessierten vor allem Mond und Planeten, weniger Deep Sky. Ein Dobson wäre für mich auch deshalb schlecht gewesen, weil ich hauptsächlich vom Balkon beobachtet habe.

Viel Spaß beim Suchen
Christian
 
Hallo,

ich bin auch dabei die Frage für mich selber zu beantworten, und die Entscheidung zu treffen. Aber es gibt zwei Sachen die ich an beiden Teleskopen mag.
Das Dobson sammelt viel Licht und bringt mir Hochauflösende Bilder(visuell) von, zum Beispiel, Sternhaufen.
Ein Newton aber liefert mit durch die Montierung eine Möglichkeit in die Astrofotografie reinzuschnuppern und einfache Aufnahmen(weniger Belichtungszeit) zu versuchen, damit ich was in der Hand habe uns sagen kann:"Papa, guck dir dieses Bild an, hab ich selbst gemacht. :D "

Hmm... das ist schwierig.
Angenommen ich habe einen 6" Newton, wird dieser auch für weiterführende Fotografie genutzt?

Grüße

Flo
 
Hallo!

Mal ne FRage beeinhaltet dein Budget bereits Zubehör? Wenn du 500 Euro zur Verfügung hast und dafür auch Zubehör kaufen willst, empfehle ich dir ein 6" f6 auf Dobsonmontierung.
Ich selbst haben neben einem 10" auf eq6 dieses Gerät zum schnellspechteln, und es kommt weit häufiger zum Einsatz. Danach bliebe noch etwas Geld für Zubehör und mit großer Sicherheit wirst du dieses Teleskop auch nicht mehr hergeben, wenn du irgendwann mal noch was größeres kaufst!

Gruß Deadlock

Ps: wenn interesse besteht schick ich dir mal ein paar Bilder von dem Gerät!
 
Hallo Deadlock

In meinem Budget ist Zubehör nicht enthalten. Das Zubehör möchte ich mir nach und nach kaufen. Zurzeit habe ich leihweise ein Newton welches auch keine zugekauften Teile besitzt und ich komme damit sehr gut klar. Ich benutze auch nur ein Okular den dieses zeigt mir bereits das was ich sehen will.
Das Teleskop besitzt eine Öffnung von 114 mm aber das wird mir zu klein. Ich möchte mindestens 150 mm.
Da wo ich mir noch unsicher bin, ist ob man als Neuling schon versuchen kann einfache Astrofotografie zu betreiben oder ob man erstmal nur visuell Beobachtet.

Grüße

Flo
 
Hallo Flo,

Der erste hat eine 1:10-Untersetzung am Fokussierer, der andere nicht. Steht aber auch alles in der Beschreibung.
So eine Untersetzung mach das fokussieren deutlich angenehmer. Ich habe so etwas an all meinen Teleskopen und möchte diesen Luxus nicht mehr missen. Zur Fotografie ist sie sogar ziemlich unerlässlich.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Flo,

ich hatte weiter oben schon geschrieben, der PDS ist photooptimiert, d.h. mehr Backfokus als der P (d.h. du brauchst wahrscheinlich eine Verlängerungshülse um mit deinen Okularen in den Fokus zu kommen, da dieser weiter außerhalb liegt, da würde ich mal den Händler fragen!) und der PDS hat eine Dual Speed Fokussierer mit Untersetzung, damit Du besser scharf stellen kannst. Das ist der wesentliche Unterschied. Die Optik ist die gleiche.

viele Grüße
Matthias
 
Hallo,
Ich hab dir mal ein Bild von meinem 6"f6 angehängt. Ich bin mit dieser Kombination sehr zufrieden. Sie ist transportabel und kann schnell auf und abgebaut werden. Man sieht schon sehr viel damit. Ich beobachte gerne Planeten, aber auch deepsky aus der Stadt macht schon Spaß, wenn man sich an gut sichtbare Objekte hält. Nebenher fotografiere ich auch damit.
Als Einsteigerteleskop denke ich wirst du deine Freude haben und es auch später als zweitgerät gut nutzen können.
Ausserdem hättest du noch geld für das eine oder andere Okular, um noch mehr aus dem Gerät rauszuholen!

Gruß Deadlock

Edit:
Die Rockerbox bekommst du hier:
http://www.astrozoom.de/

Das Teleskop hier:
http://www.teleskop-express.de/shop...ton---Parabolspiegel---2--Crayford---OTA.html

Ich würde an deiner Stelle fragen, ob sie dir den optischen "Sucher" gegen einen Leuchtpunktsucher tauschen. Meiner Erfahrung nach für Anfänger wesentlich einfacher zu händeln.

Du wärst dann knapp bei 400 Euro und hättest noch 100 Euro für ein oder zwei schöne Okulare.

Gruß Deadlock
 

Anhänge

  • P1030154.JPG
    P1030154.JPG
    81,7 KB · Aufrufe: 527
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

Wenn ich mir das Teleskop besorgt habe, was für Okulare würdet ihr mir empfehlen? Ich hatte an ein 32 mm Übersischts- und ein 17/15 mm Okular gedacht.
Aber von welcher Firma? Ich möchte jetzt nicht 80€ für jedes Okular ausgeben, da habe ich mir schon mal die Okulare von TS WA angeguckt und die von TSSP. Die sind nicht so teuer.

Grüße

Flo
 
Hallo Florian,

es ist schön, dass Du Dich so intensiv informierst. Dennoch könnte es Dir mehr bringen, zunächst ein Teleskoptreffen zu besuchen und durch die Teleskope zu schauen, wenn es das Wetter ermöglicht. Es besser, wenn Du die Geräte einmal in der Praxis erleben kannst, bevor Du etwas kaufst.

Auch beim Okularkauf ist es besser, wenn man sie erstmal in der Praxis testet. Das Einblickverhalten kann schon eine wichtige Rolle spielen. Leider sind wir vom Wetter abhängig und somit ist das alles nicht längerfristig planbar. Die kommenden Nächte könnten aber klar werden.

Schau doch mal, ob Du einen Astrofreund in Deiner Nähe findest.
Karte

Gruß

Ronald
 
Hallo Ronald

Gestern nach war ich auf meinem ersten Teleskoptreffen. Es war UNGLAUBLICH, so viele Teleskope. Ich habe mich mit den Hobbyastronomen unterhalten und sie alle haben mir zu einem Dobson geraten. Diese durfte ich auch testen und ich war überwältigt, was man damit alles am Himmel sehen kann. Und das mitten im Zentrum von Bonn. Ich fand es fantastisch, aber die Astronomen sagten dass es wirklich enttäuschend sei wie wenig man sieht. (in diesem Himmel)
Das überzeugte mich visuell zu beobachten. Die Astrofotografie kann warten, aber der Gedanke daran das Millionen Jahre altes Licht in mein Auge fällt, den möchte ich öfters haben. Somit habe ich mich jetzt für ein Dobson entschieden. Hinstellen und beobachten.
Dieses Hobby ist das FANTASTISCHSTE der Welt. Ich konnte den Jupiter live mit seinen Gasringen sehen und seine vier Monde, sowie die Plejaden, den Orionnebel, Doppelsterne, Sternhaufen und sogar eine aktuelle Supernova in einer Galaxie. Es ist einfach..., ich kann es nicht beschreiben.

Grüße

Flo
 
Hallo Florian,

na, das ist ja optimal gelaufen. :applaus:
Da sieht man wieder einmal, wie wichtig es ist, sich die Geräte in der Realität anzuschauen.

Gruß

Ronald
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben