TeleVue TV85 - Mythos oder Ernüchterung?

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Hallo zusammen,

noch mal 'ne Frage zur grundsätzlichen Sinnhaftigkeit eines
solchen Refraktors ohne Blenden. Aus eigener Erfahrung muss
ich sagen, dass ein mit DC-Fix ausgekleideter Tubus absolut
nicht ausreicht, um wirkungsvoll Streulicht zu unterdrücken.
Dazu waren bei meinem Refraktor zusätzlich noch drei Blenden
notwendig.
Ist denn diese Tubusauskleidung mit Sandpapier tatsächlich
um so viel wirkungsvoller als das altbewährte Velour, dass
völlig auf die Blenden verzichtet werden kann ohne Streulicht
in Kauf zu nehmen?

Ciao, Heiner
 
Hallo!

Sandpapier ist nicht so wirkungsvoll wie Velours. Auch dann nicht, wenn das Sandpapier mit Schultafellack gestrichen wurde.


Gruß Harald
 
hi heiner,
da will ich vielleicht nochmal was dazu sagen.
das velours, welches wir ja fast alle mehr oder weniger schon eingesetzt haben, ist recht fein auf der oberfläche, von der farbe mattschwarz und selbst wenn es fusselt passiert der optik nix.
vor dem einbau paarmal mit dem fusselroller drüber, und alles ist paletti.
das schmirgelpapier im tv85 ist mit matter farbe überstrichen worden.
ich sage bewußt nicht " scharzer farbe ", denn wenn man es neben das velours hält, wirkt es eher wie
" eisenbahnergrau ".
die eisenbahner unter euch mögen mir verzeihen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
aber durch die rauere oberfläche bringt diese auskleidung schon einen sehr guten effekt der streulichtunterdrückung.
wenn ich dieses schmirgel zur röhre drehe und eine veloursröhre nehme, so würde ich sagen, es ist der gleiche
" dunkeleffekt ".
aber eben mit körnchenalarm!
wenn du blenden in einen tubus richtig setzt, dann bewirken die ja, daß du die tubuswand überhaupt nicht mehr zu sehen bekommst!
im prinzip kannst du in einem tubus, wo die blenden richtig gesetzt und die blenden entsprechend geschwärzt und scharfkantig sind, auf die innenbehandlung des tubus verzichten, denn von dem kann in keinem falle mehr streulicht das okular erreichen.
nun gibt es noch den zweiten fall, daß licht von der blende wieder zurück zum objektiv und von dort ungewollt als reflex ins okular kommen kann.
dies verhindert man durch kegelblenden ( welche ich ja noch setzen will ) , da diese jegliches aufteffendes licht infolge ihrer keglichen form nicht zurück zum objektiv , sondern seitlich zur tubuswand ablenken.
das licht, welches auf die blende trifft, ist einfach weg.
und um da ganz sicher zu gehen und natürlich auch aus ästhetischen gründen, schwärzt man den tubus trotzdem mattschwarz.
ich hoffe, das war etwas verständlich.
wenn ich es dir aufmalen könnte, wäre es leichter zu erklären.
schöne grüße!
wolf

 
Hallo Herr Vehrenberg!
Ich vermute halt viel eher, dass hier ein wirklich gutes Produkt gezielt schlecht gemacht wird.
Finden Sie diese Aussage nicht auch lächerlich???
Es geht hier nicht um die Optik. Es geht darum, was für ein Material zum Bau des Teleskops benutzt wurde.
Das, was Sie jetzt machen, sind Unterstellungen!

DAUMEN RUNTER!!!
 
Hallo Wolf,

> wenn ich es dir aufmalen könnte, wäre es leichter zu erklären.

Ich habe damals diese beiden Informationsquellen verwendet
und finde sie beide ganz anschaulich:
http://www.berfield.com/baffles.html
http://www.iq-tm.de/astro/astro.htm

OK, aber zurück zum Thema. Wenn dieses Sandpapier
also wirklich nicht besser ist als Velours, dann begreife
ich ehrlich gesagt nicht, wie einzelne Tests diesem
Refraktor sogar besonders guten Kontrast bescheinigen
können. Das ist meiner Ansicht nach ohne Blenden
schlichtweg nicht möglich. Schon gar nicht wenn ein
relativ enger Tubus verwendet wird.

Ciao, Heiner

 
hi heiner,
den berfield-link hatte ich vergessen, hinzuzufügen.
aber du kennst ihn ja <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

"....Schon gar nicht wenn ein
relativ enger Tubus verwendet wird..."

hier liegt meineserachtens das problem:
wenn du dir die berfield-zeichnung zur blendenermittlung anschaust wirst du schnell feststellen, daß, je größer der durchmesser eines tubus, desto weniger blenden sind erforderlich.
je kleiner der durchmesser, desto mehr blenden braucht man, um die komplette tubuswand auszublenden.
deshalb macht es bei selbstbauten immer sinn, den tubus ruhig etwas " zu groß " werden zu lassen. ( nicht nur aus gründen des tubusseeing )
aber der tv85-tubus ist echt sehr klein im durchmesser ( 76mm außendurchmesser )
ich denke mal, daß hier gespart wurde, um den fertigungstechnischen aufwand minimieren zu können.

was den kontrast des tv85 im originalzustand betrifft, so ist der durchaus gut und akzeptabel zu nennen!
aber aus meiner sicht eben auch nicht besser, als wenn man feines velours eingelegt hat.
und wenn schon schmirgelpapier raus, dann eben auch blenden rein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

wolf




 
Hallo!

>das schmirgelpapier im tv85 ist mit matter farbe
>überstrichen worden.
>ich sage bewußt nicht " scharzer farbe ", denn wenn man es
>neben das velours hält, wirkt es eher wie
>" eisenbahnergrau ".

Bei meinem älteren Ranger sieht es durch das
Objektiv betrachtet so aus, als sei das
Schmirgelpapier nicht überstrichen. Insofern wirkt
es im Sonnenlicht eher grau und auf einem Foto, das ich
gestern aufnahm, reflektierte das Schleifmittel sichtbar.
Ich werde mal versuchen, ein besseres Foto zu erstellen.
 
aber der tv85-tubus ist echt sehr klein im durchmesser ( 76mm außendurchmesser )

Hi,

Als absoluter ignorant im Teleskopbau hat mich diese Aussage zum denken gebracht.

Optik 85mm vor einem 74~75mm (innen durchmesser vielleicht) Rohr.

Was macht es da für einen Sinn 85mm Optik zu haben wenn ich diese ja von ganz vorneherein auf ca. 74~75mm stutze ?

Ich frage deshalb weil ich einen Takahashi FS-78 habe, also 78mm Objektivdurchmesser und die Ganze Optik sitzt vorne auf einen Tubus mit Aussendurchmesser 95mm, also innen vielleicht 93~94mm ?
 
hi rainer,
ganz so ist es nicht.
das objektiv sitzt in einer entsprchenden fassung.
die fassung ist vom objektiv bis zum tubus noch etwa 85mm lang und verjüngt sich auf den durchmesser von 76mm.
dann schließt sich das tubusrohr mit den 76mm außendurchmesser an.
der komplette strahlengang paßt also noch vollkommen und wird nicht beschnitten!
nur eben die blenden im tubus, welche ich gesetzt habe, müssen entsprechend angepaßt und hineingefummelt werden.
schau dir in meinem bericht doch nochmal den aufbau des objektives an.
da wirst du verstehen, wie ich es meine.
als seblbstbauer jedoch würde ich sowas nicht machen.
schau mal in meinem tmb-bericht, da habe ich den tubus " extralarge " gemacht und blenden mit luftspalt gesetzt.
http://www.binoviewer.at/teleskoptuning/TMB105_optimierung.htm
aber generell funktioniert das schon mit einem derartig minimierten tubus.
zeiss-jena hat seinerzeit bei seinem "asiola" den tubus sogar noch extremer an den strahlengang angepaßt!
Link zur Grafik: http://www.achromat.de/pictures/tele/tele_zeiss_asiola_k3.jpg

schöne grüße!
wolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich vermute halt viel eher, dass hier ein wirklich gutes Produkt gezielt schlecht gemacht wird.
Ich vermute mal die Firma Vehrenberg hat keine Ahnung von gar nichts und versucht durch das gezielte schlecht machen von Personen sich aus der Affähre zu ziehen... - gelle, das ist billiger und einfacher als TV auf Misstände und Gefahren hinzuweisen. Angst vor schlechten Margen?

Ausnahmsweise mal keine Freundliche Grüsse
Oliver
 
.. hier nun die Antwort von TeleVue auf die ganze Diskussion
mit einigen weiteren Postings aus dem Astromart Forum.
Ich hoffe, es hilft ein wenig zur Aufklärung der "Affäre".


... to suppress stray light, TeleVue uses a cloth-backed textured material in the tube, which is sealed and painted. We have used this light baffling technique for over twenty years, on thousands of our telescopes, without a single complain from the field. To illustrate the baffle`s effectivenes, Dennis DiCicco notes in his February 2001 review of the TeleVue –102 in Sky and Telescope magazine:
“ As viewed from eyepiece position, even extraordinarily bright light shining through the objective is barely visible thanks to a minimal reflection of the tube`s textured lining.”
On the following page are three exepts from the TeleVue forum on Astro-Mart which discuss this same subject.

Forum Post #1

I have been an amateur astronomer for the last 53 years, and owned many scopes since I was 10 years old. I`ve had the TV 85 for the past 4 years and it is one of the best overall scopes that I have ever owned. The flocking material inside is more like velvet then anything else. It works very well, better then some baffling I have seen in Russian and German scopes for that matter. TeleVue makes an excellent product, don`t worry about the velvet material inside, it does what ist suppose to do.
Tom

Forum Pos #2

Have you read Ed Ting`s write up of the TV102where he compares the contrast in it to the AP Traveler and a C102 f/9 ED?. He said he couldn`t tell any contrast difference at all. I`ve had my TV85 side by side several times with a Tak FS78. To be fair, I`d give a very slight contrast edge to the Tak, but that may be aperture related. You`re right that baffles probaly couldn`t hurt, but it appears that they don`t make a “visible” difference and Al decided to opt for the lighter, more portable OTA. My TV85 is a good bit less cumbersome than my friend`s FS78, despite more aperture. I`m trying to remember if there was a contrast comparison in the S&T write-up about premium refractors where the NP101 and TMB 100/f8 got the best marks. I don`t recall, but I`ll see if I can find it.
Clyde

Forum Post #3

I have never heard of the flocking material inside the TV tubes harming the optics in any manner and think this is no cause for concern at all. TeleVue uses this baffling method to keep the weight of the scope down and it works extremely well. Bottom line is, it works well. Tell your friend to point the scope at the moon and check the contrast. You might also check out some of the many online reviews of TV scopes against other scopes with traditional baffles and note the comments about contrast. Ed Ting`s and Todd Gross`site are good places to start.


MIt freundlichen Grüßen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Guten Tag Herr Vehrenberg

Typisch amerikanische Antworten:

Nummer eins disqualifiziert sich wegen folgender Aussage:
don`t worry about the velvet material inside
Da ist Schleifpapier drinn und kein Samt, der weiss noch nicht mal um was es geht. Dazu kommt noch, dass der "frevel" an TV sofort bestraft wird, dass Deutsche und Russische (Europäische) Teleskope z.T. schlechter Streulicht abgeschirmt sind. Ausserdem ist der Post beschnitten (die Lobeshymne auf TV fehlt.)

Die anderen zwei machen es wie wir, Sie verlassen sich auf Aussagen von anderen oder umgehen das Thema und sprechen nur von der Wirkung des Schleifpapiers und nicht von ev. Konsequenzen.

Wie auch immer es gibt überall Ausreiser, nach oben und unten. Die Ausreisser nach unten werden eben schneller bekannt als die Ausreisser nach oben. Liegt in der Natur des Menschen.
So long und schönes Wochendende.

Freundliche Grüsse & Clear Skies
Oliver
 
hm, mal wieder nicht alles gelesen oder dargestellt ?
meister vehrenberg bringt leider nur das, was ihm paßt!
war ja auch nicht anders zu erwarten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

ich bringe jetzt mal das, was mir bisher zugänglich ist.
und das ist dann der letzte beitrag, den ich dem herren vehrenberg opfere.
allen anderen, die da noch fragen haben, werde ich aber natürlich gern antworten, soweit ich kann!
da sollte man schon genau hingucken...


1.
> Hi "TeleVue´s"
>
> A friend of me has bought a new TV 85 apo. As he looked into the tube, he saw
> that emery paper was used inside the tube for reducing the reflections
> This is my question: Has you inside your TV´s also emery paper inside the
> tubes? I think, this is not good. Because, the TV refractor´s are not truly
> cheap and moreover there will be the risk af scratches in the optic, if the
> emery paper will fall to pieces.
>
> Here in Germany some people won´t buy TV-Apos because of this kind of
> production ...
>
> regards hannes
>
> 2.
> Hannes,
>
> I have never heard of the flocking material inside the TV tubes harming the
> optics in any manner and think this is no cause for concern at all. TeleVue
> uses this baffling method to keep the weight of the scope down and it works
> extremely well. Bottom line is, it works well. Tell your friend to point the
> scope at the moon and check the contrast. You might also check out some of the
> many online reviews of TV scopes against other scopes with traditional baffles
> and note the comments about contrast. Ed Ting's and Todd Gross' site are good
> places to start.
>
> Best,
>
> Clyde
>
> 3.
> I have been an amataur astronomer for the last 53 years,and owned many a scope
> since I was 10 years old. I've had a TV 85 for the past 4 years and it is one
> of the best overall scopes that I have ever owned. The flocking material
> inside is more like velvet then anything else. It works very well, better then
> some baffling I have seen in Russian and German scopes for that matter.
>
> Televue makes an excellant product, don't worry about the velvet material
> inside, it does what it suppose to do...."TV uber allus"
>
> Tom Baty
>
> 4.
> Hello there Hannes,
>
> I wonder how your friend conclude that it was Emery paper. Did he see the word
> "Emery" written on it ;-)?
>
> More seriously, Tele Vue uses different baffle design, and look sort of like
> sand material. Here's a review of the TV-102, same baffle and glass as the
> TV-85 only larger, and you'll see how well the baffle works.
> http://www.teleskop-service.de/televue/TV102Test/102Test.htm
>
> Ron B[ee]
>
> 5.
> Hi RON,
>
>>> I wonder how your friend conclude that it was Emery paper. Did he see the
>>> word "Emery" written on it ;-)?<<
>
> http://www.tbrumm.de/umbau_eines_televue_tv_85.htm
>
> This is a report of attaching a Feathertouch Focuser to the TV85, its all in
> German, but you will find some pictures of the dis- and re-assembled TV85
> (plus the EMERY paper...).
>
> Regards Dietmar
>
> 6.
> That's an excellent website, thanks Dietmar. I had a TMB 80/600 that had black
> velvet flocking paper, and often wondered whether there would be a visible
> difference between it and others that I have seen with more traditional
> baffles. Never did have a chance to compare.
> I remember reading the S&T article on the TV-102 and thinking at the time "how
> do they KNOW that the flocking paper works perfectly"? Sure the picture with
> the light shows little scattered light on the opposite side of the tube, but
> is there really not ANY? Baffles couldn't hurt in any case. Unless you put
> them in the wrong place - I sure wouldn't trust myself to get that job
> right...
>
> Nils
>
> 7.
> Nils,
>
> Have you read Ed Ting's write up of the TV102 where he compares the contrast
> in it to the AP Traveler and a C102 f/9 ED? He said he couldn't tell any
> contrast difference at all. I've had my TV85 side by side several times with a
> Tak FS78. To be fair, I'd give a very slight contrast edge to the Tak, but
> that may be aperture related. You're right that baffles probably couldn't
> hurt, but it appears that they don't make a "visible" difference and Al
> decided to opt for the lighter, more portable OTA. My TV85 is a good bit less
> cumbersome than my friend's FS78, despite more aperture. I'm trying to
> remember if there was a contrast comparision in the S&T write-up about premium
> refractors where the NP101 and TMB 100/f8 got the best marks. I don't recall,
> but I'll see if I can find it.
>
> Best,
>
> Clyde
>
> 8.
> I had no intention of giving this thread a "TV scopes aren't as good as X"
> flavor - I was only wondering (and really wondering, not taking a stand one
> way or the other) if flocking paper IS just as good as baffles. S&T said it
> was, but I remember thinking when reading that article that the only way they
> could know would be if they had taken one TV-102 with flocking paper and one
> with baffles and compared.
>
> If you start comparing brand x with baffles and brand y with flocking paper,
> you've got one too many variables. It would be interesting to compare
> Wolfgang's baffled TV-85 with a stock one. My guess would be that the folks at
> TV have already done this comparison, and they went for flocking. Was it
> exactly the same, just a little worse, or better than the baffles in
> controlling stray light? Other makers, presumably just as dedicated to
> perfection, still use baffles.
> Ideally, of course, I'd take both.
>
> Nils
>
> 9.
> I think you're right that the folks at TV have done the comparison and made
> the choice for the lighter but still well baffled OTA.
>
> C.
>
> Clyde
>
> 10.
> You may want to go to the Televue website and check the Ask Al forum.
> If I remember, Mr. Al addressed this question in a question & answer session
> sometime ago. It may still be archived on this site.
>
> Tom Baty
>
> 11.
> Strange..but when I had the focuser off of my TV 85 the inside material was
> soft and pliable, sort of like a felt material.
>
> Perhaps they use the "emery" liner on the European models as the felt would be
> to warm and fuzzy for the continentals??? Just kidding!!!
>
> Tom Baty
>
> 12.
> Wow thanks Dietmar, now it's no joke ;-) for sure. I can't read German but I
> can see the picture quite clearly. Very grateful for you to post the link. I
> must say, the fella was very brave indeed!
>
> Ron B[ee]
>
> 13.
> The ememry probably "cuts" the light better.
>
> peter
 
Es macht keinen Sinn, hier weiter Stellung zu nehmen. Deshalb verabschiede ich mich aus diesem Thread. Jetzt macht man sich die Mühe, etwas dazu von Al Nagler zu hören
und veröffentlicht genau das, was man bekommen hat und schon wieder muß man sich anhören, man habe nur das veröffentlicht, was einem passt. Wer weitere Informationen haben möchte, kann mir gerne eine Mail senden oder mich anrufen: h.vehrenberg@vehrenberg.de oder 02154/886691.
Mit freundlichem Gruß
 
Hallo,

tja, das würde ich chinesische Baustelle auf hohem optischen Niveau nennen. Das ist bei dem
Preis wohl noch ein viel größerer Witz als manche China Geräte. Gibts das Objektiv eventuell
solo, dann könnte man ja gleich was mechanisch Adequates selber dran bauen?
 
Hallo!

VehrenbergKG_HV schrieb:
>... to suppress stray light, TeleVue uses a cloth-backed
>textured material in the tube, which is sealed and painted.
>We have used this light baffling technique for over twenty
>years, on thousands of our telescopes, without a single
>complain from the field.

Dann sollte Herr Nagler dennoch die hier aufgetretenen
Probleme zur Kenntnis nehmen und ernsthaft über Alternativen
nachdenken, wenn ihm die Zufriedenheit seiner Kunden
wichtig ist. Denn offenbar handelt es sich bei dem
"textured material" immerhin um
Siliciumcarbid-Schmirgelpapier.

Es gibt genug andere Möglichkeiten, Korkschnipsel usw. einzusetzen, welche nichts verkratzen können, um von
vorneherein Folgeschäden durch abfallende Körner
auszuschließen. Schließlich ist nur die Härte dieses
Materials (Siliciumcarbid ist so hart wie Diamant!)
störend.

>Forum Post #1

Für mich steht nicht im Vordergrund, dass Schmirgelpapier zu
schlecht Streulicht dämpfen würde.
Vielmehr ist es die Problematik abfallender
Schleifmittelkörner, welche leider einen Nachteil dieser
Methode darstellt.

Würde man statt Schmirgelpapier mit Kork beklebtes Gewebe
einkleben und dieses schwarz spritzen, wäre die Wirkung in
bezug auf Streulicht ähnlich gut und es bestünde kein
Risiko für Okulare, Kameras usw. und es gäbe hier gar keine
Diskussion darüber.

>Forum Post #3
>
>I have never heard of the flocking material inside the TV
>tubes harming the optics in any manner and think this is no
>cause for concern at all.

Man kann dem Zitat entnehmen, dass hier
offenbar die Furcht vor der genannten
Schleifmittelproblematik angesprochen wurde.

Tatsache ist jedenfalls, dass ich bereits eine Okularhülse
nach der Benutzung des Refraktors außen voll grauem Staub hatte, als wäre sie in Dreck gewälzt worden. Sofern es sich dabei um Siliciumcarbid mit Härte 12 nach Mohs handelt, ist damit automatisch ein Kratzerrisiko verbunden, wenn
dieses auf Linsen gelangt.
Nicht umsonst wird bei der Herstellung von Optiken auf größte Sauberkeit geachtet, denn ein einziges Korn kann bereits einen grossen Kratzer verursachen. Hinzu kommt, dass die Glastypen, die als äußere Linsen moderner Okulare eingesetzt werden, relativ weich sind wie SF10 (Knoop-Härte 370) oder SF1 (Knoop-Härte 340). BK7 hat zum Vergleich eine Härte von 520. Es dürfte doch für eine Firma wie TeleVue
kein Problem sein, innerhalb kürzester Zeit ein anderes
Material zum Auskleiden zu verwenden. Das spart unter
Umständen sogar Arbeitszeit, die jetzt für das akkurate
Einpassen und Einkleben des Schmirgelpapiers benötigt wird.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ein gutes Produkt ist bestimmt nicht schlecht kollimiert! Allerdings hätte ich das Teil
im Originalzustand an den Händler dankend zurückgegeben. Man muß schon ein ziemlicher Hardcore
Bastler sein, um da Hand anzulegen. Das macht man sicher auch nur dann, wenn man die Optik
unbedingt behalten möchte, weil sie sehr gut ist. Als kleine Häme muß ich dann noch anfügen, wie
toll das ist, daß man APO´s nicht kollimieren muß. Ich denke viele Benutzer hätten es auch nicht mal
bemerkt. Was lernt man jetzt daraus? Markennamen schützen auch nicht vor Mängeln, so ist das Leben,
und deswegen muksig zu werden, ist für einen Händler sicher der falscheste Weg das Wohlbefinden der
Kunden zu bessern.
 
hi antonius,

"...ein gutes Produkt ist bestimmt nicht schlecht kollimiert!..."

und genau hier liegt dein ( entschuldige ) denkfehler.
sieh dir doch mal die konstruktion an.
das kann bei massenherstellung doch nie ständig funktionieren.
sowas habe ich in meinen ersten! selbstbauprojekten angewendet. es geht auch!
ich habe es jetz richtig kollimiert. aber einfach: urzeitlich !
tut mir leid, so isses aber.
wolf

 
Hallo Wolf und andere Diskutanten,

angeregt durch diese Diskussion habe ich meinen TV 85 noch mal genauer unter die Lupe genommen.

Und ich kann nach wie vor keinen der Kritikpunkte nachvollziehen(dass der Okularauszug Geschmackssache ist, haben wir ja schon an anderer Stelle geklärt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).

Mein Optik war von Anfang an perfekt kollimiert und behält die Kollimation auch selbst nach unsanfter Behandlung dauerhaft. Die Abbildung am Stern ist fast lehrbuchmäßig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Von der Verarbeitung und Robustheit her ist der TV 85 das Beste(bezahlbare!), was mir in den letzten 30 Jahren, die ich schon aktiv Astronomie betreibe, untergekommen ist.

Die Diskussion um das Schmirgelpapier stößt mir besonders sauer auf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />

Bei meinem TV 85 ist das "Schmirgelpapier" mit einem fast elastisch zu nennenden Anstrich versehen und es ist mir auch bei moderater Gewaltanwendung nicht gelungen, da Körner rauszulösen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sich da etwas lösen soll.

Ich denke hier wird ein Problem hochgespielt, das gar keines ist.

Und Wolf,

ich habe Dir ja schon in mehreren PN's mitgeteilt, dass ich den Verdacht habe, dass Dir der Händler da ein "faules Ei" untergejubelt hat (meine Erfahrungen mit dem betreffenden Händler habe ich Dir ja im Vorfeld geschildert). Hättest Du das Ding gleich umgetauscht (wie ich es Dir geraten habe), wäre uns hier vieles erspart geblieben.

Was mir noch auffällt ist, dass Du den elfenbeinfarbenen Tubus hast, und ich den grünen. Vielleicht (aber vorstellen kann ich es mir eigentlich nicht so recht)sind diese beiden Tubusausführungen tatsächlich unterschiedlich verarbeitet, aus welchen Gründen auch immer?

Um diese Sache entgültig zu klären, schlage ich vor, dass wir mal auf einem Teleskoptreffen beide Geräte gründlich vergleichen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Was mich hierbei besonders interessiert ist, ob die nachträglich eingebauten Blenden wirklich etwas bringen.

CS,
Günter
 
Hallo!

>Die Diskussion um das Schmirgelpapier stößt mir besonders
>sauer auf
>
>Bei meinem TV 85 ist das "Schmirgelpapier" mit einem fast
>elastisch zu nennenden Anstrich versehen und es ist mir
>auch bei moderater Gewaltanwendung nicht gelungen, da
>Körner rauszulösen. Ich kann mir beim besten Willen nicht
>vorstellen, wie sich da etwas lösen soll.

Ich kann hier nur über meinen etwas älteren Ranger-Refraktor
sprechen. Darin ist das Schmirgelpapier meiner Meinung
nach bestenfalls von einer hauchdünnen grauen Farbschicht
überzogen. Es fällt jedoch auf, dass etliche der grauen
Körner -für Schmirgelpapier ungewöhnlich- sehr, sehr weit
einzeln vorstehen. Dass davon im Laufe von einigen
Jahren Benutzung mal etwas abfällt, verwundert
nicht.

Hier mal ein Foto der Innenbeschichtung aufgenommen
schräg gegen Sonnenlicht (leider ist das Vorstehen
vieler einzelner Körner bei dieser Vergrösserung nicht gut
zu erkennen und der nach einem TFT-Display eingestellte
Kontrast auf einem Röhrenmonitor etwas dunkel):

Link zur Grafik: http://www.geocities.com/amateurastronom/tmp/RANGER_SCHMIRGELPAP.jpg

Jedenfalls hält dieser mutmassliche graue Farbfilm die sehr
großen und in meinem Fall weit abstehenden Körner kaum davon
ab, abzufallen. Auf den abgefallenen Körnern und auf den
in der Okularhülse zerriebenen Partikeln war jedenfalls
von einer elastischen Farbschicht nichts mehr zu bemerken.
Insofern muss diese Farbschicht, wenn eine vorhanden ist,
sehr dünn sein oder die Farbe muss spröde sein und sich
leicht zu einem grauen Pulver verreiben.

>Ich denke hier wird ein Problem hochgespielt, das gar
>keines ist.

Leider nein. Bei meinem Refraktor lösten sich in
der Tat trotz sehr vorsichtigen Umgangs mehrfach
graue Körner und landeten im Fokussiermechanismus
sowie (als graues Pulver) an den Okularhülsen.
Ich finde das ziemlich ärgerlich. Solange es sich
dabei nur um Farbe handeln würde, wäre das unschön aber noch
erträglich. Nach den in diesem Thread geschilderten
Beobachtungen besteht jedoch der Verdacht, dass hier
Siliciumcarbid enthalten sein kann und das wäre sehr
störend.

P.S.: Erworben wurde dieses Gerät über einen sehr seriösen
Fachhändler. Da TeleVue konstruktionsbedingt diese
Bauform wählt, kann man dies sinnvollerweise nicht auf einen
bestimmten Händler zurückführen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Wolf,

nach dem Verlauf der Diskussion hier, drängt sich mir der Verdacht auf, dass es von der "Innenbeschichtung" vielleicht zwei Varianten gibt.
Kannst Du mir evtl. eine Materialprobe deines Schmirgelpapiers zukommen lassen (Adresse per PM) um etwas Licht in den Sachverhalt zu bringen?
Ich wäre an einer Aufklärung dieses "Mysteriums" sehr interessiert.

CS,
Günter
 
Hallo Wolfgang,

finde ich echt gut, dass du diese Verbesserungsmaßnahme veröffentlicht hast. Auch wenn die Optik noch so perfekt ist, sollte sie doch justierbar sein. Schließlich ist es auch bei einem Rolls-Royce für einen Mechaniker möglich, alle Komponenten reparieren und einstellen zu können. Es hilft ja nichts, wenn werksseitig die Motorhaube zugeschweißt ist und gesagt wird, dass bei diesem Fahrzeug eh niemals irgendwelche Reparaturarbeiten nötig sind.

Allen Selbstbauern rate ich, das auch bei ihren eigenen Konstruktionen zu beachten!

Viele Grüße, Nirosta
www.zellix.de
 
Hallo Stathis et al.,

in der Tat sollte man sandkornartiges Material in geschlossenen Tuben nicht verwenden. In offenen Bauweisen ist das Problem m.M. nach aber nicht sehr groß, die evtl. herabfallenden Partikel verbleiben nicht im Tubus, weil ja "fast" keiner vorhanden ist.

 
Das Tragische ist, dass die Vermutung besteht, dass die Amis bei ihren Intercontiraketen genauso pfuschen !!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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