Telskopkauf

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Gasoline

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Hallo an alle !
Will mir nach einigen Monaten des "Informierens" im Bereich der Astronomie ein erstes "richtiges" Instrument zulegen (bin einer derjenigen die in die Falle "Kaufhausteleskop" tappten und vom Frust angespornt wurden mehr sehen zu wollen).
Also was will ich:
Ich will ein Instrument das im Deep sky Bereich seine Stärken hat und später wenn ich mich mal besser auskenne fototauglich ausbaufähig ist.
Zudem zwecke will ich vorsorgen und mir gleich mal ne stabile Montierung anschaffen die villeicht nochn GoTo hat (da ich zunächst ja noch unreif bin was das Auffinden lichtschwächerer Objekte betrifft) und Gewichtsmäßig auch noch ausbaufähig ist (denke da an eine HEQ5 oder Cam Goto von Celestron).
Da ich vorerst nicht "ernsthaft" fotografieren kann (wollen tät ich schon) brauche ich auch kein Leitrohr.
Zur Mobilität: Lebe am Land, ist jedoch nicht möglich von meiner Wohnung zu beobachten. d.h. das *entfernt* sollte nicht zu wuchtig sein (12, 10 Zöller) um es jedesmal von der Wohnung ins Auto ...vom Auto zum Beobachtungsplatz und aufbauen und später wieder alles retour.
Folgende Okulare habe ich derzeit:
4mm, 12mm, 25mm von Meade plus ne Meade 3x Barlow
9mm Super Plössl, 5,5,mm Plössl, 4mm Planetenokular
Für später: Webcam habe ich (Phillips SPC900), Canon EOS 350d (allerdings unmodifiziert) habe ich auch.

Wie schaut mein Budget aus: Wäre schön wenn die 1500€ Marke nicht überschritten wird. Maximal 2000 € sind drin

Was ich nicht will: Dobson Geräte und wenn ein Newton dann einer den man nicht nach jedem Transport neu justieren muss.
So...hoff ich habe nichts vergessen und bitte um diverse Meinungen hier im Forum von den Profis
Greetz
Brian <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />
 
Hallo Brian,

die Antwort liegt doch auf der Hand <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/shocked.gif" alt="" /> :

Du kaufst dir eine HEQ5 und einen 80iger APO. Mit diesem kannst erstmal den Himmel erkunden und ihn später als Reiseteleskop, Leitrohr oder Supersucher verwenden. Zu dem 80iger APO kaufst du dir ein Televue 31mm Nagler als Übersichtsokular und ein gutes Zoom 8...24mm nebst einer 2-fach Barlow. Alle Teile kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit zukünftig an anderen Instrumenten weiterverwenden.

Den Zoo an Okularen, den du jetzt hast, verkaufst du.

Gruss aus Bonn
Wilhelm
 
Danke erstmal für den Rat den ich auch schon mal im Hintergedanken hatte...fragt sich nun nur noch welche Marke...Skywatcher, Scopos, Pentax......???
 
Hi Brian,

das kommt u.a. auf dein Budget an. Die üblichen 80ED's (Synta, Skywatcher, Orion) sind nahezu vergleichbar, wären mir aber im Hinblick auf spätere Verwendungsfähigkeit (siehe oben) zu gross und zu schwer. Ich empfehle dir deshalb den Borg 77ED oder die Firma Williams, die einige Geräte in verschiedenen Preisklassen im Angebot hat. Zu Scopos oder Pentax möchte bzw. kann ich nichts sagen.

Gruss
Wilhelm
 
hmmm....über den Borg finde ich im netz nichts..weiss nicht wo man den kaufen kann...über williams geräte:
a.) zenit star 80 (80/480)
b.) Megrez (80/500)
c.) Megrez TMB 80 (80/480)...is mit 1300€ aber schon sehr teuer
ausserdem braucht man bei den Geräten (oder auch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> Field Flattener und Reducer 0,8 fach wegen der Bildfeldwölbung
Fl - Apo 80mm Öffnung (80/555) wäre da auch noch...kostet aber auch schon 1000€
da geht sich die Montierung (siehe Budget oben) nicht mehr aus.
 
Hallo Wilhelm,

ich darf mal aus dem Eingangsposting zitieren?
Ich will ein Instrument das im Deep sky Bereich seine Stärken hat...
Entschuldigung, die Empfehlung von 80mm Öffnung hat visuell ganz bestimmt nicht im Bereich Deepsky ihre Stärken. Das ist ein Teleskop, welches ausgesprochene Eignung für Widefield-Beobachtungen hat und ansonsten für nette aber doch bescheidene Planetenbeobachtungen seine Eignung hat. Fotografisch ist es natürlich prima geeignet, bräuchte aber eigentlich einen genau zum Gerät passenden Reducer/Flattener, um richtig gut zu sein. Das treibt den Preis in die Höhe bzw. schränkt die Auswahl möglicher Geräte drastisch ein.

Beim Budget von 1500 Euro wäre ein 8" f/6 Dobson auf einer EQ-6 locker machbar, die dann später mit dem Foto-Upgrade oder dem Skyscan-Upgrade (Goto) fototauglich machen ließe.

Eine andere Möglichkeit bestünde darin, die HEQ-5 Skyscan mit einem 8" f/5 Newton auszurüsten, was mit einem passenden Paketpreis das Budget wohl exakt ausreizen würde.
Ist einem das zu knapp kann man auch den Rückschritt auf einen Newton 150/750 machen, was für Deepsky-Beobachtungen immer noch eine entscheidend bessere Lösung wäre, als die Einschränkung auf 80mm Öffnung.

Clear Skies
Sven
 
Was ich nicht will: Dobson Geräte und wenn ein Newton dann einer den man nicht nach jedem Transport neu justieren muss.

Hi Brian!

Hihihi, so läuft das hier schon mal gar nicht! Es geht nicht darum was Du willst oder nicht willst, sondern was die Chefberater für Dich für richtig halten! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" />

Dein persönliches Umerziehungprogramm hat gerade begonnen - Widerstand ist zwecklos - viel Spaß hier noch!
 
hallo Sven,
welche Marke (betreffend) des 8'' f/5 Newton wäre denn Deiner Meinung geeignet....wie gesagt wichtig ist mir das das Gerät (Tubus) nicht allzu lange und nicht allzu schwer ist da ich meine Beobachtungsstandplätze nicht vor der Haustüre habe..
greetz
Brian
 
an osho.

umerziehen braucht man mich nicht sondern man muss mich als Greenhorn erstmals erziehen
 
an osho.

umerziehen braucht man mich nicht sondern man muss mich als Greenhorn erstmals erziehen

Na umso besser! Die sog. Beratungsresistenz wird hier nämlich nicht gern gesehen! Dann bist Du voraussichtlich ein sehr dankbarer Fall, formbar und auf dem besten Wege zu einem anständigen Amateurastronomen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Grüße!
 
Hallo Brian,

entschuldige, aber 8" f/5 Newtons sind alle sehr ähnlich lang und die für Dich in Frage kommenden sind auch praktisch gleich schwer. Ein Leichtbau-Newton passt wohl kaum ins Budget.
Unterschiede zwischen den Geräten wirst Du eher bei der Auslegung für eher visuelle oder eher fotografische Anwendung finden. Wobei aber immer noch mit beiden Varianten beides möglich ist.

Ich denke, am konsequentesten wäre für Dich eher die Entscheidung, ob Du überhaupt zu diesem Zeitpunkt schon eine Montierung anschaffen willst. Das Problem ist nämlich, dass Dich Dein knappes Budget eigentlich in der Montierungswahl zu sehr einschränkt. Du hast ja quasi nur die Wahl zwischen HEQ-5 und EQ-6. Dabei ist aber die eigentlich fototaugliche EQ-6 in der Skyscan Version außen vor (die andere EQ-6 hat Getriebe, die nicht den für fotografie nötigen gleichmäßigen Lauf haben). Montierungen mit weniger Tragkraft würden zwangsläufig zu einem kleineren Teleskop führen, und das würde nicht zu Deinen visuellen Deepsky-Wünschen passen, denn egal ob aus der Stadt oder vom höchsten Berggipfel: Für Deepsky zählt erstmal Öffnung, und danach erst Öffnung.
Für Fotografie hingegen zählt die Montierung und dann wäre erst die Montierung wichtig, an dritter Stelle erst die Montierung, an vierter Stelle der Antrieb der Montierung und an fünfter Stelle ein ordentliches Stativ unter der Montierung.
Wenn man nun das gut begründbare Klischee "visuell Deepsky ab 8" Öffnung" als Ziel im Auge hat, kommt man mit dem Budget in Bedrängnis. Von daher würde ich erstmal einen 8" f/6 Dobson anschaffen mit dem Ziel im Hinterkopf, den später mal auf eine EQ-6 zu packen. Das kann entweder die teure EQ-6 Skyscan sein, oder die günstige EQ-6, die vom Sternfreund selbst mit den Conrad-Getrieben und dem MCU-Upgrade für die Steuerplatine fototauglich gemacht wurde - sowas bekommt ein Nichtbastler wohl auch mal auf dem Gebrauchtmarkt.
Bei dieser Lösung steht nur das Gewicht der Einzelteile im Vordergrund, da wird man wohl 3 mal zum Auto latschen müssen und dabei jeweils um die 10 Kilo schleppen. Öhm, und warscheinlich wird noch ein 4. Gang zum Wagen für so allerlei Zubehör einzuplanen sein...

Ansonsten muss man eben irgendwas von der Wunschliste kippen. Wenn es ums Gewicht geht, wäre ja ein Leichtbau-Newton in Dobson-Version durchaus bezahlbar, ich glaube da gehen sogar 10" Öffnung. Den kann man dann später immer noch auf eine fotografische Montierung setzen, aber es bleibt dann schon dabei, dass man als Minimum so eine EQ-6 mit Umbau oder Skyscan einplanen muss. Edlere Varianten würden sich zum Beispiel auf eine Losmandy G-11 stützen, aber auch dafür gibt's Alternativen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Osho,

"erziehen" oder gar "formen" - so ein Quark! Wer wirklich weiterkommen will, sollte sich in die Materie einarbeiten und geduldig Fragen stellen, bis er selbst die Entscheidungen für seine Ausrüstung treffen kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

also es gibt auch Haendler die die Eq6 optimiert anbieten vor allem im Nord Westen.

CS

Tobias
 
hallo nochmals.....
so ganz verstehe ich das Ganze nicht...zunächst nen dobson...später dann upgraden....etc....
Ich hab max. 2000 € zur Verfügung....wer weiss ob ich die in nem halben Jahr noch habe und wer weiss ob ich...naja Spass beiseite....mit dem Budget geht da schon jetzt einiges oder z.B.
http://www.teleskop-service.de/Celestronseiten/TeleskopeAstro/astro.htm#NT200
was haltet Ihr davon ?
Da hab ich ne GoTo Montierung die 10 kg trägt und ein f/5 Gerät um 1300 €. Bleiben also noch max. 700 € über...bzw. sogar noch etwas mehr da ich meinen bisherigen Okularzoo und mein Kaufhaustele verkaufen werde was mir sicher 400 weitere Euronen bringen wird.
 
Hi,
so wie abgebildet nichts, um es mal frech zu formulieren.
Warum...
- die Astro 5 macht das visuell noch moderat aber nimmer gut.
- das eine Gegengewicht reicht keines falls. Da muß mindestens das doppelte dran
- Der Ausbau zu Foto ist zwar möglich aber eignetlich ist die Kombi zu schwach
- über die Güte der Montimechanik gibts auch nicht nur positives, f.Foto wichtig
- Der Okularauszug ist fotografisch nicht gut
- Justierstabil ist das Gerät sicher nicht.

Ich sehe die Primärfrage aus Deinem Post in dem Kompromiß aus DS-Forderungen und Transport. Ein parallaktischer 8" ist für einige schon ganz schön groß und auch untransportabel. Vor allem wenn EQ6 die Monti ist. Da kommen einige Teile und einiges an Gewicht zusammen.

Wie Du das siehst, müßte man wissen um darauf aufzubauen.
Wenn Du hier ne Entscheidung getroffen hast, sind die Folgeentscheidungen einfacher zu treffen. Also, wie siehts da aus bei Dir?
CS
 
hi,
die astro 5 hatte ich nicht in meiner oben genannten Berechnung (es war ne Ca, GoTo)...aber egal...
Ich will DS beobachten....mit nem Gerät das max. 1m Länge hat und max 6kg Gewicht...dazu ne GoTo Montierung die das Ganze stabil trägt...und die für spätere Zwecke (Fotografie)nochwas an Tragkraft verträgt. Um in die Astrofotografie einzustteigen braucht man Erfahrung und Übung, deshalb möchte ich an dem Gerät klein anfangen.
Ne Dobsonmontierung scheidet für mich wie gesagt aus da diese recht wenig zur Fotografie zu gebrauchen ist. Ohne Motorisierung, Computerisierung und Spezialausrüstung kann man mit einem Dobson eigentlich nur Mond- Sonnen- und Planetenfotos machen.
 
Hallo Gasoline,

ich habe selber noch eine Celestron CAM aus meinen Anfangszeiten und für kurze Zeit hatte ich auch mal den 8"/F5 Newton drauf. Die Kombination ist schon eine ziemlich wackelige Geschichte. Rein visuell mit etwas Leidensfähigkeit vielleicht für manchen noch ok, für mich wars aber nicht akzeptabel. Fotografie, eventuell noch mit einem Leitrohr dazu, hätte ich damit aber niemals in Erwägung gezogen.

Gruß
Torsten
 
Hallo Brian,

normalerweise rechtfertige ich mich nicht für meine Ratschläge, aber ich kenne es aus eigener Anschauung und dem Erleben meiner Astrokameraden ringsum. Die HEQ-5 möchte ich dir nicht ausreden, da sie eine gute und stabile Montierung ist, die bei dir vielleicht Zukunft hat. Aber das Gewicht der Montierung inklusive passendem Stativ ist schon hoch. Wenn du daneben noch einen 8" Newton nebst üblichem Okular, Stuhl und Beobachtungsgeraffel durch die Weltgeschichte tragen willst, kann ich dir jetzt schon sagen wie lande es dauert, bis du dir einen kleinen Refraktor kaufst.

Die Erfahrung hier zeigt, das alle Sternfreunde mich eingeschlossen, die ein grosses Instrument haben oder hatten mittlerweile mit kleinen bis mittleren Refraktoren auf azimutalen Montierungen durch die Gegend laufen. Ausnahme sind die Kollegen, die von der Terrasse oder dem Balkon beobachten.

Den Einwand von Sven mit einem kleinen Refraktor könne man kein DeepSky machen, ist mit Verlaub gesagt Quatsch. Es ist richtig, das sich schwache Nebel schwerer auffinden lassen, da bei gleicher Helligkeit in einem kleinen Instrument kleiner abgebildet. Man wird auch viele Kugelsternhaufen nicht auflösen können. Aber für den Anfänger gibt es so viele Objekte, die mit einer 80mm-Linse zu erkunden sind, dass er bei unseren Wetterverhältnissen die ersten Jahre beschäftigt ist. Und wenn einem das Wetter zu schlecht ist, packt man sich den kleinen Lichtbrecher, steigt in den Flieger und fliegt nach laPalma, Andalusien oder irgendwohin wo die Verhältnisse besser sind. All dieses verbietet sich mit einem 8" Rohr.

Grüssle
Wilhelm
 
Hallo Brian,
ich kann den Rat von Sven nur unterstützen. Genau diesen Weg bin auch gegangen. Angefangen habe ich mit einem 8"f/6 Dobson mit genau dem Hintergedanken den Sven beschrieben hat. Seit einem halben Jahr ist das Teleskop nun auf einer EQ6 montiert. Ist eine schöne Kombi. Mein Interesse liegt im visuellen Bereich jedoch kannst du (wie schon erwähnt) die Montierung ja weiter ausbauen. Das Gewicht der einzelnen Teile ist meiner Meinung nach auch noch machbar. Hast du dir das mit der Fotografie ganz genau überlegt? Da kommst du finanziell in eine ganz andere Liga. Fang doch erst mal visuell an. Manchmal erledigt sich der Wunsch nach eigenen Fotos später dann von selbst.
Gruß Micha
 
danke für all die (unterschiedlichen) Ratschläge....ich werde mich dem Rat von Thorskel anschliessen und mit einem kleinen Refraktor beginnen...als Neueinsteiger sollte man glaube ich zunächst mal etwas kleiner backen sprich ich werde mich mal auf die lichtstärkeren DS Klassiker stürzen die auch mit nem kleinen Refraktor zu sehen sind. Mobilität ist wichtig für mich und so ein kleines Gerät ist schnell mal eingepackt. Wahrscheinlich komme ich anfangs ja auch mit ner preisgünstigeren Montierung aus...da der kleine ja kaum mehr als 3 kg wiegen wird. Für spätere Fälle (falls mich das Hobby weiter interessiert) kann ich immer noch auf - nach - umrüsten.
Greetz
Brian
 
Hallo Wilhelm,

kommt eben drauf an, was man von den Nebeln sehen will - der Existenznachweist "da ist irnxwas" geht hingegen meist schon mit 60mm Öffnung und egal ob 60mm oder 80mm muss für Deepsky nicht APO draufstehen. In meinem Umfeld gibt es einige Leute, die für fotografische Zwecke so einen kleinen APO angeschafft haben und dann nebenbei noch etwas Widefield-Beobachtung bei schwächster Vergrößerung mit so einem Gerät machen. Es ist dann aber immer ein Zweitgerät, da ist keiner dabei, der nicht wesentlich mehr als 80mm Öffnung an den Start bringt.

Das ist natürlich alles eine Glaubensfrage, aber ich halte nichts davon, dass ein Einsteiger so an die 600 Euro für einen billigst 80mm APO plus "Mindestmontierung" (das ist noch keine Montierung zur Fotografie) hinlegen soll, wo er doch schon für 300 Euro wesentlich mehr Deepsky geboten bekommt, sei es mit einem Dobson oder eben mit einem parallaktisch montierten Spiegel (z.B. 150/750).

Übrigens, das Erstgerät würde ich nicht danach aussuchen, was ich einmal im Jahr im Urlaub für Möglichkeiten habe (wenn man denn 1x im Jahr einen Astro-Urlaub macht...). Stattdessen sollte man schauen, dass man im ganz normalen Alltag mit dem Teleskop seine Freude hat. Das kann natürlich auch da ein 80mm ED-APO leisten, aber man muss sich einfach klar machen, dass es bessere Teleskope für weniger Geld gibt - die wiegen dann halt mehr.
Die genannte 6 Kilo Grenze jedenfalls ist für alle parallaktisch montierten Geräte kaum einzuhalten, wenn damit nämlich ein Gesamtgewicht gemeint ist. Geht es um das Tubusgewicht, dann möchte ich nochmal auf den Leichtbaunewton hinweisen, der mit 8" Öffnung unter 5 Kilo Gewicht bleibt (laut Händlerangabe).

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
hallo Brian,

da sind wir uns ja schon fast einig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> .

Ich empfehle einem Anfänger deshalb einen kleinen Apo, weil er damit auch die Chance hat, entsprechend hoch vergrössernd auf Mond und Planeten zu schauen. Das geht bei meinem bis an 200-fach heran. Es mach keinen Sinn sich zuerst einen Achromaten und später einen Apochromaten zu kaufen. Ich habe was die Gerätschaften angeht eine rechte Odysee hinter mir und meine zu wissen, wozu ich rate. Ich prognostiziere, dass Brian den Refraktor (vorausgesetzt richtig gewählt) nicht mehr verkaufen wird.

@Brian: Ich bin überzeugt, du bist auf dem richtigen Weg. Wenn du eine gute Reisemontierung benötigst, empfehle ich dir die Mini-Giro.

Gruss aus Bonn
Wilhelm
 
Hallo Brian,

hat schon jemand empfohlen, dass Du bei nem Verein oder nem Teleskoptreffen mal die in Frage kommenden Instrumente ausprobierst?

Wilhelms Rat ist sicher gut gemeint. Dennoch: bevor Du wirklich viel Geld für ein kleines Instrument ausgibst, prüfe nach ob das Deinen Erwartungen entspricht.

Wenn Du von Deep Sky sprichst ist Öffnung von Bedeutung.
Ich kann aus meiner Erfahrung heraus sagen: für mich war sogar der Sprung von 6" auf 8" ein riesiger Unterschied. Nicht weil ich vorher irgendwas nicht gefunden habe oder Probleme mit dem Gesichtsfeld hatte. Sondern weil beispielsweise der Wildentenhaufen in 6" interessant war sich in 8" aber zu einem faszinierenden, funkelnden Objekt gemausert hatte, das ich stundenlang hätte ankucken können. Ein zweites Beispiel ist M13. Mit geduldigen Kucken schon ne dufte Sache mit immer höheren Vergrößerungen den Haufen langsam aufzulösen. Mit 8 Zoll: schwimmen im Sternenmeer ohne jegliches Augenverbiegen. Und wenn wir schon dabei sind vielleicht noch ne Frage an Wilhelm: kann man mit nem 80mm Apo eigentlich schon in Ansätzen die Spiralarme von M51 sehen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

vor 20 Jahren war ein 80mm FH Refraktor ein Supergerät, das vielen Sternfreunden lange oder lebenslang Freude gemacht hat. Angesichts dessen, dass sich der Himmel nicht geändert hat, wird man auch heute noch mit 80mm viel erkunden können. Darüberhinaus haben wir durch die relativ preiswerte Verfügbarkeit von Apos den glücklichen Fall, dass nicht nur eng begrenzte Objekte, Mond und Planeten beobachtet werden können, sondern auch weite Sternfelder. An dieser Tatsache wird sich nichts ändern.

Durch den Umstand, dass insbesondere Spiegelteleskope mit grossen Öffnungen in letzter Zeit recht billig geworden sind, hat der ambitionierte Sternbeobachter nachdem er vom Anfänger zum Fortgeschrittenen geworden ist, die Möglichkeit tiefer ins All hineinzublicken. Der Refraktor wird ihm aber weiterhin als treuer Freund bei der Reise zur Seite stehen.

Frage: Müssen es denn immer die Arme von M51 sein? Sollte man sich nicht in Bescheidenheit üben und den Anblick von Mond und Planeten, des Orionnebels, der Plejaden, Hyaden und Präaepe geniessen? (um nur einige wenige 80mm Objekte zu nennen). Empfohlen sei an dieser Stelle noch der DeepSkyReiseführer, dessen Objekte für kleine Optiken ausgewählt wurden.

Gruss aus Bonn
Wilhelm
 
Hallo Wilhelm,

tja, warum auf offene Sternhaufen beschränken, wenn einem von Anfang an der Sinn nach fernsten Galaxien steht? Warum nicht gleich eine Öffnung anschaffen, die genügend Licht liefert, um mit Hilfe eines OIII-Filters auch aus der Stadt heraus planetarische Nebel und andere Emissionsnebel mit interessanter Vergrößerung beobachten zu können?

Ein kleines Teleskop ist nicht unbedingt einfacher zu bedienen (der Dobson ist das einfachste wo gibt, auch mit seinen Nachteilen). Und auch der Zwang, bei 80mm Öffnung ganz genau hinzusehen ("Lerneffekt") ist nicht unbedingt der didaktisch beste Ansatz, um Spaß am Hobby zu haben.

Die Möglichkeit, für gut 300 Euro einen 8" Dobson anzuschaffen steht einem Einsteiger eben heute offen und das sollte man auch als Alternative und als Fortschritt sehen, so verklärt auch die gute alte Zeit mit dem ersten eigenen 60mm Einsteigerfernrohr auch heute gesehen wird.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Wilhelm,

eine hübsche Antwort:

>
Sollte man sich nicht in Bescheidenheit üben und den Anblick von Mond und Planeten, des Orionnebels, der Plejaden, Hyaden und Präaepe geniessen?
>

Jo, das würde vielleicht vielen gut tun. Wer weiss, vielleicht ist das ja AUCH ein Grund dafür dass der 80er sozusagen In ist - weg vom Schlepp/Justier/Optimierstress und in aller Ruhe das ankucken, was ohne großen apparativen Aufwand einfach schön anzusehen ist?

Zum Thread zurück: Schätze, dass muss Brian entscheiden ...


CS

Klaus
 
Hallo,

auch ich habe in meinem Teleskop-Zoo inzwischen einen 80er APO, den ich haupsächlich fotografisch und gelegentlich auch visuell einsetze. Sowohl die Optik als auch die Mechanik (ist ein TMB 80/480) haben mich nicht entäuscht.

Aber ich wusste auch was ich wollte und was ich bekomme. Da die Ausgangslage beim Threadstarter aber ist:

"Falle "Kaufhausteleskop" tappten und vom Frust angespornt wurden mehr sehen zu wollen."

befürchte ich, daß die nächste Enttäuschung bevorsteht, denn so viel mehr als z.B. mit einem halbwegs brauchbaren Lidl-Scope sieht man mit einem 80er APO natürlich auch nicht. Auch ich rate deshalb dringend, erst einmal durch verschiedene Teleskope zu schauen, wenns irgendwie machbar ist.

Gruß
Torsten
 
hallo brian,
scheinbar sind sc's nicht sehr populär in der beraterrunde. ich bin mit meinem 8" sc aber sehr zufrieden und vor allem ist es sehr universell einsetzbar. du hast öffnung, kurze bauweise, nicht zu viel gewicht und leichte transportabilität. von großartiger justieranfälligkeit kann ich auch nicht berichten. und montierungsmäßig bist du mit einer gp o.ä. ganz gut dabei. gebraucht kriegst du ein solches gerät in gutem zustand und ausblick aug recht lange freude für um die 500-600 euro. montierung, wollte gerade jemand eine gp für 320 eu losschlagen und scheinbar hat's niemanden so recht interessiert.
grüsse
thomas
 
hallo schunk,

schon komisch....war heute im Astroshop und der Händler empfiehl mir ein 8''CS auf Meade LXD 75 und ein 8'' Schmidt Newton auf LXD 75. Von den APOs riet er mir eher ab. Jetzt bin ich wieder verunsichert. Naja...man braucht halt schon ein scharfes Messer um durch den Dschungel der Gerätschaftwen zu seinem persönlichen Juwel zu gelangen.
 
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