Test eines Holzstatives

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mathiasaumayr

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Hi Leute

Ich habe auf einem alten Teleskop ein ziemlich massives Holzstativ drauf (eigentlich mehr drunter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ).
Wie kann ich testen ob dieses besser ist als das Alu-Stativ dass bei meiner EQ2 Montierung dabei ist, bzw. wie kann ich ein Stativ überhaupt in seiner Stabilität beurteilen?
Gibt es da irgendwelche Kriterien die einfach zu überprüfen sind? (Außer Teleskop draufschnallen und schauen obs wackelt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).

Many THX

Mathias
 
Rüttel mal etwas am Teleskop oder stoße es kurz und knackig am Tubus an und warte bis es wieder ausgeschwungen ist..am besten bei 100 oder 200 facher Vergrößerung.
Oder fokussiere einfach mal und zähle die Sekunden, bis das Bild wieder steht...
 
Also ich habe sowohl Alu als auch ein Holzstativ gehabt. Keines hat mich richtig überzeugt. Leider ist so ziemlich alles was industriell angeboten wird zu wackelig oder anderenfalls zu teuer.
Aber es gibt ja lösungen die man selbst bauen kann. Ich habe mir analog zu den Vorschlägen auf Helge Schlinzigs Homepage Helges Page ein Woodmaster- ähnliches Stativ selbst gebaut. Naja was soll ich sagen - es ist kein!! Wackeln festzustellen da die Konstruktion absolut verwindungssteif ist. Natürlich nimmt es mehr Platz beim Transport weg, aber es ist dennoch in 4 kleinere Teile zerlegbar, die in etwa 5 Minuten aufgebaut sind. Ich kann mich sogar draufstellen (77kg) und es trägt mich problemlos. Eigengewicht meines Woodmasters ist 18kg (aus 27mm Mehrschichtplatte).
Siehe kleines Bild links unter meinem Namen.
 
Na, ja,
so ein Woodmaster ist schon ein sehr schweres Geschütz.....vor allem für ne EQ-2, also mal schön auf dem Teppich geblieben... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> wenn dann das Stativ Faktor 10 und mehr des Preises der Montierung kostet... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Übrigens, der hat auch was Gutes zu bieten:
http://www.dobs-mounts.com/
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ein Woodmaster muß keine 18 Kilo wiegen (obwohl mein Nachbau noch schwerer ist *g*). Du kannst das Ding auch leichter bauen. Die Schlüsselstellen sind die dreieckige Säule und die flächig angeschraubten Beine. Mit etwas Geschick und Vorausplanung drückst Du das Gewicht unter 10 Kilo. Und das ist für ein gutes Stativ in Ordnung.
 
Objektive Aussagen über die Stabilität zu treffen ist nicht so ganz einfach. Der Begriff Stabilität ist manchen ja schon viel zu schwammig. Besser ist da von Steifigkeit zu sprechen und die wirklich zu messen ist aufwendig. In einem VdS-Heft (Journal für Astronomie oder so) war mal ein Artikel drin wo Herbert Zellhuber die Steifigkeit von seiner Nirosta-Montierungen gemessen hat. So mit Testaufbau und Mikrometer. Eine definierte Kraft von zB 1N irgendwo angesetzt und dann an einer anderen Stelle mit Mikrometer gemessen wie sich das auswirkt. Das könnte man auch mit verschiedenen Stativen machen. Schau doch mal auf seiner Homepage, vielleicht findest du dort diesen Artikel oder eine Beschreibung des Testaufbaus. Zellix-Selbsbau-Homepage

Aber einfacher zu machen ist eigentlich das Teleskop an einer bestimmten Stelle (zB neben den OAZ) mit der Hand anzustoßen und die Zeit zu stoppen bis das Bild wieder ruhig ist. Man muss halt drauf achten das man immer gleich fest "anschlägt". Dann wäre vielleicht auch noch zu messen wie die Frequenz und die Amplitude der Schwingungen sich verändern. Ist ja auch wichtig, nicht nur die Dauer. Ist halt alles im Okular per Auge nur abzuschätzen und nicht wirklich zu messen.

 
Hallo Mathias,
wenn ich sehen will, ob ein Stativ stabiler ist als ein anderes, messe ich die Verdrehsteifigkeit. Dazu greife ich mit beiden Händen oben an den Befestigungsflansch (wo die Monti befestigt wird) und versuche es zu verdrehen. Je leichter es sich verdrehen läßt, um so weniger verwindungssteif ist es. Bei vielen einfachen Dreibeinen braucht man allerdings nur eine Hand um es zu verdrehen, entsprechend wacklig sind diese Geschichten auch. Wer diesen Wert genau messen und miteinander vergleichen will, braucht einen Drehmomentschlüssel und eine Messuhr. Man geht dann ähnlich vor wie ich es im letzten VdS-Journal Nr.11 "Das Messen der Steifigkeit und das Beurteilen des Schwingungsverhaltens an Teleskopmontierungen" beschrieb.

Gruß, Herbert Zellhuber
VdS-Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau
http://zellix.bei.t-online.de (Nirostas Teleskopbauseite)
http://www.vds-astro.de/fg-amateurteleskope (VdS-Fachgruppe Amateurteleskope)
http://www.vds-astro.de/fg-selbstbau (VdS-Fachgruppe Selbstbau)
 
Vielen Dank für alle Antworten

Ich denke ich habe jetzt eine Idee wie ich die Stative "vergleichen" kann.

lg

Mathias

(P.s. heute abend wird hoffentlich das FirstLight meines neuen Teleskops stattfinden *freu*)
 
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