Test / Erfahrung / First Light 90/900??

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scorp

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hallo

kennt jemand einen test bzw erfahrungsbericht eines 90/900er teleskops zb von skywatcher. hab im netz leider nichts gefunden.

frage mich ob für dein einstieg ins sterne kucken ein 90/900 als erstteleskop zu gebrauchen ist.

ein sogenanntes allroundgerät für planeten nebel deepsky etc gibt es ja leider nicht. dazu muss es transportabel sein. hatte einen kleinen refraktor 80/400 auch schon im auge als schnuppergerät. leider ist es ja ein reiner richfilder. an planeten zeigt er nicht viel, dazu der farbfehler. jedes hat vor und nachteile. newtons will ich nicht, da mit einstellen abkühlen etc als einsteiger nicht geeignet. refraktor denke ich geht einfacher. allerdings denke ich das die montierung zu schwach ist und ich mir einen 90/900 (wenn er es wird) auf eine skyview packe. zusammen mit ner barrow, 25 und 10er okular, 7-21 mm zoomokular denke ich als einsteigerpaket müsste es passen.

8er dobson wäre optisch natürlich unschlagbar. allerdings schreckt ein bischen die grösse. wie gesagt erstmal ein kleineres transportables schnuppergerät zum einsteigen. wenn ich hängenbleibe kommt eh ein dobson als festgerät nach hause.


was meint ihr?

mfg

jürgen
 
Hi Jürgen,

schau dir mal einen 6" f/6 Dobson an - z.B. hier.

Mit Höhenrädern und einer Dobson Rockerbox versehen ist das Gerät das m.E. universellste, was es in der Größe gibt. Dazu transportabel und ohne Farbfehler.

CS
Chris
 
Hallo Jürgen,

als Achromaten gibt es den Allrounder nicht. Du wirst speziell am Planeten mit einem Farbfehler leben müssen.
Meinen 80/400 kann ich am Planeten nicht empfehlen - nebenbei benötigt man für hohe Vergrößerungen schon sehr kurzbrennweitige Okulare.

Wenn ich nur den kleinen Deckel von der Objektibkappe nehme, dann habe ich 43mm Öffnung und am Mond bei 70x ein schönes Bild.
Ob das noch am Planeten geht, wo der Farbfehler ja auch vorhanden ist, habe ich noch nicht ausprobiert - aber da sind 70x auch noch recht wenig.

Aber für DeepSky (alles außer Mond, Planeten, Sonne) kann ich so ein Richfield-Achromat mit 100mm Öffnung empfehlen. Außer Planeten/Mond kann er alles bis 50fache Vergrößerung und ist unkompliziert in der Bedienung und Handhabung. Das große Feld und ein Leuchtpunktsucher machen das Auffinden sehr einfach.

Da wären wir bei einem Punkt: Was willst du am Himmel vorzugsweise sehen, falls sich ein bestimmtes Interessengebiet hervortut?

Ein langer Achromat ist unbequem bei der Einsicht, denn je weiter es gen Zenit geht, desto weiter geht der Okularauszug nach unten. Da hilft auch der dringend angeratene Zenitspiegel nur wenig. Ist meine Meinung. Er kann nicht wirklich große Felder darstellen, aber auch nicht wirklich klasse Planetenbilder abliefern - als f/10 im Bereich 90 - 100mm.

Ein 80mm ED/Halbapo ist mit 380€ (ohne Montierung und Okular) recht teuer, aber ein Allrounder. Die Öffnung dürfte gerne größer sein.

Ein Mak ist wenig für Deepsky geeignet - als 4" Gerät mit f/13 o.ä. ist das Bild recht dunkel und das Gesichtsfeld klein. Eher eine Mond- und Planetensau, wenn ich es so schreiben darf.

Womit wir bei dem Teleskop landen, welches Öffnung bezahlbar zur Verfügung stellt; dem Newton, wie auch immer montiert.
Als kleine Dobsonvariante sehr okay, parallaktisch muss der Nutzer aber lernen mit einer solchen Montierung und einem Newton am Himmel zu arbeiten. Als 114/900 habe ich begonnen und das Gerät zeigt schwächere Objekte, als meine 80er Linse und mein 102er Rumak. Er war nur lausig in der Fertigungsqualität und verkaufen kann man sowas auch nicht mehr.

Raten kann ich dir zu nichts, es handelt sich um meine persönlichen Meinungen.

Wenn du mal die Möglichkeit hast, verschiedene Teleskope am Himmel auszuprobieren, wäre es einfacher für dich.

CS,
Stefan
 
hallo

150/900 newton hab ich mir auch schon angesehen, dazu rockerbox von vangestel.de wäre schon schön. allerdings lese ich immer von spiegel einstellen, säubern des spiegels etc.. da bin ich als einsteiger lieber vorsichtig. ein falscher handgriff und der spiegel ist hinüber. daher meine überlegung zur "geschlossenen" optik. ist klar das man für das selbe geld weniger optik bekommt (newton - reflektor).

das teleskop soll ein wenig von allen zeigen können. planeten, deepsky. dient als erster linie zum einschnuppern, einstieg in die astronomie, kennenlernen sozusagen. wie es da oben eben so aussieht.

würde auch einen vixen 102/1000 mit zubehör für ca 150,- bekommen, allerdings ohne monti.

mfg

j
 
Moin Jürgen!

Beim Newton wird viel überdramatisiert. Dadurch lassen sich dann die Anfänger zu leicht abschrecken. Ein Newton/Dobson mit f/6 oder f/8 ist schon sehr "gutmütig" und braucht weder jedesmal neu justiert, noch ständig gereinigt zu werden. Klar, es gibt Erbsenzähler, die machen das trotzdem, aber überlebensnotwendig ist es nicht. Kein Grund also, einen Newton grundsätzlich auszuklammern.

Natürlich kann man auch mit einem 90er FH anfangen, aber kaum einer will das noch bei den heutigen Angeboten an wesentlich größeren Teleskopen, die mittlerweile bezahlbar sind. Jeder einigermaßen brauchbare 6"-Newton zeigt mehr am Himmel als der 90er oder auch 4"-FH. Dazu sind diese Geräte wesentlich leichter auf die Montierung - geschweige denn auf's Stativ! - zu bringen als jeder lange FH.

Der angebotene Vixen FH ist aber sehr günstig! Für den brauchst Du aber mindestens eine Montierung in der GP-Klasse, und wenn es geht, gleich ein hohes Hartholz-Stativ. Da bist Du schon ein paar Dollars los... :o ;) Schlußendlich ist die ganze Geschichte dann ziemlich sperrig - ich hatte diese Kombination selbst und hab' sie nach zwei Jahren wieder weggegeben. (Dobsons sind praktischer!)

Meinen Skywatcher FH-90/900 habe ich vor anderthalb Jahren günstig gebraucht geschossen. Montiert ist er hier auf der Vixen-Porta. Mit der Optik kommt man schon an Galaxien im Bereich der 11. Größenklase und viele andere DSO heran. Für Planeten benutze ich das Gerät eher nicht - es ist eben nur die "Viertoptik" ;) zum schnellen Spechteln zwischendurch.
 
Sieh Dir mal verschiedene Dobson an. Deren Montierung bietet das beste Preis/Stabilitäts-Verhältnis. Spiegelfernrohre nach Newton sind zwar etwas komplizierter zu handhaben, aber auch mit nur rudimentärer Justierung kann man als Einsteiger schon eine Menge Neues sehen. Den Rest kann man im Laufe der Zeit und mit mehr Erfahrung herausholen.

Gruß
Martin
 
Hallo,

auch ich würde dir zu einem Newton raten, da du deutlich mehr Öffnung für dein Geld erhälst.

Ich persönlich habe 3 Newtons und einen kleinen Refraktor.

einen 76/700 (f10)Tchibo-Torpedo auf EQ-1,
einen 150/750(f5) Deepsky-Tubus und Fotografienewton und einen 150/1200 (f8) "Planetennewton" (beide wwechseln sich auf meiner ADM-Montierung ab.
Mein Refraktor ist ein 70/400

Ich persönlich würde dir (wenn du nicht so viel Geld ausgeben möchtest) zu einem 150/1200 Dobson raten.
F8 ist was Okulare und Justage angeht sehr gutmütig und die Preise liegen dort (z.B. für einen Skywtacher) bei ca 200,-neu. Ein f6 Dobson 8" wäre allerdings für Deep-Sky deutlich besser geeignet.

Zu dem Zubehör (was oft bei Teleskopen dabei ist) würde ich dir empfehlen mit dem Händler zu handeln :)
Lieber 100€ mehr ausgeben und dafür statt 2 Billigokularen versuchen 3 hochwertigere zu ergattern.
Beispielsweise ein 32mm Super-Plössl, ein 15mm Planetary
und ein 7mm Planetary.

Viele Grüße

Michael
 
hallo

so 200-300 fürn einstieg. hatte auch ein 8er f6 dobson im auge. nur wenn mir das nicht zusagt es loszukriegen bzw versand ist ein problem.
dachte auch an ein 80/400er um überhaupt mal nen einblich zu bekommen.
ist halt net leicht ein einsteigerscope zu fnden das passt.

mfg
j
 
Zitat von scorp:
ist halt net leicht ein einsteigerscope zu fnden das passt.

Eigentlich schon. Guck' nicht in erster Linie auf die optische Leistungsfähigkeit sondern auf die Abmessungen. Du suchst ja was Transportables, also bleib' bei 13-15 cm Öffnung und einem Öffnungsverhältnis von 1:5 oder 1:6. Beachte dabei, dass auch die Montierung transportiert werden muss.

Gruß
Martin
 
Hallo Jürgen,

ich besitze diesen 90/900 FH von Skywatcher.
Habe mir das Gerät auf einer EQ2 vor einem 3/4 Jahr als Einsteiger gekauft und kann sagen,
daß ich es nicht bereut habe.
Der Tubus ist leicht und robust und man kann den gesamten Aufbau mit einer Hand auf kurzen Strecken tragen.

Die Grenze der brauchbaren Vergrößerung liegt meiner Meinung nach bei ca. 130-fach.
Bei dem Preis, kann man nicht viel verkehrt machen. Das Ganze kostet gerade mal so viel, wie ein gutes Okular.

Für gleiches Geld bekommt man aber auch mehr Öffnung, wie die anderen Beiträge ja nahegelegt haben.

Ich schlage vor, einfach mal anfangen.

Gruß Wolfgang
 
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