Ehemaliges Mitglied 31195
Hallo,
vorhin konnte ich mehr oder weniger durch den Dunst einen Test der neuen Sharpcap 3.3Beta Version mit dem Sequencer machen. Mit dem neuen Sequencer kann man jetzt mit Sharpcap Aufnahmeserien skripten. Das heißt man könnte damit automatisch eine Aufnahmeserie ablaufen lassen und Aufnahmeeinstellungen, Filter, Montierungsposition oder Filterposition etc. im Ablauf ändern oder sogar externe Phyton-Skripte damit aufrufen. Das sind also spannende Möglichkeiten.
Es gibt auch die Möglichkeit durch den Sequencer den Platesolver aufzurufen, die momentane Montierungsposition zu ermitteln und automatisch wieder auf die Zielkoordinaten zu zentrieren. Das hat mich auf eine Idee mit meinen Livestackingserien gebracht. Bei den kurzen Einzelaufnahmen muß man ja eigentlich nicht guiden, um mehr oder weniger runde Sterne zu bekommen. Es kann höchstens nützlich sein PHD2 mitlaufen zu lassen, um eine Positionsdrift zu vermeiden und um von Zeit zu Zeit zu dithern.
Die Positionsdrift könnte man z.B. verhindern, indem man in regelmäßigen Zeitabständen den Platesolver aufruft und wieder auf die Zielposition zentriert. Da das nicht 100% perfekt ist, hat das gleichzeitig einen Dithereffekt. Man kommt also vollständig ohne Guidescope aus und bleibt trotzdem stundenlang auf der Zielposition. Dafür hatte ich ein kleines Sequencerscript gemacht. Damit das "proove of concept" aussagekräftig ist, warum das nicht mit einer Gurke von Montierung wie meiner kleinen Alt/Az Celestron LCM-Montierung ausprobieren? Ich wollte mal sehen ob man die Montierung lange auf Position halten kann, ohne manuell nachzusteuern.
Ich konnte vorhin etwa eine Stunde Messier 15 mit dem SW Evoguide 50ED, der Bresser HD DeepSky Camera (IMX290) und der Celestron LCM Skriptgesteuert aufnehmen und es hat funktioniert. Hier das Ergebnis:
Am Rohstack sieht man ganz deutlich die Bildfelddrehung mit der Alt/Az-Montierung. Die schwarzen Streifen kommen von Drift innerhalb der einzelnen Sublivestacks. Das muß am Livestackingalgorithmus von Sharpcap liegen:
Man muß also den "guten" Teil mit mehr oder weniger Schwund rauscroppen und etwas bearbeiten:
Auch unter den dunstigen sumpfigen Bedingungen sieht man, daß das Livestacking auf mehr als mäßigen Alt/Az-Montierung funktioniert (bei 8-Sekunden Frames) und man über längere Zeit auch damit ohne Guidescope die Position halten kann und man folglich langbelichtete Astrophotos damit machen kann - mit entsprechendem Cropverlust. Die Sterne werden nicht verzogen.
Wenn das schon mit der "unterste Schubladen"-Gotomontierung funktioniert, dann sollte das auch auf anderen billigen Alt/Az und parallaktischen Montierungen funktionieren. Was haltet ihr davon?
Gruß
*entfernt*
vorhin konnte ich mehr oder weniger durch den Dunst einen Test der neuen Sharpcap 3.3Beta Version mit dem Sequencer machen. Mit dem neuen Sequencer kann man jetzt mit Sharpcap Aufnahmeserien skripten. Das heißt man könnte damit automatisch eine Aufnahmeserie ablaufen lassen und Aufnahmeeinstellungen, Filter, Montierungsposition oder Filterposition etc. im Ablauf ändern oder sogar externe Phyton-Skripte damit aufrufen. Das sind also spannende Möglichkeiten.
Es gibt auch die Möglichkeit durch den Sequencer den Platesolver aufzurufen, die momentane Montierungsposition zu ermitteln und automatisch wieder auf die Zielkoordinaten zu zentrieren. Das hat mich auf eine Idee mit meinen Livestackingserien gebracht. Bei den kurzen Einzelaufnahmen muß man ja eigentlich nicht guiden, um mehr oder weniger runde Sterne zu bekommen. Es kann höchstens nützlich sein PHD2 mitlaufen zu lassen, um eine Positionsdrift zu vermeiden und um von Zeit zu Zeit zu dithern.
Die Positionsdrift könnte man z.B. verhindern, indem man in regelmäßigen Zeitabständen den Platesolver aufruft und wieder auf die Zielposition zentriert. Da das nicht 100% perfekt ist, hat das gleichzeitig einen Dithereffekt. Man kommt also vollständig ohne Guidescope aus und bleibt trotzdem stundenlang auf der Zielposition. Dafür hatte ich ein kleines Sequencerscript gemacht. Damit das "proove of concept" aussagekräftig ist, warum das nicht mit einer Gurke von Montierung wie meiner kleinen Alt/Az Celestron LCM-Montierung ausprobieren? Ich wollte mal sehen ob man die Montierung lange auf Position halten kann, ohne manuell nachzusteuern.
Ich konnte vorhin etwa eine Stunde Messier 15 mit dem SW Evoguide 50ED, der Bresser HD DeepSky Camera (IMX290) und der Celestron LCM Skriptgesteuert aufnehmen und es hat funktioniert. Hier das Ergebnis:
Am Rohstack sieht man ganz deutlich die Bildfelddrehung mit der Alt/Az-Montierung. Die schwarzen Streifen kommen von Drift innerhalb der einzelnen Sublivestacks. Das muß am Livestackingalgorithmus von Sharpcap liegen:
Man muß also den "guten" Teil mit mehr oder weniger Schwund rauscroppen und etwas bearbeiten:
Auch unter den dunstigen sumpfigen Bedingungen sieht man, daß das Livestacking auf mehr als mäßigen Alt/Az-Montierung funktioniert (bei 8-Sekunden Frames) und man über längere Zeit auch damit ohne Guidescope die Position halten kann und man folglich langbelichtete Astrophotos damit machen kann - mit entsprechendem Cropverlust. Die Sterne werden nicht verzogen.
Wenn das schon mit der "unterste Schubladen"-Gotomontierung funktioniert, dann sollte das auch auf anderen billigen Alt/Az und parallaktischen Montierungen funktionieren. Was haltet ihr davon?
Gruß
*entfernt*