Theoretische Frage zu Binos

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Vergil

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Hallo
Rein interessehalber: Beim Bau eines Bino ist es doch die Shwierigkeit den Augenabstand für die Okularauszüge hinzubekommen, der ja so im Durchschnitt bei 65mm liegt. Angenommen man würde 2 mal einen Mini Borg 60ED verwenden, könnte man doch theoretisch auch ohne Umlenkspiegel einen Apo bauen, oder? Und wenn ja, stimmt es was ich hier öfters gelesen habe das dieser Apo dann ungefähr die Leistung eines 80mm single Apos hätte? (Hatte mal gelesen das ein 4" Apo Bino die Leistung eines 6" Apos hätte was umgerechnet ja dann sogar bedeuten würde das der 2x60mm Apo einem single 90mm entsprechen würde wenn ich richtig gerechnet habe). Vielen Dank schon mal im Voraus. Bin echt Neugierig auf die Antworten.

PS: Und was wäre sinnvoller wenns klappen würde, dieser bino oder nen 80mm apo mit binoansatz?
 
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Der eine Satz muss natürlich heißen: Angenommen man würde 2 mal einen Mini Borg 60ED verwenden, könnte man doch theoretisch auch ohne Umlenkspiegel einen Apo-Bino bauen, oder?
 
Angenommen man würde 2 mal einen Mini Borg 60ED verwenden,

Praktisch geht das nicht, da Linsenfassung + Tubusdurchmesser einen deutlich grösseren Augabstand erfordern. Mit 2x 45 ED gehts!

könnte man doch theoretisch auch ohne Umlenkspiegel einen Apo bauen, oder?

ja, geradsichtig, aber alles ist dann auf dem Kopf stehend un seitenverkehrt!



(Hatte mal gelesen das ein 4" Apo Bino die Leistung eines 6" Apos hätte was umgerechnet ja dann sogar bedeuten würde das der 2x60mm Apo einem single 90mm entsprechen würde wenn ich richtig gerechnet habe)

Von der Lichtsammleleistung kommt das so ungefähr hin, ja. Das physikalische
Trennungsvermögen von feinen Details (Doppelsterne, Planetendetails)
bei perfektem Seeing liegt aber nach wie vor bei 60mm und nicht bei 90mm.
Bei dem üblichen mitttlerem Seeing kann aber 2x60mm durchaus so viele Details zeigen wie ein 1x90 (hatte ich selber schon mal 2x120mm Achro abgeblendet auf 50mm gegen 1x115mm TMB an Mars)

Grüsse, Christian
 
Aber hallo,

die gleiche Diskussion hatte ich schon mit Armin im Hinblick auf den kleinen Tak, grundsätzlich ist es so:

Wenn Du die beiden (z.B. auf einer Doppelklemmbefestigung) DAUERHAFT 100% parallel ausgerichtet hast, kannst Du den Augenabstand für andere Beobachter (da wirst Du dich wundern, wie breit die Nasen unterschiedlicher Sternfreunde sein können) nicht mehr anpassen, hast Du noch das Problem, die Zenithspiegel ohne "Versatz" zu befestigen - ok, die kann man evtl. auch parallel auf eine Schiene montieren, dann musst Du nur noch dafür sorgen, dass beide Auszüge parallel laufen, sonst klemmt's und voila - für den Aufwand kannst Du auch ein Miyauchi kaufen, vom Gewicht reden wir lieber mal nicht :-).

Der Hauptunterschied zum Bino am Teleskop zu einem "durchgehenden" Binokular ist der, dass beim Aufteilen auf zwei Okulare beim Binoansatz natürl. im Vergleich zum durchgehenden Binokular Licht verloren geht.

Gruß

Carsten
 
Vielen Dank erstmal für die Antworten. Weazle was ich an deinem Kommentar verstehe ist das mit der Fixierung und das ausser mir die meisten ein Problem beim durchschauen hätte. Aber den Rest verstehe ich nicht, vor allem warum man dann gleich ein Miyauchi kaufen könnte. Versuche mich gerade in die Materie einzuarbeiten und hab schon dutzende Beiträge und massenhaft websites durchgeschaut, aber verstehe leider noch nicht alles. Und noch eine Sache zum Tubusdurchmesser. wenn man das ganze fixiert in einer art kasten unterbringen würde, kann man dann nicht die seiten der 2 apos so abfeilen das man sie näher aneinanderbringt? natürlich nicht bis ganz an den linsenrand. aber dann dürfte man doch zumindest auf 62-63mm kommen, oder? Immer unter der Annahme das die Sache für eine Person fixiert ist. Danke für eure Hilfe, ist wie gesagt garnicht so einfach alle nötigen Infos von alleine zusammenzutragen.

Achja und noch eine Frage zu größeren Binos. Wenn man zB zwei Scopos ED-APO 66 für ein Bino verwenden würde braucht man ja zB einen 90° Zenitprisma und ein 45° Amiciprisma um auf den Augenabstand zu kommen und im 90° Winkel reinschauen zu können. Muss man dann wegen dem längeren Lichtweg die Tuben kürzen, oder nicht? Ich rede von der Binoversion wo die beiden Tuben nebeneinander und nicht untereinander angebracht werden. Da hab ich nämlich auch noch nichts gefunden.
 
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Und noch eine Sache zum Tubusdurchmesser. wenn man das ganze fixiert in einer art kasten unterbringen würde, kann man dann nicht die seiten der 2 apos so abfeilen das man sie näher aneinanderbringt?


Klaro - viel Spass beim Feilen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />

Achja und noch eine Frage zu größeren Binos. Wenn man zB zwei Scopos ED-APO 66 für ein Bino verwenden würde braucht man ja zB einen 90° Zenitprisma und ein 45° Amiciprisma um auf den Augenabstand zu kommen und im 90° Winkel reinschauen zu können.

Du brauchst geradsichtig entweder 2 Prismen oder 2 Spiegel!
Und bei Schrägeinblick deren 3.

Guck mal z.B. hier: Binoptic

Muss man dann wegen dem längeren Lichtweg die Tuben kürzen, oder nicht?


yep je nach Aufbau zwischen ca. 20cm bis 30cm


Grüsse, Christian
 
Wenn der Tubus nur 30cm lang ist wie bei den 66 scopos ed oder dem 66 william ed muss man bis zu 20cm kürzen? Dann ist das Ding ja nurnoch 10cm lang... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/shocked.gif" alt="" /> Dürfte lustig aussehen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" /> Und war das mit dem feilen nur ein Ausdruck von "wie kann man nur..." oder das das praktisch nicht geht?

PS: Hab ich nen Knick in der Logik oder reichen ein 90° und ein 45° Prisma, wenn man den Augenabstand fixiert, nicht aus? Und vielen Dank für Deine (Eure) Kommentare
 
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Wenn der Tubus nur 30cm lang ist wie bei den 66 scopos ed oder dem 66 william ed muss man bis zu 20cm kürzen?

yep, oder gleich die Linsen ohne Tubus in die erste Umlenkeinheit schrauben

Dann ist das Ding ja nurnoch 10cm lang... Dürfte lustig aussehen...

aber ca. 17cm breit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> - darum machts wohl auch bisher keiner....


PS: Hab ich nen Knick in der Logik oder reichen ein 90° und ein 45° Prisma, wenn man den Augenabstand fixiert, nicht aus?

Meinst Du mit dem 90° nach innen und dann 45 nach oben?
Wenn ja dann ist das linke Bild 90° nach links gekippt, das rechte 90° nach rechts,
somit sind die Bilder 180° auseinander - also maximal nicht überlagerbar....

Grüsse, Christian

P.S Aber vergiss das mit den Prismen ganz schnell, denn dann machst Du aus
dem ED einen bunten Farbwerfer mit zusätzlich lustiger sphärischer Abberation.
Ohne speziell für den grossen Glasweg gerechnete Optiken wird das nichts - besser Du nimmst Spiegel!
 
Hi,

was ich meinte ist, dass beide Zenithspiegel/Prismen was mer da nimmt absolut parallel laufen müssen, daher wäre es imho das Beste, diese auch noch parallel zu fixieren, dann müssten die Auszüge beider Rohre synchronisiert werden, denn wenn Du nicht an beiden gleich drehst, verkanten sich die Auszüge bzw. die Prismen.
Zur parallelen Befestigung würde sich dies imho dies empfehlen:

http://www.teleskop-service.de/Antares/MontierungZub/montzub.htm#Doppelbefestigung

Das muss mer dann nur noch so bohren, dass die Rohre nah genug beisammen sind. Bei den Klemmungen muss mer darauf achten, dass beide exakt parallel stehen, also optimal mindestens zwei Schrauben pro Klemme, damit sich da nix verschiebt.

Dann noch zwei ZS, doppelte Okus und noch das Material für die restlichen Massnahmen, damit alles passt und nicht zuletzt die beiden Borgs, voila, für das Geld bekommst Du ein Miyauchi welches imho bestimmt leichter ist, als die Konstruktion.

Gruesslies

Carsten
 
Zu ch_losch: ok. dann wird das mit den 60er Borgs also nichts. Statt Prismen sollte man Spiegel benutzen sagst du. Meinst du solche Umlenkspiegel wie für den Eigenbau von Newtons? Und was ist der Vorteil dieser Spiegel? braucht man da nicht genauso viele wie in den Umlenkspiegeln drin sind? Und habe ich fälschlicher Weise angenommen das man z.B. mit so einem 2x66 apo bino auch auf max.130-150fache Vergrösserung für Planetenbeobachtungen kommen kann? Weil die kleinen Miyauchis sind doch nur Ferngläser für reine Grossfeldbeobachtungen... Und zu der Anordnung der Rohre. Finde nebeneinander irgendwie viel stylischer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Zu Weazle: erstmal siehe oben zu der Miyauchi Idee. Mit den Borgs würde das ja scheinbar nicht gehen ohne Umlenkspiegel. Das Ding ist, das ich nach einem transportablen Teleskop suche das man samt Montierung in einen Wanderrucksack bekommt, bzw das man ohne Auto transportieren kann und für mich ausserdem nur biokulares spechteln in Frage kommen würde. Zudem sollte es eine Eierlegende Wollmilchsau sein, was ja diese Apos sind. Eine andere Idee war noch das Celestron Nexstar 5se mit Binoansatz was jedoch schon f/10 hat. Desweiteren hatte ich mir noch das Scopos TL805 Apo genauer angeschaut, was dann ja auch nur mit Binoansatz in Frage kommen würde. Die Binoeigenbau Version schien jedoch am besten all den Forderungen gerecht zu werden. Deswegen auch die Fragen zum Bau und der Umsetzung eines solchen Projekts.

PS: Wenn ich richtig gerechnet habe hätte so ein 66 apo bino mit 2" Übersichtsokular bis zu 6,5° wahres Gesichtsfeld mit einem WW-Okular was für Deepsky doch ganz gut wäre, oder?
 
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Hi,

was meinst Du mit eierlegender Wollmilchsau? Bei der Öffnung der Miniborgs kannst Du (da es ED sind), Planeten beobachten ohne grossen Farbfehler, aber nicht hochvergrössert(!) Grossfeldbeobachtungen anstellen, aber Deepsky - Galaxien, kannst Du imho vergessen, KH könnte grenzwertig sein.

Hatte einen 88er Bino mit Okus 20x und 30x, wie gesagt, Grossfeld suupie, KH ok, aber ansonsten..., ok, war ein Triplet "semi APO", k.A. wie sich die Borgs dazu positionieren...

Den Miyauchis werden ja gute opt. Eigenschaften und geringer Farbfehler nachgesagt, Wechselokus gibt es auch, ausserdem zeichnen die sich dadurch aus, dass sie sehr leicht sind, mein Bino hatte 6,5 Kilo, dass war schon nicht mehr wirklich Rucksack geeignet und das Stativ muss da auch eine Nummer größer/stabiler ausfallen.



Gruesslies

Carsten
 
Mein Problem ist, ich hab halt kein Auto und wohn in der Augsburger Innenstadt. Ausserhalb von AUgsburg gibt es teilweise wirklich sehr guten Himmel zum beobachten, wo man auch gut mit öffentlichen hinkommt (nur schwer wieder weg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />) Deshalb ist transportabel das wichtigste Kriterium. Ausserdem wenn ich mal wieder nach Schottland fliege oder in die schweizer Berge fahre will ich das Gerät auf jeden Fall mitnehmen können. Und da muss ich fehlende Öffnung leider hinnehmen. Nen Newton, egal wie transportabel kommt mir auch nicht mehr in die Tüte. Ist halt das alte Problem... So ein Bino aus 2x TL 805 APO`s oder 2x Zenith Star 66 SD - APO`s wäre da schon fein. Man könnte ja auch die 80mm Orion ED`s nehmen aber die sind zu groß und schwer...
 
Hm, und warum muss es unbedingt bino sein?

Man könnte ja zunächst einmal monokular anfangen, es gibt den Scopos mit Tasche ja schon für 698,-, evtl. fragst Du mal beim Wolfi an, ob der die Tasche gegen einen Rucksack tauscht.

P.S.: Mal nachgerechnet, wie zwei Scopos 805 mit ZS und Okus gewichtsmässig zu buche schlagen?

Der Scopos hat den Vorteil, dass der Tubus teilbar ist und Du später mit einem Binoansatz ohne Glaswegkorrektor in den Focus kommst, dazu noch ein nicht allzu schweres Fotostativ und Du bist mobil. Wobei der Binoansatz ja auch wieder Gewicht bedeutet (und die doppelten Okus).

Von einer Binokonstruktion mit zwei APO oder ED Teleskopen würde ich da absehen, das wird imho zu schwer und dadurch das Stativ, dass das (auch visuell) ausreichend stabil und wackelfrei tragt zu groß/schwer/unhandlich.

Da solltest Du evtl. tatsächlich den Lichtverlust eines Binoansatzes in Kauf nehmen oder landest halt wieder beim Miyauchi ;-).

Aber vielleicht wäre ein (noch) freihandtaugliches optisch gutes Fernglas die allerbeste Lösung für Dich (10x50 oder sowas in der Art)

Gruesslies

Carsten
 
Ein 66er Scopos Apo wiegt 1,8 kg, mit Tubuskürzung vielleicht 1,6 kg. Das mal 2 sind wir bei also bei 3,2kg + Verbindungsteile+ Okulare. Ein 80er Scopos wiegt alleine 3,2kg + 0,53 kg Binoansatz + Okulare. Dürfte sich gewichtsmässig also nichts schenken, zumindest nicht viel. Bino muss sein. Hatte ja schonmal zwei Teleskope und fand das einäugige sehen echt bescheiden. Aber es kristalisiert sich ja langsam raus das solch ein apo bino als eher sinnlos betrachtet wird. Und welches Miyauchi meinst du eigentlich? sollte ja wenn nen apo bino wegen planetenbeobachtung sein. Trotzdem vielen Dank für deine Antwort. Und die Frage nach der Maximalvergrösserung eines solchen 66er apo binos würde mich auch noch interessieren...

PS: sehe gerade das ich aus versehen 2x tl 805 geschrieben habe, meinte aber natürlich das 66er...
 
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Yo, meine Antwort bezog sich auch auf den 805er ;-), aber 2 gute ZS wiegen auch nicht wenig.
Nochmal: Diese APO Binos sind schweinegeile Teile (sh. Binoptic), sofern ich mir einen leisten könnte, wäre das kein Thema, aber unter dem Gesichtspunkt der Transportabilität ist es imho nicht zu unterschätzen. Der 66er APO hat übrigens keinen geteilten Tubus, soweit ich informiert bin.

Normalerweise wird ja Objektivdurchmesser x 2 genommen, das wäre hier 132 fach, bei guten Optiken kann man aber durchaus etwas höher vergrössern ich würde mal optimistisch mit um die 160 bis evtl. 180 fach max Vergrösserung (bei gutem Seeing) rechnen.
 
Gut, die Tuben könnte man ja kürzen. Aber was würdest du denn als das sinnvollste ansehen unter den gegebenen bedingungen?
 
Hm, das kommt darauf an, was Du auf Dauer zu schleppen bereit bist und da habe ich die Erfahrung gemacht, dass nicht immer das grössere bessere schwerere Teleskop dasjenige ist, welches am häufigsten benutzt wird und daher den größten Nutzen hat.

Ich will Dir da nix aufschwatzen, ich pers. träume ja auch noch vom Lottogewinn und danach vom Binoptic 4" TMB APO Bino incl. Lakaien, der den incl. Telelift hinterherschleppt;-).

Aber ich habe den 20x88 Bino (zum Schnellspechteln) gegen einen 80mm TMB APO getauscht - ok., da war auch die Eingeschränkte Okularauswahl und die Tatsache, dass der Semi Apo für Planeten nicht wirklich Taug hatte, ausschlaggebend.

Hast Du dir denn auch mal Gedanken über die notwendigen Okulare und was die kosten und wiegen, Gedanken gemacht?

Gruesslie

Carsten
 
Naja, vom Gewicht wäre sowohl so ein 66er apobino als auch nen 80er apo mit binoansatz +equipment in etwa gleich schwer. will ja auch was sehen können, weswegen kleiner dimensionierte optiken wohl nicht so meins wären. wenn alles zusammen auf 10 kilo kommt wäre das für mich noch transportabel. die kosten der okus sind mir schon klar, aber dann muss ich halt noch länger sparen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> beidäugiges abtauchen ins universum ist das was ich will....
 
Genau und von daher finde ich den Scopos TL805 mit seinem telibaren Tubus für spätere Binonutzung auch zum Einstieg in Ordnung, dazu ein hochwertiger ZS und ein Televue Klickstop oder ein Speers Waler Klickstop WW Oku, dann zum Bino jeweils um das Gegenstück ergänzt und evtl. noch ein Ortho für Planeten welches dann auch ergänzt werden kann und Du hast einen hochwertigen monokularen Einstieg, den Du (bei Bedarf durch einen Bino (aufgr. des Tubus ohne GWK) ersetzen kannst - imho bist Du damit flexibler als mit einem fest montierten Mini-Apo-Bino, oder Du ergänzt dem TMB mit einem Astroglas, welches auch auf einem leichten Stativ Platz hat und je nachdem, ob Du auf Planetenjagt oder Grossfeldtour gehst, nimmst Du das eine oder das andere mit Stativ mit ins Feld;-)

Guts Nächtle

Carsten
 
Hallo Vergil,

die 50/540mm Objektive von Zeiss Jena passen mit schmalen Tuben für 60mm Augenabstand prima nebeneinander. Wenn Dir die Öffnung reicht, sparst Du Dir aufwändige Konstruktionen mit 6 Umlenkspiegeln, 2 Zenitspiegel reichen dann. Bei meinem SiverTwin kann ich sogar mit 2" Okularen beobachten (Die 2" Zenitspiegel mußten allerdings schmaler gefräst werden).
Im Nachbarforum hatte ich davon mal Bilder eingestellt: Astrotreff

Viele Grüße

Stefan
 
Wow. Genial was da alles an Eigenbauten zu finden ist!!! Irgendwie würde ich auch gerne was selbst bauen. Hat irgendwie eine ganz eigene qualität... Mag auch sonst keine Sachen von der Stange. Individualität ist alles! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Hmm... 50mm ist schon echt klein... Am liebsten würde ich sowas ja entweder mit 2 Williams oder Scopos 66mm machen aber der mehraufwand wäre nicht unerheblich. Aber nochmal Respekt für dein Gerät!!! Sieht toll aus! Weisst du oder einer von den Lesern dieses Threads wie man das mit den Umlenkspiegeln bei größeren, sprich 2x 66mm machen müsste und wie man berechnen kann um wieviel so ein Tubus gekürzt werden muss?
 
Gibt es eigentlich auch Literartur zum Thema Binobau? Bin beim suchen bei ebay auch auf William Optics 80mm Fluorit Apo Objektive gestossen. Daraus könnte man bestimmt was feines bauen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Hallo in die Runde,

vielleicht kann ja meine HP www.skyviewer.de
unter " ... Selbstbau / 90° Bino ... " die Ein oder Andere Anregung bieten.
Ich habe das Problem der Strahlumlenkung und Anpassung an den Augenabstand mit
zwie großen Amici-Prismen gelöst, die etwas "off axis" betrieben werden. Das
Prinzip wurde auch schonmal vor längerer Zeit in der SuW von Joachim Biefang
beschrieben.

Hier ein Schnappschuß meines Binos:
Link zur Grafik: http://www.skyviewer.de/selbstbau/BINO/bino2.jpg

Das Teil macht echt Laune, mit meinen Tal-Plössels (die aber leider nicht mehr
hergestellt werden) hat man ein riesiges Gesichtsfeld, der Nordamerika-Nebel
passt locker rein. Mit UHC-Filtern vor den Okularen macht dann das "surfen"
durch die H-Regionen z.B. im Schwan oder Schützen richtig Spass.
Aber für hohe Vergrößerungen ist das Teil nicht geeignet. Das liegt nicht nur
an den Optiken, auch die Justage wird bei höheren Vergrößerungen immer
schwieriger, schon das Spiel der Okulare in der Steckhülse macht dann schon
große Probleme. Dieses Problem sollte man beim Selbstbau nicht unterschätzen !

Viele Grüße, CS und viel Spass beim Basteln,
Reinhard
 
Optisch sieht dein Bino fantastisch aus!!! Der ist mir schon öfters aufgefallen beim surfen im Netz. Amiciprismen wurden mir ja wegen Fabfehlern abgeraten. Nur weiss ich immernoch nicht wie das mit den Spiegeln gemeint ist... Sind damit 90° Umlenkspiegel gemeint oder richtige Umlenkspiegel? Interessante Überlegung mit der hohen Vergrösserung. Hab ich bisher noch garnicht drüber nachgedacht... ABer einen Bino zu bauen würde mir unheimlich Spaß machen. Dann ist es auch was ganz anderes damit zu beobachten als mit einem von der Stange. Vielen dank für eure bisherigen Beiträge!
 
Wie unterscheidet sich eigentlich das beobachten mit einem bino, sagen wir einem 66mm Apo-Bino und einem 80mm Apo mit Bino-Ansatz? Ist dieses 3-D Gefühl bei beiden gleich? Mit welchen sieht man mehr- sowohl deepsky als auch planeten/mond? Oder unterscheidet sich das beobachten kaum?
 
Hi,

hatten wir das net schon hier angespr. beim Binoansatz geht Licht (und imho auch etwas Kontrast) verloren, dass 3d Sehen bleibt aber (das findet im Kopf und nicht im Teleskop statt;-).

Gruesslies

Carsten
 
wenn du mir jetzt noch erklärst wie das optimaler weise mit den umlenkspiegeln funktioniert bin ich restlos zufrieden. benutzt man da zenitspiegel mit 97-99% reflektion oder würden die bei 2" okularen den lichtweg beschneiden? (hoffe dieser satz war kein totaler schwachsinn...)
 
Hallo Marco,

die Frage der Vignetierung und Größe der Spiegel / Prismen läßt sich mit einer
maßstäblichen Zeichnung klären, so habe ich das auch gemacht. Ich habe Amici-
(Dachkant-) Prismen benutzt, weil ich so die optischen Achsen auf meinen Augen-
abstand zusammenführen, die 90°-Umlenkung realisieren konnte und ein aufrechtes
und seitenrichtiges Bild bekommen habe. Außerdem ist die Justage mit den Prismen
einfacher als mit Spiegeln. Mit Spiegeln müßtest Du die Funktion der Dachkant-
flächen des Amicis nachahmen, also 2 Spiegel, diese haben dann aber beide eine
schräge Lage im Raum, sind also entsprechend schwer zu justieren. Mit einer
Kombination aus 45° angeordneten Spiegeln (wie bei Zenitspiegeln) läßt sich
ein Bino nicht realisieren, du bekommst dann in den beiden Okularen unterschied-
lich gekippte Bilder die dann natürlich nicht zur Deckung gebracht werden können.

Gruß,
Reinhard
 
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