Tiefenmirkometer?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

notoxp

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

in folgenden Dokument ist gleich auf der ersten Seite ein Tiefenmikrometer (ich hoffe, das heisst so) abgebildet.
http://www.sciencecenter.net/hutech/mitsub/focuscal.pdf

Ich bräuchte ein solches Teil (0,001 mm Ablesgenauigkeit) auch, um die Auflagemaße meiner 5 Kamera-Gehäuse zu ermitteln.

Hat jemand eine Idee, wo man so etwas kaufen kann? Ich habe z.B. soetwas gefunden, aber das entspricht nicht ganz meinen Anforderungen ...

Gruß,

notoxp
 
Hi Notoxp.

So ein Teil kannst Du in jeden besseren Werkzeugladen finden/bestellen.

Die Dinger sind aber ganz schön teuer (die guten zumindest)- und haben immer nur 25mm Messbereich (also 0...25 oder 25...50,...) vielleicht kannst Du auch in einer mechanischen Werkstätte eines ausleihen, oder mit der Kamera dort hin fahren, um sie zu vermessen...
 
hi notoxp,
ich fotografiere selber nicht und weiß zwar nicht genau, was du ermitteln willst.
aber, sollte es um die wandstärke des gehäuses gehen, dann guck dochmal, ob du dir irgendwo ein schichtdickenmeßgerät leihen kannst.
die messen im mikrometerbereich und die kann man vorher auch kalibrieren.
wir verwenden sie , um die schichtdicken von farbanstrichen nachzuprüfen und zu dokumentieren.
manche malerfachbetriebe haben sowas.
viel erfolg!
wolf
 
hallo,

ein tiefenmikrometer mit einer meßgenauigkeit von 1/1000 mm wird für die angegebene anwendung nicht erforderlich sein, zumal ein solches meßinstrument außerhalb temperaturstabilisierter meßräume nicht sinnvoll eingesetzt werden kann und auch maßnahmen ergriffen werden müssen, die körpertemperatur des prüfers nicht auf das gerät und das meßobjekt zu leiten. ein tiefenmikrometer mit 1/100 mm meßgenauigkeit ist dagegen für die genannte anwendung m. e. hinreichend genau, deutlich leichter zuhandhaben und preislich noch erschwinglich.

erhältlich sind solche meßgeräte im werkzeugfachhandel für industrie und handwerk und im handel für werkzeugmaschinen. diese händler sind in fast jeder größeren stadt zu finden. ggf helfen die "gelben seiten".

die preise unterscheiden sich sehr stark bei den verschiedenen gerätegüteklassen (bitte nicht mit der jeweiligen skalierung der meßgeräte verwechseln) und herstellermarken. für uns außenstehende sind die preise in jedem fall erschrechend hoch. privatkunden sollen offensichtlich abgeschreckt werden. gewerbliche käufer erhalten auf solche produkte rabatte von teilweise über 50%.

noch etwas zum schluß: die in dieser handelssparte tätigen verkäufer sind manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, nehmen uns privatkunden aber selbstverständlich absolut ernst.

gruß
gerhard
 
o.k.
dann geht das schichtdickenmeßgerät natürlich nicht.
wolf
 
ein tiefenmikrometer mit einer meßgenauigkeit von 1/1000 mm wird für die angegebene anwendung nicht erforderlich sein
Diese Genauigkeit habe ich eigentlich nur erwähnt, weil sie im oben genannten Dokument emfpohlen wird.
erhältlich sind solche meßgeräte im werkzeugfachhandel für industrie und handwerk
Da hätte ich einen in meiner Nähe! Doch bevor ich dort hingehe, würde ich mich gerne im Netz schlau machen. Über google erhält man gerade mal 80 Treffer auf den Begriff "Tiefenmikrometer" - fast alle sind unbrauchbare Links. Gibt es da vielleicht einen anderen Fachbegriff für dieses Teil?
 
Hi

Warum verwendest Du keine Schiebelehre? Die gibts im Bauhaus für ein paar Euro und damit kannst Du das Auflagemass auf 10tel Millimeter genau messen.
Sollte eigentlich reichen, oder?

lg

Mathias
 
Hallo,

also, so lange es sich um Spiegelreflexkameras mit chemischen Film handelt (bei CCD kannst sowieso nix messen) genügt ein Außenmikrometer!!
Film raus, dechel auf, Optik runter, Spiegel und Verschluß offen und Mikrometer eingefädelt - oder außen rum - fertig.
Kannst auch eine Schiebelehre verwenden....
Gemessen wird la auf die Gleitstreifen am Gehäuserückteil. nicht auf die gefederte Schwabbelanpreßplatte..

Johann
 
damit kannst Du das Auflagemass auf 10tel Millimeter genau messen
Borg/Hutech empfiehlt jedenfalls zur Kalibierung ihrer Messerschneide 1/1000mm Messgenauigkeit, deswegen auch die ursprüngliche Fragestellung. gerhard_mak meinte 1/100mm reiche aus. Aber eine "Billig-Schieblehre" für ein paar Euro aus dem Baumarkt ist denke ich zu ungenau. Bei der Astrofotografie sind 1/10mm Fokusdifferenz wirklich viel. Erst recht, wenn man mit f/4 arbeiten will.
 
also mit nem Mikrometer mißt du locker auf ein Hundertstel und genauer ist theoretisches Geschwätz. Wie will denn einer auf ein Tausendstel messen - ohne Meßkammer mit Klimaanlage usw. Messen kannst schon, aber das heißt gar nix.

Wärmeausdehnungskoeffizient von Alu: 23,8 x 10 hoch -6 [1/K]
das ergibt bei einer Länge von 50mm und einer Temp. diff. von 30°K eine satte Längenänderung von 0,0357 mm

Johann
 
Wie will denn einer auf ein Tausendstel messen - ohne Meßkammer mit Klimaanlage usw. Messen kannst schon, aber das heißt gar nix.
Also: Mir ging es eigentlich darum, wie unterschiedlich die Auflagemaße meiner Kameragehäuse sind. Da spielt die Ausdehnung von Alu bei einer Differenz von 30K weniger die Rolle. Aber du hast sicherlich Recht, wenn du sagst, dass diese Messgenauigkeit für mich als Amateur völlig übertrieben ist. Vor allem: Selbst wenn ich auf 1/1000mm genau messen könnte, könnte ich dennoch nicht so genau fokussieren.
 
na ja, wenn du eh fokussiest, dann wären ja die Auflagermaße auch nicht so wichtig...aber ich wollte damit eigentlich sagen, daß bei einer Temp. Diff. von ca. 15°K deine Abweichungen vom Fokus schon so variieren, daß sie nicht mehr größer sind als wenn du unterschiedliche Gehäuse verwendest. Dann müßte noch der Tubus aus Kohlefaser sein oder über Invar - wie Früher - Temp. kompensiert sein.....das ist eine unendliche Geschichte, und in der Praxis nicht so eng zu betrachten, wie das Hutech(werbung) macht.
Also, Gehäuse wären wurscht, wennst eh fokussierst, Veränderungen während der Belichtung sind eine Katastrophe und da hilft eben ein Tubus der nicht kürzer wird wenns nächtens abkühlt.

Johann

notoxp hat mich freundlicher Weise in einer PN darauf hingewiesen, daß die Kelvin nicht in Grade eingeteilt werden, dieser Fehler wird oft gemacht, und nun hab ich den selben Blödsinn geschrieben.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo,

mit meiner anmerkung wollte ich niemandem zu nahe treten, sondern nur auf besonderheiten bei der beschaffung und der nutzung fein teilender meßzeuge hinweisen. es geht hier immerhin um eine kleine investition.

die idee mit einem meßschieber "außenrum" zu messen finde ich gut, wenn man bei der meßauswertung den einfluß der eventuell erforderlichen auflageplatte für die filmführungsschiene in der toleranzkette berücksichtigt.

meßschieber haben von haus aus eine grundgenauigkeit von 0,1 mm (auch solche mit digitaler anzeige auf 1/100 mm!), können aber über das verfahren der mehrfachmessung und anschließender mittelung zu guten ergebnissen führen (statistische meßauswertung ist natürlich von der theorie her noch besser).

meßschieber aus dem baumarkt: nur wenn es keine andere möglichkeit gibt. die qualitätsstreuung ist kaum abschätzbar. die dinger sind manchmal aus kunststoff und wackeln jämmerlich. metallausführungen zeigen ähnliche fehler. der anwendungsbereich zielt auf weniger anspruchsvolle anwendungen als die aktion auflagemaß.

zur messung des auflagemaßes würde ich persönlich zum tiefenmikrometer greifen, aber nur weil ich es beruflich brauche und es einfach da ist.

gruß
gerhard
 
mit meiner anmerkung wollte ich niemandem zu nahe treten
Bist du auch nicht! Wie du germerkt hast, habe ich von Messtechnik keine Ahnung. Deswegen habe ich mich auf die Angaben von Borg/Hutech verlassen, da ich diese für logisch hielt. Entsprechend war auch meine Ausgangsfrage.

Aber zum Glück gibt es genügend Experten hier <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Alles in allem denken ich, dass folgende Investition sinnvoll und noch im Rahmen ist:
http://www.praezisionsmesstechnik.de/produkte/tiefe/ra/Tiefenmessschraube_T305-02.html

Zusatzfrage: Welche Daseins-Berechtigung haben aus deiner Sicht digitale Schublehren oder Mikrometerschrauben?
 
Hallo,

eine sehr gute Firma mit Präzisionsmeßzeugen und Werkzeugen für Werkzeugmaschinen ist z.B. Hahn+Kolb. Ist zwar nicht billig aber absolut jeden Euro wert. Lass dir einfach mal einen Katalog zuschicken.

Grüße
Alex

P.S.: Du suchst wahrscheinlich eine sogenannte Tiefenmessschraube.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
vergiß die 1/1000 mm

hi,
betreibe den spaß jetzt ausreichend lange, habe meine kameras vermessen, habe mit einer selbstbau-mikrometerschraube (optischer meßtisch mit getrennter schraube auf absolutmaß kalibriert) abstandsmessungen in verschiedenen fokuspunkten gemacht (ebenso bei verschiedenen temperaturen und luftfeuchtigkeiten). der effekt, keiner! ich hatte nämlich die planlage des filmes in abhängigkeit der luftfeuchtigkeit nicht beachtet.
da üblicher kleinbildfilm kurz nach der produktion, in klimaräumen, in patronen konfektioniert wird, weist er einen natürlichen drall auf (da er gewickelt wird). anpreßplatten am gehäusedeckel und filmführungschienen am gehäuseteil versuchen diesem effekt zwar gegen zu steuern, vermögen es aber nicht (bei kurzen brennweiten)!

die einzige mir bekannte möglichkeit dieses problem zu umgehen ist eine modifizierte andruckplatte mit ansaugung des filmes.

jeder mir bekannte film ist in einem gewissen maße hygroskopisch, dh. das trägermaterial schwillt mit der entsprechenden feuchtigkeit (luftfeuchtigkeit) an und ab, dadurch ergibt sich das sg. curling effekt des filmes.

schon mal einen ungeschnittenen film aus einer 36ér patrone abgeholt? da sieht man es sehr genau!!

kämpfte bis vor kurzem selbst mit einem f/5,6 system.......hoffnungslos.
fokus ok, film nicht mehr so wie er sein sollte...........


mein konklusio

vergiß 1/10 mm am fokus außer du kannst digital arbeiten...

gruß mario
 
Re: vergiß die 1/1000 mm

hallo,

digitale anzeigen bei meßschiebern und meßschrauben sind zunächst leichter abzulesen. außerdem erlaubt die elektronik bei dafür vorbereiteten modellen die übertragung auf externe speicher zur auswertung von meßreihen. die anwendung ist auf meist mobile stichprobenkontrollen in der industriellen serienproduktion gerichtet. die messungen lassen sich bei geringer fehlerquote schneller ausführen als mit analogen meßzeugen.

privat nutze ich allerdings außschließlich meine alten analoggeräte von mauser, mit denen mein genauigkeitsanspruch immer noch bedient wird.

gruß
gerhard
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben