Sascha123
Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe vor ein paar Wochen Daten für eine Schmalband Aufnahme von NGC1499 gesammelt., dabei hatte ich den L-Extreme Filter mit meiner Farbkamera eingesetzt. Nachts hatte ich zwischendrin die Bilder überprüft und bekam schon eine Menge Signal zu sehen. Glücklicherweise war die ganze Nacht klar und ich konnte knapp 10h lang Photonen sammeln (jedes Bild mit 600s Belichtungszeit). Das alleine fand ich schon super. Auch das guiding ließ mich nicht im Stich, sodass ich kaum Frames wegwerfen musste. Als ich am nächsten Tag die Bilder noch einzeln gesichtet habe ist mir aufgefallen, dass sich in der Bildmitte ein Lichtpunkt bewegt. Nach mehreren Überprüfungen, Star-Alignment und blinken in Pixinsight konnte ich ganz klar die Flugbahn eines Objekts sehen. Ich war total baff und begeistert was ich da durch Zufall eingefangen hatte.
Nach einigem nachlesen war ich mir sicher, dass es sich um einen Asteroiden handeln müsste, also googelte ich wie ich diesen identifizieren kann. Dabei stieß ich auf die Software Astronomica, die sicher viele von euch hier kennen werden. Das Programm war noch komplett neu für mich aber nachdem ich 2h mit dem Konfigurieren und einarbeiten verbracht hatte, konnte ich durch zwei Aufnahmen der besagten Nacht den Asteroiden in Astrometrica identifizieren. Es handelte sich um den Asteroiden Nina (779) der Aufgrund seiner hohen Helligkeit (und 79km Durchmesser) bereits im Jahre 1914 vom russischen Astronomen Grigori Nikolajewitsch Neuimin entdeckt wurde. Ich hatte also nicht nur Glück überhaupt einen Asteroiden im Bild zu haben, sondern auch Glück gehabt einen sehr hellen Kandidaten zu erwischen ;-)
Ich fande es wirklich toll wie vergleichsweise einfach es war, aus meinen bescheidenen Daten den Asteroiden zu identifizieren und habe auch die Daten meiner Beobachtung direkt an die in Astrometrica vorgesehene E-Mail Adresse weitergeleitet. Die Berechnungen der Flugbahn eines altbekannter Asteroidoiden werden durch meine kümmerlichen Daten sicherlich nicht wirklich profitieren. Jedoch fand ich die Möglichkeit seine Daten so einfach an eine zentrale Stelle weiterzugeben toll. Für mich war es definitiv die spannendenste Beobachtung bisher
ich habe vor ein paar Wochen Daten für eine Schmalband Aufnahme von NGC1499 gesammelt., dabei hatte ich den L-Extreme Filter mit meiner Farbkamera eingesetzt. Nachts hatte ich zwischendrin die Bilder überprüft und bekam schon eine Menge Signal zu sehen. Glücklicherweise war die ganze Nacht klar und ich konnte knapp 10h lang Photonen sammeln (jedes Bild mit 600s Belichtungszeit). Das alleine fand ich schon super. Auch das guiding ließ mich nicht im Stich, sodass ich kaum Frames wegwerfen musste. Als ich am nächsten Tag die Bilder noch einzeln gesichtet habe ist mir aufgefallen, dass sich in der Bildmitte ein Lichtpunkt bewegt. Nach mehreren Überprüfungen, Star-Alignment und blinken in Pixinsight konnte ich ganz klar die Flugbahn eines Objekts sehen. Ich war total baff und begeistert was ich da durch Zufall eingefangen hatte.
Nach einigem nachlesen war ich mir sicher, dass es sich um einen Asteroiden handeln müsste, also googelte ich wie ich diesen identifizieren kann. Dabei stieß ich auf die Software Astronomica, die sicher viele von euch hier kennen werden. Das Programm war noch komplett neu für mich aber nachdem ich 2h mit dem Konfigurieren und einarbeiten verbracht hatte, konnte ich durch zwei Aufnahmen der besagten Nacht den Asteroiden in Astrometrica identifizieren. Es handelte sich um den Asteroiden Nina (779) der Aufgrund seiner hohen Helligkeit (und 79km Durchmesser) bereits im Jahre 1914 vom russischen Astronomen Grigori Nikolajewitsch Neuimin entdeckt wurde. Ich hatte also nicht nur Glück überhaupt einen Asteroiden im Bild zu haben, sondern auch Glück gehabt einen sehr hellen Kandidaten zu erwischen ;-)
Ich fande es wirklich toll wie vergleichsweise einfach es war, aus meinen bescheidenen Daten den Asteroiden zu identifizieren und habe auch die Daten meiner Beobachtung direkt an die in Astrometrica vorgesehene E-Mail Adresse weitergeleitet. Die Berechnungen der Flugbahn eines altbekannter Asteroidoiden werden durch meine kümmerlichen Daten sicherlich nicht wirklich profitieren. Jedoch fand ich die Möglichkeit seine Daten so einfach an eine zentrale Stelle weiterzugeben toll. Für mich war es definitiv die spannendenste Beobachtung bisher
Timelapse - Asteroid Nina vor dem California Nebel
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