Tipps für Equipment

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__Adi__

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Hey Leute,

da ich noch nicht lange den Nachthimmel mit einem Teleskop beobachte und auch erst seit gut einer Woche ein eigenes Teleskop besitze welches ich von einem Bekannten bekommen habe wie es auch zu bestellen ist, habe ich natürlich noch nicht wirklich was an Equipment vorzuweisen was mir die Beobachtung und auch eventuell das Fotografieren von Planeten etc. erleichtert oder überhaupt ermöglicht.

Zuerst einmal was ich schon habe.

Teleskop: Bresser Maksutov MC 100/1400 f/14

Zubehör: alles was bei dem Teleskop dabei war wie es im Shop zu erhalten ist, incl. Sonnenfilter.

was ich mir schon geholt habe: ein Omegon Magnum Zoomokular 8-24mm 1,25"
und ein 6,5mm Plössl Okular (ist leider ungeeignet da die Vergrößerung zu groß ist und eine Scharfstellung nicht möglich ist)


Nun noch 2 kleine Fragen.

Wenn ich mit dem 6,5mm Plössl schon Probleme habe den Saturn zu beobachten da ich ihn einfach nicht scharfstellen kann, lohnt sich dann eine 2x oder 3x Barlowlinse mit einem anderen Okular zu verwenden welches z.b. 24mm hat wie das Standard Okular welches dabei war?
Ich kenn mich halt noch gar nicht wirklich aus :unsure:.

Ich habe eine Panasonic Lumix DMC-FZ48 als Kamera zur Verfügung, kann mir jemand einen Adapter empfehlen der für diese Kamera funktionieren würde?
Oder ist dieses Modell vielleicht sogar ungeeignet für das fotografieren von Planeten, Nebeln etc. ?

Das war es jetzt erstmal, mir wird schon noch was einfallen.

Mit freundlichem Gruß
__Adi__

 
Hallo Adi,
in der Astronomie kannst du ohne Erfahrung sehr viel Geld versenken. Deshalb erst fragen und dann -möglichst gebraucht- kaufen.
Dein Fernrohr ist für Mond- und Planetenbeobachtung ganz gut geeignet. Allerdings hast du ja selbst schon gemerkt, dass Okulare auch wichtig sind. Ein 6,5mm Okular lotet die Grenzen deines Fernrohres aus, das erfordert Erfahrung, fang lieber mit 12mm oder 15mm an. Das Zoom Okular sehe ich sehr kritisch, es bietet dir viele Brennweiten, aber einen echten Tunnelblick (kleines Gesichtsfeld), der den Spaß am Beobachten sehr beeinträchtigt. Ein wirklich gutes Zoom Okular kostet etwa so viel wie dein Fernrohr und ist wohl heute keine Option für dich, vielleicht später.
Mein Rat an jeden Anfänger ist: suche dir einen Astroverein/Volkssternwarte in der Nähe und geh da hin. Dort findest du alte Hasen mit unglaublich viel Erfahrung, die sie gerne weitergeben und du findest auch Menschen mit riesigem Gerätepark. Da kannst du dir etwas leihen und probieren, bevor du Geld dafür ausgibst und wenn es zum Kauf kommt, gibt es meist einen Freundschaftspreis.
Zu deiner Kamera kann ich nichts sagen. Wenn man das Objektiv abnehmen kann, taugt sie auch für Astrofotografie. Tolle Deep Sky Aufnahmen sind aber eher mit dem Kameraobjektiv als mit deinem Fernrohr möglich (zu lange Brennweite).
Wenn du noch mehr wissen willst, frag einfach.
Clear skies
Harald
 
Ach so, vergessen.
Von der mitgelieferten Barlow Linse solltest du die Finger lassen. Meist schlechte Qualität und deine Brennweite ist schon lang.
 
Hallo,

auch eventuell das Fotografieren von Planeten etc. erleichtert oder überhaupt ermöglicht.
Ich habe eine Panasonic Lumix DMC-FZ48 als Kamera zur skop verwendenVerfügung, kann mir jemand einen Adapter empfehlen der für diese Kamera funktionieren würde?
Oder ist dieses Modell vielleicht sogar ungeeignet für das fotografieren von Planeten, Nebeln etc. ?

Wenn du fotografieren möchtest würde ich Deepsky von Planeten trennen.

1. Schrittmotoren für deine EQ3 zulegen
2. Deepsky
Vielleicht erst einmal mit deiner Kamera und Objektiv. Die einfach auf die EQ3 packen und mit der Nachführung sollten auch mit der EQ3 Langzeitbelichtungen möglich sein.

3. Planeten / Mond
Kleine Astrokamera (ab ca. 200 Euro) zulegen und mit dem Teleskop verwenden.

Gruß,
Holger
 
6,5mm Plössl Okular (ist leider ungeeignet da die Vergrößerung zu groß ist und eine Scharfstellung nicht möglich ist)
Plössls sind, was die Schärfe auf der Achse betrifft, generell problematisch ab 1,5mm AP (bei dir 66x), spätestens ab 1mm AP (bei dir 100x)
Plössl sind für Hochvergrößerung relativ ungeeignet, Planetarys zB, oder diese ED Okus von TS, sind da besser, oder noch besser Orthos, aber da wird der Ein lick mies bei den kurzen Brennweiten.
lohnt sich dann eine 2x oder 3x Barlowlinse mit einem anderen Okular zu verwenden welches z.b. 24mm hat wie das Standard Okular welches dabei war?
Mehr Linsen im Strahlengang sind nie gut, wenns nicht grad ne Televue Barlow werden soll.

LG
Olli
 
Hallo Adi,

ich hab mit genau diesem Mak angfangen.

Was die Vergrößerungen visuell angeht, so war bei mir bei 140 x Schluß = 10 mm Okular = Austrittspupille 0,7 mm.
Das Teleskop eignet sich visuell und fotografisch aber nur für Mond, Planeten und - mit entsprechendem Filter - für die Sonne. Daneben ist es ein hervorragendes Spektiv für Tagesbeobachtungen.

Planeten und Mond werden gefilmt, nicht fotografiert. Aus den Videos nimmt man dann die Frames, die am besten sind und vereinigt sie zu einem Bild. Mach Dich hier mal schlau. Für DeepSky ist die Blende von f/14 ungeeignet, da würde ich der Empfehlung von Holger folgen und nur die Kamera mit einem geeigneten Objektiv für die ersten Schritte verwenden.

CS.Oli
 
Hallo Adi,

aus Erfahrung kann ich Dir wie schon vorher geschrieben bestätigen, das Dein Mak (besitze selbst einen 127/1500er) nur für Planeten, Mond, Sonne und kleinere Deep-Sky-Objekte, wie planetarische Nebel, Doppelsterne etc. geeignet ist. Ich war viele Jahre u.a. auch nur visuell mit einem 8 " Dobson unterwegs und bin jetzt dabei in die Astrofotografie einzusteigen, allerdings mit einem Refraktor mit kleiner Brennweite. Von daher kann ich Dir nur raten, beschäftige Dich erst mal visuell mit Deinem Teleskop und eigne Dir Grundlagen an. Dann vielleicht erste Versuche, wie bereits empfohlen, mit einer günstigen Astrocam an Mond, Sonne und Planeten (für Deep-Sky-Aufnahmen ist der Mak nicht geeignet). Da bist Du reichlich beschäftigt und verbrennst nicht unnötig Kohle für vermeintlich brauchbares Zubehör, welches sich mit gewisser Erfahrung meist als unbrauchbar erweist (ich spreche da, wie wahrscheinlich viele, aus Erfahrung).

In diesem Sinne, geh es langsam an!

Viele Grüße und cs,
Peter
 
Hallo Adi

Teleskop: Bresser Maksutov MC 100/1400 f/14
das Instrument ist für die Mond und Planetenbeobachtung gut geignet. Für DeepSky (Nebel) ist das Öffnungsverhältnis einfach zu groß.
Damit könntest du vielleicht noch helle PNs (Planetarische Nebel) beobachten. Doppelsterne sind auch möglich
ein Omegon Magnum Zoomokular 8-24mm 1,25"
und ein 6,5mm Plössl Okular
Du solltest dir Okulare größer als 9mm Brennweite dazu kaufen. Das Zoom hat im Allgemeinen auch nicht die Qualität, um das
Potential des MAK zu nutzen. Von einer Barlowlinse rate ich ab - Brennweite hast du ja genug.

Fotografieren mit der vorhandenen Kamera ist für Mond + ggf. Sonne (mit Filter !!!) möglich.
Du must in den AstroShops mal schauen, ob es Adapter vom Lumix auf T2 gibt (Fokal). oder du fotografierst durchs Okular (afokal).

Planeten fotogafiert man heute i.d.R. nicht mehr, sondern man nimmt Videos von 2-3 Minuten auf und verarbeitet diese mit
entsprechender Software zu Bildern. Mit eine Zwo ASI 120 MC (Farbkamera) ca.200Euro kannst du z.B. schon viel erreichen.

Ja, um fotografisch tätig zu werden, solltest du die EQ3 motorisieren. Anbau-Kits gibt es ja dazu.
Macht alles in allem eine Investition von ( gute Okulare +Motor+Steuerung) >500 Euro.

CS Dieter
 
Oha, das war jez aber viel, hätte nicht gedacht so schnell so viele Antworten zu erhalten ^^

Ich werde mir die vorgeschlagenen Tipps und Hinweise zu Herzen nehmen aber wahrscheinlich erstmal mit einer Anschaffung von Motor und der gleichen warten, da es meinen Finanziellen Rahmen doch etwas sprengen würde.

Mit freundlichem Gruß
__Adi__
 
Hi,
neben all den guten Tips solltest du auch nochmal definieren was du unter "scharf" verstehst. Ich nehme mal an das du technisch betrachtet in den Fokus kommst. Man nähert sich der maximalen Schärfe an und fährt darüber hinaus, da wirds wieder unscharf. Das setze ich mal als gegeben vorraus. Aber, 6.5 mm sind 215 Fach und das bei 100mm Öffnung. Nach der Faustregel Vmax gleich Öffnungx2 bist du schon am absoluten Limit. In unseren Breiten nur sehr selten wirklich nutzbar. Hohe Luftruhe und hohe Deklination der Planeten sind Voraussetzung. Die Chance da mal eine Sekunde ein "scharfes" Bild zu bekommen sind also eher selten. Daraus schließt sich das das Bild bei der Vergrößerung immer unscharf. Ich würde mit einem guten ~10mm orthoskopischen Okular anfangen, weniger Linsen im Weg und bei guten Himmelsbedingungen eine gute Ausgangsvergrößerung. Ist zwar ein engerer Durchblick aber das stört nicht da mit Nachführung der Planet eh auf der Optischen Achse steht und beobachtet wird.

Grüße Sebastian
 
Dem schließ ich mich an, bei einem guten Apo kann man die 2xD auch mal ein wenig überschreiten, aber bei einem so hoch obstruierten Gerät ist in der Regel bei 1,5-1,6xD erfahrungsgemäß Schluss, somit wäre der Mak mit einem 9mm oder maximal 8mm Okular an seiner Grenze.
10mm sind also wirklich sehr empfehlenswert.

LG
Olli
 
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