Titan 2025-08-08

MikeWölle

Aktives Mitglied
Hallo, heute früh endlich feines Seeing( S7),
gut genug um es mit Titan zu versuchen.
Titan ist recht klein und lichtschwach, daher gibt es bei der Aufnahme sehr viel Grieseln im Bild.
Dies drückt sich dann leider bei der Weiterverarbeitung des Bildes durch und erzeugt Strukturen, welche eventuell tatsächlich vorhandene überlagern, wenn man nur wenig Bilder steckt, nimmt sehr viele Bilder ist die Qualität mangelhaft.
Sollte tatsächlich etwas an Struktur abgebildet sein, ist es schwierig nachzuweisen dass diese auch echt ist, da Titan anders als die großen Jupitermonde von einer recht dichten Atmosphäre umgeben ist
Dies ließe sich durch dunkleren, Himmel, mehr Öffnung, anderes Öffnungsverhältnis oder bessere Kamera umgehen.
Ich habe mit verschiedenen Filtern und Kameras herumprobiert, am besten funktioniert meine übliche Gerätschaft mit Farbkamera
Hier nun das Bild, man erkennt einen helleren punktförmigen Bereich und eine dunklere Ypsilonförmige Struktur. Mit der Oberfläche stimmt das eher nicht überein.
Süden ist oben.
Ich würde sagen, eher nicht real, sondern nur Rauschen, aber ich werde dranbleiben und es weiter versuchen. Wenn sich etwas mitdreht wäre es ein Beweis für die Echtheit.


CS Mike
2025-08-08-0131_9-L_lapl5_ap1_Drizzle30.jpg


PS: Mit dem Webb-Teleskop sieht Titan so aus:
 
Zuletzt bearbeitet:
..... ich hab hier nur wenig später noch eine Aufnahme gemacht, diesmal mit IR Filter und Monokamera, das Ganze eingefärbt.
Ich kann da nicht wirklich eine Übereinstimmung mit dem Farbbild erkennen.
Das bestärkt meinen Verdacht, dass es sich nur um Rauschen handelt, auch wenn diese Bild besser mit der Oberfläche übereinstimmt.
CS Mike
2025-08-08-0227_8-L_lapl5_ap1_Drizzle30.jpg
 
Das bestärkt meinen Verdacht, dass es sich nur um Rauschen handelt,
Sehe ich leider genauso.

Wie viel hast du hier eigentlich vergrößert ?
Vielleicht kannst du auch mal das Summenbild in Originalgröße zeigen ?

Bei welcher Brennweite nimmst du auf und mit welcher Belichtungszeit ?
ich hab hier nur wenig später noch eine Aufnahme gemacht, diesmal mit IR Filter und Monokamera,
Würde ich auch eher bevorzugen. Meine Asi462mm ist übrigens viel empfindlicher als die Asi662mc, ich würde daher für die lichtschwachen Monde immer die Mono Kamera verwenden.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,
ich habe 3fach gedrizzelt und das Bild dann noch um den Faktor2 vergrössert.

Brennweite ist ca. 6600mm ( geschätzt, eventuell etwas mehr, durch den ADC hinter der Barlow)

Belichtungszeit ca 9ms pro Bild bei Gain ca. 450 was sicher nicht optimal war. Insgesamt ca. 100.000 Einzelbilder.

Ja auch meine Mono ist empfindlicher als die Farbkamera, aber dies hängt von den jeweils verwendeten Filtern und Aufnahmeobjekten ab.
Trotzdem habe ich sehr gute Erfahrungen mit der AS462mc ( Jupiter+Monde+Erdmond)gemacht, die Kamera wird übrigens auch auf Cloudy Nights gelobt und immer noch für gut befunden, obwohl schon älter.

CS Mike
 
Hallo Mike,

danke für die Infos.
Neu gab es die Asi462mc nicht mehr, außerdem konnte ich den Nachfolger die Asi662mc neu recht günstig ergattern.
Mal sehen, wann ich die zum ersten Mal am Saturn testen werde.

Wahrscheinlich probiere ich verschieden Kombinationen aus.
1. Farbaufnahme mit Asi662mc
2. etxra Luminanz mit Asi462mm und der Filter-Kombi Gelb mit IR Cut
3. richtige RGB Aufnahmen mit der Asi462mm
Da ist natürlich viel Schrauberei angesagt. Am Dobson kann ich ja nicht so einfach einen Filterschieber verwenden.
Außerdem muss ich dann wohl Winjupos am Saturn einsetzen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Mike,
seit neuestem nehme ich zu meinen Videos immer Nachthimmelflats auf. Wie du selbst beschreibst, kann ein einzelnes dunkles oder helles Pixel am Ende nach einer starken Schärfung zu einem vermeintlichen Detail führen. Ich mache das insbesondere bei sehr kleinen Objekten, oder bei Objekten wo der Hintergrund eine Rolle spielt, z.B. Marsmonde oder Protuberanzen ohne engbandigen H(a)-Filter.
Dazu fahre ich das Teleskop mal kurz vom Objekt weg, alle anderen Einstellungen bleiben gleich und ich nehme ein paar Sekunden auf. Dieses so gewonnene Bild verrechne ich in AS! als Flat. Es enthält den Chipbias und das Walking Pattern Noise (unterschiedliche Empfindlichkeit über die Zeit), also das Grundrauschmuster des Chips (hot, cold, warm, bisschen warm, bisschen cold - Pixel) und zwar bei gleicher Temperatur und Belichtungszeit. Das Ergebnis wird deutlich glatter. Der Aufwand ist gering, das Ergebnis bei starker Schärfung deutlich besser. Bei hellen größeren Flächen Jupiter/Saturn-Oberfläche bringt das eher wenig im Vergleich.
VG ralf
 
Zurück
Oben