RoStMu
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Hallo,
am Freitag Abend war bei einem Kumpel Grillparty angesagt (schönes Wetter). Eigentlich wollte ich ja den Neumond ausnutzen und spätestens danach noch raus unte einen megadunklen Landhimmel fahren. Aber als wir so beim Essen waren ist mir aufgefallen, dass der Himmel eigentlich selbst in unserer Kleinstadt dunkel genug war. Das Band der Milchstraße war über den gesamten Himmel hell und klar zu erkennen - Dunkelstrukturen waren selbst für meine ungeübten Bekannten auffällig. Die Grenzgröße im Zenit lag schätzungsweiße auf jeden Fall bei 6m - lediglich in Horizontnähe machte sich dann doch die Stadt bemerkbar. Außerdem waren leider ein paar Straßenlaternen in der Nähe, vor denen wir uns schützen musste.
Auf jeden Fall hab ich mich eben entschlossen, meinen D8 (Dobson, 200mm/1200mm = 8 Zoll) zu holen und im Garten meines Kumpels aufzubauen. Zuerst hab ich einfach mal den Sucher auf die Region zwischen der Leier und dem Schwan (sehr sternenreich!) ausgerichtet. Beim Blick durch den Sucher war klar: Mehr Sterne passen eigentlich nicht mehr rein! Es reihte sich tatsächlich Stern an Stern und es waren wohl mehr Sterne als schwarze Lücken in dieser Milchstraßenregion zu sehen - boaah! Dann das 2"-Okular (40mm Kellner) rein und durchgeschaut -> einfach umverfend. Einige Bekannte fanden das schon umwerfend, andere wiederum "nicht besonders".
Jetzt war es Zeit für M57, den Ringnebel in der Leier. Zuerst durfte jeder durch das 2" Okular (also 30fache Vergrößerung) schauen. Und es entwickelte sich zum richtigen Augentest, ob und wer das Objekt und dessen Ringnatur erkennen kann. Immerhin: 4 von 5 haben es entdeckt und 3 von 5 konnten einen Ring erkennen. Dann auf 37,5fach vergrößert (macht schon einen Unterschied). Nachdem jeder wusste, was er sehen sollte, hat dann auch jeder einen Ring gesehen. Erst Recht mit dem abschließenden 9mm-Okular (133fache Vergrößerung). Obwohl ich Probleme mit dem Scharfstellen hatte war es doch "cool" und für alle deutlich als Ring zu erkennen. Faszienieredne wurde es dann noch, als ich die Natur des Objekts erklärte und sagte, es sei 1.800 Lichtjahre von der Erde entfernt - also das Licht stammt aus der Zeit kurz nach Beginn unserer Zeitzählung!
Anschließend wurde eine kurze Essenspause eingelegt und ich hoffte insgeheim, zum ersten Mal seit Monaten wieder M31, die Andromedagalaxie, einstellen zu können. Tatsächlich, kurz nach Mitternacht konnte man Pegasus und Andromeda im Osten erkennen und gegen 1 Uhr waren sie reif zur Beobachtung. Also, rein mit M31 durch das 2" 40mm Okular: WOW! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> Danit hatte ich nicht gerechnet. Obwohl M31 in Horizontnähe und dazu noch über einer Straßenlaterne stand, war nicht nur die Zentralregion, sondern deutlich (zumindest für mich) Ausläufer und grobe Strukturen erkennbar!
Leider konnte ich die Kugelsternhaufen im Skorpion (zu tief) und im Herkules (zu hoch im Zenit -> hatte schon Nackenschmerzen) nicht mehr einstellen. Beim nächsten mal sind auf jeden Fall noch M51 und M101 im großen Bären dran.
Fazit: Nicht nur ich war begeistert. Es waren zwar "nur" zwei Objekte. Aber erstens wurden diese ausgiebig beobachtet und zweitens gehören sie für mich eindeutig zu unseren "Schmuckstücken" des Nachthimmels.
In diesem Sinne
Clear Skys, Rolf
PS: Ich hoffe, das war ein "würdiger" 400. Eintrag...
am Freitag Abend war bei einem Kumpel Grillparty angesagt (schönes Wetter). Eigentlich wollte ich ja den Neumond ausnutzen und spätestens danach noch raus unte einen megadunklen Landhimmel fahren. Aber als wir so beim Essen waren ist mir aufgefallen, dass der Himmel eigentlich selbst in unserer Kleinstadt dunkel genug war. Das Band der Milchstraße war über den gesamten Himmel hell und klar zu erkennen - Dunkelstrukturen waren selbst für meine ungeübten Bekannten auffällig. Die Grenzgröße im Zenit lag schätzungsweiße auf jeden Fall bei 6m - lediglich in Horizontnähe machte sich dann doch die Stadt bemerkbar. Außerdem waren leider ein paar Straßenlaternen in der Nähe, vor denen wir uns schützen musste.
Auf jeden Fall hab ich mich eben entschlossen, meinen D8 (Dobson, 200mm/1200mm = 8 Zoll) zu holen und im Garten meines Kumpels aufzubauen. Zuerst hab ich einfach mal den Sucher auf die Region zwischen der Leier und dem Schwan (sehr sternenreich!) ausgerichtet. Beim Blick durch den Sucher war klar: Mehr Sterne passen eigentlich nicht mehr rein! Es reihte sich tatsächlich Stern an Stern und es waren wohl mehr Sterne als schwarze Lücken in dieser Milchstraßenregion zu sehen - boaah! Dann das 2"-Okular (40mm Kellner) rein und durchgeschaut -> einfach umverfend. Einige Bekannte fanden das schon umwerfend, andere wiederum "nicht besonders".
Jetzt war es Zeit für M57, den Ringnebel in der Leier. Zuerst durfte jeder durch das 2" Okular (also 30fache Vergrößerung) schauen. Und es entwickelte sich zum richtigen Augentest, ob und wer das Objekt und dessen Ringnatur erkennen kann. Immerhin: 4 von 5 haben es entdeckt und 3 von 5 konnten einen Ring erkennen. Dann auf 37,5fach vergrößert (macht schon einen Unterschied). Nachdem jeder wusste, was er sehen sollte, hat dann auch jeder einen Ring gesehen. Erst Recht mit dem abschließenden 9mm-Okular (133fache Vergrößerung). Obwohl ich Probleme mit dem Scharfstellen hatte war es doch "cool" und für alle deutlich als Ring zu erkennen. Faszienieredne wurde es dann noch, als ich die Natur des Objekts erklärte und sagte, es sei 1.800 Lichtjahre von der Erde entfernt - also das Licht stammt aus der Zeit kurz nach Beginn unserer Zeitzählung!
Anschließend wurde eine kurze Essenspause eingelegt und ich hoffte insgeheim, zum ersten Mal seit Monaten wieder M31, die Andromedagalaxie, einstellen zu können. Tatsächlich, kurz nach Mitternacht konnte man Pegasus und Andromeda im Osten erkennen und gegen 1 Uhr waren sie reif zur Beobachtung. Also, rein mit M31 durch das 2" 40mm Okular: WOW! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> Danit hatte ich nicht gerechnet. Obwohl M31 in Horizontnähe und dazu noch über einer Straßenlaterne stand, war nicht nur die Zentralregion, sondern deutlich (zumindest für mich) Ausläufer und grobe Strukturen erkennbar!
Leider konnte ich die Kugelsternhaufen im Skorpion (zu tief) und im Herkules (zu hoch im Zenit -> hatte schon Nackenschmerzen) nicht mehr einstellen. Beim nächsten mal sind auf jeden Fall noch M51 und M101 im großen Bären dran.
Fazit: Nicht nur ich war begeistert. Es waren zwar "nur" zwei Objekte. Aber erstens wurden diese ausgiebig beobachtet und zweitens gehören sie für mich eindeutig zu unseren "Schmuckstücken" des Nachthimmels.
In diesem Sinne
Clear Skys, Rolf
PS: Ich hoffe, das war ein "würdiger" 400. Eintrag...