Tolles first light mit 10" GSO Dob

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BodoGraef

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Hallo Spechtelgemeinde,
wie in meinem kürzlich erstellten Thema geschrieben, habe ich einen 10" GSO (GSD 880 mit andrer Höhenlagerung ohne Feder) erworben und gestern zusammengeschraubt, aber wegen schlechten Wetters nicht benutzt. Heute mittag habe ich noch für das first light Veloursfolie (ca. 45 cm nach unten, 70% der Fläche gegenüber dem OAZ, Schultafellack habe ich dann doch erstmal gelassen)verklebt- und siehe da - die Wolken waren am Abend weg (da ich ja erst heute mit der Folie den Aufbau vorerst abgeschlossen habe, ist also der Naglers-Law-Fluch an mir doch vorübergegangen!
Ich in der Dämmerung alles auf die große, gutgelegene Terasse, noch den Sucher justiert und erstmal zum Mond. Und dann die sehr positive Überraschung (1: ich habe nur das 17mm Weitwinkelokular von TS - habe jetzt nach gelesenen Forenkommentaren nicht mit toller Optik gerechnet, ein 32 er TS WW Oku und das Speers-Waler 5-8 Zoom werden noch nachgeliefert nachgeliefert. 2: Ich dachte man sieht eh nix Gescheits, weil zunächst eine präzise Spiegeljustage nötig sein wird): -> gestochen scharfe Mondkrater (ach ja , einen Antares Graufilter mit 13% Restlicht hab ich ja auch), super Bild - bin begeistert. Dann auf Venus -> Sicheln wie Rasiermesser. Bis es richtig dunkel wird noch schön beobachten wie die beiden Objekte in den Bäumen des 2km entfernten Pfälzerwaldes eintauchen (die untergegangene Venus beleuchtet die Bäume sogar noch eine Zeit lang nach- 10" Spiegel sehen sowas). Sowohl Fang- als auch Hauptspiegel sind bei meinen rein visuellen Tests nach Anleitung genau zentriert.
Dann im Dunkeln erstmal die am leichtesten zu findenden Objekte (Plejaden alles voll mit scharfen Pünktchen, sogar noch ziemlich scharf am Rand. Orionnebel sauber mit den zentralen Sternen- aber schwarz-weiß), tja und überall Das Sternenmeer im Hintergrund, ich bin happy (bis auf Sternwarten hab ich das so noch nicht gehabt- Bekanntenkreis hat kleinere Sachen und nur einfach zu steuernde Refraktoren). Dann wirds ernst- das erste Dobsontraining (außer dem Nachführtraining hinter Flugzeugen)beginnt- ich suche Sachen, die mein Fernglas (10x60) bisher nicht suchte. Und der Sucher machts einem auch nicht leicht (ich wechsel Sucher und Fernglas ab): Ziel nach schnellem Blick ins Buch Rosetta-Nebel im Einhorn. Ich lande trotz präzisester Nachfürung entsprechend meines fotografischen Gedächtnisses der Abblidung im Buch und mit doch korrekter mentaler Rotation dieser verrückten Newtonspiegelungen immer wieder nur auf einem schönen Sternhaufen!!!Dann in einer Rauchpause ein längerer Blick ins Buch "NGC2244 schöner Sternhaufen, der ihn umgebende Nebel ist nur in einem großen Teleskop zu sehen" -ich fall um. Galaxiesuche trotz mittlerem Oku muß jetzt sein. M108,M81,M82 erfolglose Fummelei und Nackenstarre (Großer Bär im Zenit!), dann Suche M96 /105 im Löwen, finde tatsächlich Galaxiefleck, aber etwas entfernt von der Zielregion. Dann sind mit kurzen Pausen fast 5 Stunden rum. Jetzt schreib ich erst mal in Forum.
Mit dem Dob werde ich noch viel Spaß und Lehrstunden haben. Das Gerät macht mir wie gesagt einen guten Eindruck (die moderne Höhenlagerung ist mir aber noch zu leichtgängig, mal gucken was man da machen kann). Soweit mein Anfängerbericht -für alte Hasen vielleicht nostalgische Gefühle auslösend - für Neulinge hoffentlich anregend, auch mal einen fetten Oschi (es muß ja nicht immer gleich 12" sein) zu holen.

Viele Grüße,
Bodo
 
Hallo Bodo,

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Firstlight!

Auch wenn du nicht alles gefunden hast, so hast du wohl gesehen, es ist ein tolles Naturerlebnis.

Wäre ein Telrad-Sucher evtl. etwas für dich. Hatte gestern ebenfalls ein Firstlight und nach jahrelangem Nutzen eines Suchers nun ein Telrad auf meinem Dobson. Das Finden war sehr viel einafcher.
 
Hallo Bodo,

ein prima Erlebnis, so ein first light. Wenn das 32mm da ist, dann ist das Suchen einfacher, da ein größerer Überblick vorhanden. Auf jeden Fall gibt es viel zu entdecken - die Übung kommt bereits nach Wochen und geht mit 10" natürlich einiges.
Gutes Kartenmaterial ist ganz wichtig, aber das versteht sich ja von selbst.

Cleas skies,
Stefan
 
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