Totale Sonnenfinsternis 2026 - HDR und weiteres

Robert_Schumann

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Hallo an alle,

Die Sonnenfinsternis war auch in Soria, Spanien, ein voller Erfolg. Es war dann doch ein wenig Zittern wegen des Wetters, aber am entscheidenden Tag hat alles gepasst. Mein Beobachtungspunkt lag nur 1km vom Hotel entfernt und ließ einen super Blick auf die Landschaft zu.

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Mit großer Aufregung, aber hoher Konzentration baute ich alles auf, insgesamt sollten gleich vier Kameras zum Einsatz kommen. Die brütende Hitze verlangte einem alles ab, zwischenzeitlich zog ich eine Rettungsdecke über das Equipment.

Der Mond zog rasant vor die Sonne, mit zitternden Händen prüfte ich bis 3min vor Totalität die Fokussierung. Dann 90s vor Totalität kam das beruhigende Klacken der Kamera: SetnC steuert die Kamera, es funktioniert alles (hab ich ja nur 100x geprüft vorher). 40s vor C2 schnell die Filter runter, und dann ging es auch schon los!

Ich hielt den den Daumen vor die Sichel und konnte bereits rund 25s vor C2 die Korona sehen - beeindruckend! Die Totalität hat mich aber voll vom Hocker gehauen: Anders als erwartet war die Korona trotz geringer Höhe sehr stark ausgeprägt. Sie leuchtete zart golden mit feinen Strukturen. Man muss es schlicht gesehen haben, sonst versteht man es nicht. Und die nächste Überraschung war eine große, breite Protuberanz, die ich mir dann noch einige Sekunden im Fernglas anschaute. Um uns herum ein tolles Licht. Die Umbra war aber nicht so scharf ausgeprägt wie ich erhofft hatte.

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So schön es war, so schnell ging die Zeit rum: Die kürzesten 101,4s meines Lebens wurden durch den Diamantring bei C3 gnadenlos beendet. Mit meiner "Daumen-Technik" schaute ich mir ein letztes Mal die innere Korona und den schwarzen Mond an, dann war es aber auch wirklich vorbei. SetnC plärrte "attach filters" - das hätte ich fast vergessen! Als das letzte Klacken verstummte, prüfte ich meine Speicherkarte: Es hatte alles funktioniert. Mir fielen ganze Felsen vom Herzen.

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Die Sonne verkrümelte sich rasch hinter dem Horizont, ein paar Aufnahmen schob ich also nach. Flats machen, einpacken - SoFi erfolgreich erlebt!

Für mich begann jetzt die eigentliche Arbeit. Im Internet geistern immer wieder grandiose Darstellungen von Totalitäten umher, bei denen die Korona klar und zart bis zu 8 Sonnenradien und mehr sichtbar ist. Das sind aber nur sehr wenige Aufnahmen. Die Masse sind Single shots, bei denen entweder die innere oder die äußere Korona zu sehen ist. Selbst sehr gute Digitalkameras kommen weiterhin nicht mit dem Dynamikumfang der Korona klar! Einige versuchen es dann mit matschigen HDR in Photoshop oder völlig verrauschten Larson-Sekanina-Bearbeitungen. Aber diese tollen Werke stechen hervor.

Recherchiert man etwas zu den tollen Bildern, liest man schnell zwei Namen: Druckmüller und Druckmüllerová. Vor rund 30 Jahren entwickelte Miloslav Druckmüller in Borland Delphi eine Technik, Aufnahmen der Totalität zu stacken. Seine Tochter hat dann eine Doktorarbeit dazu geschrieben. Diese Paper und die Thesis waren die theoretische Grundlage für mein Programmierprojekt - es ist nämlich kaum Code dazu verfügbar! Haben sich die Programmierübungen im Bereich der Photogrammetrie an der Uni also doch bezahlt gemacht.


Die Registrierung erolgt dabei an der Korona direkt. Sterne fallen raus (in den kurzen Belichtungen sieht man keine), Oberflächenfeatures gibt es nicht und der Mondrand ist nicht geeignet, da sich der Mond relativ zur Korona bewegt. Die Korona wird anhand des Phasenkorrelationsverfahrens bei gleichzeitigem Ausschluss des Mondes zur Registrierung verwendet. Darauf folgt eine sehr komplexe HDR-Erstellung ("sehr komplex" ist nicht übertrieben).

Mit dem HDR ist man keineswegs fertig. Das sieht nämlich noch nach Weichspüler aus:

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Dank moderner KI konnte ich in den Wochen vor der Finsternis sehr viele Techniken in Python umsetzen. Daran hätte ich sonst Monate gesessen! Zwei Dinge, die Druckmüller nicht beschrieben hat, habe ich woanders gefunden. Und die waren äußerst hilfreich: Partielle Konvolution gegen Schärfungsartefakte am Mondrand und vor allem die Umwandlung in Polarkoordinaten. Die Korona hat eine "speichenförmige", radiale Grundstruktur. Mit Polarkoordinaten kann man getrennt die transversalen und radialen Komponenten bearbeiten. Konkret kamen bei mir zum Einsatz:
  • logarithmische Transformation
  • Umwandlung in Polarkoordinaten
  • partielle Konvolution und mehrskalige Hochpassfilterung
  • richtungsabhängige Filterung
  • radiale Normalisierung der Detailkontraste
  • Kompression des enormen Helligkeitsumfangs zwischen innerer und äußerer Korona
  • Tonwertabbildung (Tone Mapping)
  • Modellierung des Himmelshintergrunds mit Farbkorrektur auf die K-Korona
  • Stacking des Mondes, Modellierung des Streulichts auf dem Erdschein
  • abschließende Feinkorrekturen in Photoshop
Das Ergebnis seht ihr hier:

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Ich bin leider kein Photoshop-Meister, mit Layern und Masken zu arbeiten fällt mir weiterhin schwer, daher sieht mein Ergebnis nicht so rund aus. Das eigentliche Ergebnis für mich ist weniger das Bild, sondern die funktionierende Algorithmik. Die goldene Korona kam nämlich mit einem hohen Preis: Durch Waldbrände war die Extinktion sehr hoch, der Himmel war abends richtig dunstig. 7° Höhe bei der Finsternis haben zusätzlich dazu beigetragen, das viel Signal verloren ging. Ich freue mich auf 2027, 2028 und 2030. Ich habe bei dieser Totalität viel gelernt, was ich in den kommenden Jahren umsetzen kann.

Ausrüstung:
  • Askar 60F
  • Canon 80D
  • Skywatcher SkyAdventurer
Bildaufnahme:
  • Automatische Kamerasteuerung von 90 Sekunden vor C2 bis 90 Sekunden nach C3 mit SetnC und Meinberg NTP
  • 84 Aufnahmen in wiederkehrenden Belichtungszyklen mit 1/2000, 1/1000, 1/500, 1/250, 1/125, 1/60, 1/30, 1/15, 1/8, 1/4, 1/2, 1 und 2 Sekunden Belichtungszeit
  • 75 Flats, 130 Bias-Aufnahmen
Bildbearbeitung:
  • Eigener Programmcode mit rund 11.000 Zeilen
  • Photoshop

Danke fürs Lesen und Anschauen meines langen Beitrags und CS,
Robert
 
Hallo Robert,
kannst Du nochmal kurz erklären, in welcher Form Du HDR bei den Bildern benutzt hast?
- Belichtungsreihe selbst zu einem HDR Bild zusammengesteckt?
- Automatisches HDR Stacking der Kamera benutzt (HDR Modus)?
- ...?
Der Begriff HDR fällt in Deinem Bericht immer wieder. Aber ich werde einfach nicht schlau draus.
Danke
 
Hallo Robert,
vielen Dank für Deinen interessanten Bericht, die Bilder und die Beschreibung Deiner Programmlogik!

Das Ergebnis ist eine prima Konserve des visuellen Eindrucks, den ich gar nicht weit von Dir entfernt ebenfalls erleben durfte. Meine Frau und ich hatten eine Unterkunft in Soria und am Vortag der Finsternis haben wir uns einen Beobachtungsplatz ausgesucht. Ich wollte zuerst in die Nähe der Festung von Gormaz, um einen schönen Vordergrund zu haben. Am Duero gibt es einen Rastplatz, der ideal gelegen ist. Allerdings war dieser Platz wahrscheinlich bereits seit Montag oder sogar vorher komplett von einer riesigen Meute von Campern mit Fahrzeugen in allen Größen okkupiert, so dass dort schlicht kein Platz gewesen wäre. Die Zufahrt am Finsternistag könnte gesperrt werden und das Equipment kilometerweit zu Fuß schleppen schien kein kluger Plan zu sein. Also sind wir die Gegend abgefahren und fanden schließlich beim kleinen Ort Valderrobles ein Plätzchen neben der Straße, das während des Wartens auf die Totalität angenehmen Schatten bot.

Beim 2. Kontakt staunten wir beide nicht schlecht: die Mondtäuschung funktionierte offenbar auch bei dieser tiefstehenden, verfinsterten Sonne. Krass, die Korona sah RIESIG aus, wenn man da hinschaute. Sehr spannend und noch bei keiner der anderen 6 totalen Sofis so gesehen: die Farbe der Korona. Durch die tiefe Stellung erschien sie nicht weiß wie sie wirklich ist, sondern gelblich. So stand da also eine riesige Sonnenblume über der Landschaft, witzigerweise auch noch über einem Feld voller Sonnenblumen. Mehr Sonne(n) ging einfach nicht mehr.

Meine Bilder habe ich dann mit einem 300mm Tele plus 1,4fach Konverter auf einer Celestron AVX Montierung gemacht. Besonders genossen haben wir beide dann den Anblick der Totalität im Fernglas. Subjektiv wie auf Deinem Bild, aber live! Wunderbar die Protuberanzen, erst auf 9 Uhr beim K2, später dann am anderen Rand. Und schnell noch der Blick in die verfinsterte Landschaft, dann war es auch schon wieder vorbei.

Für mich vielleicht nicht die spektakulärste Sonnenfinsternis, die ich gesehen habe (das bleibt die von 1991, gefolgt von 2024), aber auf jeden Fall eine ganz besondere. Und eine sehr private: wir haben da zu zweit beobachtet und niemand sonst war in der Nähe.

Eine Frage habe ich noch: planst Du, Deine Software der Allgemeinheit zugänglich zu machen? Die Druckmüllers halten sich da zurück und Du bist da offensichtlich auf der richtigen Spur. Da wäre es doch schade, dieses Werkzeug nicht zu teilen. Kann durchaus auch Geld kosten.

Beste Grüße und CS
Tom
 
Hallo Robert,
kannst Du nochmal kurz erklären, in welcher Form Du HDR bei den Bildern benutzt hast?
- Belichtungsreihe selbst zu einem HDR Bild zusammengesteckt?
- Automatisches HDR Stacking der Kamera benutzt (HDR Modus)?
- ...?
Der Begriff HDR fällt in Deinem Bericht immer wieder. Aber ich werde einfach nicht schlau draus.
Danke

"HDR" ist nicht fest definiert. Es heißt schlichtweg: Hoher Dynamikumfang, bzw. Foto mit hohem Dynamikumfang. Was "hoch" ist und was nicht, steht nicht fest. Man verbindet damit jedoch meist eine Technik, bei der mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten vereint werden, um helle und dunkle Bereiche im Bild gut darzustellen.

Das können manche Kameras intern, oder man verwendet dafür eigene Programme in der Nachbearbeitung. Letzteres habe ich gemacht: Die Korona hat einen so gigantischen Dynamikumfang, dass selbst moderne Kameras ihn nicht abdecken können. Heißt:
- Kurze Belichtungszeit: Innere Korona erkennbar, äußere Korona zu dunkel/geclippt
- Lange Belichtungszeit: Innere Korona ausgebrannt, äußere Korona gut erkennbar

Daher habe ich mit meinem Belichtungsfächer die ganze Korona abgedeckt und anschließend die Aufnahmen vereint.

ABER: Es reicht nicht ein Belichtungsfächer, da natürlich wieder mal das Rauschen zuschlägt. Wenn ich die Details rauskitzeln will, muss ich Schärfen. Und Schärfen erhöht das Rauschen. Deswegen habe ich mehrere Zyklen der Belichtungsreihe aufgenommen. Das waren aber alles ganz normale Einzelaufnahmen bei ISO100.

Den Rest hat mein eigenes Programm im Nachgang gemacht.
 
Hallo Robert,
vielen Dank für Deinen interessanten Bericht, die Bilder und die Beschreibung Deiner Programmlogik!
Freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt!
Beim 2. Kontakt staunten wir beide nicht schlecht: die Mondtäuschung funktionierte offenbar auch bei dieser tiefstehenden, verfinsterten Sonne. Krass, die Korona sah RIESIG aus, wenn man da hinschaute. Sehr spannend und noch bei keiner der anderen 6 totalen Sofis so gesehen: die Farbe der Korona. Durch die tiefe Stellung erschien sie nicht weiß wie sie wirklich ist, sondern gelblich. So stand da also eine riesige Sonnenblume über der Landschaft, witzigerweise auch noch über einem Feld voller Sonnenblumen. Mehr Sonne(n) ging einfach nicht mehr.

Es war der Wahnsinn, ich hatte fest damit gerecht: Die Korona war gigantisch am Himmel, ich habe auch an eine Blüte gedacht bei dem Anblick. Dass die Korona dann trotz der Extinktion und geringen Höhe so groß und schön strukturiert war überraschte mich doch. Tatsächlich eine ganz besondere Totalität, etwas das man nicht vergessen wird. Kein Foto kann den Gesamteindruck festhalten!
Eine Frage habe ich noch: planst Du, Deine Software der Allgemeinheit zugänglich zu machen? Die Druckmüllers halten sich da zurück und Du bist da offensichtlich auf der richtigen Spur. Da wäre es doch schade, dieses Werkzeug nicht zu teilen. Kann durchaus auch Geld kosten.

Beste Grüße und CS
Tom

Es ist ja nicht ein Programm oder eine Software, sondern eine Sammlung von Python-Skripten für jeden Schritt. Mir fehlt schlicht die Zeit, das zu dokumentieren und robust zu bauen für den "Alltagsgebrauch".
Dazu kommt, dass die Abläufe stark von den Daten abhängig sind und man immer sehr viel anpassen muss bzgl. der Parameter und Schritte. Das merke ich konkret, da ich zwei Datensätze von anderen Fotografen bekommen haben. Es ist oft pures Trial-and-Error. Ich habe mal zu Druckmüller Kontakt aufgenommen - nicht dass der mir irgendeinen Code gegeben hat - er deutete was in der Richtung an, dass es bei ihm ähnlich ist.

Es gibt aber Software, die zumindest bis zur HDR-Erstellung führt. Getestet habe ich nichts davon: GitHub - LudoRey/umbra: Software for processing images of total solar eclipses
Dann gibt es "Eclipse Chronos", das eindeutig durch Vibecoding entstanden ist, aber keine schlechten Ergebnisse geliefert hat, bei den Bildern die ich gesehen haben.
 
Hallo Robert,

danke für die Erklärungen. Ja klar, warum sollte es eine Vollautomatik geben wo man alle Rohbilder einfach nur reinkippt und unten purzelt ohne weiteres Eingreifen des Anwenders das optimale Koronobild heraus? Bei Deep Sky bearbeiten wir unsere Bilder ja auch nicht alle gleich.

Heute hatte ich genügend innere Ruhe, um mich nochmal an die Bearbeitung meiner Aufnahmen zu begeben.

Das größte Problem aus meiner Sicht war bisher, wie man die unterschiedlich belichteten Bilder aufeinander zentrieren kann, obwohl durch die Überstrahlung teilweise der Mond einen unterschiedlichen Durchmesser zu haben scheint. Bei Deep Sky Aufnahmen geschieht dies bekanntlich durch die sog. Registrierung, bei der Sternabbilder zur Deckung gebracht werden. Solche Sternabbilder haben wir hier natürlich nicht. Also was tun?

PixInsight bringt hierfür das Script FftRegistration mit. Wie der Name andeutet, erfolgt dabei eine Ermittlung der Verschiebung im Frequenzraum des Bildes. Also die gewünschten Bilder dem Skript geben und ausführen.

Anschließend die (hier waren es fünf) registrierten Bilder dem Prozess HDRComposition übergeben. Dabei habe ich alle Defaultwerte der Parameter behalten, allerdings die Fitting Region aus einer Preview des Bildes benutzt.

Das Resultat sieht dann zunächst so aus, als ob gar nichts oder zumindest nicht viel passiert wäre. Erst nach einer HistogramTransformation erscheinen die äußeren Bereiche der Korona. Noch wirkt das Bild allerdings etwas diffus und die Korona zeigt wenig Struktur.

Das ändert nun der Prozess LarsenSekanina. Dieser spezielle Filter arbeitet in Polarkoordinaten und verstärkt die Kontraste sozusagen auf konzentrischen Kreisen. Dazu muss man angeben, wo der Mittelpunkt des Bildes (=der Mondscheibe) liegt. Hier wurde es dann etwas unkomfortabel, denn ich konnte keine bessere Möglichkeit finden, als in einer stark vergrößerten Ansicht die Mitte der Mondscheibe mit einem vor den Bildschirm gehaltenen Geodreiecks auszumessen und die Koordinaten dieses Punkts dann aus der Anzeige der Mausposition abzulesen. Hier wäre es cool gewesen, eine "Kreis-Fit" Funktion zu haben. Vielleicht weiß jemand, wie man das clever lösen kann?

Doch auch mit einem wahrscheinlich um ein paar Pixel unpräzisen Mittelpunkt lieferte der LarsenSekanina dann ein klasse Bild.

Zuletzt noch quadratisch croppen und fertig:

Sofi_20260812_Soria_420mm_PentaxK3III_TP_HDR_composit_larsen_r2_a1_x3081_y2137_am0_1_dering_0_1.jpg

Sehr wahrscheinlich ist mit größerem Aufwand und anderen Tools noch mehr aus den Bildern rauszukitzeln. In Anbetracht des Aufwands aber finde ich das Ergebnis wirklich ordentlich. Keine Fummelei mit zentrierten Ebenen und Transparenzwerten, eine einzige Software für alles hat gereicht. Da ich mit PixInsight noch nicht lange arbeite, bin ich dankbar, dass die FftRegistration in einem Thread bei CloudyNights erwähnt wurde. Das war hier der Schlüssel.

Zur Aufnahme: Pentax K3III mit Pentax 300mm f/4 DA* und 1,4fach Konverter, nachgeführt auf einer Celestron AVX Montierung.

Viele Grüße und CS
Tom
 
Hallo Tom,

im Prinzip habe ich dein Vorgehen umgesetzt, nur "auf Steroiden". Wichtig ist, dass der Mond bei der Registrierung ignoriert wird, denn dessen Kante erzeugt ein starkes Signal, auf das der Algorithmus anspringt. Bei einem Belichtungsfächer mag das nicht so schlimm sein, wenn die Aufnahmen zeitlich nah beeinander entstanden sind. Aber bei mehreren Minuten bewegt sich der Mond zu stark.
Bei mir geht das mit einer Hough-Transformation, die den Mond als Kreis erkennt.
 
Hallo!

Vielen Dank für Deine Infos zu Deiner Spezial-HDR Aufnahme.

Ich hatte vorgängig zunächst auch überlegt eine HDR Aufnahme der Sofi zu machen. Es hat sich dann aber anders ergeben. Deshalb noch ein paar kleine Detailrückfragen dazu.

Das können manche Kameras intern, oder man verwendet dafür eigene Programme in der Nachbearbeitung. Letzteres habe ich gemacht:
(...)
Daher habe ich mit meinem Belichtungsfächer die ganze Korona abgedeckt und anschließend die Aufnahmen vereint.

ABER: Es reicht nicht ein Belichtungsfächer, da natürlich wieder mal das Rauschen zuschlägt. Wenn ich die Details rauskitzeln will, muss ich Schärfen. Und Schärfen erhöht das Rauschen. Deswegen habe ich mehrere Zyklen der Belichtungsreihe aufgenommen. Das waren aber alles ganz normale Einzelaufnahmen bei ISO100.

Du hast also im Wesentlichen das HDR Verfahren für Fotokameras verwendet. Hier sind zum Beispiel Belichtungsreichen von 5 Bildern mit einer je einer Differenz von 2 Blendenstufen einschlägig. So würde meine Fotokamera vollautomatisch eine HDR Belichtungserie erstellen, bzw. einen Belichtungsfächer wie Du es nennst.

Eine Belichtungsreihe mit 5 Bildern reichte aber bei Weitem nicht aus, um den riesigen Dynamikumfang der Corona abzubilden. Deshalb ist Deine HDR Belichtungsreihe länger. So weit, so klar.


84 Aufnahmen in wiederkehrenden Belichtungszyklen mit 1/2000, 1/1000, 1/500, 1/250, 1/125, 1/60, 1/30, 1/15, 1/8, 1/4, 1/2, 1 und 2 Sekunden Belichtungszeit

Warum hast Du fixe Belichtungszeiten vorgegeben, keine EV-Blendenstufen, wie bei einer (HDR) Belichtungsreihe sonst üblich? Unterstützt Deine Kamera das nicht?

Wie bist Du dann auf diese 13 Belichtungszeiten gekommen? Du konntest ja vorher keine Testaufnahmen von der Sofi machen. Hast Du das irgendwie ausgerechnet/ abgeschätzt?

Du hast die extralange HDR Belichtungsreihe aus 13 Bildern dann also zusätzlich auch noch mehrmals aufgenommen.

Wie bist Du dann auf das Rohstackbild gekommen. Hast Du zuerst alle 1/2000 Bilder, alle 1/1000 Bilder, usw. zusammen gestackt. Und aus den Ergebnissen dann das Rohstack Bild zusammen gestackt? Oder genau umgekehrt? Oder ist es schlicht egal?

Musstest Du Dich beim Stacken der Bilder um mögliche Speicherüberläufe der Pixelwerte bei 12bit, 16bit, 24bit usw selbst kümmern oder hat die Stacking Software das automatisch geregelt?

Nur bis hier hin, dann will ich meine Detaillfragen ruhen lassen. Bei einem neuen Technik ist halt oft der richtige Beginn der Knackpunkt. Vielen Dank für die schönen Coronabilder und Deine Erklärungen des HDR Aufnahmeprozesses nochmal.
Lieben Gruß
 
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