Moin Roland!
Ich wollte was loswerden, was mit in die Richtung zeigt, und weil du auch günstige FG aus Fernost ansprichst:
Mir ist letztens wieder mal ein Thread bei CN untergekommen, in dem es um den sogenannten "Taschenlampen-Test" geht.
Hier ist das Prinzip in einem Artikel erklärt. Da ich mit meiner Vorliebe zu Kometen natürlich Optiken brauche, die eine möglichst hohe Transmission besitzen, wollte ich doch mal wissen, wie groß denn die effektive Öffnung meiner beiden FG ist. Das Ergebnis war (für mich jedenfalls) erschreckend, vor allem, weil auch hier von Händler- oder Hestellerseite biher kaum mal ein Sternbenswort verloren wurde.
Gemessen habe ich mein TS 15x70 LE sowie ein Bresser 10x50, das seinerzeit bei einem Diskounter für etwas 20 EUR angeboten wurde (Lidl-Fernglas). Beim größeren FG blieben sage und schreibe 65 mm und beim anderen 42 mm im Lichtkreis übrig.
Das ließ mir irgenwo keine Ruhe - wieso zahle ich für größere Öffnung, wenn doch beim Nachmessen eine so deutliche Unterschreitung der Maße heruaskommt? Wie man bei CN nachlesen kann, betrifft dieser "Makel" auch andere, durchaus teurere Markenmodelle - mal mehr, mal weniger.
In den letzten Monaten bin ich dann - auch aus Kosten-Nutzen-Gründen, da ich nur Gelegenheits-FG-Gucker bin - auf russische Modelle umgestiegen. Das sind bisher: Tento 20x60, Tento 10x50, Sotem 7x50 und ein Zenit? 8x30, alles Baujahre 80er und 90er Jahre. Alle diese Gläser bilden im Taschenlampen-Test auch die angegebene Objektivgröße ab, und alle noch mit einem kreisrunden Lichtfleck, was auch wichtig ist (wg. interner Abschattungen durch zu kleine Prismen).
Im Test war bisher auch noch ein Tasco 8x30 W aus älterer japanischer Produktion. Das zeigte immerhin einen Lichtkreis von 28 mm Durchmesser.
So weit, so gut. Ich habe das alles jetzt hauptsächlich dargestellt, damit nicht der falsche Eindruck entsteht, ein "gutes" FG wäre nur eine Frage der Vergütung. Die effektive Öfffnung halte ich für bald noch wichtiger.