Transmission bei Ferngläsern

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AstroRoland

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Hallo zusammen,

gibt es eine Möglichkeit die Transmission von Ferngläsern zu testen? Einige wenige Premium-Hersteller nennen da 90% oder 92%. Die meisten anderen Anbieter schweigen hierzu. Kann einer was zur Transmission bei Massenprodukten wie Omegon, Bresser und Co. sagen?

CS
Roland
 
Moin Roland!

Ich wollte was loswerden, was mit in die Richtung zeigt, und weil du auch günstige FG aus Fernost ansprichst:

Mir ist letztens wieder mal ein Thread bei CN untergekommen, in dem es um den sogenannten "Taschenlampen-Test" geht. Hier ist das Prinzip in einem Artikel erklärt. Da ich mit meiner Vorliebe zu Kometen natürlich Optiken brauche, die eine möglichst hohe Transmission besitzen, wollte ich doch mal wissen, wie groß denn die effektive Öffnung meiner beiden FG ist. Das Ergebnis war (für mich jedenfalls) erschreckend, vor allem, weil auch hier von Händler- oder Hestellerseite biher kaum mal ein Sternbenswort verloren wurde.

Gemessen habe ich mein TS 15x70 LE sowie ein Bresser 10x50, das seinerzeit bei einem Diskounter für etwas 20 EUR angeboten wurde (Lidl-Fernglas). Beim größeren FG blieben sage und schreibe 65 mm und beim anderen 42 mm im Lichtkreis übrig.
Das ließ mir irgenwo keine Ruhe - wieso zahle ich für größere Öffnung, wenn doch beim Nachmessen eine so deutliche Unterschreitung der Maße heruaskommt? Wie man bei CN nachlesen kann, betrifft dieser "Makel" auch andere, durchaus teurere Markenmodelle - mal mehr, mal weniger.

In den letzten Monaten bin ich dann - auch aus Kosten-Nutzen-Gründen, da ich nur Gelegenheits-FG-Gucker bin - auf russische Modelle umgestiegen. Das sind bisher: Tento 20x60, Tento 10x50, Sotem 7x50 und ein Zenit? 8x30, alles Baujahre 80er und 90er Jahre. Alle diese Gläser bilden im Taschenlampen-Test auch die angegebene Objektivgröße ab, und alle noch mit einem kreisrunden Lichtfleck, was auch wichtig ist (wg. interner Abschattungen durch zu kleine Prismen).

Im Test war bisher auch noch ein Tasco 8x30 W aus älterer japanischer Produktion. Das zeigte immerhin einen Lichtkreis von 28 mm Durchmesser.

So weit, so gut. Ich habe das alles jetzt hauptsächlich dargestellt, damit nicht der falsche Eindruck entsteht, ein "gutes" FG wäre nur eine Frage der Vergütung. Die effektive Öfffnung halte ich für bald noch wichtiger.
 
Hallo Roland,

wie man die Transmission messen kann, wird hier erklärt:

http://www.blackskynet.de/okulartransmission.html

Das gilt zwar für Okulare, dürfte aber bei Ferngläsern genauso funktionieren.

Ich habe auch kürzlich versucht, mit dieser Methode die Transmission meiner Okulare zu messen. Statt des Ophir-PD300UV-Gerätes habe ich ein Luxmeter verwendet. Ich habe ein recht hochwertiges Gerät mit entsprechend guter Genauigkeit, es gibt aber auch schon Geräte in der 30-Euro-Klasse.

Mein Problem war am Ende der Laser. Der erste Laser hatte eine so große Leistung, dass das Luxmeter am Messbereichsende war. (Sehr erschreckend, da die Ausgangsleistung damit nachweislich sehr viel höher war als vom Hersteller angegeben und vor allem sehr viel höher als zulässig!!) Der zweite Laserpointer (extra dafür neu gekauft) hat eine dermaßen schwankende Ausgangsleistung, dass er für die Messung völlig ungeeignet ist.

Vielleicht kennt sich ja hier jemand mit (grünen) Lasern aus und kann eine konkrete Kaufempfehlung abgeben.

Ich würde dann einfach mal alle meine Okulare und Ferngläser mit der beschriebenen Methode durchmessen.

Gruß,
Wolfgang
 
Moin Wolfgang!

> Sehr erschreckend, da die Ausgangsleistung damit nachweislich sehr viel höher war als vom Hersteller angegeben und vor allem sehr viel höher als zulässig!!

Die Dinger sind auch mordsgefährlich, weil sie nebenher durch ihre Billigbauweise Strahlung (insbes. rot) aussenden, teilweise sogar für Außenstehende gefährlich. Lieber Finger weg von diesen Mistdingern.
Grünlichtlaser mit mehr als 1 mW Leistung sind in D gar nicht frei verkäuflich (und genau deshalb sind Diskussionen über die Beschaffung derartiger Laser in diesem Forum auch unerwünscht). Siehe unten.

> und kann eine konkrete Kaufempfehlung abgeben.

Genau da geht's los. (Mach das per Mail, nicht hier.)
 
Hallo Leute,


die Leistungsgrenze gilt für Laserpointer, also die Dinger zum mit sich rumtragen.

Lasermodule wie sie z.B. für Lichtschranken verwendet werden sind eigentlich immer deutlich hochwertiger aufgebaut das heißt die Leistungsangaben stimmen, die Leistung ist recht konstant und es kommt nur das raus was rauskommen soll. Die Kosten sind bei so einem 1 Milliwatt Modul wenige Euro, also nicht teurer als der Chinalaserpointer aber im Gegensatz zu diesem relativ ungefährlich.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Micha,

ich bin ganz deiner Meinung, was die Laser betrifft. Aber es geht ja hier nicht um einen Laser mit hoher Leistung, sondern im Gegenteil um einen mit möglichst niedriger Leistung (am besten deutlich unter 1 mW). Trotzdem vielleicht keine gute Idee von mir die Frage hier im Forum zu stellen, da beim Stichwort "grüner Laser" bei vielen - zu recht - sofort die Alarmglocken losgehen.

Gruß,
Wolfgang
 
Hallo zusammen,

vielen Dank erstmal für die Infos und die Links, da kommen ja noch ganz andere Aspekte zum Vorschein. Werde auch erstmal meine Ferngläser auf die Öffnung hin testen.

CS
Roland
 
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