Transportables Teleskop für Sternhaufen und Galax.

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Caine

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Hallo zusammen,

ich bin noch auf der Suche nach einem kleineren transportablen Teleskop, das ich auf meine AZ4 montieren kann. Da ich bei schönem Sternenhimmel natürlich dann auch die Möglichkeiten von Deep Sky ausnutzen will (Planeten geht bei mir im Garten auch) würde mich interessieren, was für meine bevorzugen Objekte Sternhaufen und Galaxien besser geeignet wäre: Ein Mak (ca. 127 mm Öffnung) oder ein Apo mit ca 100 mm Öffnung. Der Mak hätte die größere Öffnung und ist sehr kompakt, hat aber das engere Gesichtsfeld.

Ein kleineres Dobson als mein 10" soll es nicht werden, da ich gewollt was für meine AZ4 suche.

Was würdet ihr mir empfehlen?

 
Hallo,

ich würde den Apochromaten vorschlagen. Zwar kann man mit dem Mak Galaxien und Sternhaufen beobachten, sofern sie gut ins Bildfeld passen, aber zuerst muß man sie dort hineinbekommen. Beim Apo kannst Du vom Sucher auf das mit einem langbrennweitigen Okular versehene Teleskop wechseln und dort im großen wahren Gesichtsfeld weitersuchen, im Mak fehlt letzteres.

Hängt aber auch von der Brennweite des Apos ab.

Was spricht gegen den Skywatcher Parabol-Newton 114/500? Hat zwar nur 1,25" Steckmaß, aber auch nur eine kurze Brennweite.

Grüße

fquadrat
 
Hi Zusammen,

unter den beiden macht der Apo mehr Sinn, weil vielseitiger, gerade für Deepsky. Selbst wenn irgendwann einmal ein großer Lichteimer hinzu kommt, wäre mit einem Apo von ca. 100/700 eben ein angenehm großer Himmelsausschnitt möglich. Dafür nutze ich ja derzeit einen 110/655 ED.

Aber... ich habe einen Newton, den ich schamlos "Klorohr" nenne, weil er genau das ist. Ein Vixen R130Sf wurde in seine Bestandteile zerlegt und im wesentlichen samt 2" Okularauszug in einen KG-Rohr Tubus eingesetzt, dessen Abmessungen eine viel bessere visuelle Auslegung ergeben, als die (*selbstzensur*) Auslegung, die man bei dem ganzen Kaufkram ab Werk vorfindet. Packt alles in eine Kiste und ist ein richtig feiner Allround-Fünfzöller geworden. Für den kompletten Zirrus reicht das 31er Nagler aus, wirklich gelungen.
Einen angedachten 114/500 habe ich seither verworfen, weil der zu angespannt und ein guter Parabolspiegel schwer zu bekommen ist. Der 130/650 stellt allerdings auch f/5 vor die Okularauswahl. Da bin ich traditionell ausgestattet, gilt aber nicht für jeden.

Clear Skies
Sven
 
Servus,

ein 4"-Apo kann schon recht lang werden und auf ner AZ4 evtl. wackelig. Ob das bei Planten noch Spass macht? Wenn Du mit nem optischen Sucher umgehen kannst hast würde ich was kompaktes mit mehr Öffnung vorziehen und beim Gesichtsfeld Einschränkungen akzeptieren. Ein C6 wiegt ähnlich viel wie ein 127er Mak. Vielleicht wäre auch das ne Überlegung.

CS

Klaus
 
Hallo Caine,

was hast Du derzeit auf Deiner AZ-4?

Ich habe mit meiner AZ-4 bereits Probleme mit dem 80/400er-Refri, weil die Elevationsachse durchrutscht. Ich muss bei jeder Positionsänderung die Mutter festschrauben und dann wieder lösen, wenn ich die Position erneut ändern möchte.

Bei meinem 90/1250-Mak habe ich keine Probleme. De ist aber auch leichter und kürzer als der 80/400er.

Mir erscheinen beide von Dir ausgewählten Teleskope als zu groß und schwer für die AZ-4. Vielleicht habe ich aber auch ein defektes Exemplar erwischt (Gebrauchtkauf) oder man kann durch Basteln etwas verbessern.

Freundliche Grüße von
Christian
 
Hi Zusammen,

angesichts dessen kommt man eigentlich doch zu einem 114/500 in Parabolspiegel-Ausführung. Allerdings würde ich den Umbauen. Also ein neues Tubusrohr, wenn es das passend in PVC als Abflussrohr gibt, dann das, ansonsten Pertinax abschneiden und sägen lassen. Velours-Folie rein, 2" OAZ dran, Spiegelzelle unten rein (und hoffen, dass 114/500 noch mit Metall-Zelle und nicht schon ausschließlich ohne Justageschrauben vergossen in Plastik geliefert wird), schauen was mit Spinne ist, und fertig brauchbares Teleskop.

114/500 so von der Stange... will das einer? Apo dürfte wirklich nach der Beschreibung zu schwer sein. 127er Mak... auch.

Clear Skies
Sven
 
Hallo!

Arrgh … leider habe ich vertan! Meine Montierung, die ich hier beschrieben habe, ist eine AZ-3 und nicht die AZ-4! Sorry!!

Anfang des Jahres habe ich mir eine Goto-Montierung mit einem 102/500 FH gekauft, die im Prinzip aussieht wie die AZ-4. Der 102/500er macht auf dieser Monti keine Probleme. Wackelt trotz relativ dünner (Rohr-)Stativbeine auch nicht besonders. Bis etwa 120x war ich positiv überrascht. Darüber habe ich nicht beobachtet.

Das Prinzip der Höhenverstellung der AZ-3 und die offensichtlich darin begründeten Probleme, die ich mit dieser Montierung habe, können bei der AZ-4 so nicht auftreten.

Nochmals sorry!

Freundliche Grüße
Christian
 
Derzeit nutze ich ein 15x70 Fernglas zum "schnellspechteln" auf der AZ4. Ich denke für Deep Sky sollte ich nicht weniger als nen 4"-Apo nehmen. Damit der aber nicht zu lang bzw. schwer wird, halt einen mit geringerer Brennweite. Ich denke bei 600-700 mm Brennweite sollte ich mit den notwendigen Vergrößerungen für Deep-Sky-Objekte keine Probleme bekommen?

Danke und viele Grüße!

Christian
 
Hallo Caine,

auch wenn es nicht 1:1 deiner Frage entspricht, hier meine Erfahrungen:

ich habe mich nach langen Testreihen für einen 80/600 ED entschlossen. Getestet hab ich auch viel mit einer AZ4. Auch ein 100mm APO passt meines Erachtens da drauf. Ich persönlich bin allerdings beim 80/600 ED gelandet, zwecks folgenden Punkten:

- Größe/Gewicht=Transportabilität
- Auskühlverhalten=Schnellspechteln
- relativ farbrein und schöne Abbildung über das ganze Feld

Meine Ansatz war, alles in eine Tasche zu packen, die in der Garage steht und die, wenn notwendig, innerhalb kürzester Zeit Einsatzbereit zu sein sowie absolut Mobil zu sein (Urlaub etc)

Ich habe hierfür verschiedene Gerätschaften (achro/ed/APO, billig/mittel/hochwertig, 2-4 Linser getestet)

Fazit: ein schöner 100mm APO ist natürlich für die Beobachtung besser als ein 80mm. Gewicht und Handhabung haben aus der Praxis für den 80mm gesprochen und auch, dass ein "kleiner" 100mm APO ohne grösser Bildfeldkrümmung und in guter Qualität richtig Geld kostet.

Habe mittlerweile mind. schon 20 - 30 Beobachtungen mit meinem "Reisesetup" quer durch den ganzen Himmel betrieben
(Planeten, Kometen und viel Deep Sky ---> hier reicht die Öffnung auch für sehr viele Objekte, natürlich absolut nicht vergleichbar mit 6 - 12 Zoll o.ä.)

Lichtsammelunterschied kennt man von 80 auf 100 schon, jedoch waren die o.g. Gründe für mich entscheidend.

Bezugnehmend auf deine Ausgangsfrage, würde ich jedenfalls zu einem 100mm APO tendieren. (wegen: Auskühlzeit und Abbildungsqualität und vor allem Gesichtsfeld. Zusätzlich folgender Hinweis: je kleiner das tats. GF ist, umso "härter" lässt es sich händisch nachführen bzw. einstellen).

Ich beobachten am liebsten mit einem 13mm Ethos, da geht einem das Herz auf, vor allem im Sommer wie derzeit. :-) (Hohe bzw. Höchstvergrösserungen sind ja eher seltener das Arbeitsgebiet eines solchen Setups.

Alles eben gesagte sind rein subjektive Einschätzungen für meine Bedürfnisse und müssen für andere nicht passend sein, hoffe jedoch, eventuell den ein oder anderen Gedankenanstoss leisten zu können.

CS

Bogix

 
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