Traum 2 von der eigenen Sternwarte

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grafuso

Aktives Mitglied
Hallo an alle,
habe gerade mit etwas Neid Ralfs Leistung in Sachen "eigene Sternwarte" gesehen. Wie dort kommentiert, habe ich letzte Woche nach fast 40 Jahren Astro-Abstinenz einen 8"SN auf LXD 75 gekauft. Auf dem eigenen Grundstück kann ich wegen heller Nachbarn nur 180 Grad in nördliche Richtung nutzen. Vom Weg und Rasen her ist es aber auch dort begrenzt (Tannen etc).
Ich habe einen Haus-Anbau mit leerem Dachboden. Mir schwebt ein Ausbau vor, bei dem ich das auf dem Foto markierte Dachteil gerne (außen) mit zwei verschiebbaren Elementen öffnen möchte. Der Raum würde vom weiteren Dachboden durch isolierte Wände und Tür abgetrennt, so daß ich die Ausrüstung oben stehen lassen könnte, das Gerät schneller aklimatisiert sein würde und der Rest des Bodens bei dann geöffneten Luken nicht so auskühlen würde. Wer kann mir Tipps geben im Hinblick auf Selbstbau von zwei Schiebeelementen, die im geschlossenen Zustand nachher keinen Wind, Regen oder sonstwas reinlassen. Kennt jemand ähnliche Ausbauten oder hat jemand eine bessere Idee?
Freundlichen Gruß
GrafUso

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/attachment_upload/452211-DachbodenmAusschnitt%28Medium%29.jpg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

also ich hatte vor gut 2 Jahren einen ähnlichen Gedanken und habe erstmal nach
einer professionellen Lösung gesucht und bin auch fündig geworden. Dann habe ich
mir ein Angebot machen lassen und wäre fast aus den Latschen gekippt, das war
was für Vorstandsvorsitzende von großen Konzernen die sich jedes Jahr 30%
Gehaltserhöhung genehmigen können. Also fing ich an über eine Eigenbau-Lösung
nachzudenken und habe das auch in die Tat umgesetzt. Das Resultat mit vielen
Tips ist auf meiner Homepage www.skyviewer.de zu finden
unter "... Selbstbau / 'astronomisches' Dachfenster ..."
Einen ersten Eindruck kannst Du von folgendem Bild gewinnen:

Link zur Grafik: http://www.skyviewer.de/selbstbau/fenster/f5.jpg

Die Doppelstegplatte läßt sich komplett rausnehmen bzw. zum Lüften hochkippen.
Das Teil hat sich mittlerweile voll bewährt und sowas oder so Ähnliches könnte
auch für Dich passen.

Viele Grüße und CS,
Reinhard
 
Hallo GrafUso,

ich könnte mir vorstellen, dass folgene Lösung praktikabel ist.
1. Der mittlere Balken muss raus und oben wie unten ein Wechsel eingebaut werden.
2. die beiden äußeren Balken und die Wechsel tragen einen Rahmen der 20-30 cm über die
Dachpfannen außen hinaus ragt

so weit der Zimmermann.

3. Abdichtung des Rahmens, Anpassung der Ziegel, Verbleiung ist Sache des Dachdeckers.

4. muss ein zwei- oder auch einteiliges teiliges Fensterelement gebaut werden, welches sich auf
Laufschienen und Rollen zu zwei oder auch nur zu einer Seite hin wegschieben lässt und mittig
oder an der Anschlagseite über Zughebel dicht schließt.
Problem werden die Dichtungen sein,
welche nicht nur in der Dachschräge, sondern auch weiterführend im 90° Winkel abknickend
funktionieren müssen, da dieses Fensterelement an allen vier Seiten einen einen Kastenaufbau braucht,
der sich über den hausseitigen inneren Rahmen stülpt und mit entsprechend dicken, nachgiebigen
Hohlgummidichtungen im geschlossenen Zustand für austeichenden Wind- und Schlagwasserschutz sorgt.


Ein findiger Fensterbauer kriegt so was hin und freut sich auf gute Bezahlung für die Sonderanfertigung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Bei all den "Träumen von der eigenen Sternwarte" bin ich froh, daß der Plan für meine zur Zeit beim Landratsamt ist (brauch nämlich ne Baugenehmigung).

Grüße und CS

Andreas
 
Hallo Günther,
für einen Beamten eine gute handwerkliche Problemlösung.
(Nichts gegen diesen oft geprügelten Berufsstand, bin selber einer. Ich unterrichte Jugendliche vorwiegend im handwerklich/praktischen Bereich, die in "normalen" Schulen nicht mehr zurechtkommen.)
So ähnlich habe ich die Sache auch schon angedacht. Bei meinem Vorhaben ist es immer wichtig, dass ich gute praktische "Vorlagen" (z.B. Fotos ähnlicher Beuten) anschauen kann. "Nachbauen" ist oft das kleinere Problem.
Danke Dir besonders für Deine Ausführungen.
Gruß
GrafUso
 
Hallo,

über so eine Lösung denke ich auch nach - ich frage mich aber, gibt es evtl. Probleme mit Schwingungen des Bodens, wenn man da seine Säule/Stativ drauf stellt. Z.B. wenn jemand im Haus die Treppe hoch- oder runtergeht, oder wenn man sich selbst bewegt.

VG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
ich denke, man muß die beiden Bereiche (a. Säulengrund oder Stativgrund und b. eigener Fuß"boden" oder Sitzgrund) voneinander trennen oder gegen Schwingungen dämpfen. Ist baulich auf einem Dachboden auch machbar.
Gruß
GrafUso
 
Hallo GrafUso,

nunja wenn der Vater Schreiner ist, man einem Bekannten (Fensterbauer) ab und an zur Hand gehen
musste und wie auf dem Land teilweise noch üblich sein eigenes Haus selbst baut, weil man es
sonst gar nicht bezahlen könnte, muss man sich auch als Beamter in vielen Dingen selbst helfen können.

Eines ist klar, das Teil wird (in der angedachten Art) sehr schwer, selbst in der leichtesten und
gleichzeitig stabilsten Variante aus Alu. Für die Bewegung ist das bei exakter Rollenführung kein
Problem, eher schon für die Lagerung an sich und das Dachgebälk. Dennoch muss auch an eine
ausreichend dimensionierte Sturmsicherung (Knebel/Bolzen) gedacht werden.

CS
*entfernt*
 
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