Traum? Fernglas Fujinon 10x50

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Joerg_Krause

Mitglied
Hallo zusammen,
in meinem alten Thread, „ Mein bestes Fernglas “ scheint keiner mehr reinzuschauen, deshalb spreche ich das Thema hier noch einmal an.

Von vielen immer wieder hoch gelobt wird das Fujinon 10x50 - als Nummer EINS am Sternenhimmel, nur scheinbar besitzt es keiner, oder?

Wieso wird das Glas von Fujinon sooo gelobt (Nr. 1 am Himmel, beste Fernglas usw. auch in vielen früheren Beiträgen), speziell das 10x50, wenn es keiner zu seinem Lieblingsglas hier genannt hat bzw. niemand besitzt es?

Das erinnert mich an die gute alte Zeit, als es mit der Brennerei am Computer los ging.
Alle redeten vom Brennprogramm „WinOnCD“ wie toll das doch wäre, sämtliche PC- Zeitschriften haben einen das Programm förmlich um die Ohren gehauen, aber kaum einer benutzte es wirklich.

Viele Grüße
Jörg
 
vielleicht ist es nicht so einfach zu beschaffen ? Der Händler um die Ecke wird es nicht haben. Oder das Gewicht ? Die meisten suchen leichte Gläser, siehe Nikon E.
Gruß
 
Hallo Jörg,

warum ist das Fujinon 10x50 nicht weiter verbreitet?

Nun, es ist ja auch kein Billigglas, dazu kommt daß es recht schwer ist, keinen Mitteltrieb hat und keine gute Naheinstellung besitzt. Das bedeutet, daß es für Tagesbeobachtungen ( Wandern, Naturbeobachtungen, Ornithologie ) wenig geeignet ist. Wer sich dagegen ein modernes Spitzendachkantglas 8x42 oder 10x50 kauft, kann dieses sowohl am Himmel als auch tagsüber einsetzen bei deutlich geringerem Gewicht.

Das Fujinon ist eigentlich nur was für Perfektionisten, die das (fast) vollkommene 10x50 für die Astronomie suchen, für den Gebrauch am Tage aber noch ein oder gar mehrere weitere Ferngläser haben. Von diesen Leuten wird es so viele nicht geben.

Beste Grüße

Manfred
 
Von vielen immer wieder hoch gelobt wird das Fujinon 10x50 - als Nummer EINS am Sternenhimmel, nur scheinbar besitzt es keiner, oder?

Vielleicht halten die sich nur an das Sprichwort: "...geniesst und schweigt!" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

P.S. ich habe drei "beste":
Leica 10x42BN fuer das absolute an Bildaesthetik (bis an seine Grenzen).
Fujinon Techno Stabi 12x32 fuer das absolute an Details ohne Einbussen der Bildqualitaet (wie bei Canon).
Zeiss Mini Quick 5x10 T fuer unauffaelliges "Zwischendurch".


Lamont
 
Hallo !

Ich habe mehrere Zeiß (Jena / DDR) Ferngläser und ein Fujinon 7*50 ich kann nur sagen das Fujinon ist absolut top und nur zu empfehlen. Das Bild ist so hell ( auch bei Naturbeobachtung) als ob ein Restlichtverstärker drin wäre.

Gruß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo Jörg,

na dann oute ich mich mal: Ich besitze (neben mehreren feinen und sehr feinen Ferngläsern) ein Fujinon FMT-SX 10x50 und bin von ihm begeistert, bei Tag und bei Nacht. Es hat ja - im Gegensatz z.B. zum Fujinon FMT-SX 7x50 und dem 10x70 - mit 66° ein großes Gesichtsfeld. Und dennoch bildet es bis zum Rand knackscharf ab. Das Bild ist strahlend hell und plastisch. Abbildungsleistung und Schärfe des 10x50 sind extrem gut. Und mit Blick auf Gläser, die Ähnliches leisten, aber das Doppelte bis Dreifache kosten, ist mit dem Fujinon 10x50 ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten. Das Gewicht ist übrigens absolut kein Hindernis; es liegt als Porro-Prismen-Glas super in der Hand und eignet sich auch für längere freihändige Beobachtungen. Auf dem Stativ nutze ich seit vielen Jahren das 10x70, das ein wunderbares Glas am Sternhimmel ist. Mein Fazit: Das Fujinon 10x50 ist ein Allround-Glas für terrestrische Beobachtungen und für denjenigen erste Wahl als Astro-Glas, der ein hervorragendes Gerät für die Ewigkeit haben möchte und das auch auf Wanderungen mitnehmen will (z.B Alpen!). Die Einzelokular-Fokussierung, die ja hier und dort bemängelt wird, stellt für mich kein Problem dar. Im Gegenteil: Dafür ist das Glas extrem robust und völlig wasserdicht.

Warum meinst Du, das 10x50 würde keiner besitzen? Es haben wahrscheinlich nur nicht alle Leute Lust, sich hier im Forum mit bestimmten Produkten zu "outen", weil dann meistens von speziellen Usern (die Gras wachsen hören und Forums-Teilnehmern dummes Zeug unterstellen, sobald sie ein Produkt loben) das lächerliche Getöse von wegen "Händler-Doppelaccount", "versteckte Werbung" etc. angestimmt gibt.

Viele Grüße

Stefan
 
Hallo Stefan,

Deine Begeisterung für das Fujinon 10x50 kann ich sehr gut verstehen. Ich hatte bei einer Ausstellung Gelegenheit, dieses Glas zu testen und selbst im Vergleich zu einem Leica Trinovid 10x50 machte es einen hervorragenden Eindruck.

Trotzdem möchte ich Deiner Behauptung, dieses Glas wäre ein gutes Allroundglas, widersprechen. Meine Gründe dafür sind:

1. Das Glas mag zwar gut in der Hand liegen ( Leute mit zierlichen Händen sind sicherlich anderer Meinung ), aber das Ding wiegt nun mal 1,4 kg, und dieses Gewicht muß man am Hals baumelnd durch die Gegend schleppen, wenn man Pech hat mehrere Stunden bei Hitze und bergauf. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />

2. Ich möchte mal sehen, wie Du einen 4m entfernten, im Gebüsch umherturnenden Laubsänger mit diesem Glas beobachten willst. Zum einen reicht der Nahbereich dafür nicht und zum anderen ist der Vogel längst weg, bis Du die Okulareinzelverstellung richtig eingestellt hast.

Wenn Du natürlich ein kräftiges Genick und eine gute Kondition hast <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> und beim Beobachten auf alle beweglichen Objekte näher als 20m verzichtest, ist das Fujinon eine gute Wahl. Allround würde ich das aber nicht nennen.

Gruß

Manfred
 
Hallo Manfred,

ich stimme Dir in zwei von drei Punkten zu, allerdings spiegelt mein Statement ja auch lediglich meine persönliche Meinung wider. Für mich ist das Fujinon 10x50 ein echtes Allroundglas, obgleich ich mir den Luxus erlauben kann, zwischen mehreren hervorragenden Gläsern - je nach "Einsatz" - wählen zu können. Ein anderer mag dies anders sehen, das ist ja klar.

Natürlich stimme ich Dir zu, was den Nahbereich betrifft! Der ist beim Fujinon 10x50 in der Tat - wie übrigens bei den meisten Porroprismengläsern konstruktionsbedingt der Fall - mit gut 5-6 Metern mickrig. Ich bin aber auch noch nie Freund von Nahbeobachtungen mit Ferngläsern gewesen, weil die Paralaxe ja viel zu sichtbar ist und man 2 extrem verschobene Bilder hat. Dachkantgläser bieten - ebenfalls konstruktionsbedingt - einen besseren Nahbereich und lassen diesen durch den geringeren Objektivabstand auch besser nutzen. Dafür hat man im mittleren Bereich mit einem Porroprismenglas ein wensentlich plastischeres Raum-Bild.

Die Schärferegulierung über die Okulare ist für einen Ornithologen sicher ein Problem, wenn er seine Objekte mit dem Glas verfolgt. Ich persönlich habe die Schärferegulierung über die Okulare bei den Fujinon-Gläsern noch nie als Problem empfunden. Man übt sich auch damit, die Schärfe über die Okus schnell nachzuregulieren!

Was Gewicht und Haptik betrifft, widerspreche ich Dir: Ein Leica Trinovid ist nur knappe 300 Gramm leichter; dafür liegt das Fujinon 10x50 (und auch natürlich das 7x50) auch bei Leuten mit kleinen Händen (habe selbst alles andere als Pranken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ) einfach hervorragend in der Hand. Da ich den direkten Vergleich mit etlichen anderen Ferngläsern habe, sage ich: Das Fujinon ermöglicht gerade längere Beobachtungen.

Ich sage nur: Mal längere Zeit TESTEN und sich an der erhabenen Abbildungsleistung erfreuen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße

Stefan
 
Hallo zusammen,

ich vermute, das Glas ist nicht so sehr verbreitet, weil es wegen der Einzelokulareinstellung und seinem Gewicht schon ein sehr spezielles Astroglas ist. Und viele benutzen ja auch gerne ein Dekarem, das ist nicht nur billiger, sondern hat einen Mitteltrieb und ist damit auch am Tag gut einzusetzen. Gut, das Fujinon hat sicher die bessere Bildqualität, aber das Dekarem ist halt auch nicht schlecht (trotz der Randunschärfe) und sehr weit verbreitet.

Ich persönlich würde als 10x50 vor einem Kauf auch folgende interessante Konkurrenten ins Visier nehmen:

- das TS/APM/China- Klonglas (soll ja ähnlich gut sein, wenn man der Werbung glaubt, aber viel billiger)
- das Docter Nobilem (ähnliche Preislage, gute Qualität, Mitteltrieb)
- das Pentax PIF (kennt keiner, schwer, teuer, gibt es das noch? Hat es mal jemand benutzt?)

Es wäre interessant, diese Gläser mal direkt miteinander zu vergleichen. Habt ihr noch weitere Vorschläge in der 10x50-High End-Klasse?

Wahrscheinlich würde es für mich persönlich auf ein Nobilem hinauslaufen. Ist halt deutsche Qualität, und mit dem Mitteltrieb ein wenig universaler als die anderen genannten Gläser. Beim 7x50 mag die Einzelokulareinstellung auch terrestrisch kein Hindernis darstellen, beim 10x50 bin ich da eher skeptisch. Da ich aber ein Dekarem und ein paar andere gute Gläser habe (unter anderem das sehr gute Docter 7x50), gibt es bei mir noch keine wirkliche Begehrlichkeit für ein besseres 10x50.

Was denkt ihr?

Christof
 
Hallo Christof!

... ich vermute, das Glas ist nicht so sehr verbreitet, weil es wegen der Einzelokulareinstellung und seinem Gewicht schon ein sehr spezielles Astroglas ist.

Meine Frage: Kennst Du das Fujinon 10x50 aus eigener Erfahrung? Oder äußerst Du Theorie?

Und viele benutzen ja auch gerne ein Dekarem, das ist nicht nur billiger, sondern hat einen Mitteltrieb und ist damit auch am Tag gut einzusetzen. Gut, das Fujinon hat sicher die bessere Bildqualität, aber das Dekarem ist halt auch nicht schlecht (trotz der Randunschärfe) und sehr weit verbreitet.

Hinzuzufügen wäre noch das gerade für Brillenträger deutlich bequemere Einblickverhalten des Fujinon.

Ich persönlich würde als 10x50 vor einem Kauf auch folgende interessante Konkurrenten ins Visier nehmen:
- das TS/APM/China- Klonglas (soll ja ähnlich gut sein, wenn man der Werbung glaubt, aber viel billiger)

Oh weiha! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Werbende Worte sind meist reines Wunschdenken. Ich habe noch durch kein einziges China-Billig-Glas geschaut, das auch nur im Ansatz an die Qualität von Fujinons, Leicas, Zeiss etc. herankommen würde. Aus der Billig-Liga gefallen mir eigentlich nur Ferngläser von Nikon, die ich aber nicht als China-Klone bezeichnen würde, auch wenn sie inzwischen dort produziert werden.

Es wäre interessant, diese Gläser mal direkt miteinander zu vergleichen.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Gute Idee! Ich lade gerne dazu ein; vielleicht beim ITV?! Im übrigen ist ein Vergleich hier und dort ja auch geschehen, z.B. in "Sterne und Weltraum" 6 oder 7/2004, wo das Fujinon 10x50 mit einem Trinovid 10x50 verglichen wurde.

Beim 7x50 mag die Einzelokulareinstellung auch terrestrisch kein Hindernis darstellen, beim 10x50 bin ich da eher skeptisch.

Habe beide und sehe absolut kein Problem in der Art der Schärferegulierung. Übrigens auch bei Freunden und Bekannten, die meine Ferngläser recht häufig vor ihre Augen halten, habe ich noch nie ein Problem damit feststellen können. Wie gesagt: Nur für Vogelkundler oder Leute, die schnell bewegte Objkete durch ihr Fernglas beobachten, ist natürlich eine "herkömmliche" Schärferegulierung schneller und sinnvoller.

Da ich aber ein Dekarem und ein paar andere gute Gläser habe (unter anderem das sehr gute Docter 7x50), gibt es bei mir noch keine wirkliche Begehrlichkeit für ein besseres 10x50.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Dann schau mal durch das Fujinon hindurch und ich möchte wetten, dass auch bei Dir Begehrlichkeiten geweckt werden könnten. Hier im Forum gibt es ja einige Leute, die mehr als nur das eine "Lieblingsglas" besitzen...

Viele Grüße

Stefan
 
In der Tat kann man davon ausgehen, dass die Mehrheit der 10x50 FMT-Anwender nicht astronomie.de liest. Für den einen mag das eine Charakterfrage sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />, für mich hängt das eher damit zusammen, dass die Sternegucker unter den Fernglasanwendern insgesamt eher die Ausnahme sind - auch wenn ein FMT natürlich ein feines Astroglas ist.
Abgesehen davon weiß ich aus meiner jahrelangen Teleskoperfahrung, dass die Anzahl der astronomie.de-Nennungen keinesfalls mit Stückzahlen korrelieren müssen...
Über alles andere in diesem Thread kann man und wird man natürlich viel nachdenken, man wird aber meiner Meinung nach immer wieder zur Erkenntnis gelangen: Das eine ideale Glas für Alles gibt es nicht und wird es auch nicht geben - das gilt eben für viele Produkte im Leben. Wäre ja auch langweilig, oder?
 
Hallo,

mittlerweile besitze ich eine reichhaltige Fernglaskollektion: 3xLeica, 1xZeiss, 2xFujinon.

Bei den Fujinons handelt es sich um 7x50 FMT-SX2 und 16X70 FMT-SX.

Beides beeindruckende Gläser, mit wirklich tollen optischen Eigenschaften - die nebelfilter sind auch nicht zu verachten. Sie haben aber einen Nachteil: das Gewicht. Ich betreibe diese Gläser auf dem Stativ, und das schränkt dann auch meine Lust ein, sie mal so eben schnell zwischendurch zu nehmen und zu beobachten.

Leica und Zeiss sind da wesentlich leichter zu handhaben. Trotzdem werde ich die beiden Klötze nicht hergeben!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Klaren Himmel

Peter
 
Oh weiha! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Werbende Worte sind meist reines Wunschdenken. Ich habe noch durch kein einziges China-Billig-Glas geschaut, das auch nur im Ansatz an die Qualität von Fujinons, Leicas, Zeiss etc. herankommen würde.

Inzwischen scheint es allerdings Chinagläser (wenn auch nicht eben "China-Billig-Gläser") von Fujinon-Qualität zu geben. Siehe die hier genannten Links. Vielleicht kann jemand eigene Erfahrungen beisteuern?

Cheers, Jopari
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jopari,

bitte bedenken, die 7x50 - und 10x50 - Modelle dieser "Edellchinesen" wiegen nochmal 200g mehr als die Fujinons, satte 1600g, also rund doppelt so viel, wie ein Zeiss Victory 7/10x42FL. Selbst das legendäre Zeiss 15x60 war deutlich leichter. Mir kommen die Dinger wie Dinosaurier vor, ein modernes Spitzenglas sieht anders aus. Wenn ich Bodybuilding machen will, nehme ich lieber Hanteln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />, als mich mit so einem Klotz abzuquälen!

Optisch scheinen die Dinger ja ganz o.k. zu sein.

Gruß

Manfred
 
bitte bedenken, die 7x50 - und 10x50 - Modelle dieser "Edellchinesen" wiegen nochmal 200g mehr als die Fujinons, satte 1600g, also rund doppelt so viel, wie ein Zeiss Victory 7/10x42FL. Selbst das legendäre Zeiss 15x60 war deutlich leichter. Mir kommen die Dinger wie Dinosaurier vor, ein modernes Spitzenglas sieht anders aus.

Das Gewicht scheint mir bei Gläsern jenseits von 60 mm Öffnung doch eher nebensächlich. Das Zeiss 15x60 wiegt übrigens ziemlich genau 1600 g und läßt sich noch gut in der Hand halten. Allerdings wüßte ich nicht, warum man das tun sollte. Allerspätestens bei 15x macht Freihandbeobachtung (am Nachthimmel) nicht mehr wirklich Spaß, da man doch sehr damit beschäftigt ist, auf seine Armmuskeln aufzupassen. Mit einem 10x50 , um das es hier ja einmal ging, mag das anders aussehen, da kann das Gewicht eine Rolle spielen. Ich habe mich übrigens beim Yachtglas unter den optisch wirklich guten Modellen für ein ziemlich gewichtiges entschieden, nicht zuletzt deshalb, weil es angenehm ruhig zu halten ist, Masseträgheit und so...

Fazit: bei großen Gläsern ist das Gewicht im wesentlichen egal, da man sie sowieso aufs Stativ setzt, und bei kleineren ist ein höheres Gewicht möglicherweise von Vorteil fürs freihändige Beobachten.

Cheers, Jopari
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jopari,

deine Annahme, ein schweres Fernglas ließe sich ruhiger halten als ein deutlich leichteres Modell ist nur teilweise richtig. Es stimmt zwar, daß das schwere Glas in den ersten 15 bis 20 Sekunden aufgrund der Massenträgheit etwas ruhiger gehalten werden kann, aber dann beginnt die Muskulatur zu ermüden, es kommt zum Muskelzittern und das leichtere Glas ist nun im Vorteil. Bei der Himmelsbeobachtung wird man sicherlich meist längere Zeit schauen wollen, dazu kommt, daß die Beobachtungshaltung beim Sternegucken unbequem ist und ein schweres Fernglas schneller zur Ermüdung führt. Eine genauere Erklärung kannst Du im Jülich-Forum nachlesen.

Außerdem muß man ein so schweres Glas ja nicht nur beim Beobachten halten, ein Fernglas will auch, meist um den Hals baumelnd, durch die Gegend getragen werden. Bei einem Gewicht von 1,6 kg wird dies sehr schnell lästig werden, nach einem längeren Marsch kann der Nacken sogar regelrecht wundgescheuert sein - das kenne ich aus eigener Erfahrung.

Ich verstehe offen gesagt nicht, warum diese "Bleiklötze" überhaupt noch gebaut werden und kann noch viel weniger diejenigen verstehen, die sich so ein Teil anschaffen. Aber jeder soll nach seiner Facon selig werden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />

Übrigens, mein gummiarmiertes Zeiss 15x60 GAT* wiegt exakt 1540g, die belederte Variate ist noch deutlich leichter. Ich hatte dieses Glas auch nur erwähnt, um zu beweisen, daß sogar ein 60mm Spitzenglas leichter sein kann als die China-Dinger.

Wenn man bedenkt, daß die guten alten 50mm Zeiss-Jena Porros um die 1000g wogen, dann will mir nicht in den Kopf, warum bei den modernen und leichten Materialien ( Magnesium, Carbonfaser, Titan ), die heute zur Verfügung stehen, ein 50mm Fernglas mit normalem Sehfeld 1600g wiegen muß. In meinen Augen ist sowas eine völlig veraltete Fehlkonstruktion.

Gruß

Manfred
 
Hallo Manfred,

es kommt wohl auf die Umstände an. Ich habe im Hinblick auf schwere Ferngläser bewußt auf mein Yachtglas hingewiesen - auf einem Segelboot finde ich den Effekt der Masseträgheit entschieden hilfreich. Am Sternenhimmel übrigens auch, aber mir ist natürlich klar, daß man da früher oder später an seine Grenzen kommt (bei mir ist das erheblich später als nach 20 Sekunden der Fall, aber wie gesagt, ziehe ich meist sowieso ein Stativ vor). Was die Schlepperei angeht, so hast Du natürlich recht.

Es wäre übrigens mal interessant zu erfahren, ob das reine Glasgewicht bei den Fujinons und Chinanachbauten dem der Zeiss-Porrogläser vergleichbarer Öffung entspricht. Vielleicht haben sie ja eine andere Konstruktion, mehr Linsen, größere Prismen? Vielleicht läßt sich mit dem Gehäusewerkstoff gar nicht so viel Gewicht sparen?

Cheers, Jopari
 
Hallo Manfred,

ich kenne die Testbedingungen nicht, denen ein Fujinon-Marine-Glas ausgesetzt ist. Ich kann mir aber vorstellen, dass ein Fernglas schon sehr robust gebaut sein muß, um diese Tests zu bestehen.

Ich denke, da hinkt der Vergleich mit den alten Zeiss-Jena Gläsern, die weder wasserdicht noch besonders stoßunempfindlich waren.

Immerhin hat Fujinon die Gewichte bei seinen Marine-Modellen ja ziemlich reduziert (SX 1 zu SX 2). Aber ein 7x50 Porro-Glas mit 850 gr. Gewicht dürfte die Marinetests wohl nicht überstehen.

Ich habe mir das Fujinon 7x50 FMT-SX gekauft, weil ich ein Porro-Glas haben wollte (in erster Linie wegen der Plastizität des Bildes), dass kompromisslos auf hervorragende optische und mechanische Leistung gebaut wird. Man sollte hier auch das Preis-Leistungsverhältnis beachten: Für den Preis eines Swarovski EL bekommt man drei Fujinon 7x50 FMT Ferngläser (wenn es reicht!).

Das Gewicht spielt für mich nicht die große Rolle. Sollte ich mal eine größere Wanderung bei Hitze vorhaben, so hab ich ja noch meine leichten Zeiss-Gläser 7x42 "Dialyt" und 6x42 "Skipper".

Zur Handunruhe möchte ich anmerken: Lieber ein Glas, dass sich in den ersten dreisig Sekunden ruhig halten lässt, als eines, dass von Anfang an rumzittert (das 8x32 Pentax meines Sohnes). Bei längeren Beobachtungen (Astro, Landschaftspanoramen) ziehe ich ohnehin das Stativ vor.

Für Freihandbeobachtungen setze ich das Glas gerne auf meine Fingerspitzen und stütze die Ellenbogen auf der Brust ab. Wichtig ist dabei, den Nacken nicht hochzuziehen sondern bewußt zu entspannen und die Zwerchfellatmung (Tiefatmung) zu praktizieren- dann sollte man auch auf über dreisig Sekunden kommen.

Gruß,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

mich würde schon mal interessieren, ob Du das Zeiss Dialyt 7x42 ( ist es ein Glas mit T*-Vergütung und phasenkorrigierten Prismen - auch P-Coating genannt? ) oder das Fujinon 7x50 häufiger nutzt. Immerhin ist das Zeiss nicht nur viel leichter, sondern hat auch mit 150m das deutlich größere Sehfeld. Dazu kommt der "schnellere" Mitteltrieb. Das plastischere Bild des Fujinon wirkt sich ja nur im Nah- und Mittelentfernungsbereich aus, dann dürfen die beobachteten Objekte aber nicht beweglich sein, sonst bist Du mit der Okulareinzelverstellung zu langsam. Die größere AP des Fujinon wirst Du wohl nur ganz selten nutzen können.

Es ist sicher wahr, daß die marinetauglichen Fujinons robuster sind als ein Zeiss Dialyt oder ein Leica Ultravid. Da ich aber nicht vorhabe, Seeschlachten zu bestreiten, ist mir das eigentlich völlig egal, jedenfalls bin ich nicht bereit, wegen der übertriebenen Stabilität überflüssiges Gewicht zu schleppen.

Als reines Astroglas ist ein Fujinon 7x50 oder 10x50 sicher ok.

Gruß

Manfred
 
Hallo Manfred,

mein Zeiss 7x42 "Dialyt" habe ich 1984 gekauft. Es besitzt die T*- aber keine P*-Vergütung. Mein Zeiss 6x42 "Skipper" hat aber die Phasenkorrektur (Sehfeld 148 m).

Das 6x42 kommt im Bildzentrum an die Schärfe des Fujinons heran - nicht aber am Bildfeldrand.

Das 7x42 kann in der Bildschärfe und im Streulichtverhalten nicht mithalten. Das Problem ist: Ist man die Superschärfe des Fujinon und des "Skipper" gewöhnt, mag man nicht mehr durch weniger scharfe Gläser gucken.

Die Beurteilung meiner Gläser kannst Du ja gerne im entsprechenden Thread nachlesen.

Ein Fujinon nur für Astro und Marine einzusetzen fände ich jammerschade. Für mich zählt der Sehgenuß - da schleppe ich gern ein paar Gramm mehr mit mir herum. Einzelokularverstellung sind bei dem plastischen und scharfen Bild kein Problem für mich. Wenn es mal sein muss, lassen sich die großen Okulare auch sehr gut während des Durchblicks einstellen.

All meine Gläser haben eine AP von 6 und 7 mm. Ich schätze hier vor allem den komfortablen Einblick. Aber vielleicht kommt ja demnächst noch das Fujinon 10x50 dazu. Das hätte dann ja eine AP von 5 mm.

Aber ich fürchte, wir drehen uns in dieser Diskussion im Kreise. Die Vorlieben die man hat und die Prioritäten die gesetzt werden (die sich aber im Laufe der Zeit durchaus ändern können) sind nun mal zu verschieden.

Gruß,
Bernhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ciao,

ich bin kein Fernglas-Vergleicher und -Testleser (und dementsprechend solltest Du Dir Vergleiche von anderen holen), benutze aber seit ca 1 Jahr das Fujinon 10x50 - rein für Astronomie.

Ich wollte ursprünglich ein 7x50 - wegen der Verwacklungsempfindlichkeit höherer Vergrösserungen + dem Gesichtsfeld - hab das aber wegen der zu grossen AP dann gelassen. Das 10x50 Glas hat mich doch positiv überrascht muss ich sagen. Freihand geht, Gesichtsfeld ist recht gross, Einblick ist angenehm. Die Sternabbildungen sind sehr scharf, aber nicht perfekt randscharf, in den äussersten 10% des Feldes wird die Abbildung etwas schlechter (aber stört mich kaum, bzw man nimmt es nicht wahr wenn man nicht genau drauf achtet, will man letztlich Beobachten oder Testen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />. Die Transparenz der Optik ist für meinen Geschmack ziemlich gut. Ich bin Nagler-Okulare am Teleskop gewöhnt und das Fujinon fällt dagegen eigentlich nicht merkbar ab (schwierig zu Vergleichen, aber will sagen: ich merke subjektiv kaum Unterschiede im optischen Eindruck, Klarheit des Bildes, Schärfe,...). Die EinzelOkularverstellung ist vielleicht erstmal eine Umstellung wenn man den Mitteltrieb gewöhnt ist (und Mitteltrieb ist sicher besser für Naturbeobachter die den Fokus dauernd verstellen wollen/müssen), aber für mich in der Astronomie kein wirkliches Problem. Ich benutze es auf einem Stativ, erst da kann ich wirklich richtig scharf stellen. Und auch dort merkt man erst was ein Astroglas kann, würde ich sagen !

Angesichts des Preises der hochqualitativen Konkurrenz-Ferngläser (Zeiss, Leica, was es sonst noch gibt...) glaube ich schon das das Fujinon preiswert = seinen Preis wert ist. Ich kann mir optisch gesehen als Astroglas nur marginale Verbesserungen gegenüber dem Fujinon vorstellen, und dafür dann 2-3x den Preis zahlen ? Ich würde das Ding also durchaus empfehlen, aber wie gesagt ich beobachte (!) und teste nicht, brauche aber sicher nichts 'besseres' (wenn es das gibt) um glücklich zu werden. :-)

Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Von vielen immer wieder hoch gelobt wird das Fujinon 10x50 - als Nummer EINS am Sternenhimmel, nur scheinbar besitzt es keiner, oder?
Ich kenne mindestens ein halbes Dutzend Astrokumpels, die das Fujinon FMT-SX 10x50 besitzen und davon ausnahmslos überzeugt sind. Ich hatte mich dazu hier geäußert: http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=40254&#169083

An vergangenen ITVs konnte ich es ausgiebig auch nachts ausprobieren, Martin Birkmaier stellt ja die gesamte Palette an hochwertigen Gläsern auf dem Platz zum Vergleich bereit. Kaum ein anderes 50 mm Fernglas, hat so ein brillantes Bild und zeigte die Milchstraße mit ihrem Sternenteppich und Dunkelwolken so detailreich. Nur die wesentlich teureren Zeiss, Leitz und Swarowski konnten am Sternhimmel mithalten, aber ehrlich gesagt fand ich sie kein Stück besser. Letztere sind halt für Tagbeobachtung vielseitiger, da leichter, kompakter und mit schnellerem Mitteltrieb.

Der Grund, warum ich es nicht besitze, ist rein ergonomischer Natur: Ich habe einen ziemlich engen Interpupillenabstand von 56-57 mm. Ich muss das Fuji ganz zusammenkneifen und dann passt bei diesen fetten Okularen die Nase nicht mehr dazwischen. Damit muss ich es weiter von den Augen entfernt halten und kann so das gesamte Gesichtsfeld nicht mehr entspannt überblicken. Dasselbe Problem habe ich auch mit den Fuji Großferngläsern.

Das hohe Gewicht von 1,4 kg finde ich für ein 10x50 auch nicht so toll, aber damit könnte ich leben, zumal es dafür sehr sehr robust ist.
 
Zum schnellen Qualitätsschauen bei Tag und Nacht kann es nur folgende Listung geben , max. 20 x 60 oder kleiner.

Die stabilisierten haben den Vorzug.

1 - ZEISS

1A - Leica,Leitz,Swarovski

2 - Eschenbach,Pentax,Canon,Nikon,Fujinon
alle ohne Preisangabe,es passt eben alles.

dann gibt es eine Mittelklasse von ca.150.- bis ca. 300.-
es gibt bereits die ersten Schwachstellen.

der Rest ist bereits in Kirmesumgebung von 9,99.- bis 99,90.- ohne weiteren Komentar , für Anfänger eher nicht geeignet.
Was ich noch sagen möchte , das beste ist jenes Fernglas das man immer verwendet
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

will mich auch mal als absolut zufriedener Besitzer eines Fujinon 10x50 FMT-SX2 outen.Absolut ebenes Bildfeld, nadelscharfe Sterne, eine unglaubliche Transparenz, man schaut einfach durch als ob das Glas gar nicht da ist.
Von der Abbildungsqualität sehe ich keinen Unterschied z.B. zu einem TMB-APO mit Pentax-XW-Okularen.
Ich komme auch grad wieder vom Beobachten, diesmal mit dem großen Bruder 16x70 FMT-SX2, M31 reicht fast übers ganze Gesichtsfeld, ein Dunkelband indirekt zu sehen, M32 nat. auch, M110 deutlich in Form und Orientierung ; M33 als großer diffuser Fleck ... alles am Stadtrand von Dresden.

Für eine richtige Übersicht zu den benutzten Ferngläsern
könnte man ja ev. so eine Statistikumfrage benutzen, gibts ja in andern Foren auch (das neudeutsche Wort dazu fällt mir jetzt nicht ein) , ich weiß aber nicht ob das hier auch geht.

Viele Grüße

Thomas
 
Re: Listung zum Qualitätsschauen?

Zum schnellen Qualitätsschauen bei Tag und Nacht kann es nur folgende Listung geben , max. 20 x 60 oder kleiner.

Die stabilisierten haben den Vorzug.

1 - ZEISS

1A - Leica,Leitz,Swarovski

2 - Eschenbach,Pentax,Canon,Nikon,Fujinon
alle ohne Preisangabe,es passt eben alles.

dann gibt es eine Mittelklasse von ca.150.- bis ca. 300.-
es gibt bereits die ersten Schwachstellen.

Hallo,

was soll denn das bedeuten? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> Auch wenn man Zeiss mit großen Buchstaben schreibt und auf Position "1" setzt, so gibt es von dieser Firma beispielsweise ein Conquest 8x50, ein Conquest 10x40 oder ein Conquest 15x45 ... Diese Ferngläser würde ich nicht unbedingt auf einer Hitliste ganz oben einordnen. Leitz Dachkant-Ferngläser (die mit einem Prismensystem nach Uppendahl) können mit modernen Ferngläsern der oberen Qualitätsklasse nicht mehr mithalten. Die Vergütung ist Stand der Technik von gestern, eine Phasenkorrektur gab es zu Zeiten von Leitz noch nicht und so muß sich auch ein recht junges Leitz 8x40 Trinovid einem Leica 8x42 Trinovid, einem Zeiss FL und manch anderem 8x40/42 moderner Konstruktion klar geschlagen geben. Für so ein Leitz Glas spricht noch immer die hervorragende Verarbeitung, eine gute Optik, eine sehr solide Mechanik und das Gefühl, ein wirklich wertiges Fernglas aus alter Zeit nutzen zu können. Aus meiner Sicht reicht das am Ende aber nicht für Platz "1A". Eschenbach auf Platz "2"? Und das ohne Bezug auf ein konkretes Modell? Auch Nikon bietet Ferngläser an, die man ein paar Plätze weiter runter schieben könnte. Wie sieht es bei Pentax aus? Baut man dort durchweg Ferngläser, die mit Fujinon auf einer Qualitätsstufe stehen?

Wenn ich es mir recht überlege, dann ist obige "Listung" ohne Bezug auf konkrete Modelle und deren Alter eigentlich Unfug. Bleibt die Frage: was soll es bedeuten?


der Rest ist bereits in Kirmesumgebung von 9,99.- bis 99,90.- ohne weiteren Komentar , für Anfänger eher nicht geeignet.

Wieso ist ein recht ordentliches Porroglas für 80 oder 90 Euro, wenn die optische Leistung für den Preis stimmt, "für Anfänger eher nicht geeignet"? Soll man als Anfänger mit einem Zeiss Conquest, Swarovski EL oder einem Zeiss 20x60 Stabi in die Himmelsbeobachtung einsteigen?


Was ich noch sagen möchte , das beste ist jenes Fernglas das man immer verwendet

Das ist doch mal ein Punkt, wo ich voll und ganz zustimmen kann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> Das kann ein Zeiss FL für 1500 Euro oder ein Nikon Action für 79 Euro sein. Hauptsache man nutzt sein Fernglas und hat Spaß an der Himmelsbeobachtung.

Frank.
 
10x50 Qualitätsporro

Hallo zusammen,

bleiben wir doch mal bei den Qualitätsporros. 10x50 ist für Astro eine sehr schöne Größe, und ich überlege, mich langfristig von meinem geliebten Docter Navidoc 7x50 zugunsten eines mindestens genauso guten 10x50 zu trennen. Denn ich habe eine recht ruhige Hand und keinen optimalen Himmel, außerdem liebe ich größere Gesichtsfelder. Das Dekarem ist ganz schön, kommt aber an das Docter Navidoc (Nobilem) subjektiv nicht heran (objektiv kann man ein 7x50 ja wohl kaum mit einem 10x50 vergleichen).

Ein Mitteltrieb wäre mir aber schon recht, deshalb mag ich mich nicht spontan für das viel gelobte Fujinon entscheiden, auch wenn es mit Sicherheit sehr, sehr gut ist. Außerdem will so eine Entscheidung auch gut überlegt sein. Das Glas soll nämlich auch am Tage zum Einsatz kommen.

Was gibt es denn so an 10x50-Porros des Fujinon-Kalibers?

Mit Einzelokulareinstellung:
- das "Original" Fujinon
- den China-Klon davon
- das Pentax PIF (gibt es glaube ich nicht mehr)

Mit Mitteltrieb:
- Docter Nobilem
- Nikon Action EX (zugegebenermaßen eine Klasse niedriger)

Habe ich was vergessen?

Hat jemand mal einen Teil der Gläser nebeneinander ausprobieren können? Mich interessiert vor allem der Vergleich Fujinon versus Nobilem. Aber auch die Qualität des China-Klons und das Abschneiden eines alten Dekarem wäre im Vergleich interessant. Und wie wohl das Nikon Action EX sich gegen die wesentlich teurere Konkurrenz schlagen wird?

Fragen über Fragen. Wer hat die Möglichkeiten und die Lust, den Vergleich anzufangen?

CS,

Christof
 
Re: 10x50 Qualitätsporro

Hallo Christof,
Du hast in der Tat zumindest eines vergessen: Das Nikon 12x50 SE-Porroglas, welches als einziges über ein praktisch völlig flaches Bildfeld von (allerdings "bloss") 5 Grad/60 Grad und eine einzigartige Transmission, gepaart mit beinahe konkurrenzloser Bildschärfe bis zum Rand, verfügen soll.
Gruss: Beat Fankhauser
 
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