Traum von der eigenen Sternwarte

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DanielM

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Hallo zusammen.

Bei mir könnte sich in absehbarer Zeit ein Wohnortwechsel vollziehen. Ich hoffe dann vielleicht in ein Haus ziehen zu können (von einer Wohnung). Im Budget für den Erwerb der vier Wände darf nicht die Planung für die ersehnte stationäre Aufstellung meines Teleskops fehlen ("der Traum von der eigenen Sternwarte"). Daher schaue ich mir alle möglichen Häusschen auch mit dem Auge des Sternguckers an.

Jetzt meine Frage an Euch:

Was ist die beste Lösung für eine mehr oder minder fest installierte "Sternwarte"? An sich wäre es rein praktisch ein Traum, wenn man direkt vom Haus Zugang hätte. Ob ich mir die Kuppel auf dem Dach leisten kann und will, weiss ich nicht. Ansonsten könnte man eine Art Hütte mit Aufklappdach auf einer Dachterasse installieren. Alternativ dachte ich an ein großes, komplett zur Seite schiebbares Dachfenster. Nur: Wenn man "vom Dach" oder von einer Terasse beobachtet, hat man da nicht Probleme mit der warmen Lufe, die unweigerlich (selbst bei "ausgekühlten" Dachstübchen, an der Hauswand aufsteigt?

Muss ich dann also mit so einer Einrichtung in den Garten? Nur: Wie sichert man da das Gerät gegen Einbruch. Außerdem hat man vom Dach im Regelfall bessere Rundumsicht und keine Straßenlaternen...

Ihr seht, Fragen über Fragen und keine klare Meinung.

Würde mich freuen, wenn Ihr mir von Euren Lösungen/Erfahrugnen berichten könntet (auch was Kosten angeht!)

Vielen Dank!!!!

CS
Daniel

P.S. Ich weiss nicht, ob dies das richtige Forum ist, wenn nicht bitte verschieben...
 
Hallo Daniel,

wenn möglich ist der Garten immer vorzuziehen und die einfachste Lösung dort dürfte eine Rolldachhütte sein.
Ein einfaches Holzgartenhaus mit nach einer Seite (Norden wenn möglich) wegrollbarem Dach und
einem Betonboden (mindestens Fundament für die Säule).
Am, im, auf dem Haus sind lokale Seeingeinflüsse wesentlich größer. Willst/musst Du in die Höhe,
wäre eine größere Freiterrasse/Balkon an das Haus angelehnt, aber auch wieder eine luftige
Holz/oder Stahl-/gitterkonstruktion die schnell auskühlt und keine/wenig Wärme speichert sehr gut.
So etwas ist im Erdgeschoss als Schattenterrase und vom Obergeschoss aus als Teleskopstandort und Balkon
durchaus ansehnlich und zweckmäßig zu gestalten, nachträglich angebaut auch nicht allzu teuer.
Wieder wäre es gut, wenn das Teleskop auf einem durchgehenden schwingungsarmen Stempel ruht.
Die bequeme Aufstellung des Teleskops in einem Raum nit Panoramafenster ist sicher die ungünstigste
Lösung aus astronomischer Sicht und wird mit zunehmender Teleskopgröße immer anfälliger für das
selbst geschaffene lokale Seeing, welches sich auch im bestgebauten Niedrigenergiehaus
nicht abstellen lässt.

CS
*entfernt*
 
Hallo Daniel,
vor 2 jahren stand ich vor der gleichen Entscheidung Kuppel, Dachfenster oder Gartensternwarte.
Ich habe mich dann für die Gartensternwarte entschieden und gut war es ;-)
Ich habe mir beim Bauhaus eine 3x3 Gartenhütte gekauft und die Dachkonstruktion so umgearbeitet das ich das Dach wegschieben kann.
Man glaubt gar nicht wie toll das ist alles fix aufgebaut zu haben und einfach nur das Dach aufzuschieben und anschließend wieder nur zuschieben zu müssen.
Vorher habe ichs mir immer gut überlegt das ganze Krempel rauszuschleppen und auch öfters überlegt ;-)
Jetzt beobachte ich viel mehr als vorher.
Auf meiner HP habe ich einige Fotos über die Sternwarte vielleicht hilft dir das etwas bei der Entscheidung.


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unter Observatorium

CS
Ernst
 
Hallo Daniel,
ich stand vor der gleichen Frage beim Bau unseres Hauses und habe mich für die Lösung mit beidseitigen Panoramafenstern (inzwischen Fa. sunshine) entschieden und würde es in jedem Falle wieder machen. Durch den direkten Zugang im Dach ist die Anzahl der Beobachtungen deutlich gestiegen; wenn man im Sommer in Pantoffeln einfach eine Etage höher gehen muss, kann keine Gartensternwarte mithalten..; außerdem habe ich die wesentlich bessere Aussicht (Sonnenuntergang, Merkur, Venus etc.), keine Probleme mit Einbruch, Feuchtigkeit, Korrosion. Das Problem mit Turbulenzen muss natürlich ernst genommen werden, läßt sich aber zufriedenstellend lösen: Die Fensteröffnungen müssen im Verhältnis zum Raumvolumen sehr groß sein, wobei zur Erzeugung einer laminaren Strömung 2 Fenster am besten sind - man kann auch das Raumvolumen durch Ziehen einer Wand (bei einem Fenster) entsprechend klein halten; ein groß dimensionierter Dachüberstand fängt die am Haus aufsteigende Warmluft ab; Türen mit Magnetschließleisten am Boden verhindern Warmlufteinströmungen; Antivibrations Pads entkoppeln das Fernrohr vom Boden und sorgen zusammen mit schwimmendem Estrich für weit weniger Schwingungen als auf einem frei schwebenden Betonbalkon (aus eigener Erfahrung)- als Nebeneffekt hat man warme Füße beim Beobachten. Die Kuppel hat m. E. mehr Nachteile als Vorteile, zudem sind die Kosten einschließlich Unterkonstruktion (wenn ich nicht die kleinste Ausführung nehme) noch höher als beim Panoramafenster, außerdem läßt sich der Dachraum bei den nicht seltenen Schlechtwetterperioden auch noch anderweitig verwenden, sodass der Raum ein zusätzlicher Gewinn ist. Natürlich sind die Kosten nicht unerheblich, aber bei den Gesamtkosten eines Neubaus und der einmaligen Investition ohne Folgekosten relativieren sich diese und stehen in einem guten Verhältnis zu dem was man gewinnt.

Wide skies

Peter
 
Hallo,

ich hatte mir vor ein paar Jahren diesen Traum erfüllt. Mein Haus ist alt und stand schon, ich bekam einen Garten dazu, darum war es klar dass ich nichts am Haus verändern würde, also keine Dachfenster etc. Bei mir stellte sich die Frage nach Hütte oder Kuppel. Ich wollte unbedingt eine Hütte, damits schneller auskühlt und weil ich gerne den Himmel sehe. Nachteil ist bei mir dass doch eine Lampe die weit weg steht seit dem der Nachbar einen Baum gefällt hat aufs Fernrohr leuchtet. D.h. Abschirmung von Licht ist bei einer Hütte nicht so gut. Aber natürlich wäre das durch Aufstellen einer Schutzwand leicht zu lösen.

Und da war noch die Frage nach der Modifikation einer fertigen Hütte oder alles selber bauen. Nachdem ich in den nahegelegenen Baumärkten geschaut hab, entschied ich mich doch fürs komplett selber konstruieren. Der Grund war dass die Grösse die ich haben wollte gar nicht mit den verfügbaren Hüttengrössen zusammenpasste. Auch sagte man mir dass die Fertighütten einen Grossteil ihrer Stabilität durch das Dach erhalten - wenn man also das Dach wegschiebar macht, leidet die Stabilität. Und das wollte ich hier im sehr windigen küstennahen Noordwijkerhout in Holland nicht riskieren. Daher hab ich die Hütte komplett selbst geplant und dann mit Hilfe der exzellenten Beratung einer nahegelegenen Holz-Fachhänderin aufgebaut.

Nun bin ich sehr zufrieden.

@PeterNoch: Ich habe mir für den Weg durch den Garten Extra-Pantoffeln zugelegt, das war im Budget noch drin <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Ein detaillerter Bericht vom Bau ist hier zu finden.

Gesamtkosten waren ca. 5000 Euro.

Laffy
 
Hallo Daniel,

ich kann Deinen Gedanken an eine Sternwarte sehr gut verstehen. Ich habe nämlich selbst sehr lange darüber nachgedacht - und sie dieses Jahr gebaut. Seit kurzem ist sie fertig und am 31.10.2006 gab es endlich Firstlight.

Ich habe mich für eine Rolldachhütte entschieden. Die Gründe dafür sind vielfältig, insbesondere:

[*]bessere Raumausnutzung als in einer Kuppel
[*]freier Himmel und nicht nur ein Beobachtungsspalt
[*]wesentlich preisgünstiger
[*]Gartenhausoptik empfinde ich persönlich in meinem Garten schöner als eine weiße Kuppel
[*]Gartenhausoptik täuscht potentielle Langfinger

Meine Rolldachhütte kannst Du auf meiner Homepage www.starlightphoto.de besichtigen.
 
Hallo Hubert Hermelingmeier,
Hut ab!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" /> Super gelöst, ist eine gute Vorlage für mein Vorhaben im Frühjahr.
Gruß
GrafUso
 
Hallo GrafUso,

Du bist doch sicherlich schon weitergekommen mit Deiner Sternwarte, oder? Hast Du neue Fotos für uns?

Sirrah
 
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