Lorchi
Aktives Mitglied
Hallo liebe Leute,
seit längerer Zeit suche ich eine Kupplung, mit der man einen Antrieb auskuppeln kann. Und den passenden Motor.
Ich hatte was eigenes konstruiert, wo der Motor mit Ritzel von einem größeren Zahnrad axial wegbewegt werden kann, aber irgendwie sah das klobig und merkwürdig aus. Für mein neues Teleskop hätte ich irgendwie gerne eine schönere Lösung, muss auch nicht superbillig sein, aber natürlich klein und leicht und eierlegend und Wolle und Milch abgebend <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Wichtig ist nebenbei, dass der Motor nicht allzu dick ist.
Hintergrund: ich möchte über eine M6-er Spindel einen Okularschlitten antreiben. Über einen Knopf möchte ich außerdem Handtrieb zulassen, daher die Kupplung. Über eine Übersetzung 1:5 mit Zahnriemen will ich außerdem einen Hand-Schnelltrieb anbauen. Also so ungefähr (oder den Motor an anderer Stelle):
Theoretisch wäre die Frage, ob ich überhaupt eine Kupplung brauche, oder den Motor bei Handbetrieb einfach mitdrehe. Dann darf der Motor aber kein Getriebe haben, und muss das benötigte Drehmoment im Betrieb selbst aufbringen. Und er sollte dann auch im Handbetrieb keinen großen Widerstand für den Schnellgang (1:5) darstellen.
Damit da meine Digiknipse mit Barlow und Kram draufpasst, soll er vertikal 3 kg bewegen können (incl. Sicherheit).
Wie rechnet man das in ein benötigtes Drehmoment um? Wen es nicht interessiert, der überspringt bitte meinen folgenden Kram.
-------
Ich würde mal vermuten, in etwa so, aber ich weiß es nicht:
Gewindesteigung (Winkel a): tan(a) = (Steigung pro Umdrehung=1mm) / (Wirkdurchmesser 5mm(?) * Pi) = 0,06366
Reibkoeffizient (z.B. Stahl auf Stahl): mr = 0,25 (Maximum aus allen Reibarten, nach Wikipedia)
Gewichtskraft Fg = 30N
Kraft in Umlaufrichtung im Wirkradius, die aufgebracht wird (unbekannt): Fu
Auflagekraft durch Gewicht: Fag = Fg * cos(a)
zusätzliche Auflagekraft duch Umlaufkraft: Fau = Fu * sin(a)
Hangreibkraft: Fr = mr * (Fag + Fau)
Hangabtriebskraft: Fh = Fg * sin(a)
Umlaufkraft soll Hangabtriebskraft und Hangreibkraft aufheben: Fu * cos(a) = Fr + Fh
Ergibt nach etwas Rechnerei:
Fu = Fg * (mr + tan(a)) / (1 - mr * tan(a))
Ergibt hier: Fu = 9.5 N, multipliziert mit Radius 2,5mm: benötigtes Drehmoment D = 2,5 Ncm. Kommt das hin?
-------
Ich hab auch mal Motoren mit durchgehender Welle und Drehknopf auf der anderen Seite gesehen. Tja, aber brauche ich eine Kupplung? Und wenn ja, woher nehmen? (Nein, ich mag keine Rutschkupplungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />)
Ich würde mich über Anregungen sehr freuen.
Grüße, Henning
seit längerer Zeit suche ich eine Kupplung, mit der man einen Antrieb auskuppeln kann. Und den passenden Motor.
Ich hatte was eigenes konstruiert, wo der Motor mit Ritzel von einem größeren Zahnrad axial wegbewegt werden kann, aber irgendwie sah das klobig und merkwürdig aus. Für mein neues Teleskop hätte ich irgendwie gerne eine schönere Lösung, muss auch nicht superbillig sein, aber natürlich klein und leicht und eierlegend und Wolle und Milch abgebend <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Wichtig ist nebenbei, dass der Motor nicht allzu dick ist.
Hintergrund: ich möchte über eine M6-er Spindel einen Okularschlitten antreiben. Über einen Knopf möchte ich außerdem Handtrieb zulassen, daher die Kupplung. Über eine Übersetzung 1:5 mit Zahnriemen will ich außerdem einen Hand-Schnelltrieb anbauen. Also so ungefähr (oder den Motor an anderer Stelle):
Code:
| Spindel
|
|
____ _____ |
/ \ ----- .|.
| | | ° | kleiner Drehknopf (langsam)
\____/ _____----- '-'
Zahn- |
Handrad riemen K Kupplung
(schnell) M Motor
Theoretisch wäre die Frage, ob ich überhaupt eine Kupplung brauche, oder den Motor bei Handbetrieb einfach mitdrehe. Dann darf der Motor aber kein Getriebe haben, und muss das benötigte Drehmoment im Betrieb selbst aufbringen. Und er sollte dann auch im Handbetrieb keinen großen Widerstand für den Schnellgang (1:5) darstellen.
Damit da meine Digiknipse mit Barlow und Kram draufpasst, soll er vertikal 3 kg bewegen können (incl. Sicherheit).
Wie rechnet man das in ein benötigtes Drehmoment um? Wen es nicht interessiert, der überspringt bitte meinen folgenden Kram.
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Ich würde mal vermuten, in etwa so, aber ich weiß es nicht:
Gewindesteigung (Winkel a): tan(a) = (Steigung pro Umdrehung=1mm) / (Wirkdurchmesser 5mm(?) * Pi) = 0,06366
Reibkoeffizient (z.B. Stahl auf Stahl): mr = 0,25 (Maximum aus allen Reibarten, nach Wikipedia)
Gewichtskraft Fg = 30N
Kraft in Umlaufrichtung im Wirkradius, die aufgebracht wird (unbekannt): Fu
Auflagekraft durch Gewicht: Fag = Fg * cos(a)
zusätzliche Auflagekraft duch Umlaufkraft: Fau = Fu * sin(a)
Hangreibkraft: Fr = mr * (Fag + Fau)
Hangabtriebskraft: Fh = Fg * sin(a)
Umlaufkraft soll Hangabtriebskraft und Hangreibkraft aufheben: Fu * cos(a) = Fr + Fh
Ergibt nach etwas Rechnerei:
Fu = Fg * (mr + tan(a)) / (1 - mr * tan(a))
Ergibt hier: Fu = 9.5 N, multipliziert mit Radius 2,5mm: benötigtes Drehmoment D = 2,5 Ncm. Kommt das hin?
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Ich hab auch mal Motoren mit durchgehender Welle und Drehknopf auf der anderen Seite gesehen. Tja, aber brauche ich eine Kupplung? Und wenn ja, woher nehmen? (Nein, ich mag keine Rutschkupplungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />)
Ich würde mich über Anregungen sehr freuen.
Grüße, Henning