klawipo
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Hallo Astro-Freaks,
ich war gestern raus in die Eifel. Da ich unterwegs kaum Sterne sah, begab ich mich zu einem länger nicht aufgesuchten Beobachtungsplatz, der nicht ganz so weit weg ist, um nicht unnötig Sprit für einen dann doch bewölkten Himmel zu verfahren. Der Parkplatz liegt ein wenig höher als die Umgebung, ich durschnitt beim hochfahren eine Nebelwand, und tatsächlich sah es dann vor Ort gar nicht so schlecht aus.
M31 direkt ohne Hilfsmittel sichtbar, Milchstraße im Zenit recht detailliert. Cirrus in etwa wie beim letzten mal: Sturmvogel als solcher erkennbar, Filamente der Knochenband erahnbar (ohne Filter). Da M31 immerhin ein Staubband recht deutlich von einer Seite bis zur Mitte zeigte (zweites Staubband eher nicht zu sehen), nahm ich mir auch etwas mehr Zeit für NGC 7479 im Pegasus. Die Galaxie war deutlich elongiert, und ich erkannte eine punktförmige Aufhellung senkrecht zur Achse, und eine weitere in nördlicher Richtung etwa bei zwei Drittel der Längsausdehnung bei 175x. Die Triangulum-Galaxie M33 war zu sehen, aber schwierig Details auszumachen. Immerhin ein abseitiger Nebelfleck, der schon gar nicht mehr sichtbar im Nebel stand, war markant. Es handelt sich dabei um das H-II-Gebiet NGC 604, eine Brutstätte für mehrere hundert neuer Sterne.
Wie vor zwei Jahren um dieselbe Jahreszeit versuchte ich mich am kleinen Hantelnebel. Die Form erinnerte mich an einen schräg gestellten Gummibären (Uhrglas weniger symmetrisch als beim großen Bruder) mit Halskrause (dunkles Band unter dem Kopf). Ausläufer außerhalb dieser Form waren nicht zu sehen in Messier 76.
Weniger Glück hatte ich beim Blue Snowball. Obwohl der planetarische Nebel schon bei Aufsuchvergrößerung von ca 47x hätte aufgebläht und farbig zu sehen sein müssen, bekam ich ihn einfach nicht ins Rohr. Permanent zutauendes Telrad und nicht so ganz nackenschonende Stellung beim Blick durch dasselbe vereinfachte die Suche natürlich nicht. Solche Erlebnisse sind selten geworden, um so ärgerlicher.
In der Gegend von Stephans Quintett fand ich selbiges leider gar nicht, entsprechend der durchschnittlichen Bedingungen ein wohl erwartbares Resultat. Deutlich hob sich immerhin NGC 7331 in der Nähe als auffällige Spindel ohne weitere Struktur (oder gar Begleiter) hervor.
Am Ende der Beobachtung war alles triefend nass, unglaublich wieviel Wasser die Luft aufnehemen und ablassen kann. Immerhin habe ich nicht gefroren und konnte daher ausnahmsweise mal mehr als zwei Stunden beobachten.
CU
Klaus
ich war gestern raus in die Eifel. Da ich unterwegs kaum Sterne sah, begab ich mich zu einem länger nicht aufgesuchten Beobachtungsplatz, der nicht ganz so weit weg ist, um nicht unnötig Sprit für einen dann doch bewölkten Himmel zu verfahren. Der Parkplatz liegt ein wenig höher als die Umgebung, ich durschnitt beim hochfahren eine Nebelwand, und tatsächlich sah es dann vor Ort gar nicht so schlecht aus.
M31 direkt ohne Hilfsmittel sichtbar, Milchstraße im Zenit recht detailliert. Cirrus in etwa wie beim letzten mal: Sturmvogel als solcher erkennbar, Filamente der Knochenband erahnbar (ohne Filter). Da M31 immerhin ein Staubband recht deutlich von einer Seite bis zur Mitte zeigte (zweites Staubband eher nicht zu sehen), nahm ich mir auch etwas mehr Zeit für NGC 7479 im Pegasus. Die Galaxie war deutlich elongiert, und ich erkannte eine punktförmige Aufhellung senkrecht zur Achse, und eine weitere in nördlicher Richtung etwa bei zwei Drittel der Längsausdehnung bei 175x. Die Triangulum-Galaxie M33 war zu sehen, aber schwierig Details auszumachen. Immerhin ein abseitiger Nebelfleck, der schon gar nicht mehr sichtbar im Nebel stand, war markant. Es handelt sich dabei um das H-II-Gebiet NGC 604, eine Brutstätte für mehrere hundert neuer Sterne.
Wie vor zwei Jahren um dieselbe Jahreszeit versuchte ich mich am kleinen Hantelnebel. Die Form erinnerte mich an einen schräg gestellten Gummibären (Uhrglas weniger symmetrisch als beim großen Bruder) mit Halskrause (dunkles Band unter dem Kopf). Ausläufer außerhalb dieser Form waren nicht zu sehen in Messier 76.
Weniger Glück hatte ich beim Blue Snowball. Obwohl der planetarische Nebel schon bei Aufsuchvergrößerung von ca 47x hätte aufgebläht und farbig zu sehen sein müssen, bekam ich ihn einfach nicht ins Rohr. Permanent zutauendes Telrad und nicht so ganz nackenschonende Stellung beim Blick durch dasselbe vereinfachte die Suche natürlich nicht. Solche Erlebnisse sind selten geworden, um so ärgerlicher.
In der Gegend von Stephans Quintett fand ich selbiges leider gar nicht, entsprechend der durchschnittlichen Bedingungen ein wohl erwartbares Resultat. Deutlich hob sich immerhin NGC 7331 in der Nähe als auffällige Spindel ohne weitere Struktur (oder gar Begleiter) hervor.
Am Ende der Beobachtung war alles triefend nass, unglaublich wieviel Wasser die Luft aufnehemen und ablassen kann. Immerhin habe ich nicht gefroren und konnte daher ausnahmsweise mal mehr als zwei Stunden beobachten.
CU
Klaus