Canonist
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Hallo zusammen.
Am Sonntag war das Wetter zeitweilig hier sehr gut. Das habe ich bei endlich einmal ausreichend Zeit weidlich genutzt. Unter anderem, um am späteren Nachmittag drei Planeten abzulichten, die im Moment alle nahe ihrer geringsten Größen am Himmel stehen: das "Trio minimale", Merkur, Venus und Mars.
Venus war von der Sonne ausgehend schnell gefunden. Leider war das Seeing (vielleicht auch wegen der nur etwa 7,6° Abstand zur Sonne, die noch direkt ins C14 hineinschien, weshalb ich mit der Kuppel halb abschatten musste) anfangs sehr unruhig. Es wurde später ein wenig besser trotz niedrigeren Standes.
Aufnahmen habe ich in UV, mit einem Natrium-Engbandfilter sowie einem Methanbandfilter vorgenommen. Das Ganze zu einem Falschfarbenbild zusammengesetzt, das mangels Details nur wenig Farbeffekt zeigt. Der erkennbare ist kein Effekt der Refraktion!
Von Venus zu Merkur war es nur ein Katzensprung. Leider natürlich auch dort das Seeing nur bei 4-5/10, was das Fokussieren zum Geduldsspiel machte. Trotzdem zeigte eine IR-Pass-Aufnahme mit dem Baader 685er Details. Die passen auch zur derzeit sichtbaren Seite, wie man in WinJupos oder Guide gut prüfen kann.
Zu guter Letzt Mars, zur Zeit sogar der kleinste im Trio. Dafür profitiert er aufgrund seines hohen Standes am Himmel aber stark von dem guten Seeing, das es bei mir gewöhnlich in der Stunde un den Sonnenuntergang gibt. So auch am Sonntag, wie man am Ergebnis unschwer sehen kann. Zahlreiche Details, darunter die nun immer stärker ins Bild rückende Nordpolkappe, das Mare Acidalium, Mare Erythraeum und noch mehr sind trotz nur noch 4,7" zu erkennen. Bei allen Bildern ist Süden oben!
Mars zeigt auch sehr schön, wie bedeutsam für eine gute Auflösung das Seeing ist. Merkur ist einen Tick größer und dennoch ist bedeutend weniger herauszuarbeiten, weil das Seeing nur halb so gut war.
CS
Rudolf
PS: Alle Bilder sind am Taghimmel aufgenommen. Bei Merkur und Venus habe ich den Hintergrund aber trotzdem auf Schwarz gesetzt, während ich ihn bei Mars so gelassen habe, wie er tatsächlich in etwa hell war.
Am Sonntag war das Wetter zeitweilig hier sehr gut. Das habe ich bei endlich einmal ausreichend Zeit weidlich genutzt. Unter anderem, um am späteren Nachmittag drei Planeten abzulichten, die im Moment alle nahe ihrer geringsten Größen am Himmel stehen: das "Trio minimale", Merkur, Venus und Mars.
Venus war von der Sonne ausgehend schnell gefunden. Leider war das Seeing (vielleicht auch wegen der nur etwa 7,6° Abstand zur Sonne, die noch direkt ins C14 hineinschien, weshalb ich mit der Kuppel halb abschatten musste) anfangs sehr unruhig. Es wurde später ein wenig besser trotz niedrigeren Standes.
Aufnahmen habe ich in UV, mit einem Natrium-Engbandfilter sowie einem Methanbandfilter vorgenommen. Das Ganze zu einem Falschfarbenbild zusammengesetzt, das mangels Details nur wenig Farbeffekt zeigt. Der erkennbare ist kein Effekt der Refraktion!
Von Venus zu Merkur war es nur ein Katzensprung. Leider natürlich auch dort das Seeing nur bei 4-5/10, was das Fokussieren zum Geduldsspiel machte. Trotzdem zeigte eine IR-Pass-Aufnahme mit dem Baader 685er Details. Die passen auch zur derzeit sichtbaren Seite, wie man in WinJupos oder Guide gut prüfen kann.
Zu guter Letzt Mars, zur Zeit sogar der kleinste im Trio. Dafür profitiert er aufgrund seines hohen Standes am Himmel aber stark von dem guten Seeing, das es bei mir gewöhnlich in der Stunde un den Sonnenuntergang gibt. So auch am Sonntag, wie man am Ergebnis unschwer sehen kann. Zahlreiche Details, darunter die nun immer stärker ins Bild rückende Nordpolkappe, das Mare Acidalium, Mare Erythraeum und noch mehr sind trotz nur noch 4,7" zu erkennen. Bei allen Bildern ist Süden oben!
Mars zeigt auch sehr schön, wie bedeutsam für eine gute Auflösung das Seeing ist. Merkur ist einen Tick größer und dennoch ist bedeutend weniger herauszuarbeiten, weil das Seeing nur halb so gut war.
CS
Rudolf
PS: Alle Bilder sind am Taghimmel aufgenommen. Bei Merkur und Venus habe ich den Hintergrund aber trotzdem auf Schwarz gesetzt, während ich ihn bei Mars so gelassen habe, wie er tatsächlich in etwa hell war.