TS Gläser

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XeLeTaToR

Neues Mitglied
Hallo zusammen

Bin jetzt endlich so weit mir meine ersten Beobachtungsgeräte zu kaufen (bin Einsteiger). Ich hab wirklich schon viel in den Foren hier gelesen , glaubt mir <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Bin zu dem Entschluss gekommen dass ein Fernglas für mich am Anfang am besten ist , hab allerdings noch das aktuelle Tschibo für Planetenbeobachtung.

Was ich will : DS Objekte beobachten wie große Nebel, Sternhaufen, Milchstraße.

Herausgesucht hab ich mir folgene Geräte

8x40
Will ich freihand benutzen für schnelle Beobachtungen.

15x70
zusammen mit dem
Stativ

zum Beobachten von Sternhaufen etc.

Ich weiss dass es preislich noch viel weiter nach oben gehen kann, aber dazu will ich erst später gehen wenn ich denn tatsächlich bei dem Hobby bleibe.

Sind die Geräte für meine Ansprüche eine gute Wahl oder ist abzuraten?

Mfg Bernd
 
Hallo Bernd,

das 8x40 fuer freihand Beobachtung ist sicher eine gute Wahl.
Was das 15x70 betrifft: Willst Du nicht lieber noch 2 Monate sparen und dann das 20x80 Triplet
kaufen? Ich glaube, diese Mehrinvestition wuerde sich auszahlen. Vielleicht schickt Dir
Herr Ransburg ja beide, so dass Du sie mal vergleichen kannst und eines dann zurueckschickst.


Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Holger,

danke für deine Antwort. Also deiner Aussage entnehme ich jetzt mal dass das 15x70 für meine Ansprüche nicht so ganz ausreichend ist. Was mich allerdings am 20x80 stört ist dass bereits dieses Stativ empfohlen wird. mit 390 € ein sehr teures Stativ, teurer als das Fernglas selbst. Wenn schon so hoch hinaus dann doch lieber gleich dieses Gerät. Hier steht allerdings in der Beschreibung wiederum nichts über die astronomische Tauglichkeit, während die anderen Geräte bei diesem Einsatz besonders gelobt werden. Alles gar nicht so einfach nicht wahr? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Weitere Tipps und Hinweise erwünscht. Danke schon mal im Vorraus.

Mfg Bernd
 
Hi Bernd,

ich weiß jetzt ncht wie neu Dir das Beobachten des Sternenhimmels ist.
Wenn Du absolut jungfäulich bist, würde ich Dir raten erstmla das
8x40 zu nehmen. Wenn Du Gefallen an dem Hobby hast kannst Du Dir Gedanken
über ein größeres Fernglas machen.
Zum großen Fernglas:
Da würde ich zum 100er tendieren, je größer desto besser.
Ein gutes Static brauchst Du auch bei einem 80er schon, also
warum nicht gleich das 100er?

Gruß
Tom
 
Hallo Bernd,

Ich glaube eigentlich schon, dass das 15x70 fuer Deine Zwecke ausreicht - was die Groesse anbetrifft.
Ich gehe aber davon aus, dass das 20x80 als Triplet eine deutlich bessere Randschaerfe besitzt,
und das macht bei offenen Sternhaufen einen grossen Unterschied. Ich vermute auch, dass es
nicht ein so teures Stativ sein muss (hier gibt es sicher Freaks, die Dir Alternativen empfehlen
koennen).

Gruss,
Holger
 
Hallo Bernd,

wie Du hier lesen kannst, gehen die Meinungen doch stark auseinander. Grundsätzlich ist ein 8*40 keine schlechte Wahl, wenn es um die Beobachtung großer Felder, maximale Transportabilität und ggf. auch Tagbeobachtungen geht. Als reines Deepskyglas genutzt wirst Du jedoch schnell an die Grenzen stoßen, denn die meisten Deep Sky Objekte sind nicht so groß und bedürfen daher schon etwas mehr als einer 8-fachen Vergrößerung. Zufälligerweise konnte ich gestern den TS 15*70 direkt mit dem 20*80 vergleichen. Letzterer war schon deutlich besser. Zwar etwas größer und schwerer, aber durchaus auch kurzzeitig noch freihändig benutzbar. Die nächst größeren Modelle sind schon richtige Trümmer und meines Erachtens vom Handling her schon grenzwertig. da geht ohne Stativ nichts und auch die Verpackung erinnert eher an einen Trolley als an eine Umhängetasche.
Aus Baumarktartiken kannst Du Dir relativ günstig ein Einbeinstativ bauen, was auch für das 20*80 noch ausreichend sein sollte. Mit Sicherheit gibt es aber auch etwas schönes im Fotoladen, der 20*80 hat ja einen entsprechenden Anschluß.
Abschließend bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass Du die Gläser, sofern möglich, einfach mal direkt miteinander vergleichst und dann Deine Wahl triffst.

Gruß
Thorsten
 
Re: Fernglas für Anfänger

Hallo,

also für einen Neuling finde ich Dein Konzept zwar akzeptabel, aber nicht optimal:

1) OK, mit einem 8x40 kannst Du auch später bei Tag gut beobachten (Vögel, Tiere usw.),
aber als Einstieg in die Astronomie ist es aus meiner Sicht doch etwas enttäuschend - vor allem wenn
Du auch noch ein gutes, teures nimmst. Wir haben eigentlich für Einsteiger bisher meist die 10x50
empfohlen (natürlich siehst Du mit einem sehr teuren 8x40 vielleicht wirklich so viel wie mit einem
billigen 10x50, aber wieviel willst Du denn überhaupt ausgeben?). Falls Du weniger Vergrößerung und
ein sehr großes Gesichtsfeld willst, ist ein Weitwinkel 7x35 mit 65° scheinbarem Gesichtsfeld auch sehr gut
(z.B. Nikon, Olympus, Minolta) - ABER DAS IST NIX FÜR DEEP SKY ODER MOND, sondern nur so zum Sternbilder
zusammensuchen und für Milchstraßenspaziergänge im Liegestuhl.

2) Falls Du Stativ sowieso vorsiehst, würde ich Dir als Anfang ein Tento 20x60 empfehlen, habe ich
selbst, ist sehr gut Deep Sky und Mond-tauglich und kostet so rund 70€ über entsprechende Händler
(meist e-bay, z.B. Optik-Ost wurde hier schon öfter diskutiert), damit hast Du bis auf die Planeten
mal für alle üblichen Objekte Leistung "satt". Einziges Gegenargument: geht schlecht mit Brille!
(allerdings hat in einem der letzten threads auch jemand mal eine "Gurke" von Tento 20x60 erwähnt,
war aber bisher hier das erste Mal).

3) Als Stativ kann man eigentlich nur gebrauchte, sehr große Fotostative empfehlen (die Dinger
kosten neu ohne Neigekopf so 300€), bei e-bay gebraucht ab 50€, sollte so bis auf min.1,80m (besser 2m)
ausfahrbar sein, Kurbel-Mittelsäule haben zum Ändern der Höhe für Horizont bis Zenitbetrachtung und
mir gefällt ein Videokopf (mit Stange zum Neigen, die zeigt zum Beobachten bei Astro weg vom Beoachter)
wesentlich besser als ein normaler Kugelkopf. Ich selbst habe ein Slik SL66 - leider gibt es das nicht mehr,
aber auf e-bay findet man manchmal eins für so 100€ incl. Kopf (das ist es voll und ganz wert). Andere
"6x6-taugliche" Mittelformatkamerastative (Linhoff, Velbon, Cullmann, Bilora...) gehen sicher genausogut.
Auf das Stativ kannst Du dann später sogar einen kleinen Refraktor für "so mal schnell" setzen oder
(falls Ferngläser wirklich Deine Sache sind) ein 100er Glas mit Schrägeinblick (ein gerades ist sicher
nicht das Optimum).

Gruß
 
Re: Fernglas für Anfänger

Hallo hanz,

schon bei Nr. 501? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Ich finde es aber klasse, daß Du weiter machst! Wenn ich Dir auch nur ungern wiederspreche, so finde ich die Kombination aus 8x40 für Milchstraße und Sternfelder und 15x70 fürs Detail gar nicht so übel. Allerdings würde ich mir schon ein gutes 8x40 besorgen, das kann man auch am Tag für andere Zwecke nutzen. Das TS 8x40 hat mir da nicht so toll gefallen. Das 15x70 wird man wohl vorwiegend für die Astronomie einsetzen und hier finde ich Deinen Hinweis auf ein solides Stativ und die Tatsache, das sowas auch noch ordentlich Geld kosten kann, sehr sinnvoll. Wenn man nicht bequem beobachten kann, dann kommt auch auf Dauer keine Freude auf. Optimal wäre hier sicher die neue Parallelogramm-Montierung von TS, aber die kostet auch nicht gerade wenig Geld <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />. Wer aber Spaß an der Fernglasbeobachtung findet, für den könnte das eine sinnvolle Investition sein. Natürlich ist das Tento 20x60 auch eine gute Idee! Mehr Leistung für das Geld wird man kaum finden. Ach ja, zum Thema "natürlich" ...
"... natürlich siehst Du mit einem sehr teuren 8x40 vielleicht wirklich so viel wie mit einem billigen 10x50 ..."
Natürlich oder vielleicht? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Ich bin für natürlich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Hi,
ich habe auch das 20*80 Triplett und es ist wirklich sein Geld wert. Aber auch mich hatte der Stativpreis von Wolfis Empfehlung geschockt, daher habe ich mir aus einem Fotoladen für 120? ein Stativ gekauft und bin voll zuufrieden. Wenn dir das noch zu teuer ist, musste mal bei ebay schauen.

CS
Dirk-.
 
Re: Fernglas für Anfänger

Hallo Frank,

ja, kann's halt doch schwer lassen hier ab und zu meinen Senf zuzugeben. Worauf Du dann oft <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> wiedersprichst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Zum Thema: 8x40 (oder 10x40, das habe ich eins) ist für mich halt doch astronomisch ein etwas schwacher Kompromiß
(vor allem wenn man dafür dann auch noch sehr viel Geld ausgibt) - das Maximum an Weitwinkel bekommt man meist
bei 6-7fach (wahre Gesichtsfelder bis über 10° für Milchstraße/Sternbilder und immer dabei).
Das 15x70 dagegen müßte bezüglich Detailerkennung einem 20x60 Tento etwas unterlegen sein (das war ja das Fazit aus dem
schönen Bericht bei www.cloudynights.com , daß die Vergrößerung eigentlich mehr zählt). Wer da mehr Geld ausgeben will
oder mit Brillebeobachten will und mit sehr sparsamem Gesichtsfeld (44°!!!, das Tento hat so ca,70°) zufrieden ist,
kann natürlich auch zum Pentax 20x60 PCF WP für so ca. 350€ , z.B.bei www.fernglasshop-berlin.de greifen.
Oder zum Kronos 26x70 über das hier auch schon begeistert berichtet wurde.
Die sind alle auch noch relativ leicht und handlich zum mal mitnehmen z.B. ins Gebirge.

Wer mehr will (schweres, teures 80-100er Glas mit 20fach oder mehr), tut sich sicher einen Gefallen, wenn er ein
Glas mit Schrägeinblick nimmt. Das ist dann aber so teuer, daß man vorher mal mit was preiswertem 1-2 Jahre
Erfahrung sammeln sollte.

Also nochmal mein Vorschlag: 20x60 Tento mit gutem Stativ als Anfang für Astro auf Stativ, falls auch was für aus der Hand
gewünscht wird, würde ich für Astro eher ein 10x50 empfehlen (Minolta Classic oder Activa oder Nikon oder das
TS Weitwinkel - kenne ich aber nicht persönlich). Und bei späterem Ausbau dann ein Miyauchi 100er. Aber
wahrscheinlich ist da vorher noch ein 6-8" Newton-Teleskop fällig.

Gruß
 
Hallo!
Die Ideen finde ich gar nicht schlecht. Ein gutes 8x40 ist ein kompaktes Universalglas für alle Gelegenheiten. Auch am Himmel kann man schon Einiges damit anstellen. Offene Sternhaufen und helle Nebel sind schon ganz hübsch, Kugelhaufen und hellere Kometen sind zumindest sichtbar.
Beim Großfernglas möchte ich mal für das 15x70 sprechen. Das ist zumindest noch kurz freihändig benutzbar, da die Vergrößerung nicht zu hoch und das Gewicht relativ gering ist. Außerdem ist der Preis noch akzeptabel. Das Stativ erscheint mir allerdings zu niedrig, wenn man im Stehen beobachten will. Ich verwende eine Bastelkonstruktion (EQ-1 Stativ mit altem Photostativmittelauszug und Kopf) mit einer Höhe von 2m und kann damit halbwegs bequem in Zenitnähe beobachten. Darunter gibt es nur Genickschmerzen. Allerdings sollte man bei Interesse an Nebeln auch ein Weitfeldrefraktor in Erwägung ziehen. Der kommt eher billiger als ein 100mm Fernglas und ist auch nicht wesentlich sperriger. Der Vorteil ist die Möglichkeit Nebelfilter einsetzen zu können. Hier in Stadtnähe ist das die einzige Möglichkeit auch mal schwächere Nebelchen wie Gamma-Cygni-, Nordamerika-, Rosetten-,Pelikannebel zu sehen.Ohne Filter geht da wenig bis nix! Und Sternhaufen sind auch nicht schlecht damit anzusehen. Außerdem kann man die Vergrößerung im Bedarfsfall auch mal etwas hochfahren.
Ein Fernglas über 11x80 oder 15x70 halte ich für überflüssig, da der entscheidende Vorteil, die extreme Transportabilität und das große tatsächliche Gesichtsfeld rasch verlorengeht. Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Die konkret genannten Geräte kenne ich nicht,nur das 15x70 von APM das möglicherweise alledings baugleich ist und mit dem ich sehr zufrieden bin.
Gruß
Florian
 
Re: Gewicht - Öffnung/Vergrößerung

Hallo Florian,

bis 80mm Öffnung kann man die Gläser noch halbwegs freihand benutzen (nicht sehr lange und nicht optimal,
aber immerhin), die Vergrößerung spielt da in erster Näherung keine Rolle (ein 20x80er unterscheidet sich
von einem 11x80er normalerweise nur durch die kurzbrennweitigeren Okulare, wiegt also +/- dasselbe, nämlich
im allgemeinen so 2-3kg, vergleichbar etwa einer Maß Bier). Ich benutze mein 11x80 sehr gerne freihand.

Die 70er oder gar 60er Gläser sind im allgemeinen nochmal deutlich leichter (je nach Ausführung so um 1,2-2kg) -
das merkt man allerdings mehr beim Transport (Schlepperei) als beim Beobachten - wo sie durch das
geringere Gewicht zwar besser zu halten sind, aber auch schneller und mit weiterem Ausschlag wackeln.

Und das scheinbare Gesichtsfeld (das hoffentlich große = 60-70°) hat in erster Näherung eigentlich nix mit
der Öffnung zu tun, sondern eher mit der Objektivbrennweite (längerbrennweitige Objektive zeichnen ein
größeres Bildfeld scharf) - die allerdings mit der Öffnung im allgemeinen parallel geht (50er Gläser so 250mm
und 80er so 400mm - gibt dann jeweils f5).
Das scharfe Bild läßt sich nun mit kurzbrennweitigen Okularen
stark vergrößern (dabei ist ein großes scheinbares Gesichtsfeld eigentlich kein Problem) oder mit
längerbrennweitigen Okularen schwächer (dann nimmt das scheinbare Bildfeld schnell ab - etwa wie bei
einer längeren Pappröhre über jeweils demselben Bild, wobei die Länge der Pappröhre der Brennweite
des Okulars entspricht).
Nochmal etwas kürzer: bei 20x60bis80 kann man schöne weite Gesichtsfelder von 70° verlangen und bekommen
bei 11x80 nur noch maximal rund 50° (und es gibt jede Menge Konstukteure, die es sich sehr sehr einfach
machen, (z.B. bei Pentax) und ein 20x mit nur 44° herstellen (das dann natürlich auch immer für seine tolle Randschärfe
gelobt wird, die mit 44° Gesichtsfeld aber eigentlich selbstverständlich ist!)

Gruß
 
Re: Gewicht - Öffnung/Vergrößerung

Hallo!
Ich sprach vom tatsächlichen Gesichtsfeld und das ist beim 20x80 in der Regel kleiner als beim 11x80 oder 15x70. Scheinbares Feld ist ja nett, aber für Weitfeldbeobachtung braucht es wahres Feld und da wären mir weniger als 3° zu wenig. Da fahre ich dann mit einem Weitfeldrefraktor und einfachen Plösslokularen besser und auch nicht viel teurer. Übrigens haben die 15x70 Ferngläser durchaus ein scheinbares Feld, das größer als 44° ist. Das Gewicht ist von der Vergrößerung wohl eher unabhängig, aber bei der freihändigen Beobachtung macht es schon einen Unterschied ob man durch 11x, 15x, 20x oder gar 30x guckt und diese Option ist wichtig, wenn es um Transportabilität geht. Natürlich mag für den Fan binokularer Beobachtung so ein Großfernglas sinnvoll sein. Für mich wäre halt der Weitfeldrefraktor ab einer bestimmten Größe die bessere Lösung vorallem, weil viele Gasnebel ohne Filter von meinem Standort nicht machbar sind.
Gruß
Florian
 
Re: Gewicht - Öffnung/Vergrößerung

Hallo zusammen,

danke für die vielen Antworten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Es gibt aber viele verschiedene Meinungen und Fachbegriffe die ich erst mal auf mich wirken lassen sollte. Wahrscheinlich ist erst mal das beste ein weilchen zu Sparen um auf richtig dickes Bino zu warten. Ein Teleskop kommt für mich aufgrund Platzmangel und nicht vorhandener Geduld nicht in Frage :> Einsichtlich ist für mich auch die Sache mit dem 45er Einblick, da mit einem normalen schweren Bino der Blick Richting Zenit wohl ein Genickbrecher ist. Würd mich aber noch über weitere Meinungen freuen.

Mfg Bernd
 
Re: Gewicht - Öffnung/Vergrößerung

Hallo Florian,

scheinbares (SG) und wahres (WG) Gesichtsfeld hängen über die Formel SG = WG x VG (VG= Vergrößerung)
zusammen, leider werden bei Ferngläsern die Daten meist über die Angabe des wahren Gesichtsfeldes in
m auf 1000m "vernebelt" - aber die lassen sich auch über ganz normale Geometrie in ° WG umrechnen.
Ein Glas mit einem großen SG bietet den "Bullaugeneffekt" man ist "mitten drin" und kann bei gleicher
Vergrößerung deutlich mehr zur Seite sehen bzw (wichtiger) dasselbe WG bei höherer Vergrößerung sehen.

Normal sind bei Ferngläsern: 7x50 und andere mit AP (Austrittspupille) 7 (AP = Öffnung in mm durch Vergrößerung)
da geht nur bei Zeiss 60° - alle anderen haben von 52° bis zum Teil so mickrige Gesichtsfelder wie 40°.

Austrittspupille 5: da geht deutlich mehr - bei 7x35, 8x40, 10x50, 12x60, 15x70 sind meist 65° "drin" bei guten
Gläsern - entsprechend einem realen Gesichtsfeld von 9,3° - 8° - 6,5° - 5,5° - 4,3°

Bei kleineren AP gibt's dann manchmal sogar 70°: entsprechend bei 20fach einem WG von 3,5°
(es muß dafür also nicht unbedingt ein 15fach Glas sein).

Nachteil der weiten SG's : man muß meist mit dem Auge ziemlich dicht ans Okular (wenn sich's nicht um
Zeiss, Leica und andere "Superteure Langzeitinvestitionen" handelt), daher sollte man immer durchgucken
bevor man kauft!! (ist eigentlich sowieso 100% Pflicht!!!). Außerdem ist der Rand oft nicht 100% scharf,
aber das stört weniger als ein zu kleines Gesichtsfeld (="Tunnelblick").

Für mich hat ein gutes Fernglas 50-70° SG bei Austrittspupille 7-4mm, darunter ist "Schrott".
Leider sehe ich das schöne Weitwinkel 10x50 bei TS nicht mehr im Programm, dafür ist jetzt ein
"Tunnelblick"-Glas im Programm.

Gruß
 
Re: Gewicht - Öffnung/Vergrößerung

Ach ja hab ich eben vergessen... Also ein 8x40 für Freihandbeobachtung will ich trotz allem auf jeden fall haben.
Allerdings würde ich mir schon ein gutes 8x40 besorgen, das kann man auch am Tag für andere Zwecke nutzen. Das TS 8x40 hat mir da nicht so toll gefallen.
Nun hat da jemand ein Vorschlag? Was ist mit dem Nikon bei Karstadt? Es wurde von 159 heruntergesetzt.
 
Re: Fernglas zum Anfangen

also mit irgendwas solltest Du schon mal irgendwann anfangen.

Mein Vorschlag: schau Dir mal an, was es so bis ca. 100€ in üblichen Optiker- ProMarkt usw- Läden
an Markengläsern Olympus, Minolta, Nikon von 7x35 bis 10x50 gibt (Media Markt und real kannst Du
getrost gleich weglassen).
Wenn Du mal durch mehr als 5 Gläser geguckt hast und das berücksichtigt hast, was hier im Forum
unter der Suche nach "Qualitätskriterien" kommt, kannst Du Dich entscheiden. Falls Du dann
mehr Geld investieren willst, wäre ein 10x50 Minolta Aktiva sicher was, was Du auch noch in einigen Jahren
nicht über e-bay verkaufen willst (außer es ist Dir mal runtergefallen und Du bist genauso ein gemeiner Hund
wie die meisten Verkäufer von Ferngläsern dort).
FAlls Du nicht so viel Geld hast, ist das 8x40 von TS sicher nicht schlecht für den Preis - bei Kauf über Internet
hast Du sowieso gesetzlich 2 Wochen Rückgaberecht.

In jedem Fall wird es sicher nicht Dein letztes Fernglas sein - laß also die obere Preisklasse lieber offen, bis Du
Dich wirklich auskennst und weißt, was Du brauchst (ICH würde für Astro NIE ein 40er nehmen, Frank Schäfer ist
damit sehr zufrieden - hat allerdings eins für so 1000€). Im Bieten Forum verkauft einer gerade sein Leica
40er, weil er entdeckt hat, daß es da ja auch noch 50er gibt!!! (IM Ernst: wenn Du so teuer einsteigen willst:
bei Zeiss und Leica bekommst Du das größere/bessere Glas für Astro fast zum gleichen Preis wie das 40er, daher
solltest Du erst mal wissen, was Du eigentlich für ein Glas willst, bevor Du mit so viel Geld zur Kasse schreitest!)
Ich habe mit einem 10x50 rotvergütet von Lidl angefangen (mit umwerfenden fast 70° Gesichtsfeld!!!! spontan
gekauft) - ich kenne heute seine Schwächen sehr gut, aber die 25€ ist es immer noch Cent für Cent wert.

Gruß
 
Vorschlag

Hallo Bernd,

da Du mich an der Stelle zitierst, melde ich mich auch mal zu Wort. Zuerst zum 8x40. Das Nikon ist hier eine sehr gute Wahl, noch dazu, wenn man es günstig bekommen kann. Der einzige Nachteil ist die Bildfeldwölbung, welche vorwiegend bei Nutzung am Tag auffällt. Hier solltest Du mal in Ruhe durchschauen (kannst Du auch bei Karstadt machen) und gucken ob Dich das stört. Für das Nikon spricht die hervorragende Schärfe und der gute Kontrast. Hast Du Dich schon mal auf meiner Homepage umgeschaut? Unter Astronomie -> Erfahrungsberichte findest Du etwas über 8x40 Ferngläser und da auch über das Nikon. In dem Preisrahmen wären dann noch die beiden Minolta Gläser von Interesse. Vorteil hier: die wasserdichte und wetterfeste Ausführung, Nachteil: die schlechtere Schärfe. Willst Du vorwiegend den Sternhimmel und hier an erster Stelle ausgedehnte Sternfelder oder die Milchstraße erkunden, dann würde ich zum 8x40 Nikon Action VI greifen (schon allein wegen der knackscharfen Abbildung und wegen der besseren Randschärfe). Soll das Fernglas auch häufig tagsüber genutzt werden, dann mußt Du klären, ob die Bildfeldwölbung beim Nikon für Deinen Geschmack ein Problem darstellt. Wenn ja, dann mußt Du halt eins der Minolta Gläser oder was anderes in die engere Wahl nehmen.

Nochmal zur Frage 8x40 oder 10x50. Ein 8x40 ist aus meiner Sicht das bessere Universalglas zum immer dabei haben. Es ist kompakter und leichter, tagsüber kann man ein 8x40 schon deutlich ruhiger halten wie ein 10x50 und mir geht es zumindest so, daß ich wegen des ruhigeren Bildes auch mehr davon habe. Das größere reale Sehfeld eines guten 8x40 mit WW Okularen erleichtert die Orientierung und das Verfolgen von beweglichen Objekten. Am Sternhimmel kommen großräumige Strukturen wie ausgedehnte Sternfelder in der Milchstraße auch sehr gut. Ein 10x50 zeigt natürlich bei vergleichbarer Qualität mehr Sterne und man sieht Deep-Sky Objekte etwas besser, aber sooooo riesig ist der Unterschied nicht und sooooo viele Deep-Sky Objekte gibt es nicht, wo man wirklich so richtig was sieht (weder mit 8- noch mit 10-fach). Es gibt eine Reihe sehr eindrucksvoller Objekte, die Domäne eines Fernglases ist aber das weite Sehfeld und hier dann Sternfelder, Dunkelwolken, Kometen (wenn denn mal wieder einer kommen würde) und die Milchstraße selbst. Wenn man keine ruhige Hand hat, dann macht sich das feine Zittern der Hände bei 10-fach schon störend bemerkbar und ein Teil des Vorsprungs von größerer Öffnung und höherer Vergrößerung geht wieder verloren. Daher nutze ich für freihändige Beobachtungen halt gern ein 8x40. Und das ist nicht - wie hanz vermutet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> - eins für 1000 Euro sondern genau das Nikon Action VI für 160 Euro bzw. hin und wieder auch das Minolta Classic Sport für 99 Euro ...

So richtig Punkte bringt dann ein Großfernglas mit 80 oder 100mm Öffnung. Hier würde ich aber nur eins mit Winkeleinblick wählen, die geradsichtigen Exemplare sind mir zu unbequem. Da Du vorerst (?) noch nicht an ein größeres Teleskop denkst, würde ich mir überlegen, ob neben einem guten 8x40 (oder 10x50) nicht ein kleines Spektiv eine sinnvolle Ergänzung wäre. Solche Spektive/Teleskope mit 80mm Öffnung gibt es mit brauchbarer Optik auch für nicht so teures Geld. Vorteil: beim Spektiv 45 Grad Einblick und beim kleinen Teleskop kann man auch mit 90 Grad sehr bequem im sitzen um die Ecke gucken. Nächster Vorteil: man kann unterschiedliche Vergrößerungen nutzen. Mit zwei oder drei Okularen kann man bei 20-fach sowohl den Sternhimmel erkunden als auch mit 60- oder 80-facher Vergrößerung einen Blick auf Mond und Planeten werfen. So ein kleiner 80mm Refraktor läßt sich auf einer kleineren azimutalen Montierung und einem soliden Fotostativ einsetzen, er nimmt nicht viel Platz weg und man kann das ganze Gerassel auch noch zu Fuß ein paar Meter zur nächsten Lichtung tragen. Und hierzu ist das Fernglas in 8x40 oder 10x50 natürlich die perfekte Ergänzung!

Schau Dich mal beim Teleskop-Service auf der Website um, da gibt es einen schönen 80/480 Refraktor von GSO für ca. 250 Euro. Den könnte man auf eine azimutale Montierung mit Feinbewegungen in Azimut und Höhe setzen (z.B. AZ-3 für 129 Euro). Der Teleskop-Service hat auch eigene Spektive mit 45 Grad Einblick im Sortiment. Dazu kann ich leider nix sagen, da ich die Geräte nicht kenne. Ich vermute, daß die Spektive aus chinesischer Quelle stammen. Mein Vertrauen in diese Hersteller ist allerdings etwas begrenzt und ich würde raten, so ein Gerät bei Interesse sehr genau zu testen. Ein Großfernglas ist auch was feines, aber man hat bei den preiswerteren Exemplaren halt den unbequemen Einblick und nur eine feste Vergrößerung. Rechnet man dann ein Stativ und eine ordentliche Montierung dazu, dann liegt man in der gleichen Preisregion wie bei einem kleinen Refraktor mit Montierung und wesentlich einfacher ist die Handhabung beim Großfernglas auch nicht.

Und - last but not least - gerade wo Jupiter und Saturn bald wieder zu angenehmer Stunde übers Firmament krauchen, würde ich um nichts in der Welt auf den Anblick der beiden Planeten in meinem kleinen Refraktor verzichten. Das Fernrohr muß kein teures Edelteil sein und die Vergrößerung muß nicht bei 200-fach liegen! Ein 80mm Refraktor und eine 100-fache Vergrößerung tun's auch. Die kleine Murmel mit ihrem Heiligenschein (Saturn <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />) und Jupi mit seinen 4 großen Monden sind auch in einem kleinen Refraktor ein wunderschöner Anblick! Das kann Dir kein 15x70 oder 20x80 Fernglas bieten ...

Frank.
 
Re: Vorschlag

Hallo Frank,

na das war aber jetzt wirklich super - fachkundig und ausführlich. Bleibt mir nur zu erwähnen, daß ich als
"immer dabei Glas" ein 10x25 vorziehe (völlig astrountauglich, paßt aber locker in die Hemdentasche) und
daher das 10x50 für Astro gern empfehle (praktisch völlig untauglich für normal da zu groß/schwer/unhandlich).
Das 8x40 (oder 7x35 oder 7x40 Dialyt classic - <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> das hab ich mit 1000€ gemeint -) ist dagegen ziemlich
universal. Ich mag dafür aber auch lieber die 10x40er, bei denen viele bereits sagen, das wackelt zu stark.
AUSPROBIEREN.
Und wenn's ein ganz kleiner, leichter Refraktor für das Fotostativ sein soll hat TS auch im billigeren Segment
einige ganz interessante Röhrchen so ab 60€ (bei Schnäppchen schauen), allerdings dann ohne Okulare.
Dafür findest Du dann im Okulare Forum viele viele Tipps!

Gruß
 
Re: Vorschlag

Hallo hanz,

so ein 10x25 als "immer dabei Glas" ist auch nicht übel. Ich gehe mal davon aus, daß Du eins mit wenigstens 60 Grad scheinbarem Sehfeld hast <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ... Leider beschränken sich auch die Nobelfirmen meist auf 50 Grad Okulare. So einen Zwerg mit echten WW Okularen kenne ich bisher nur von Minox (älteres Modell) und von Nikon. Leider taugen die nix für Leute mit Brille. Brillenträgerfreundliche WW Okulare in einem 10x25 habe ich noch nicht gesehen. Auch bei den Minolta Sport Mini's gibt es entweder ein 8x25 mit angenehmen 15mm AP Abstand, dafür aber nur 50 Grad Okulare oder ein 10x25 mit 65 Grad Okularen, dafür aber mit nur 10mm AP Abstand. Beides (also WW Okulare mit großem AP Abstand) passt wohl nicht so recht in ein kompaktes Gehäuse.

Weitwinklige Grüße, Frank.
 
Re: Vorschlag

Hallo Frank,

habe leider kein wirkliches 10x25WW sondern "nur" das Leitz Trinovid - vor über 20 Jahren gekauft, immer dabei gehabt
und immer noch voll zufrieden. Sehfeld ist nicht draufgedruckt, aber nach meiner Schätzung dürften es so 50° sein
(etwas weniger als mein Dachkant-Japan-10x40WW. das 65°hat). Das einzige, was mir nicht daran gefällt, ist
eine relativ starke Verzeichnung und die Naheinstellung könnte wesentlich näher sein (sind so rund 5m).
Gewicht und Handlichkeit überzeugen dagegen VOLL und bezüglich Mechanik brauche ich wohl nicht zu erwähnen,
daß es auch nach über 20 Jahren noch absolut exakt justiert und 100% in Schuß ist. Das beste daran ist,
daß es bei Wanderungen in der Hemdentasche steckt, Tragschnur um den Hals, sofort griffbereit. Das geht mit
nichts anderem. Und bezüglich Stickstofffüllung muß ich sagen: das braucht es offensichtlich nicht - alles bis heute
"glasklar" und in der Hemdentasche war es oft verschwitzt und Staub ausgesetzt.
Das "parallele" 10x40 hätte ich mir schon fast mal bei e-bay gekauft (immer wieder so für 300-400€ zu haben):
war sicher das Beste, was Leitz je hergestellt hat - viel leichter und weniger klobig als die heutigen "abgedichteten", und hat die für Astro nötigen 65° Gesichtsfeld.
soll FJ Stauß' Lieblingsglas gewesen sein - aber ich hab leider aufgrund meiner Erfahrung Null Vertrauen in e-bay
bei Ferngläsern.
Soweit noch zum Thema 10x40 - mein Lieblingsglas. Natürlich ist auch das Minox 10x40 sehr gut, aber halt viel
klobiger, schwerer (und wird inzwischen fast für 700€ gehandelt, exakt wie das Docter - sind die aus der selben Fabrik?)

Gruß
 
Re: Vorschlag

Hallo Zusammen,

will eure Unterhaltung nicht unterbrechen. Geb nur hiermit Bescheid dass ich mir nun das Nikon 8x40 bestellt hab und damit erst mal einige Beobachtungen machen will um Erfahrung zu sammeln. Danke nochmals für die vielen hilfreichen Antworten.

Mfg Bernd
 
Re: Vorschlag

Entschuldigung, wir wollten Deinen thread sicher nicht als Quatschbude mißbrauchen, aber es ergibt sich doch
manchmal sowas. Ich wünsch Dir viel Spaß mit dem Nikon - ist auf alle Fälle ein Super Glas und ein guter Anfang.
Wenn Du dann irgendwann alle Messier Objekte finden willst wird wohl was größeres fällig. Aber auch dann
wirst Du das 8x40 sicher immer noch gern nehmen um morgens oder abends Merkur zu finden, um Sternbilder
wie Teleskop und Becher bei nicht ganz optimalem Himmel zusammenzusuchen und und und..

Gruß
 
Re: Vorschlag

Entschuldigung, wir wollten Deinen thread sicher nicht als Quatschbude mißbrauchen
-lach- das hast du wohl Falsch verstanden, war überhaupt nicht Vorwurfsvoll gemeint <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Ist doch eine Interesante Diskussion die ihr führt.
ist auf alle Fälle ein Super Glas und ein guter Anfang.
Das denk ich auch und freu mich schon riesig wenn es Morgen da ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Bestellbestätigung kam bereits.
Hoffen wir mal dass der Postbote auch artig mit dem Paket umgeht -g-

Mfg Bernd
 
Re: Vorschlag

Hallo Frank,

dann würde ich zum 8x40 Nikon Action VI greifen (schon allein wegen der knackscharfen Abbildung und wegen der besseren Randschärfe). Soll das Fernglas auch häufig tagsüber genutzt werden, dann mußt Du klären, ob die Bildfeldwölbung beim Nikon für Deinen Geschmack ein Problem darstellt.

Ist starke Bildfeldwölbung und Randschärfe nicht ein Widerspruch? Ich dachte eine Bildfeldwölbung äussert sich in etwa so: Ist die Bildmitte scharf, ist der Rand unscharf. Stellt man auf den Rand scharf, ist die Mitte unscharf. Oder irre ich mich da?

Bitte klär mich auf!

Grüsse,
geminga
 
Bildfeldwölbung

> Bitte klär mich auf!

Hi Geminga,

bist Du aus dem Alter noch nicht raus? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Zu Deiner Frage, Bildfeldwölbung und gute Randschärfe müssen sich keinesfalls ausschließen. Mit Bildfeldwölbung meine ich hier folgendes:

Das Bild was von Objektiv und Okular gemeinsam (!) erzeugt wird, sieht in der Summe so aus, als ob die beobachtete Landschaft (z.B. eine flache Hauswand) auf einer Kugeloberfläche mit einem bestimmten Krümmungsradius aufgespannt ist. Je kleiner der Krümmungsradius, desto ätzender der Bildeindruck. Ich meine hier nicht die Bildfeldwölbung eines sehr schnellen Astroobjektivs, welche die Okulare oder den Film vor Probleme stellt. Ich spreche von dem aus Objektiv und Okular resultierenden Bild. Und hier kann es gut sein, daß sich am Ende eine sichtbare Bildfeldwölbung mit guter Randschärfe ergibt. Ähnlich verhält es sich übrigens bei älteren Mikroskopobjektiven. Früher hat man sog. Planobjektive mit genau dazu gerechneten Okularen (oder -Projektiven) kombiniert, um am Ende ein randscharfes Bild zu erhalten. In der Summe hatte das Bild aber immer noch eine sichtbare Bildfeldwölbung. Alle Partien des Bildes sind scharf, nur liegt das scharfe Bild nicht perfekt in einer Ebene. Heute bekommt man das natürlich besser hin, aber ähnlich wie bei einem guten Fernglas ist der Aufwand sehr hoch.

Übrigens kann die Welt in so einem Fall sowohl auf einer nach innen als auch auf einer nach aussen gewölbten Kugel "aufgespannt" sein. In extremen Fällen sieht eine Laterne im Bildzentrum dann wie ein gespannter Bogen aus. Es gibt da echt üble Kandidaten ... Die Bildfeldwölbung von Astroobjektiven ist auch nichts anderes, nur sieht hier der Film oder das Okular eine kugelige Welt. Begegnet man dem mit einem Fieldflattener zur Fotografie oder guten Okularen, dann ist die resultierende Welt wieder flach. Wenn man sich nun anschaut, was zwei Pentax oder Zeiss Okulare kosten, so ist verständlich, daß die in einem 160 Euro Fernglas keine Verwendung finden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Wenn Du das genauer wissen willst, dann müssen wir warten, bis sich Walter E. Schön zu Wort meldet. Der kennt sich mit den Zusammenhängen besser aus.

Frank.
 
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Re: Bildfeldwölbung

Hallo Frank,

danke für die ausführliche Erklärung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> !!

Grüsse,
geminga
 
Re: Bildfeldwölbung

Hi geminga,

wenn Du mal in einem Fotoladen ein Nikon Action VI 8x40 stehen siehst, zeige dem Händler Dein Interesse <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> und schau einfach mal durch (am besten auf eine Hauswand). Dann weisst Du, was ich mit Bildfeldwölbung meine <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Wenn er dann noch ein Minolta Activa rumstehen hat, dann kannst Du gleich die Schärfe vergleichen. Wenn ich Blödsinn geschrieben hab, laß es mich wissen ...

Frank.
 
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