TS Leichtbaunewtons?

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Gamma

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Hallo,

also ich hab nach langem überlegen mir mitlerweile folgendes system überlegt und hätte noch einige fragen.

TS Leichtbau-Newton 250mm mit f = 1200 mm Brennweite.
Als Montierung würde ich die Celestron ADM fot nehmen (für visuelle Beobachtung).

Okulare Vixen LVW 22mm,13mm und LV 30 mm
Speer Walers Zoom 8-5mm

Soweit die Grunddaten irgendwann sollte dann vielleicht noch ein Nagler Zoom 2-4mm hinzukommen (kann man in D ja fast nie einsetzen).

Jetzt meine Fragen.

1. Welchen der TS Leichtbau Newtons soll ich nehmen den einfachen Europa oder lieber den modifizierten TS?

2. Wie stabil sind denn die Leichtbau-Newtons, reicht die Spiegelzelle (von der aktuellen Version) oder muß man jedesmal nachjustieren?

3. Warum geben Hersteller eigentlich nie die Reflektivität der Spiegel an ausser sie bieten eine sehr teure Verspiegelung an?

Ok noch ein paar überlegungen von mir:
Ich möchte SNR's und Nebel beobachten deshalb benötige ich möglichst viel Öffnung und hohe Vergrößerung.
Ich bin mitlerweile Umgezogen und in Reichweite der Alpen (ca. 1/2 h mit Auto), also sollten die Verhältnisse für meine Art von Beobachtungen geeignet sein.

Zu den verschiedenen Versionen der Leichtbaunewtons bin ich noch etwas unschlüssig. Der TS besitzt eine bessere Verspiegelung (96% Reflectivity) und kommt mit Zygno Protokoll (ob man dem glauben kann?), dafür kostet er aber auch 350€ mehr.

Wenn jemand die oben genannten Teleskope besitzt wäre es nett wenn er die Schwächen beschreiben könnte (ich mein jetzt nicht Lüfter ect. sondern Tubus Verformung ect.).

Grüße

Tobias
 
Danke Thomas,

allerdings wurde die Spiegelzelle geändert und das war eine einzel Meinung deswegen hab ich die Frage nochmal gestellt.

Ich befürchte das bei größeren Newtons (in Leichtbauweise) das Eigengewicht einen Verzug des Tubus verursacht und sowas könnte ebenfalls wärend der Beobachtung auftreten. Also eine dejustage in abhängigkeit des Zenithwinkels. Das wäre der schlimmste Fall und würde das System ausschalten.

Grüße

Tobias
 
Hallo Tobias,

wir bekommen fast täglich schöne Astrofotos , auch im Langzeitbelichtungsbereich rein und die zeigen, daß das System arbeitet, auch mit größeren Öffnungen.

Viele Fotos sind auch auf unserer Webpage veröffentlicht und auch hier im Forum sind schon einige Aufnahmen veröffentlicht worden.

Wenn sich der Tubus verziehen würde, wären solche Aufnahmen sicherlich nicht möglich.

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Orion/250TSAufnahmen/M51Domsalla.jpg

Viele Grüße

Wolfi Ransburg
 
Hallo Tobias,

nach meiner Erfahrung mit meinem 12" Leichtbau-TS: wenn man das als transportables Gerät einsetzen will kommt man nicht um eine Justage vor Beginn der Beobachtung herum. Mit der (neuen) Spiegelzelle ist das aber kein größeres Problem. Kann man das Gerät fest aufstellen, passiert nichts - auch keine Dejustage bei anderem Zenitwinkel.

Gruß
André

Link zur Grafik: http://www.minorplanets.de/A80/newton_mintron.jpg
Der 12" f/4 Leichtbau-TS-Newton in der Konfiguration mit einer Mintron-Kamera zur Beobachtung von Sternbedeckungen durch Asteroiden
 
Hallo Tobias,

ich besitze selber seit einiger Zeit den 10" Leichtbau-Newton und habe diesen auch schon mal auf der Celestron CAM betrieben, welche ja mechanisch identisch ist mit der ADM fot. Mir war diese Kombination nicht stabil genug, deshalb würde ich auch für rein visuellen Einsatz in dieser Preisklasse eher zur EQ-6 raten.

Beim Nagler-Zoom würde ich das 3-6mm nehmen, 2mm wirst du wohl kaum jemals sinnvoll einsetzen können.

Der Tubus macht in der Tat keinen sehr stabilen Eindruck, die Rohrschellen noch weniger. Letztere werde ich deshalb wohl noch gegen stabilere austauschen.

Bezüglich der Justagestabilität hatte ich auch erhebliche Bedenken als ich den Tubus das erste mal sah. Bisher hält diese aber erstaunlich gut. Allerdings findet auch kein großer Transport statt, nur ein paar Meter in den Garten.

Falls du ausschließlich an visuellen Einsatz denkst, dann solltest du bedenken, daß die Tubuslänge für fotografischen Einsatz berechnet ist. Visuell benötigst du deshalb Verlängerungshülsen. Bei meinem kurzbauenden JMI-OAZ sind es stattliche 80mm!!! Das ist lästig, sieht komisch aus und ist natürlich auch sehr ungünstig für die Stabilität des OAZ.

Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

Ich fasse mal kurz zusammen also der Tubus verzieht sich nicht
während der Beobachtung, das ist schon mal eine wichtige Information.

Da ich auf transport angewiesen bin (Auto ca. 50km) muß ich den Newton jedesmal justieren.

Jetzt ist nur noch die Frage ob die ADM reicht.
Den Leichtbau Newton hatte ich ja deshalb gewählt das
er noch mit einer leichten Montierung funktioniert.
Dann hätte ich nicht soviel schleppen müssen.

Wenn man die EQ6 nimmt dann müßte ja auch ein GSO Dobson
parallaktisch getragen werden. Der ist ja billiger und
schleppen muß man sowieso.

Was das Nagler Zoom angeht so war das eh in der Zukunft.
Ich könnte mir auch ein Fixoku vorstellen. Mehr als
5mm braucht man denke ich eher selten.

Der Einsatz ist rein visuell bei Fotos nehm ich lieber die Hubblebilder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

Gruß Tobias
 
Hallo Tobias

Wenn man die EQ6 nimmt dann müßte ja auch ein GSO Dobson
parallaktisch getragen werden. Der ist ja billiger und
schleppen muß man sowieso.

Bekommst du dafür aber auch 0.95 Strehl garantiert?

Beim Fotografischen Einsatz spielt es nicht einmal eine so große Rolle wenn das Instrument die Beugungsgrenze nicht erreicht, jedoch das gesunde Auge, ist in der Lage selbst noch feinste Kontrastunterschiede wahrnehmen zu können.

Gruß Uwe
 
Hallo Tobias,

das Problem ist halt der lange Hebel, das Gewicht könnte die ADM wohl tragen. Verschlimmert wird das noch dadurch, daß der Schwerpunkt sehr weit in Richtung Hauptspiegel liegt (siehe Bild von André), das macht den einseitigen Hebel noch länger und führt zu entsprechenden Wackelorgien beim fokussieren bzw. bei Wind. Aber diesbezüglich ist die Leidensfähigkeit ja sehr unterschiedlich ausgeprägt, da hilft letztlich nur selber probieren.

Ich würde beim Orion/TS-Newton nur einen Spiegel mit Prüfprotokoll kaufen. Man muss ja davon ausgehen, daß der Hersteller alle Spiegel testet. Die mit vorzeigbarem Strehl werden dann mit Protokoll vermarktet, die anderen ohne.

Gruß
Torsten
 
Hallo Tobias,

lies doch mal den Bericht zum 12"f/4 auf Sven Wienstein`s Seite:

http://www.svenwienstein.de/HTML/ts_newton_300_1200_foto.html

Ich muß sagen daß ich Sven`s Gedult mit dem Teleskop bewundere, ich selbst
hätte wohl längst schon kapituliert...

Mein Rat:
Sieh es dir VOR einem Kauf bei einem anderen Sternfreund genau an!
Checke die Justage vor und nach einem Schwenk von horizontnah nach zenitnah.
Checke den Auszug. Drücke mal mit dem Daumen auf den Tubus.
Miß mal den Durchmesser der vorderen Tubusöffnung und bedenke den Durchmesser
des Spiegels.

MfG,Karsten
 
@ KaStern

Ich hatte den Bericht vorher schon gelesen und das war
schon sehr heftig. Allerdings wurde einiges wohl in den
Jahren behoben.

Deswegen hab ich auch nach Erfahrungen mit dem neuen gefragt. Zudem möchte ich ja auch nur den 10" der müßte
etwas stabiler sein.
Wenn aber die Montierung nicht trägt kann ich eh zu schweren
Geräten greifen.

@ Quanten
Die GSO delux versionen von TS bekommen diese Werte garantiert.
http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm#GS880

allerdings reicht mir auch ein relativ guter Spiegel. Muß nicht das beste vom besten sein. Die Spiegelqualität wird glaub ich stark überschätzt allerdings bring ein Prüfprotokoll auch nicht immer die Sicherheit. Wer weiß ob die Stimmen? Schließlich werden die Teleskope vor versand getestet und wenn ich nachmessen muß kostet mich das viel Zeit (die Möglichkeit hätte ich).

Kann vielleicht einer sagen wie zuverlässig diese Protokolle sind?

Gibt es denn noch andere Newton die eine gute Qualität liefern im gleichen Preissegment?

Ich weiß das man für deutlich mehr Geld noch bessere Geräte bekommt aber die höhere Qualität rechtfertigt nicht den Mehrpreis zumindestens wenn die TS Newtons ausreichend stabil sind.

Noch was zum GS0 der ist ja eigentlich ein Dobson und sollte somit deutlich stabiler sein und auch nicht justieranfällig.
Vielleicht bekommt man den ja ohne Rockerbox noch etwas günstiger?

Grüsse

Tobias
 
Hallo,

also ich weiß nicht, wie das bei den größere Öffnungen aussieht, aber ich habe mit meinem Europa Newton 6" f/5 wenig Probleme.

OK, der Tubus ist nicht gerade der stabilste (von den Abdeckungen reden wir gar nicht erst), aber mein Teleskop hatte sogar den Versand per UPS zu mir ohne Dejustage überstanden. Von daher kann ich dieses Problem nicht bestätigen. Ob sich was verstellt wenn man vom Horizont in den Zenit schwenkt, werde ich demnächst mal überprüfen.

Zur Befestigung des Hauptspiegels ist beim 6" zu sagen, dass dieser ebenso wie der FS am 3 Punkten aufgeklebt ist.

Die Fangspiegelspinne ist eine Konstruktion für sich. Mehr darüber in meinem Bericht im Selbstbauforum: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/416426/an/0/page/0#416426

Im großen und ganzen bin ich bisher aber mit dem Newton zufrieden. Ob man den Spiegel mal prüfen lassen sollte, weiß ich nicht. Vielleicht lasse ich es mal machen, solange noch Gewährleistung von Seiten des Händlers besteht.

Gruß

Carsten
 
Hallo Carsten,

kannst du mir was zur optischen Qualität sagen? Bist du zufrieden mit dem Kontrast?
Wie ist der Auszug von den Skywatchern war ich nicht überzeugt?

Ich denke das tunen das viele durchführen spricht nicht gerade für Optikqualität. Zumindestens wenn man unter dunklem Himmel in einer mondlosen Nacht beobachtet sollte es
keinen Unterschied machen ob der Tubus geschwärzt ist oder nicht. Der Lüfter ist denke ich immer ein Gewinn und bei Streulicht muß natürlich alles rau und schwarz sein.

Sorry die vielen fragen aber ich kenne niemanden der einen Europa hat.

Vielen Dank für die Anleitung

Tobias
 
Ein paar Gedanken zum Thema

Hallo Tobias,

also ich weis wirklich nicht warum sich so viele diesen Streß antun.
Berlin ist groß.
Da sollte es wirklich mehr als 1 Sternfreund geben der einen Orion Newton
nutzt (Europa, oder die teurere professional Version).
Mach ein Treffen aus, sieh dir das Teil live an, hör dir an was der Besitzer
zu dem Teleskop zu berichten hat.

Dann bist du im Bilde und kannst auf einer besseren Informationsgrundlage
entscheiden.
Nachdem was ICH bislang gesehen habe würde ich eher einen GSO/ICS Galaxy
nehmen, auch wenn die schwerer sind.

Und 10" auf einer ADM ist nebenbei gesagt sowiso reichlich optimistisch...

Wenn Photo, wie wäre es mit einem Vixen 200SS, gibts auch schonmal gebraucht.
Recht leicht UND stabil.

Aber zu Photo solltest du einen fragen der davon mehr versteht als ich.
Ich bin rein visueller Beobachter, und genau deshalb kommt mir nach meinen
bisherigen Erfahrungen kein Orion UK ins Haus.

Zertifikat: Angeblich lag laut Erstbesitzer bei dem 300/1200er Orion den
H.Fuelling gebraucht gekauft hat seinerzeit ein Zertifikat bei welches dem
Spiegel 0.90 Strehl attestierte.
Am Himmel war es dann beim Sterntest eine Vollgurke. Ob die Zertifikate nun
verläßlicher geworden sind kann ich dir nicht sagen.
Daß diese nun per Zygo gemacht werden läßt das zwar hoffen, aber die
Erfahrungen beim "Mirror round Robin" Rundversuch wo ein Zygo-Ergebnis
dabei war zeigt daß man da auch aufpassen muß, denn dieses zeigte einen
gegenüber allen anderen quantifizierten Ergebnissen um den Faktor 2 zu
geringen Asti an, was auf einen "Bedienfehler" zurückzuführen sein könnte.

Papier ist also geduldig. Laß dir die Werte schriftlich garantieren, teste
dann lieber selbst und falls es Probleme gibt must du die mit dem Händler
lösen. Das ist meine Meinung, es wird aber sicher ein paar weitere geben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

MfG,Karsten
 
Hallo Tobias

Wie du siehst kostet dann die GSO Deluxeversion genau so viel wie die TS-Leichtbauversion mit garantierter und zertifizierter Qualität.

Was ich an den TS-Leichtbauversionen gut finde, ist eben, dass sie leicht sind!
Dadurch werden sie auch handlicher und sind angenehmer zu transportieren.
Weiter haben sie dünnere Spiegel, welche schneller auskühlen als die GSO.
Mehr Stabilität bekommst du auch durch eine längere Prismenschiene. Bei der Größe tut es für Visuelle Zwecke so oder so die Leichtbauweise.
Nur mit Verlängerungshülsen am Newton arbeiten, dass wollte ich auch nicht!

Relativ guter Spiegel!? Ja was ist ein relativ guter Spiegel. Ein guter Spiegel ist laut Definition Beugungsbegrenzt und hat eine Definitionshelligkeit von Strehl 0.8. Diese wird aber nochmals laut Suiter durch die Zentralabschattung gebremst. Demnach hat ein guter Spiegel Strehl 0.9.
Relativ ist auch jegliche Diskussion über Qualität, die nicht den Strehl angibt!

Die Spiegelqualität wird glaub ich stark überschätzt allerdings bring ein Prüfprotokoll auch nicht immer die Sicherheit.

Die Spiegelqualität ist das Kriterium an einem Spiegelteleskop, davon hängt die Abbildungsleistung und der Erfolg deiner Beobachtung ab!
Bevor man über das Gewicht diskutiert sollte man über Qualität nachdenken und was davon abhängt.
Eine gute Optik die Schwer ist trägt man letztendlich lieber als eine Optik die nix taugt aber dafür leichter ist.

Wenn ein Prüfprotokoll eines Herstellers keine Sicherheit bringt, dann weiß ich nicht, was Sicherheit bringen soll. Immerhin spricht der Hersteller damit eine Garantie aus auf die du dich immer berufen kannst.
Diese Unsicherheit oder das Mistrauen in Zertifikate ist erst durch selbsternannte Hobbyprüfer entstanden!
Diese verfolgen je nach dem ganz andere Interessen als der Hersteller selbst!
Deshalb muss man differenzieren zwischen einem Protokoll eines Herstellers und dem eines Hobbyprüfers.

Die Protokolle meiner Teleskope, wurden alle vom Hersteller herausgegeben und haben sich bis auf +/- 0.01 Strehl bei der Nachprüfung bestätigt.
Das geht von Zeiss, TMB, bis Orion.

Schließlich werden die Teleskope vor versand getestet

Ja das kann man auch wieder relativ sehen, auf was getestet?

Auf Lackkratzer, shiftende Okularuszüge, auf Justage, oder auf was?
Wenn jemand sich die mühe machen würde eine Optik auf einer Optischen Bank zu vermessen, wäre es der geringste Aufwand noch ein Blatt Papier auszudrucken auf dem Strehl, PtV und RMS stehen würde.
Oder glaubst du das bei Herstellungskosten eines 8" Spiegels von vielleicht 50 Euro ein Meister oder Ingenieur sich die Arbeit macht und 2-3h um einen 50 Euro Spiegel auszumessen?

Noch was zum justieren, einen Newton musst du immer vor der Beobachtung auf justage prüfen!
Sonst weißt du nie, ob es an der Auskühlung oder am schlechten Seeing liegt das dass Bild vielleicht flau und Kontrastschwach ist.

Wenn du einen Prüfer des Vertrauens hast, kannst du dir ja den Billigsten 10“ kaufen.

Gruß Uwe
 
Hallo Tobias,

mit der optischen Qualität bin ich bisher zufrieden. Habe ihn aber auch erst 1/2 Jahr und konnte noch nicht so viel beobachten. Im laufe des Jahres wollte ich mal einen Sternentest machen lassen von jemanden, der das gut kann, ich kann so etwas (noch) nicht. Wenn es nicht zu teuer ist käme ggf. auch ein Optiktest von neutraler Seite in Betracht. Mal schauen.

Der OAZ ist ein ganz normaler (China?) OAZ mit Zahn und Trieb. Also nix besonderes. Da gibt es sicher besseres. Mir reicht er momentan noch aus.

Das tunen ist so eine Sache: Es ist nicht unbedingt notwendig, aber, wenn man es ordentlich macht, schadet es nichts. Und da ich das Teleskop wegen den Lüftern eh komplett zerlegt hatte, konnte ich auch gleich noch Verlourfolie einkleben. Ob es was geholfen hat kann ich dir nach der nächsten Beobachtungsnacht sagen. Wenn du natürlich nur in Mondlosen Nächten ohne jedes Streulicht beobachtest, brauchst du das natürlich nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Tut mir leid, wenn ich dir weiter nicht helfen kann.

Gruß

Carsten
 
@ Carsten

Danke für die Infos. Ich denke nicht das du die Optik vermessen
mußt, sowas ist nur notwendig wenn die Abbildungen schlecht sind
und man einen Beweis braucht um das Gerät umzutauschen.

@ Quanten

Also ich bin Physiker und hab die möglichkeit selbst das Gerät zu vermessen!
Die Qualifikation von einem Meister für diese Aufgabe bezweifel ich doch stark!

Aber eigentlich hab ich keine Lust mich auch noch um sowas zu kümmern,
da meine Freizeit sowieso schon sehr begrenzt ist.

Leider kann ich nur sagen das ich die Erfahrung gemacht habe
das hersteller angaben keine Garantie sind, selbst mit Prüfprotokollen!
Hier möchte ich nicht über Hersteller hetzen aber bei der Prüfung gibt es eine Reihe von Fehlern, die leicht begangen werden ohne das man es merkt.

Allgemein sollte der Spiegel beugungsbegrenzt sein.

Vielleicht kann jemand nochmal was zu den größeren Europa Newton (250mm) oder dem TS sagen.

Brauch ich auf jeden Fall eine Verlängerungshülse für die von mir genannten Okulare?

Gruß

Tobias
 
Servus Tobias,

dann schreibe ich halt auch mal noch meine Meinung zu dem Gerät, da ich seit letzten Sommmer den TS 10" f4.8 L/8 PTV habe.
Nun, ich bin mit dem gebotenen Preis/Leistungsverhältnis voll und ganz zufrieden - auch wenn es natürlich noch ein paar kleinere Verbesserungspotentiale an dem Gerät gibt (Innenschwärzung, Rohrschellen, Lüfter, Tubusabdeckungen).
Nach der Anlieferung war die Justage noch vorhanden, also allzu justieranfällig scheint er nicht zu sein.
Da der Tubus allerdings einen Falz hat, drücken die Rohrschellen mit der Zeit eine leichte Beule in diesen, was aber keine Dejustage bewirkt - oder zumindest nur einmal ;-)

Mit der Abbildung an Sternen und Planeten bin ich voll und ganz zufrieden, da ist eh meist das Seeing der begrenzende Faktor. Die intra- und extrafokalen Sternscheibchen sind fast identisch.
Ich habe zwar keine Nachprüfung des im Zygo-Protokoll angegebenen Strehl von 0,99 unternommen, was halt daran liegt, dass ich mit der Abbildung zufrieden bin. Müsste man halt mal einen Selbstschliff oder Lomo zum Vergleich haben. Aber dann kann ein Unterschied auch immer noch am Fangspiegel liegen...

Jedenfalls bin ich mit dem Gerät rundum zufrieden und würde mir wieder einen Orion UK kaufen, allerdings nicht Europa, sondern die TS-Variante.
Eine Verlängerungshülse ist wohl unerlässlich (zumindest bei meinen Nagler u. Panoptic), da ich die 2"-Intes nutze, die sehr präzise gearbeitet und stabil sind, ist das aber für mich kein Problem. Der originale TS-Crayford ist ebenfalls okay, läuft schön leicht und präzise (ein JMI oder Moonlite ist natürlich noch besser).

Gruß und CS
Peter
 
Oh weia

Hallo Leute,

Die intra- und extrafokalen Sternscheibchen sind fast identisch.

Ich habe zwar keine Nachprüfung des im Zygo-Protokoll angegebenen Strehl von 0,99 unternommen, was halt daran liegt, dass ich mit der Abbildung zufrieden bin.

ich kann mir nicht helfen. Alle Orions die mit Zygoplot in die Foren kamen
hatten geradezu exorbitant gute Werte, 0.98 und 0.99 sind da normal.

Und dann sind die extra- und intrafokalen "Sternscheibchen" nur fast
identisch?
Hallo?!
Und interessanterweise waren die zwei 12"f/4 Orion-UK Spiegel (allerdings
ohne beiliegendem Zygo-Gramm) die ich persönlich am Stern testen konnte
geradezu erbärmlich fehlkorrigiert (Strehl bei einem nachgeprüft um 0,5).

Auf der anderen Seite weis ich verbürgt von zwei Orion UK Spiegeln (ein
Austauschspiegel für einen der schlechten 12"f/4 mit 0,95 Strehl, ein 8"f/8
mit irgendwas um 0.98 Strehl) die tatsächlich sehr gute Werte aufwiesen.

Dann gab es neulich einen Zygoplot eines Spiegels (kein Orion-UK Spiegel)
bei welchen ein Astigmatismus dieses Spiegels etwa 1/2 so groß war wie
der von mehreren anderen Spiegelschleifern mit ihren Methoden nachgewiesene.

Dann gibt es da noch einen Freund von mir der wegen eines Orion UK Spiegels
mit garantiert 0.98 Strehl angefragt hatte und zu hören bekam daß er darauf
lange warten müsse, weil das niemand garantieren könne und er so lange warten
müsse bis einer dabei sei (der Freund hat ein I-Meter und kann selbst nachmessen).

All das gibt mir doch stark zu denken...

Ich würde ja gerne mal mit eigenen Augen sehen wie gut sich die aktuell
(also seit einem Jahr) ausgelieferten Orion UK Spiegel am Himmel sterntesten.

In meiner Umgebung gibt es zwei Sternfreunde die so einen Spiegel haben.
Leider war die Resonanz auf meine dezente Andeutung bei den Sternfreunden
eher gering.

Naj. Ich denke daß wer sich die Optikqualität schriftlich geben läßt auf
der sicheren Seite ist.
Wenn es dann doch mal Probleme gibt kann man dann darauf pochen.

MfG,Karsten
 
Re: Oh weia

@ Peter

danke für die Infos, es scheint das alle die TS variante
wählen die ist zwar besser ausgestattet kostet aber auch
350€ mehr und das ohne das Upgrade das du auch bestellt hast.

@ Karsten

Tja 0.99 Strehl das ist erstaunlich ich hab keine Ahnung wie
das gehen soll?
Auf der anderen Seite will ich eigentlich nur
Beugungsbegrenzte Optik. (Also Strehl 0.9)
Ich mag die Strehl angabe eigentlich nicht so als Physiker bevorzug ich den RMS.

Allerdings werden so wie ich aus den Zygno Protokollen
schließe immer nur bei der größt möglichen Wellenlänge
gemessen, also im tief roten Bereich. Das heist man muß noch
umrechnen auf grüne Wellenlängen das relativiert das ganze schon ziemlich. Geht man mal vom Blauen Wellenlängenbreich
aus also von 450nm dann wird der RMS schon deutlich
schlechter.

Die Angaben der Hersteller und der Händler sind leider nicht
sonderlich präzise. Da wird einem ein RMS von 1/16 als
beugungsbegrenzt verkauft ohne Angaben auf die Wellenlänge!
Also ist der Spiegel vielleicht beugungsbegrenzt im roten
Wellenlängenbereich und im blauen nicht!

Noch schlimmer sind die P/V Werte die sagen gar nichts aus
ausser sie sind extrem klein, was einem nie jemand
garantieren wird. Wenn man P/V von 1/6 Lamdda angibt (bei 650nm) dann entspricht das gerademal 1/4 Lambda im Blauen- bereich (450nm).

Also ich bin mittlerweile ziemlich verwirrt. Scheinbar muß
man sich auf sein Glück verlassen und wenn man mit den Abbildungseigenschaften nicht zufrieden ist eben nachmessen lassen. Es scheint mir allerdings das die meisten mit ihren neueren TS sehr zufrieden sind was ja hoffen läst.


Vielen dank nochmal für all die Infos.

Viele Grüße

Tobias

PS: Ich werd mir frühstens ende September das Teleskop
zulegen also für weitere Tips und einschätzungen bin ich dankbar.
 
Re: Oh weia

Hallo Tobias

Allerdings werden so wie ich aus den Zygno Protokollen
schließe immer nur bei der größt möglichen Wellenlänge
gemessen, also im tief roten Bereich. Das heist man muß noch
umrechnen auf grüne Wellenlängen das relativiert das ganze schon ziemlich.

Na ja, Welten sind es keine!
Anstatt 0.99 Strehl bei 632.8nm, hat man dann halt 0.98 oder 0.97 bei 532nm.
Also das macht keinen Unterschied und wird von keinem Normalsterblichen gesehen.

Eine Definitionshelligkeit von 0.99 ist in der Tat ein Ausnahmespiegel und selbst bei einer Nachprüfung nicht ohne weiteres zu reproduzieren!
Aber nichts desto trotz gibt es auch solche Optiken, wenn auch nur selten und sind eben kein Ding der Unmöglichkeit.

Mein TS-Orion 8" f/8 hat auch 0.982 Strehl im Roten und einen sehr guten Kontrast, doch davon kann ich mir nichts kaufen, wenn das Seeing schlecht ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/confused.gif" alt="" />
Wenn ich den Spiegel im grünen messe bei 532nm komme ich auf 0.978 Strehl.

Also ich bin mittlerweile ziemlich verwirrt. Scheinbar muß
man sich auf sein Glück verlassen und wenn man mit den Abbildungseigenschaften nicht zufrieden ist eben nachmessen lassen.

So ist es bei China billig Teilen, dafür bekommt man`s eben billig.

Egal was für Optik das du kaufst, ob Zenitspiegel oder Fangspiegel oder Objektiv, sobald ein Zertifikat beiliegt, oder du eine garantierte Qualität möchtest, zahlst du gleich das 2-3fache. Das ist einfach der Mehraufwand umgelegt aufs Produkt.

Gruß Uwe
 
Wellenfront oder Oberfläche

Hallo Tobias,

Allerdings werden so wie ich aus den Zygno Protokollen
schließe immer nur bei der größt möglichen Wellenlänge
gemessen, also im tief roten Bereich. Das heist man muß noch
umrechnen auf grüne Wellenlängen das relativiert das ganze schon ziemlich.

nein, als Physiker ist dir ja klar, daß man, anders als es bei lichtbrechenden
Optiken der Fall ist, ohne weiteres den bei 632nm ermittelten Wert auf 546nm
umrechnen kann.
Der Strehlwert würde dabei von 0.99 auf 0.98 oder maximal 0.97 sinken, was
marginal ist.


Da wird einem ein RMS von 1/16 als
beugungsbegrenzt verkauft ohne Angaben auf die Wellenlänge!

Ein 1/16 ohne weitere Angabe um welche Wellenlänge es sich handelt und,
viel schlimmer, ob es sich nun um die Oberfläche oder die Wellenfront
handelt, das ist natürlich schon sehr viel gravierender.

Aber wenn du einn Spiegel mit zugesicherten Eigenschaften kaufst hast du
ja die Sicherheit diese, falls notwendig, einfordern zu können.
Insofern bist da dann auf der sicheren Seite.

MfG,Karsten
 
Re: Wellenfront oder Oberfläche

Hallo,
also der Wert von 1/8 Lambda PTV bezieht sich bei Orion auf die Wellenfront. Die Wellenlänge ist soweit ich mich erinnere auch im Roten gemessen, also wie beim Strehl.

Habe eine vielleicht interessante Seite auf der Homepage von Orion UK gefunden:

http://www.orionoptics.co.uk/tour.htm

"This is where the skill of the optician really comes to the fore. Every mirror these opticians produce has to pass through their hands to be figured, to reach a minimum surface standard of 1/8 PV accuracy. To reach accuracies of up to 1/32 PV surface, technicians have to work during the night when the workshop air is very steady and minimal vibration occurs."

Da sieht man einen Techniker auf dem Bild, der einen Spiegel wohl nochmals von Hand nachschleift. Ist das bei Großserienspiegelherstellern so üblich (z.B. bei GSO)?

Nochmals kurz zum Sterntest meines Orion:
bin ja kein Fachmann, sondern noch Anfänger im leicht fortgeschrittenen Stadium, also nicht zu genau nehmen, meine Bemerkung hierzu. Ich verglich die Sternabbildung des Orion mit der meines 8"-GSO und da waren beim Orion die Beugungsringe intra/extrafokal deutlich gleichmässiger als beim GSO.

Gruß u. CS
Peter
 
Re: Wellenfront oder Oberfläche

Hallo nochmal,

ich hab meine "Verwirrung" nicht auf den 0.99 Strehl
bezogen, bei so einem Wert braucht man sich keine Gedanken
machen.

Allerdings werden oft angaben wie Beugungsbegrenzt gemacht
oder ein Strehl von 0.9 garantiert. Wenn man das
zurückrechnet auf 450 nm dann ist es halt nicht mehr
beugungsbegrenzt. (Manche Hersteller sagen auch 0.81 Strehl
wäre noch beugungsbegrenzt) das ist eher meine Verwirrung.

Deshalb bin ich ja auch auf den Orion TS gekommen der hat ja
garantiert 0.95 strehl sollte also beugungsbegrenzt sein im
gesamten Wellenlängenbereich.

Übrigens ist das menschliche Auge bei 400nm noch empfindlicher als bei 600nm also sollte man den Wert besser
bei 400 oder 350nm angeben. Naja ich hab jetzt alles auf 450nm umgerechnet.

@ Peter
Ich denke du kannst mit deinem Gerät super zufrieden sein.
In Deutschland wird es sehr schwer sein mit einem Sterntest den 0.99 Strehl zu testen. Dafür hat man hier nie die Bedingungen.
Allerdings ist mir das zusätzliche update einfach zu teuer.

Ich denke ich werd mir den TS 10" kaufen. Allerdings ist es
ärgerlich das es nur einen 6x30 sucher gibt und man nochmal
was für vernünftige Schellen ausgeben muß. Eigentlich könnte
man erwarten das man bei dem Preis vernünftige Lösungen
bekommt.

Also nochmals vielen Dank für die Diskussionen und die Tips

Gruß

Tobias
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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