TS Monorail OAZ

Gerfin

Neues Mitglied
Guten Morgen,
da mit dem TS Monorail Auszug beim TS RC8 der Auszug beim Fotografieren in Zenitnähe die Kamera immer wieder "ins Rutschen"kommt habe ich in zerlegt und dabei eine Kundtstoffhülse
auf der Welle, an die der EAF Fokusssierer befestigt ist "entdeckt. Kann die Funktion dieser ca 15mm langen Hülse aber nicht ergründen.
Kann mir da bitte jemend helfen??
Ausserdem tue ich mir schwer den Punkt zu finden, wo die Kamera gerade nicht rutscht und der EAF nicht beschädigt wird.
Ich hoffe die zwei Fragen sind nicht zu blöd, aber ich bin Anfänger.
Herzliche Dank und freundliche GRüsse
Gerald
 
Hallo Gerald,
grundsätzlich ist der Monorail nicht der beste OAZ am Markt und schon gar nicht wenn es um schweres Zubehör geht.
Die halbrunde Kunststoffhülse drückt meines Wissens auf die Fokussierwelle, womit dann die Friktion, also der Druck auf die Welle eingestellt wird.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man den Druck zu stark einstellt, zwar das Zubehör nicht mehr durchrutscht, dafür aber die Untersetzung nicht mehr richtig funktioniert bzw. diese sich nicht mehr fein einstellen lässt.
Auch drückt sich dann die Rändel- bzw. Einstellschraube mit der Zeit immer mehr in diese Kunststoffhülse.
Letztlich habe ich aber auch keine Idee wie man den Monorail besser einstellen könnte, da hilft vermutlich nur ein OAZ Wechsel?
LG
 
Lieber Quanten, danke für die schnelle Antwort. Leider ist die Kunststoffhülse nicht halbrund sondern ein Röhrchen das im Gleitsitz frei drehbar auf der Welle sitzt.
Wenn man nun mit der Feststellschraube (über ein Blechblätttchen) auf die Welle drückt kommt leider keine schlüssige Verbindung zwischen Welle und Röhrchen
zustande, ausser man zieht die Schraube mit grosser Kraft an und dann hat halt der EAF Probleme... Warum dass Röhrchen nicht mit der Welle verklebt ist, oder aufgeschrumpft ist weiss ich nicht. Mein Händler ist mit der Antwort noch ausständig..
Also wird wohl ein anderer OAZ notwendig sein. Aber ich habe keine Ahnung welcher Auszug mein Problem lösen kann. Auswahl von 350 Euro bis über tausend Euro..
Eie Empfehlung auf Grund eigener Erfahrung wär halt hlifreich.
LG Gerald
 
Hallo,
Ausserdem tue ich mir schwer den Punkt zu finden, wo die Kamera gerade nicht rutscht und der EAF nicht beschädigt wird.
Ich habe den kleinen Bruder vom 8"RC, den RC6, der OAZ ist von der Funktion und Auflageflaechen quasi das gleiche. Eine Welle und vier Kugellager.
Ein bisschen seitliches Spiel das bei einer 533 mit Reducer noch absolut Ok geht. Habe da keine schlechte Notizen aus ASTAP unter Image Inspection.
Manchmal kann sich Anfangs eine Madenschraube lockern unter der Ueberwurfmutter M90 p1.0. Merkt man sofort und ist sehr einfach zu sehen und zu beheben.
Zur erfolgreichen Justierung muss man nochmal nach haken an dieser Stelle, ich geh da mit ein par Chims durch und zieh an die M90 Mutter. Danach passts mit ein par extra Arbeiten(HS Lagerung) wenn erforderlich. Ich habe schon den zweiten bei mir, der erste ist auf den Boden geknallt, eine Defekte Klemme an der Monti:cry:, Dunkelheit.....

Im Zenit mit Reducer, OAG mit 120Mini, Filterrad 5x 1.25", gekühlter Cam wie auch eine ungekuehlter etwas leichteren(+ohne versenkten Reducer) kann ich dir den EAF nicht empfehlen, auch wenn du den richtig sauber montiert hast und dir die Zeit genommen hast fuers i Tuepfelche. Die Zahnräder vom EAF sind zu klein und schwach, und wirst dir einen eckligen Backlash einhandeln. Aber mein EAF laueft immer noch prima in der Kurve an der Asiair im AF mit einem gut untersetzten Riemen am alten Canon Foto Objektiv.

Ich habe auch sehr gerne mein Mini RC zwecks Brennweite, ist sehr Farbrein(ein bissl problemlose Spektroskopie mit nem 200Gitter) und solide Justierung die nicht während des Tarnsportes dann hin ist, stabiles System, speziell mit Oben und unten Schienen montiert:). Die RC`s machen mir bei den Spiegeln bessere Figur wie die CC`s von GSO und weiter gelabelten.
Der OAZ ist halt so der Punkt wo man was besseres geschmeidiges präzises braucht. Ich bin zwar noch nicht auf das Upgrade gegangen, aber montiere meinen armen EAF an dem nicht mehr.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Gerald,
ich vermute mal das der Monorail überarbeitet wurde?
Den wo ich mal hatte, war kein solches Röhrchen drin.
Vielleicht hat ja der Händler einen Trick wie man den Monorail besser zum Laufen bekommt?
Die Antwort würde ich erst abwarten bevor du den OAZ tauschst, evtl. lässt sich da auch was machen mit dem Händler?

Auswahl von 350 Euro bis über tausend Euro..
Eie Empfehlung auf Grund eigener Erfahrung wär halt hlifreich.
Ja da ist guter Rat teuer und erst einmal die Frage was willst du ausgeben?
Zahnstangen Auszüge neigen ja nicht so zum durchrutschen wie Crayford`s, was vielleicht schonmal ein Anhaltspunkt wäre?
Allerdings findet man diese eher bei Refraktoren und da sind sie entsprechend langbauend.
Wenn du dich dazu entschließt einen neuen OAZ zu kaufen, würde ich einen extra Threade aufmachen wo du deine Spezifikationen schildern kannst, da es dir vermutlich ums fotografieren geht.
Vielleicht kann dir auch TS sagen welche Auszüge alternativ an das RC passen?
LG
 
Danke für die "Anteilnahme" ich sehe schon ein OAZ upgrade wird fällig. Die Auswahl im erschwinglichen Preissegment ist gar nicht so gross...
 
Hallo,

Ich hatte das gleiche Problem mit dem Monorail am 10" Cassegrain.
Der Okularauszug war zu instabil, neigte zum durchrutschen und die Rotation vom Okularauszug, nur durch ein lösen der Überwurfmutter zu bewerkstelligen war zu ungenau. Außerdem federte der Okularauszug beim fokussieren immer etwas zurück.
Dieser hier war im original bei meinem Teleskop verbaut:


OAZ-1.jpg


Den habe ich dann gegen einen Zahnstangenokularauszug getauscht.
Der ist deutlich stabiler und auch die Rotation vom Okularauszug geht deutlich besser und ist genauer. Jetzt habe ich diesen Okularauszug am Teleskop:


OAZ-6.jpg


Ein Feather Touch wäre sicher noch besser, liegt aber preislich in einer anderen Liga.
Es gibt bei TS einen 2,5" OAZ mit M90 Anschluss. Eventuell passt dieser zu deinem Teleskop.

Viele Grüße
Gerd

 
Servus Gerd, danke für den wertvollen Hinweis, ich werde meinen Händler informieren, laut Foto müsste er ja passen.
Viele Grüsse
Gerald
 
Hallo Gerald,
es gibt schon Crayfordauszüge, die nicht durchrutschen.
Ich selbst habe einen Moonlite an meinem RC. Der hält seine Position auch im Zenit.
Von den Moonlite gibt es aber keine 2“ Auzüge mehr, sondern 2,5“ die kosten etwas mehr als damals die 2“…
Bei Moonlite kannnman die Länge des OAZ Rohres und den Snschlussflansch zum Teleskop auswählen.
Belastet wird der Auszug bei mir mit Reducer, Filterrad, OSG mit Guidecam und der ASI1600.
An meinem kleinen APO ist ein Zahntrienauszug verbaut, der ebenfalls gut funktioniert.

Grüße Rainer
 
Hallo Gerald,
ich besitze 2 dieser RC8, der Auszug ist berühmt-berüchtigt, ich habe ihn jeweils direkt beim Kauf (gegen Verrechnung des originalen Auszugs) tauschen lassen. Eingebaut wurde der o.g. TSFOCR25S. Diese Auszüge funktionieren gut mit dem EAF. Meine Exemplare sind nicht sonderlich rotationsstabil. An beiden Auszügen habe ich den 90mm Tilter von TS verbaut, somit wird eine evtl. aufgetretene Verkippung bei der Kollimation gleich miterledigt. Ich verwende dazu ein Taka-Justierteleskop bzw. den Ocal, ein Concenter tut es mit etwas Übung aber auch.
VG + CS
Dieter
 
Hallo Frank,


Nichts für ungut.
Hast du überhaupt gelesen (und verstanden) um welches Teleskop es hier geht oder mäanderst du durch die Foren um irgend etwas zu schreiben, das überhaupt nicht zum Thema passt?
Der TS 8" Ritchey-Chretien hat ein rundes M90 Gewinde um einem Okularauszug an dieses zu schrauben. Das passt kein Newton Auszug.



Ein Neigeflansch ist bei meinem Cassegrain schon von Haus auf eingebaut. Der ist sehr zu empfehlen um dem Okularauszug genau auf dem Fangspiegel ausrichten zu können.

Ich verwende dazu ein Taka-Justierteleskop

Hallo Dieter,
Ein Justierokular möchte ich mir auch noch zulegen. Wie kommst du mit dem "Takahashi Justierteleskop" zurecht?

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,

Zwecks Justierung, nutze ich ein Cheshire mit seitlichen Lichteingang, +kleine Taschenlampe, eine ASI120MC oder MM mit einem CS Zoom Objektiv. Ein bisschen mehr CS Objektiv Brennweite ist durchaus nutzlich. Kann man auch Adapter Basteln mit sehr kleinen alten M42 Objektiven die dann direkt in den OAZ reingehen, geklemmt wird an der ASI Cam, die hat ja Zwei Zoll an der richtigen Stelle.
Am Bildschirm kann man sich dann mit kostenlosen Programmen Fadenkreuze und Kringel einblenden lassen.
Das teuerste war bei mir die ASI120-S Serie. Erstaunlicherweise sitzt der Sensor bestens in der Mitte, was ich nicht so erwartet hätte(!). Vielleicht nen Glückstreffer. Darf auch mal gerne sein. Und werde sicher bei der nicht die Platine rausschrauben(!).....
Hatte auch schon viel überlegt zwecks dem Taka, man braucht halt noch den Adapter um direkt ankoppeln zu können, die ganzen OAZ`s sind nicht so ohne wenn die mal auf die Drehbank einspannt :beobachten: :whistle:
Na gut so nen 1000Euro Starlight wird das einiges besser, was bei den Toleranzen eigentlich nur richtig Sinn macht ab 12"aufwärts, ich sehe das halt so und habe elends lang daran gekaut.
Hol mir vielleicht noch bei voller Kasse und Disponibilität einen R&P M90-ziger, das waren so 350Euro+/-.

Sehr wichtig sehe ich bei dem RC wie CC Design von GSO das der HS gerade steht auf Achse mit seiner optischen Mitte zum OAZ, oder was man anschrauben möchte zum justieren.
Also mal das gegen die Wand richten die HS "Rueckwanne" mit nem bestens zentrierten OAZ(oder Justierplatte) bei Brennweite des HS, das definiert den notwendigen Abstand zur Wand. Und man sehe einen Laserpunkt und einen kleinen Kringel vom HS, der halt den Punkt an der Wand sieht.
Beide sollen zusammen auf einem Punkt treffen, dann ist gut und bei der Justage wenn der FS mittig sitzt Sonnenschein bei der Justierung, und geht recht fix.

Und da kommt dann mein ASI120-S "Justierteleskop"richtig praktisch und bequem rein.

Was ich hier so schreibe, mögen die Haendler sicher nicht...

Es muss die Kondition erschaffen werden wo die Komponente eine beste Grundlage geben, OAZ mit dem HS, und FS im Tubus gegenüber des HS.

Ich habe keine Zweifel was ich mir so ausgetüftelt habe, nur wundert mich das noch keiner hier im Forum jemals bestätigt hat dass das funktioniert.
Im Internet hatte ich gleich bei den Briten ne Seite gefunden die den HS zum OAZ erklärt hatte.
Beim Herr Nimmervoll gab es auch mal ein Video dazu mit ner Planetencam mit CS Objektiv in den OAZ gestopft, Kringel Programme gibt es ja zum runterladen problemlos.
Ich frag mich halt immer wieder warum so viel Senf zu den AF Justierkamera wenn der OAZ eh doch ab ist vom Ziel, in der Regel bei den Standart OAZ Versionen auf der paralellen Achse bis zu 2mm und in Verkippung sicher 0.2mm(und gegeben Falles einiges mehr! je wie die gebohrt worden sind).
Ich habe noch so eine interne Schale aufgehoben unterm Tisch von nem Crayford OAZ daheim die echt krass ist in diesem Punkt bei den Lagerungen, das gerade mal ne simple Schraube ist wo das Lager dranhängt.
Frag mich aber auch wie es Moeglich ist so nen Ding zu biegen, bei den kleinen Schrauben an der Welle zum anpressen im Alu Gewinde gegenüber. Das geht nur mit ner Zange solch einen Druck auszuüben.
Und das macht doch eh keiner mit den kalten Griffeln Nachts....

Clear skies,
- Martin
 
Hallo

Sollte ja kein langer Refraktorauszug sein
Eigentlich haben die TS OAZ alle Ringschwalbe an der Teleskopseite, Adapter auf M90x1 findet man dafür auch, das sollte man bei TS anfragen können. Wäre ja echt doof etwas herzustellen das nicht mit Afapter überall dranpasst.

Gruß Frank
 
Hallo Gerd,
mit dem Taka kann man gut arbeiten, da sich die Schärfeebenen gut voneinander abheben, allerdings recht teuer und unbequemer Einblick. Der Ocal 3.0 den ich neuerdings verwende ist bequemer, da man das Resultat am Bildschirm sieht, besser nicht unbedingt.
CS
Dieter
 
Hallo Gerd,

Vielen Dank erst mal für deinem langen Vortrag, mit dem ich ehrlich gesagt nichts anzufangen weis.
Gerne geschehen, ich bedaure das mein Deutsch so unverständlich ist.
Entschuldigen Sie mich bitte.

Meine Frage wegen dem "Takahashi Justierteleskop" richtete sich an Dieter.
Ok, ich ziehe mich mal anständig zurück und bedaure mich zu äußern.
I Apologize!

Mit deiner Methode oder den Problemen damit kann ich nicht sehr viel anfangen.
Durchwegs verständlich bei den größeren Modellen das sie mechanisch besser verarbeitet sind. Das kommt von der Wahl der Materialien her, gibts halt nicht die Guss Teile die wackeln wenn nicht richtig eingespannt werden oder gar schief in den Backen der hoch automatisierten Drehbänke.
Bei solchen Teilen evident bei kleineren Modellen hat man eine Lotterie zu mit zu spielen manchmal....
Bekannt ist allgemein dass die Endkontrolle vom Kunden gemacht wird.
Ja das gab es doch schon mehrfach, ich helfe immer gerne weiter wenn es klemmt bei diesen bei mir im Bestand privat befindlichen Optischen Instrumenten.


Mit freundlichen Grüßen,

- Martin
 
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