Moin Zusammen,
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Naja, was heisst vergleichen? Man kann eben immer einige Details Herstellerbezogen betrachten. Andere Details sind Modellabhängig.
Von der TS-Serie habe ich inzwischen auch den 10-Zöller kennengelernt.
Gemeinsam haben die Teleskope offensichtlich den Okularauszug. Den habe ich vor ca. 2 Wochen auch baugleich blos anders lackiert an einem blauen 10" Skywatcher wiedergefunden. Der Auszug ist nicht schlecht und bietet sogar Zug/Druckschrauben, um auf die optische Achse justiert zu werden. Wie mancher gelesen hat, habe ich mir den OAZ im selbstbau mit einem Fokussiermotor versehen. Bei Webcam-Fotos von Jupiter und Mars konnte ich damit ein Shifting von ca. 70 Bogensekunden bemerken. Visuell fällt es auf, ist aber kein Problem. Beim kleinen Feld der Webcam stört es etwas, vor allem wenn wegen schlechter Poljustage der Planet auch noch auswandert. (OK, Geständnis: Bei Planetenfotos vom Balkon aus bin ich tatsächlich zu faul, durch den Polsucher zu schauen.)
Der Auszug hat auch Madenschräubchen, um das Shifting einzustellen, blos meiner läuft schon recht stramm und ich denke weniger Shifting würde noch strammer bedeutetn - ich habe es aber auch noch nicht versucht, da nachzujustieren.
Das Auszugrohr hat 60mm, ein von Vixen her bekanntes Gewinde schliesst es ab. Die Okularadaption darauf ist etwas eigenwillig, da zunächst ein Ring aufgeschraubt wird, indem die 1,25" oder 2" Adaption jeweils mit zwei Schrauben in einer Nut geklemmt wird. Das ganze ist saustabil und liegt auch glatt auf, also kein Nachteil. Der 1,25" Adapter enthält zum einen gleich ein T2-Gewinde, aber auch ein 36mm Innengewinde für Vixen-Projektionsadapter. Leider vignettiert das 36mm Gewinde den T2-Durchlass etwas. Wie das beim 200/1200 konkret am Rand ausschaut, weiss ich allerdings nicht. Aber hier darf man sich über das von Vixen her bekannte Gewinde am Auszugsrohr freuen - wer möchte kann einfach eine Vixen Okularklemmung anschrauben.
Unterschiedlich ist an den Geräten wiederum die Spiegelzelle. Während die meines 300ers ganz passabel Dienst tut (mancher hat aber die 3-Punkt Lagerung in eine 9-Punkt umgebaut), ist die vom 250er nicht so gelungen. Der 250er hat nämlich keine Konterschrauben, sondern unter den Stellschrauben dicke Federn. Aber Federn federn und das auch Unterwegs im Auto, oder wohl auch mal beim Umschwenken. Jedenfalls sind wohl Justageprobleme das Resultat. Sachdienliche Hinweise kann Thomas Stelzmann geben.
Was unter dem 8-Zoll-Spiegel sitzt, muß man schauen.
Die 96%-Verspiegelung zeigt schon Wirkung, so glaube ich. Ich habe viele Jahre mit 12" f/5 mit Standardverspiegelung beobachtet. M57 erschien mir einfach heller mit der 96% Verspiegelung - allerdings habe ich noch keinen direkten Vergleich machen können. Das würde mich noch interessieren, wie der Orion mit 96% zum Beispiel gegen einen standardverspiegelten GSO 200/1200 ausschaut.
Die Leichtbauweise macht die Orions ja interessant, weil man so Geräte noch zumindest visuell auf Montierungen packen kann, die ansonsten eine wesentlich teurere Montierung benötigt hätten. So ist der 12 Zöller auf meiner Gm-8 visuell nutzbar, und auch eine GP-DX würde es noch packen. Der Fokussiermotor tut aber in beiden Fällen gut.
Clear Skies
Sven