TS Refraktor 152/ 1200

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Murdock

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Hallo


Hat vielleicht jemand einen TS Refraktor 152/ 1200?
Mich würde interessieren ob dieses Teleskop für Mond und Planeten geeignet ist (Farbfehler kann ich mit leben).

Wie sieht es mit DeepSky bei der Öffnung aus?
Wäre M13 auch ähnlich wie bei einem 8" aufgelöst?


Und was auch wichtig zu wissen wäre, ist die Astro 5 DX ausreichend stabil für rein visuelles sehen?


Bitte, was mich wirklich ernsthaft interessiert sind nur meine Fragen, kein Streit Refraktor vs Newton.
Über die Suche bin ich auf einen ähnlichen Thread gestoßen, dieser wurde aber förmlich "zerissen", so daß ich für mich keine ausreichenden Antworten auf meine Fragen heraus ziehen konnte.


Zur Zeit überlege ich mir ein neues Teleskop zuzulegen, kann mich aber einfach nicht entscheiden. Ich beobachte fast nur von der Terasse aus (mit einer schönen Laterne in 6 Metern Entfernung).

DeepSky kommt daher auch weniger in Frage. M13 ist aber immer wieder in Reichweite, daher auch meine Frage diesbezüglich.



PS: auch wenn ich schon einige Jahre hier bin, ich bezeichne mich immer noch als Anfänger.



Gruß Dirk
 
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hallo dirk,

ich habe einen synta 6" f/8er....daher von der leistung sicherlich vergleichbar....

ich halte das gerät für einen guten allrounder. M13 ist in guten nächten bis ins zentrum aufgelöst. mit entsprechenden filtern sind nebel ebenfalls beeindruckend auch unter einem 4er himmel...und unter gutem himmel ist es ein genuss mit 30-facher vergrößerung und 2" oku spazieren zu gucken...

planeten? tja...entgegen der allgemeingültigen aufassung hier, kann man mit dem gerät auch prima diese bestaunen. allerdings würde ich mir auch hier die neuen block-filter gegen den farbsaum holen. visuell nutze ich meist den kontrast-booster, mache aber grade versuche (wenn das wetter mitspielen würde) mit fringe+skyglow.

saturn konnte ich mit dem booster bei 300-fach beobachten. jupiter bislang aber nur mit 180-fach. mehr gab das seeing bislang nicht her. allerdings waren in ruhigen momenten jede menge struktur und viele ausfransungen in den bändern zu sehen...

du musst dir aber klar darüber sein, dass das ein mortsteil ist! deine monti dürfte auch visuell eine zumutung mit dem flak sein....


PS: ich muss meine aussagen etwas relativieren, bzw. verfeinern: M13 ist indirekt aufgelöst. für direktes sehen fehlt es dann doch an licht. ausser du hast einen 6,5er himmel. da gehts auch direkt....erlebt auf dem ITV

und saturn wird bit booster und 300-fach schon sehr dunkel...ohne filter ist es wieder okay, nur haste dann halt farbe....

das teleskop ist halt in allen punkten ein kompromiss...du kannst alles machen, wirst aber natürlich nie die planetenleistung eines 7" oder sogar 6"-MAK´s und die deepskyleistung eines grossen newton erreichen
 
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Hallo IceyJones


Das hört sich doch alles schon mal sehr positiv an.

Nach der Montierung fragte ich weil Wolfi sie i.V.m. diesem Teleskop anbietet. Rein visuell soll sie demnach ausreichend dimensioniert sein.


Vielleicht hat ja jemand diese oder eine ähnliche Kombination und kann darüber berichten?


Gruß Dirk
 
ich hatte eine vergleichbare monti und es war nur krampf....jedes fokussieren endet mit wackelei. ich würde visuell doch eher die HEQ-5 nehmen. ich habe mir kürzlich aber eine EQ6 zugelegt....

und ich habe oben noch etwas ergänzt in meinem posting...

btw: wo wohnst du? evtl. in der nähe von DUS? wenn ja, lade ich dich gerne mal ein zum probespechteln...
 
Hallo Dirk,
Du solltest mal durch so einen Refraktor selbst durchschauen und Dir eine Meinung bilden. Am besten wäre es, wenn Du den Refraktor mit einem (guten und ordentlich justierten) Newton direkt vergleichen könntest.
Ich selbst habe eine Skywatcher 152/1500. Mit dem Refraktor (bei dem der Farbfehler geringer ist als beim 152/1200) beobachte ich sehr gerne (besonders Objekte in Horizontnähe, die ich mit meinem fest aufgestellten Spiegel nicht erreiche - oder DS mit weitwinkligem 38mm Okular). Ich bin zwar Refraktorfan, aber trotzdem muss ich zugeben, dass der Farbfehler schon ziemlich stört. Für Detailbeobachtungen auf Planeten würde ich deshalb systembedingt Spiegel vorziehen.
Wie IceyJones schon geschrieben hat, benötigst Du unbedingt eine entsprechende Montierung. Meinen 152/1500 (der etwas länger als der 152/1200 ist), habe ich auf dieser Montierung. Die Monti verkraftet den Refraktor gut, während das Stativ (das eigentlich sehr gute Baader-Stativ) nach meiner Meinung schon etwas überlastet ist.

CS. Frank
 
Hallo


IceyJones:
Vielleicht komme ich ja mal auf Dein Angebot zurück, vielen Dank!


Da sich ja so langsam herausstellt das die Astro 5 DX für diese Kombi doch etwas unterdimensioniert ist, frage ich mich, ob vielleicht das DS Maksutov 150/ 1900 auf Astro 5 eine Alternative wäre?


Gleiche Öffnung und etwa 150 Euro günstiger. Der Kontrast soll ja auch recht gut sein wie zu lesen ist. Wie justierstabil sind die Maksutov Teleskope eigentlich?



Gruß Dirk
 
ein mak wird sicher wesentlich besser gehen als ein langer refraktor. der hebel ist gar keine mehr....

allerdings haste mit einem mak doch eher einen planeten-spezialisten....die eierlegende wollmilchsau gibts halt nicht....

der refraktor könnte einer sein, wenn er farbrein wäre, ist er aber nicht....ansonsten aber dennoch ein feines gerät, das ich nicht missen möchte...

wie gesagt, schau mal durch und bilde dir deine meinung...
 
Hallo Dirk

Besitze einen 152/1200 Fraunhofer von Ts auf EQ6-früher auf ADM-Celestron. Zur optischen Leistung des Gerätes , schließe
ich mich der Beurteilung von Icey Jones voll und ganz an und bestätige diese. Die weit verbreitete Bezeichnung dieses Gerätes als "Farbwerfer" ist dogmatisch und entspricht bei weitem nicht der Realität. Bis zu 120fach bemerkt man keinen- bei höherer Vergrößerung einen sehr moderaten Farbfehler, der mich jedenfalls nicht stört.Das
Gerät ist gewissermaßen ein Allrounder. Im Deep-Sky-Bereich
setzt die Öffnung von 6" Grenzen, - für Übersichtsbeobachtungen ( Sternfelder,Off.Sternhaufen )
optimal.M13 siehst Du bei gutem Seeing bis ins Zentrum aufgelöst.Im Krater Plato habe ich mit diesem Gerät schon 7 Kleinkrater gesehen!
Die Montierung Astro 5 ( Ich habe eine vergleichbare ADM )
ist für rein visuelle Beobachtung ausreichend- für Fotografie brauchst Du eine EQ6 !Der Refraktor ist vom Preis-Leistungsverhältnis eine gute Anschaffung- solide Verarbeitung, gute Optik .Beeindruckend Kontrast und Schärfe
-trotz Farbfehler.
beste Grüße Werner
 
HAllo Dirk,

vorweg, bevor ich es vergesse:
Versuche doch vor einem Kauf selbst durchzuschauen, am besten
im Vergleich zu anderen Teleskopen wie Newton oder Mak.
Dafür gibt es Teleskoptreffen, also Schlauchboot und Gummistiefel :biggrin:
einpacken und hinfahren. Letztendlich must du selbst entscheiden
wieviel Rabfehler du akzeptieren kannst.

Systembedingt leidet ein 6"f/8 FH sehr stark unter seinem Farbfehler,
das mindert seine Leistung am Planeten, am stärksten an
Jupiter
der hell ist und subtile Kontraste aufweist.

Zu deinen sonstigen Fragen:
Ja, Icey hat es schon gesagt, es kommt auf deinen Himmel an,
wie dunkel der ist, wie gut du M13 und andere Kugelhaufen
als Kugelhaufen zu sehen bekomst.
Da sind 2 Dinge gefragt:
1) Auflösungsvermögen. 2 nebeneinanderstehende Sterne des KH
müssen getrennt werden.
2) Lichtsammelvermögen. Ein Stern muß vor dem Hintergrund
so hell erscheinen daß du ihn als Stern wahrnehmen kannst.

Montierung:
Sieh dir den 6"f/8 FH live an! Der ist groß, schwer und die
Stativbeine müssen weit ausgezogen werden damit du nicht im
Gras kauern must. EQ5 und die verstärkten VErsionen sind aus
meiner Sicht zu schwach für den FH, da sollte mindestens
eine EQ6 her. Fokussier einfach mal bei 200x und schau wie
lange es dauert bis du dann wieder beobachten kannst.

Wenn du einem großen Refraktor vorziehst:
Cai Uso Wohler hat doch kürzlich seinen 120mm ED angeboten,
das wäre doch eine sehr gute Alternative zum 6"f/8 FH.

Ich beobachte fast nur von der Terasse aus (mit einer schönen Laterne in 6 Metern Entfernung).

Dep Sky ade. KAuf dir lieber einen Winkelschleifer als ein
neues Teleskop :teufelgrr:

CS,Karsten
 
wenn du eine terasse hast mit platz, spielt dieser ja keine wirkliche rolle. auf meinem balkon kann es mit dem gerät schon eng werden. gerade jetzt mit dem flachstehenden jupiter wirds eng nach hinten....

du wirst das problem nicht haben und hast sicher noch platz einen sichtschutz zur laterne hin aufzustellen...ausserdem habe ich mir (wohne mitten in der stadt, mit 5 laternen, kraftwerk in 1km entfernung, etc) velours in den tubus geknallt. seitdem sind selbst die letzten streulicht-macken dahin....das spricht wieder für den refraktor....

bez. der montierung ist das immer das pers. empfinden, wieviel wackelei man ertragen kann. bei meiner eq6 wackeld es nach dem fokussieren noch ca. 3 sekunden. dann ist wieder ruhe....bei der HEQ5 würde ich mal auf 6-7 sekunden tippen. bei der Astro5 entsprechend noch mehr....

wie gesagt kommt es auf die ansprüche an. ich habe mit den teil 3 jahre lang auf einer GEM-1 beobachtet....wenn ich keine massnahmen zur schwingungsreduktion getroffen hätte, hätte ich 20-25 sekunden warten müssen....ging aber auch....und mit viel gefühl kann man die hand stabilisierend einsetzen....

was für DICH aber akzeptabel ist, kannst nur du entscheiden....
 
Hallo


Ich denke es wird dann doch der MAK werden. Ich hatte mal einen 8" Newton (200/1000) auf EQ 5. Das war schon ziemlich zittrig damals.


Der MAK wird, denke ich, ziemlich stabil auf der Astro 5 liegen.


M13 habe ich damals übrigens trotz der Laterne sehr schön sehen können. Bei Galaxien habe ich da wohl tatsächlich keine Chance. Ich denke das mir deshalb auch die 6" Öffnung des MAK völlig ausreicht.


Auf jeden Fall vielen Dank für die zahlreichen Antworten!!!


Gruß Dirk
 
gerne....und glückwunsch zum planetenspezialisten ;o)

@karsten:
habe nur die taukappe und das erste segment bis zur ersten blende mit velour beklebt. das hat gereicht, um das direkte, seitliche streulicht der 5 hellen straßenlaternen komplett wegzubekommen....hat mich 5 euro gekostet ;) denke das ist okay....
 
Hallo,

6" sind für Kugelsternhaufen zu wenig, selbst für
M13. Meiner Meining nach ist die Untergrenze für
Kugelssternhaufen 8". Ich bin ein bekennender KS Fan
und habe selber auch nur 8". Deswegen gucke ich gerne
mal bei anderen Mitbeobachtern durch 12", bei den
Kugelsternhaufen bringt das nochmal richtig was.

Am Planeten ist der Farbfehler nicht nur eine Geschmacks-
und Toleranzfrage, sondern vernichtet auch einfach Auflösung
und Details, die ja bei 6" ehe schon ein bißchen knapp
sind. Da wäre eine farbreine 6" Optik um Längen besser.
Auch mehr Öffnung kann am Planeten nicht schaden. Die
Zeiten des Amateurfernrohrs mit 100mm Öffnung sind da
heute wirklich vorbei. Darüber können wir doch eigentlich
nur froh und glücklich sein.

Da der 6" Refraktor schon vom Gewicht und auch der Länge
her ein richtiges Männerfernrohr ist, sind die Montierungen
der EQ5 Kategorie meist schon zu schwach. Das liegt unter
anderem auch an den Stativen dieser Klasse. Auf einem
superstabilem Stativ mag es gehen, visuell natürlich nur,
ist aber auch sicher schon eine Geschmacksfrage. Mit einer
EQ6 ist man da eher auf der sicheren Seite, und selbst da
würde ich ein stabileres und auch höheres Stativ nicht
ablehnen.

CS
Antonius
 
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Moin Dirk!

> Ich denke es wird dann doch der MAK werden.

Naja, gut. Du solltest aber nicht davon ausgehen, daß ein Teleskop mit kleinem Öffnungsverhältnis automatisch ein "Planeten-Spezialist" ist. MAK's und SCT erreichen locker 30% Obstruktion und mehr - das geht auf den Kontrast.
Planetenteleskope sind für mich eher obstruktionsfreie (Refraktor / Schiefspiegler) oder obstruktions-optimierte (langbrennweitige Newtons mit kleinem FS) Instrumente.

Noch ein Wort zu dem FH 150/1200: Durch das große Linsenpaket wird das Teleskop sehr kopflastig. Wenn man's dann in die Waage bringt, kommt der OAZ weit weg von der Monti. Sieht für mich immer etwas komisch aus, wenn ich sowas montiert sehe - und Du brauchst ein hohes Stativ, um nicht auf dem Boden rumzurutschen.
Eine Astro-5 für einen derartigen Refri ist völlig unterdimensioniert - da sollte m.M. mindestens was in der EQ-6-Klasse drunter, auch visuell.
 
> Die Zeiten des Amateurfernrohrs mit 100mm Öffnung sind da heute wirklich vorbei.

Hört, hört... :augenrubbel:
 
Hallöchen

Es wurde zwar eigentlich schon alles gesagt - ich will dennoch mal meinen Senf dazugeben:

Ich habe auch einen Synta FH 150/1200 (sollte dem TS recht ähnlich sein) auf einer EQ-6. Und ich muss sagen, ich bin glücklich mit dem Gerät.
Mit 6 Zoll Öffnung kann man durchaus schon beginnen DeepSky zu machen (ganz klar - mehr ist besser). Und mit entsprechenden Okularen hast du dann auch ein schön großes Gesichtsfeld. Habe letztens wieder Nordamerikanebel und Cirrusnebel genossen, ist einfach herrlich (dafür brauchst du dann aber wirklich einen dunklen Himmel).
Auch was Planeten angeht, stimme ich IceyJones zu. Die Geräte sind wesentlich besser als ihr Ruf und liefern ein schönes kontrastreiches Bild. Ganz klar, bei hellen Objekten und starken Vergrößerungen hast du einen deutlichen blauen Saum. Während ich aber früher noch fleißig in diesen Fällen meinen Kontrast-Booster reingeschraubt habe, um diese zu unterbinden, verzichte ich inzwischen darauf und bevorzuge ein mit blauem Rand geprägtes aber unverfälschtes Bild. Gerade was diesen blauen Farbsaum angeht, mache ich aber auch immer wieder die Feststellung, dass das von Beobachter zu Beobachter ganz unterschiedlich ist. Mich störts nicht - andere sehr (daher ist der Tipp mit dem selber durchschauen bevor man's kauft nie falsch).

Gruß
Andy
 
Hallo Sternfreunde
Antonius sollte einmal durch einen guten 6" -Fraunhofer M13 beobachten. Dann würde er keinen solchen Schwachsinn schreiben.Was er über verminderte Auflösung und Schärfe ,verursacht durch den Farbfehler eines 152/1200 Fraunhofer schreibt, scheint dogmatisch bedingt. Nur absolute Experten , zu denen ich mich allerdings nicht zähle , können so etwas bemerken.Ich besaß einen 120mm APO von TMB , der in Abbildungsqualität ( reine Ästhetik ) natürlich " besser " als der Fraunhofer war -mehr zeigte er aber auch nicht.Mit einem 8" Newton kann sich der Fraunhofer, was Schärfe und Kontrast anbelangt allemal messen. Natürlich ist er durch die schweren Linsen etwas kopflastig ,- das normale Stahlrohrstativ einer EQ6 trägt das Ungetüm allerdings sehr stabil und hat für mich jedenfalls (1,78m Körpergrösse )keinerfei Höhenprobleme.
Der 152/1200 Fraunhofer von TS ist kein Planetenspezialist, auch kein Endgerät für lichtschwache Deep-Sky-Objekte! Für Sternfeldbeobachtung ,Sternhaufen , hellere Deep-Sky-Objekte
ist er ein empfehlenswertes Gerät- gewissermaßen ein Allrounder! Die Bemerkung von Antonius, die Amateurastronomie finge heutzutage erst über 100mm Öffnung an ,diskriminiert all die vielen Sternfreunde , die mit kleinen Geräten beobachten! Ich persönlich kenne sehr viele Sternfreunde , die viel Freude und Erlebnis mit kleinen Teleskopen haben.Noch vor einigen Jahren war ein 6" Fraunhofer für den Normalverbraucher nahezu unerschwinglich.Hat Antonius das vergessen?Im übrigen spielen bei einer Kaufentscheidung Aspekte , wie Preis-Leistung , Verarbeitungsqualität , Transportabilität , Ausbaumöglichkeiten etc. eine Rolle . Der Fraunhofer von TS und vergleichbare sind nun mal ein Kompromiss .- allerdings ein sehr guter! Hoffetlich habe ich jetzt keine APO-Fraunhofer-Newton-Diskussion losgetreten , die es ja schon ausführlichst in diesem Forum gibt. Ich will auch dem Antonius nicht zu nahe treten.Die Entscheidung von Dirk - einen MAK anzuschaffen ist eine gute Entscheidung für die von Ihm angegebenen Zwecke!

beste Grüsse Werner
 
Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

Hallo Werner,

Antonius sollte einmal durch einen guten 6" -Fraunhofer M13 beobachten. Dann würde er keinen solchen Schwachsinn schreiben.

Antonius hat schon durch mehrere 6"f/8 FH beobachtet, ebenso wie ich,
und kommt deshalb zu seiner obigen Aussage, die ich weitgehend teile.
Es ist doch ganz einfach:
Wie schlimm sich der farbfehlerbedingte Kontrastverlust auf der
Jupiteroberfläche darstellt kann man testen indem man einen guten
6"f/8 Apo, etwa einen TMB oder einen Takahashi, daneben stellt
und Jupiter im Vergleich beobachtet.
Was dem FH dann an Kontrast fehlt ist weitgehend auf seinen
Farbfehler zurückzuführen.

Mit einem 8" Newton kann sich der Fraunhofer, was Schärfe und Kontrast anbelangt allemal messen.

Wenn du einen Newton-Gurke auftreiben kannst: Ja.
Wenn es aber ein guter Newton ist, dein FH soll ja deiner Ansicht
nach auch ein guter FH sein, dann hat der 6" FH nicht die
geringste Chance gegen den 8" Newton.
Um mit einem guten 8"f/6 Newton mitzuhalten muß es schon
ein 7" Apo sein.

Noch vor einigen Jahren war ein 6" Fraunhofer für den Normalverbraucher nahezu unerschwinglich.Hat Antonius das vergessen?

Was soll uns das sagen? Auch EDs waren unerschwinglich,
nun gibt es billige aus China.
Große Newtons waren seinerzeit auch unerschwinglich,
ein 100/1000mm Haidenhain war ein Traum.
Nun kann man sich einen 12" aus Taiwan für weniger Geld kaufen.

Der 152/1200 Fraunhofer von TS ist kein Planetenspezialist, auch kein Endgerät für lichtschwache Deep-Sky-Objekte! Für Sternfeldbeobachtung ,Sternhaufen , hellere Deep-Sky-Objekte
ist er ein empfehlenswertes Gerät- gewissermaßen ein Allrounder!

Den Einsatzzweck sehe ich wie du, einen Allrounder möchte
ich den 6"f/8 FH aber nicht nennen.

In einem Punkt würde ich Antonius widersprechen:
4" Teleskope kann man auch heutzutage noch gebrauchen,
als Zweit- oder Dritteleskop, für große Gesichtsfelder.

CS,Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

Ich sehe bei dem genannten TS Refraktor zwei Probleme:

1. der Farbfehler, der zwar manche nicht stört, für mich als fehlsichtigen aber als zusätzlicher Kontrastverlust nicht tolerierbar ist (wenn meine Augen schon einen Schaden haben, muss die Optik vor den Augen wenigstens ein brauchbares Bild liefern).

2. viel schlimmer ist m.E. die Montierungsproblematik: dieses Ding ist groß und schwer. Meine eigene Erfahrung ist, dass ein Teleskop auf einem Bild immer kleiner aussieht als in der Realität. Und den Hebel sieht man sowieso nicht.

Wenn aber eine Montierung mit ausreichender Stabilität vorhanden ist, kann man sich so eine Linse natürlich gönnen. Ich würde aber einen 8" Newton immer vorziehen. Im direkten Vergleich kann man den auch parallaktisch montieren und wird vermutlich eine ähnlich dimensionierte Montierung brauchen (je nach Hersteller des Newtons).

Die Eingangs-Frage ging ja um Mond und Planeten und den Vergleich zu einem 8" Newton. Und da denke ich: Lieber beim 8" Newton bleiben, ggf. bissel optimieren oder sich ein schönes Okular gönnen.

Meint zumindest
Adson
 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

hallo Murdock,

6m von der Laterne entfernt kannst du deep sky getrost hintanstellen, abgesehen von den Juwelen die erst höher vergrössert ihre Pracht entfalten (war zb gestern bei ngc 6543 in draco zu Besuch, mit 250x). Die Milchmädchen sagen Grenzgrösse mit blossen Auge ist etwa die verwendbare Austrittspupille bevor die Objekte in der Himmelshelligkeit absaufen. Ich finde das leider noch zu optimistisch.
Und rate daher zum MAK.

Grüsse, Tommy
 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

Hallo Karsten,

mal wieder voll getroffen, bin absolut Deiner Meinung. Auch ich möchte hier gewiss nichts lostreten, sondern nur noch etwas zufügen:
Wenn FH Refraktor, dann in der langen Ausführung wie mein 5" Lichtenknecker. Bei f13-f15 lebt man hier ohne Farbspielchen. Jupiter im 152/1200mm bei z.B. 170x, das sind für mich Farbauszüge der Druckindustrie auf einem Bild. Wer Ahnung von der Materie hat und die verschiedensten Geräte kennt, der würde da nicht durchschauen wollen. Die Farbe, die diese Geräte haben, reißen alles zusammen, was man auf dem Jupiter eigentlich sehen könnte. Und das ist eine Menge.

Wie gesagt, es gibt auch hervorragende FH`s, aber erst so richtig schön ab f15.

CS
Winfried
 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

Hallo @All,

Ich habe mir den den FH 152/1200 für Sonnenbeobartung mit meinem Herschelprisma besorgt.
Letztes Wochenende habe ich ein wenig Spät abgebaut und mir gesagt schau doch mal den Jupi damit an mal sehen wie viel Farbe dabei ist. Okular Nagler 13mm, 2.5X Powermate und kein Filter. Kann nur sagen boah! Den Farbsaum empfand ich als schrecklich.
Zur Frage in Hinsicht Monti, also ich finde das selbst meine EQ-6 was grösser sein könnte (ich hasse wenn sich beim Fokusieren was anderes bewegt als der OAZ und die Nachführung ;) ). Kann aber auch an den mit gelieferten Schellen liegen die weiter auseinander sein könnten...

Grüsse
André
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

hallo andre und winfried,

natürlich hat der FH farbe. das hat nie einer bezweifelt. und natürlich kostet der kontrast an jupiter. an saturn ist der fehler aber zu vernachlässigen.

und an jupiter packt man halt einen der farbsaumkiller-filter rein und man hat den kontrast wieder und erkennt die details. dies natürlich auf kosten von farbtreue, wobei der fringe in kombi mit dem skyglow überraschend farbneutrale bilder liefert.

nur für planeten würde ich aber auch den mak nehmen...ich bin aber als allrounder zufrieden mit dem FH....
 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

So Leute, nun muß ich doch mal den "Opa" raushängen:

- Früher (..so beginnen alle alten Leutchen..), nein, da war nicht alles besser, aber es gab halt mal ein paar Geräte wie Fraunhofer mit 80mm und f20, sündhaft teuer und für mich nie drin, dann gab es einige Wachter-Geräte, von denen man auch nur träumen konnte.

Heute tummelt sich auf dem Billigmarkt so alles, was sich verkaufen läßt. Und da werden Rafraktore als APO`s verkauft, die keine sind; da werden Refraktore angeboten als "Rich-field", die ich maximal mal als besseren Sucher einstufen möchte; und wenn`s die Leute nicht kaufen wollen, dann ist der kleine Richfield auf einmal ein "reisetaugliches Planetengerät"....
Mein Gott, ich arbeite seit 35 Jahren in der Werbung und habe auch schon so manchen Werbetext verfasst, bei dem es mir selbst eiskalt den Buckel runter lief, aber zwischenzeitlich wird im "Kampfpreis-Bereich" ein Sch... erzählt, daß sich mir die Barthaare sträuben (andere habe ich leider kaum noch, da würde sich das sträuben nicht lohnen....).

Doch gerade die Einsteiger fallen immer wieder auf solchen Unsinn rein und daher halte ich es für richtig, diese Dinge, - da sind wir uns wohl alle im klaren - ,richtigzustellen und ruhig auch mal die Händler aufs Korn zu nehmen, die alles so vollmundig versprechen.

Dies bezieht sich auch auf die angebotenen Montierungen. Meine GP-DX trägt einen 5" mit 1500mm visuell gerade noch. Wenn da dann Händler kommen und behaupten, eine EQ3 oder 5 wäre dafür fotografisch noch ausreichend, da würde mir schon mal die Hand ausrutschen....

Aber zum Glück kann derjenige, der sich vorab hier informiert, von den alten Hasen doch einiges lernen. Und manche tun das sogar!

Also weiter im Trott,

Grüße und CS
Winfried

...so, Frust abgeschüttelt und weiter geht`s im Takt..
 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

hallo winfried,

da du mir geantwortet hast gehe ich davon aus das du mich meinst, bzw. meinst, dass ich schxxxx erzähle....

ich kann mich an einen abend erinnern, an dem meine 6"-scherbe gleich zwei 8" dobsons stehen gelassen hat an saturn. bei beiden geräten (ein hofheim und ein gso glaub ich) war das bild zwar heller, aber keinesfalls knackiger o.ä.

beide besitzer waren überrascht, saturn bei 200-fach knackescharf durch mein kaleidoskop zu sehen. auch bei 300-fach gabs noch ein sehr brauchbares bild.....

spassenshalber haben wir noch venus probiert. ohne filter sah es natürlich bei mir aus wie ein regenbogen, aber mit filter absolut farbrein. lediglich ein leichter roter saum war übriggeblieben.....

soviel zum unsinn der werbebranche...

 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

Hallöchen Winfried

Zitat von Berberich:
Auch ich möchte hier gewiss nichts lostreten, sondern nur noch etwas zufügen:
Das ist ja eine Noble Absicht - es wird dir aber bestimmt nicht gelingen, wenn du danach solchen Unverschämtheiten bringst:
Zitat von Berberich:
Wer Ahnung von der Materie hat und die verschiedensten Geräte kennt, der würde da nicht durchschauen wollen.
Ich behaupte nämlich von mir, Ahnung zu haben. Ich Beobachte regelmäßig mit einem 7" Starfire Apo und dem hier angesprochenen 6" FH.
Selbstverständlich ist das Bild im Apo besser (es wäre ja auch schlimm, wenn nicht) - und dennoch machen Planeten auch im FH richtig viel Spaß.
Es gilt dabei aber, wie bereits gesagt: Wie störend der Farbsaum empfunden wird ist sehr stark von Beobachter zu Beobachter unterschiedlich - also, erst durchschauen, dann entscheiden.

Gruß
Andy
 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

Hallo Andy, Hallo Jones (Mash),

ich wollte hier nichts lostreten und niemenden (Benutzer solcher Geräte) beleidigen.
"Unverschämt" wad das nicht, aber unverschämt enpfinde ich die von manchen Händlern losgetretenen Werbungen zu so manchem Farbwerfer. Daher habe ich meinen Beitrag auch, so glaubte ich zumindest,- humorvoll geschrieben.

Ich hatte den Vergleich zwischen meinem "alten" Lichtenknecker und dem Skywatcher 152/1200, und dazwischen, Verzeihung, lagen eben Welten. Gut, mit einem Fring-Killing Filter von Baader, den ich habe, war es etwas besser. Auch ich kann durchaus mit einem Farbfehler leben, wenn es um den Preis geht und ich mir keinen Astro-Physiks leisten kann.
Aber wenn ich mir die feinen Details auf Jupiter anschauen möchte und sie gehen in der Farbigkeit der Abbildung unter, dann kann ich auch darauf verzichten. Vielleicht, da es schon 2 Jahre zurück liegt, war der von mir getestete Refraktor auch nicht das Wahre, es gibt immer Ausrutscher.

Aber wenn es um die "Beratung" geht, dann möchte ich objektiv sein und zumindest darauf hinweisen, was passieren kann. - Gut, mein Schreibstil mag manchmal schon grob (aber offen) sein, aber ich benenne die Dinge gerne so, wie sie sind.

Und wenn ich für gleiches Geld einen Newton bekomme, der mehr kann, dann muß ich darauf hinweisen.
IceyJones: wir kennen uns recht gut von diversen ITV`s und Du weißt eigentlich, daß ich nicht der Spötter bin (der mit Bart, Hut und dem "dicken" Wohnwagen mit Jeep, der gerne mal einen Kaffee bei Euch trinkt...)

Wenn`s falsch verstanden wurde, ENTSCHULDIGUNG

Gruß
Winfried
 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

hi winfried,

das letzte itv war mein erstes ;) war alles etwas viel neues was ich an namen zu lernen hatte....aber gesichter kann ich mir gut merken und ich glaube sogar ich weiss wer du bist ;)

von daher:
mein posting klingt evtl. etwas naja....angepisst wenn ich das mal so sagen darf, spiegelt aber doch meine erfahrungen mit dem gerät wieder...und aufm itv hatte ich ja nun wirklich gelegenheit zu vergleichen ;) und saturn war bei eigentlich allen 8"-massenspiegeln irgendwie matschig....gut...jupiter verlgeichen war dann nicht mehr drin, weil mein gerät wie viele andere auch abgesoffen war....

aber wenn man bedenkt, was die 6"-scherbe mitlerweile nur noch kostet, finde ich es durchaus legitim sich die anschaffung zu überlegen. btw: deepsky macht bei einem guten himmel mit dem gerät richtig spass....kann gar nicht mehr alles aufzählen, was ich auf dem itv geniessen konnte ;) auch wenn ich hauptsächlich an den grossen spiegeln photonen schnorren war, hehe....
 
Re: Die bunte Welt der 6"f/8 FHs ...

Hallo Icey,

...aber mit filter absolut farbrein. lediglich ein leichter roter saum war übriggeblieben..

was denn nu, absolut farbrein, oder doch mit Farbsaum ?)

Es gab in der Vergangenheit ja schon etliche Diskussionen zum
Thema Farbsaum beim FH. Der interessierte kann j die Board
Suchefunktion bemühen.

Man kan sich dem Thema ja auf verschiedene Weisen nähern:
- Optik-theoretisch
- praktisch-beobachterisch

Da gibt es dann durchaus Differenzen. Was optiktheoretisch
als ein zu starker Kontrastverlust durch den Farblängsfehler
erscheint kann praktisch-beobachterisch je nach Opjekt und
(dies wird selten entsprechend berücksichtigt) individuell
zum Teil sehr stark differierendeer Farbwahrnehmung durch
verschiedene Beobachter zu entsprechend unterschiedlicher
Beurteilung führt.

Da hilft nur selbst durchschauen und danach entscheiden ob
so ein zu kurz geratener FH trotzdem für den Beobachter und
das beobachtete Objekt tauglich ist.

CS,Karsten
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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