Ehemaliger Benutzer (6068)
Hallo zusammen,
das wichtige Thema taucht immer mal wieder auf, z.B.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1296087/Re:_Gummimatte_in_Hauptspiegel#Post1296087
Dämmung/Tubusisolierung, kontrollierte Lüftung, Tau-/Störlichtschutz stehen ja bei solchen Seriennewtons immer einem engen Zusammenhang mit der Tatsache, dass die dünnen Blechtuben heutzutage zu kurz und zu eng sind.
So legt man bei der Optimierung die Dämmung, nicht nur aus Wirksamkeitsgründen gerne nach außen, was dann vom Aussehen her Probleme macht und auch meist beschädigungsanfällig ist.
Ich habe bei einem gerade laufenden Projekt mal einen anderen Lösungsansatz gewählt.
Der vorhandene Tubus für den 8-Zöller ist mit 233 mm Durchmesser so eng, dass eine kontrollierte Lüftung unabdingbar ist, aber (auch weil er vorne sehr kurz ist) noch weit davon entfert, zu vignettieren.
Die Isolierung des Tubus sollte eventuell eher Dämmung genannt werden, da es nur darum geht, Temperaturunterschiede des Rohres an sich, die zwischen Ober- und Unterseite bei nächtlicher Beobachtung eigentlich immer und teils recht massiv auftreten, nicht bis an die Innenseite des Rohrs vordringen zu lassen und damit von Strahlengang fern zu halten.
Ich habe mich, weil vorhanden, für Blasenschaumfolie in 1,5mm Stärke entschieden, die an der einfach mit Pritt-Stift eingestrichenen Tubusinnenseite blasenfrei angedrückt wurde. Überstände werden mit dem Teppichmesser abgeschnitten, ein scharfer Schnitt mittig über den inneren Überstand lässt zwei Streifen abfallen, nach deren Entfernung sich die Naht fast unsichtbar schließt.
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/8zollf5/Tubus-8-zoll-Prit-reicht.jpg
Weitere Dämmung und auch Stabilität für die Folienröhre bringt eine Lage schwarze, selbstklebende Veloursfolie, welche zugleich auch Streu- und Störlicht wirksam unterdrückt. Nachdem ich mich bei einigen Tuben extrem mit ganzen Bahnen quälte, habe ich hier mit mehreren überlappenden Bahnstreifen gearbeitet. Das verarbeitet sich wesentlich leichter und die labile Blasenschaumfolie hätte auch kaum mehrfaches Kleben und Lösen, Zurechtziehen zugelassen.
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/8zollf5/Tubusverlngerung-8-zoll-Taukappe.jpg
Wie bereits gesagt, habe ich so den Tubus noch etwas enger gemacht, aber ich hätte wegen der Enge und trotz der offenen Selbstbauzelle für den HS ohnehin einen Lüfter benötigt und der kurze vordere Überhang bringt keine Vignettierung, wobei die engste Stelle ohnehin der Abschlussring des Tubus ist.
Das zweite Bild zeigt auch gleich die ultraleichte Tau- Störlichtkappe.
Die ist bei dem kurzen vorderen Überhang des Tubus sehr wichtig und für den 8-Zöller habe ich sie 30 cm lang gemacht. Etwa 1,5 x D-Tubus über vordere Fangspiegelkante ist bei mir ein bewährtes Maß für die minimale Länge.
Sie besteht aus Blasenschaummatte wie sie auch als Tubusdämmung verbaut ist und Veloursfolie. Sie wurde über dem Tubus gewickelt, indem das Velours mit der Klebeseite nach außen auf den Tubus (das Rohr) gewickelt mit Überstand verklebt wird. Der Überstand ist wichtig, weil man einen etwas größeren Durchmesser braucht, man kann auch über ein dickeres (250er Rohr wickeln). Dann wird die Blasenschaummatte auf die Rundung aufgestrichen und passend abgelängt. Das Ergebnis ist, gerade bei kleineren Durchmessern, eine schon fast formstabile Röhre. Die passende Steckverbindung für den dünneren Tubus wird mit Hartschaumband (Kleberücken) hergestellt. Aus dem gleichen Material gibt es vorne noch einen stabilisierenden Außenring.
Sollte das nicht reichen wird noch ein aussteifender, dünner Blechring unter dem vorderen Hartschaumband eingebaut.
Wenn sich der Blasenschaum als äußere Lage zu beschädigungsempfindlich erweist kann man über eine Außenhaut aus weißer Klebefolie nachdenken, welche auch nochmal stabilisierend wirkt
Bei der Lagerung wird die Kappe einfach umgekehrt hinten auf den Tubus geschoben, stört nicht, kann kaum beschädigt werden und bleibt in Form.
Gruß
*entfernt*
das wichtige Thema taucht immer mal wieder auf, z.B.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1296087/Re:_Gummimatte_in_Hauptspiegel#Post1296087
Dämmung/Tubusisolierung, kontrollierte Lüftung, Tau-/Störlichtschutz stehen ja bei solchen Seriennewtons immer einem engen Zusammenhang mit der Tatsache, dass die dünnen Blechtuben heutzutage zu kurz und zu eng sind.
So legt man bei der Optimierung die Dämmung, nicht nur aus Wirksamkeitsgründen gerne nach außen, was dann vom Aussehen her Probleme macht und auch meist beschädigungsanfällig ist.
Ich habe bei einem gerade laufenden Projekt mal einen anderen Lösungsansatz gewählt.
Der vorhandene Tubus für den 8-Zöller ist mit 233 mm Durchmesser so eng, dass eine kontrollierte Lüftung unabdingbar ist, aber (auch weil er vorne sehr kurz ist) noch weit davon entfert, zu vignettieren.
Die Isolierung des Tubus sollte eventuell eher Dämmung genannt werden, da es nur darum geht, Temperaturunterschiede des Rohres an sich, die zwischen Ober- und Unterseite bei nächtlicher Beobachtung eigentlich immer und teils recht massiv auftreten, nicht bis an die Innenseite des Rohrs vordringen zu lassen und damit von Strahlengang fern zu halten.
Ich habe mich, weil vorhanden, für Blasenschaumfolie in 1,5mm Stärke entschieden, die an der einfach mit Pritt-Stift eingestrichenen Tubusinnenseite blasenfrei angedrückt wurde. Überstände werden mit dem Teppichmesser abgeschnitten, ein scharfer Schnitt mittig über den inneren Überstand lässt zwei Streifen abfallen, nach deren Entfernung sich die Naht fast unsichtbar schließt.
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/8zollf5/Tubus-8-zoll-Prit-reicht.jpg
Weitere Dämmung und auch Stabilität für die Folienröhre bringt eine Lage schwarze, selbstklebende Veloursfolie, welche zugleich auch Streu- und Störlicht wirksam unterdrückt. Nachdem ich mich bei einigen Tuben extrem mit ganzen Bahnen quälte, habe ich hier mit mehreren überlappenden Bahnstreifen gearbeitet. Das verarbeitet sich wesentlich leichter und die labile Blasenschaumfolie hätte auch kaum mehrfaches Kleben und Lösen, Zurechtziehen zugelassen.
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/8zollf5/Tubusverlngerung-8-zoll-Taukappe.jpg
Wie bereits gesagt, habe ich so den Tubus noch etwas enger gemacht, aber ich hätte wegen der Enge und trotz der offenen Selbstbauzelle für den HS ohnehin einen Lüfter benötigt und der kurze vordere Überhang bringt keine Vignettierung, wobei die engste Stelle ohnehin der Abschlussring des Tubus ist.
Das zweite Bild zeigt auch gleich die ultraleichte Tau- Störlichtkappe.
Die ist bei dem kurzen vorderen Überhang des Tubus sehr wichtig und für den 8-Zöller habe ich sie 30 cm lang gemacht. Etwa 1,5 x D-Tubus über vordere Fangspiegelkante ist bei mir ein bewährtes Maß für die minimale Länge.
Sie besteht aus Blasenschaummatte wie sie auch als Tubusdämmung verbaut ist und Veloursfolie. Sie wurde über dem Tubus gewickelt, indem das Velours mit der Klebeseite nach außen auf den Tubus (das Rohr) gewickelt mit Überstand verklebt wird. Der Überstand ist wichtig, weil man einen etwas größeren Durchmesser braucht, man kann auch über ein dickeres (250er Rohr wickeln). Dann wird die Blasenschaummatte auf die Rundung aufgestrichen und passend abgelängt. Das Ergebnis ist, gerade bei kleineren Durchmessern, eine schon fast formstabile Röhre. Die passende Steckverbindung für den dünneren Tubus wird mit Hartschaumband (Kleberücken) hergestellt. Aus dem gleichen Material gibt es vorne noch einen stabilisierenden Außenring.
Sollte das nicht reichen wird noch ein aussteifender, dünner Blechring unter dem vorderen Hartschaumband eingebaut.
Wenn sich der Blasenschaum als äußere Lage zu beschädigungsempfindlich erweist kann man über eine Außenhaut aus weißer Klebefolie nachdenken, welche auch nochmal stabilisierend wirkt
Bei der Lagerung wird die Kappe einfach umgekehrt hinten auf den Tubus geschoben, stört nicht, kann kaum beschädigt werden und bleibt in Form.
Gruß
*entfernt*
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