Tubusseeing bei 6" Newton

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Lutz_11

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Hallo,

Günther(*entfernt*GMS) hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Tubusseeing auch bei 6" eine Rolle spielt.
Mich würde jetzt interessieren wer von Euch einen Lüfter in sein 6" Newton gebaut hat und anschließend eine deutlich bessere Abbildung hatte.
Mich würde auch interessieren welcher Lüfter geeignet ist und ob eventuell weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel zusätzliche Lüftungslöcher notwendig sind.
Insbesondere würde es mich für einen 6" f/6 Orion UK, den ich selber habe, interessieren.

Viele Grüße
Lutz
 
Hallo,

ich würde mit dem ganzen Tubusseeing etwas vorsichtig sein. Bei meinem Meade 10" f/4.5 habe ich kaum Tubusseing, was zum einen an dem thermisch inerten Papptubus liegt, zum anderen daran, daß der Tubus umlaufend gut 1" größer ist als der Spiegel und somit warme Luft ausserhalb der optisch wirksamen Apertur ausströmen kann.

Viele Tuben sind einfach unterdiemensioniert, ein Kollege hatb nen Skywatcher 254/1200, dessen Spiegel paßt grad halt so rein in den Tubus, welcher deutlich schlanker ist als bei meinem 254er.

Ich würde erstmal bewerten: hast Du wirklich Tubusseing, ist der Tubus so eng dimensioniert? Oder ist es einfach atmosphärisches seeing und der Planet tanzt im Refraktor der 3m daneben steht, genau so? Ob dieser ganze Lüfterfetischismus nicht zum Teil nur ne Placebowirkung hat und etwas arg aufgebauscht wird, sei mal dahingestellt! Manchmal kommt mir das so vor: A hat nen Lüfter eingebaut ist natürlich begeistert, also braucht B auch nen Lüfter, vielleich sogar 2 und richtungsumkehrbar unddas ist ja gleich noch besser und so schaukelt sich das dann hoch... Da grüßt der Sportauspuff, der 3,7PS mehr bringt...

Gruß

Markus



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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
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Hi Lutz,

wesentlich wichtiger für eine gute Abbildung als das Tubusseeing ist die Spiegeldeformation beim Auskühlen! Gerade im Winter merkt man das wenn eine große Temperaturdifferenz zw. Innen und Außen besteht. Die Sterne wabbern und lassen sich kaum fokusieren. So verwende ich eigentlich den Lüfter an meinem 8" Dobson nur in den Monaten Dezember-April wenn es draußen deutlich unter +5°C geht. Der Unterschied mit/ohne Lüfter ist da frappierend. In den "warmen" Monaten hingegen spielt eine Belüftung kaum eine Rolle. Richtig ist hingegen je größer der Spiegel umd so wichtiger wirde der Lüfetr die Lüfter, da ein großer/dicker Spiegel natürlich viel länger braucht um sich an die Außentemperatur anzupassen.
Dem "Tubus-Seeing" hingegen würde ich keine so große Beedeutung beimessen.

Gruß
Lots
 
hallo Lutz,

ein Spiegel ist halt ein guter Wärmespeicher. Bei einem kleineren Gerät verläuft die Temperaturanpassung schneller, also sind auch die Probleme nicht so gross wie zB bei einem 10". Wie Markus sagt, spielen auch das Tubusmaterial und die Übergrösse des Tubus eine Rolle, Metall strahlt mehr Wärme ab und ist gerne etwas kälter als die Umgebungsluft, besonders oben. Aber auch die Luft die sich am Spiegel erwärmt, streicht über die Spiegeloberfläche und verzwrrt die Wellenfront. Da hilft der Lüfter.

Auskleiden mit Velour dämmt da schon mal nach innen, und Einpacken des Tubus bringt auch was, neben der obligaten Ventilation. Aber zuerst tät ich mal prüfen, ob wirklich ein Problem vorliegt das zu bekämpfen lohnt.

Demnächst bekomm ich so einen Orion 150/900 der vom Vorbesitzer in genau der geschilderten Weise getunt wurde. Ob der ganz ohne Grund etliche Arbeitsstunden da reingesteckt hat, bezweifle ich.

lg Tommy
 
Hi,
darf ich da mal kurz etwas einwerfen?

Zitat von tommy_nawratil:
Auskleiden mit Velour dämmt da schon mal nach innen

Velour ist primär für das Streulicht sinnvoll und in engen Grenzen auch für Luftfeuchtigkeit, aber weniger für den Strömungsverlauf im Tubus. Die dünne Schicht ist als Temperaturisolation kaum wirksam.

Gruß
 
hallo Tauri,

Velour verändert hauptsächlich das Wärme-Abstrahlverhalten der Tubuswand in günstiger Weise, und wirkt isolatorisch hm na wie ein leichter Pulli in einer Sommernacht :-)

zum Thema immer wieder interessant: Kurt Schrecklings Messungen zur Auskühlung von Teleskopen und dem Einfluss von Belüftung:

Kurt Schreckling Messungen zur Auskühlung

dieser Beitrag ist auch interessant!

lg Tommy
 
Hallo Lots,

mal wieder...!!!! Weil das nämlich Händlerlatein ist: Widerspruch!

Der Verlust an Bildqualität durch Spiegeldeformation kann überhaupt erst sichtbar werden, wenn das Tubus-Seeing nicht mehr stört. Genau das ist eben das beschriebene Wabern - die Spiegeldeformation sorgt für eine konstante, sich über minuten hinweg kaum verändernde Störung der Abbildung. Da können einfach unscharfe Sterne durch die veränderte sphärische Korrektur (keine Parabel) entstehen, dreieckige Verspannungen (Mars 3x nahe am Fokus) und auch Asti.

Das Tubus-Seeing ist alles! Erst wenn man das im Griff hat, lohnt z.B. ein teures Spiegelmaterial mit wenig oder keiner Temperaturausdehnung.

Der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen ist relativ unwichtig, weil die "grobe" Temperaturanpassung sehr schnell geschieht. Die letzten Zehntelgrade Temperaturunterschied erzeugen im Spiegel kaum Verspannung, aber für Tubus-Seeing reichen sie aus.
Dass Du im Sommer wenig Probleme damit hast, liegt daran, dass die Nächte im Sommer oft einen geringen Temperaturgradienten haben, also dass es nach Dämmerungsende nicht mehr so stark kälter wird (hohe Luftfeuchte). Dadurch kann sich der Spiegel besser anpassen. Bei klarer Luft und starkem Temperaturgefälle während der ganzen nacht rennt der Spiegel immer hinterher mit mehr Tubus-Seeing und mehr Verspannung.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Lutz,

ich hatte mal einen 6" f/5 Skywatcher-Newton. Da war zunächst die Rückseite der Spiegelzelle mit einer Blechplatte verblendet. Die habe ich als erstes entfernt, was schon eine ´deutliche Verbesserung brachte. Dann habe ich noch einen Lüfter montiert (ich glaube 12cm Durchmesser, bin aber nicht mehr sicher), den habe ich aber nur während des Auskühlens vor dem Beobachten laufen lassen, weil mir das Geräusch auf den Keks ging. Alles zusammen hat meiner Meinung nach schon eine Verkürzung der Auskühlzeit bewirkt. :/




Viele Grüße,
Roman
 
Hallo Lots,

wesentlich wichtiger für eine gute Abbildung als das Tubusseeing ist die Spiegeldeformation beim Auskühlen!

Gerade im Winter merkt man das wenn eine große Temperaturdifferenz zw. Innen und Außen besteht. Die Sterne wabbern und lassen sich kaum fokusieren.

Gerade Dein zweiter Absatz beschreibt aber genau das Tubusseeing, oder deformiert sich dein Spiegel beim Abkühlen ruckelig ??

Die Spiegeldeformation beim Abkühlen ist doch nichts anderes als eine vorübergehende über/unter - Korektur der Parabel mit Fokusdrift, aber keinesfalls ein "Wabern"

Johann
 
Hi Tommy,
völlig d'accours - mir gings ja nur um den Effekt des Velours und nicht um die Notwendigkeit der Belüftung - so wie es Karsten auch in dem von Dir verlinkten Bericht sagt.
"Sehr schön konnte ich sehen,daß dieser lichtschluckende Velourbelag das Streulicht der Planeten stark vermindert."

Denn der Tubus seines 8ers ist ja auf ganz andere Art isoliert - und da hat das Velurs nun eher keine relevante Bedeutung für.

Gruß
 
Hallo Lots,

wesentlich wichtiger für eine gute Abbildung als das Tubusseeing ist die Spiegeldeformation beim Auskühlen! Gerade im Winter merkt man das wenn eine große Temperaturdifferenz zw. Innen und Außen besteht. Die Sterne wabbern und lassen sich kaum fokusieren.

du widersprichst dir gerade selbst. Nach dem rausstellen:
Die Sterne wabern und lassen sich kaum scharfstellen => Tubusseeing

Die Sterne wabern auch noch nach 2 Stundne und lassen sich
kaum scharfstellen => schlechtes Seeing, sehr unruhige Atmosphäre.

Die Spiegeldeformation kommt während der Abkühlphase noch dazu,
schafft aber außer bei verspanntem Spiegelträgersubstrat
nicht eine so große Wellenfrontdeformation wie das Tubusseeing.

Man kann auch auf einen Lüfter verzichten, wenn der Tubusdurchmesser
für den Spiegeldurchmesser angemessen groß ist. Die Fernosttuben
sind leider zu eng gehalten.

Velours wirkt zum einen gut gegen Streulicht, zum anderen auch
leicht isolierend, was das Tubusseeing bei ausgekühltem Teleskop
verringern kann. Die Tubusoberseite wird bei Windstille durch
Infrarotabstrahlung kälter als die Umgebungsluft. Wegen der
guten Wärmeleitfähigkeit des dünnen Blechtubus kann dann an
der Innenseite oben Kaltluft entstehen die durch den Strahlengang
im Tubus absinkt. Ein Papptubus, Hartpapiertubus oder auch
Schaumplattentubus wie im zweiten Link von Tommy ist dann
das bessere Material.

CS,Karsten
 
Hallo Lutz,

für Alle noch Mal Dein Ausgangspunkt
http://forum.astronomie.de/phpapps/...topics/623333/Delphin_in_der_Sonne#Post623333

Ich sage gerne nochmal, dass mir nicht ganz klar ist, warum das auch bei geschlossenem Tubus, also vorne ein Objektivsonnenfilter und hinten ein saugender Lüfter bei dem nur Luft durch die Lüfteröffnung kann, funktioniert.
Es funktioniert nicht so gut wie bei der nächtlichen Beobachtung, aber es funktioniert sichtbar gut. Entsprechende Fragen konnen bisher weder hier noch andernorts beantwortet werden.

Du hast die Möglichkeit, das ist das schöne an dem Hobby, mich und alle Anderen zu überprüfen. Dazu möchte ich nochmals raten. Du kannst selbst erfahren, nicht nur in diesem Fall, wer Dir Humbug erzählt und wer nicht.
Meine "Weißheiten" gehen z.B. auf Kurt und Karsten zurück und haben sich durch eigene praktische Beobachtung, auch mit 6" Newtons, bestätigt.

Konkret baust Du Dir einen funktionierenden, vibrationsfreien saugenden Lüfter und schaltest ihn gleich zu Angang der Beobachtung ein. Selbst wenn der Spiegel ausgekühlt, besser gesagt temperaturangepasst ist, kannst Du bei hoher Vergrößerung durch Ein- und Ausschalten binnen Sekunden eine Veränderung bemerken. Es ist also vorteilhaft den Lüfter über ein Poti regelbar zu machen und ihn auf halber Last oder noch weniger während der Beobachtung durchlaufen zu lassen. Veloursfolie und (Extremmaßnahme) Tubusisolierung von außen verstärken die positive Wirkung.

Es gibt den Sonderfall von richtig dimensionierten und isolierten Tuben, die dem Spiegel sehr viel mehr Luft lassen als moderne käufliche Newtons, zu denen Dein Orion gehört. Da steckt z.B. ein 150er Spiegel in einem 200er Tubus. In einem solchen Fall kann man, auch von Kurt getestet (von mir nicht überprüft ;) ), auf eine Lüftung verzichten, zumindest Nachts.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

dein Vorschlag den Lüfter über ein Potentimeter laufen zu lassen würde nur neue Seeingprobleme erzeugen ;-) Nämlich, weil das Poti durchbrennen wird. Wohin soll denn der ganze Strom hin, der durch die Absenkung der Spannung (bei Erhöhung des Widerstandes) zwangsläufig entsteht? Das brät dir jedes normale Potentimeter durch, nur Modelle im gehobenen Preissegment könnten sowas aushalten, was sich aber nicht lohnt.

Eine Verständnisfrage noch: Was meinst du mit einem "saugenden Lüfter"? Einer, der hinten am Hauptspiegel sitzt und die Luft auf denselben pustet, also von draußen auf ihn draufsaugt, oder andersherum? Also ein Lüfter, der die Luft vom Spiegel absaugt?

Gruß und CS,
Marcel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi an alle,


habe mal irgendwo gelesen, das der Lüfter, wenn er länger läuft, selbst wärme erzeugen kann, die dann, wenn man den Lüfter abstellt ebenfalls nicht gut für das Bild ist.
Kann das jemand bestätigen?

Grüße, Marius
 
Hallo Marius,

Nach dem Ausschalten des Lüfters hast du durch die Nachwärme für kurze Zeit wieder verstärkte Seeingprobleme. Im laufenden Betrieb kann die Wärmeentwicklung des LÜfter, so meine Meinung, vernachlässigt werden, schließlich ist hier ja der kontinuierliche Luftstrom entscheidend.

Gruß und CS,
Marcel
 
Hallo zusammen,

Oh Gott, da habe ich ja was losgetreten.

@all
Vielen Dank für die rege Teilnahme und für die zum Teil aufschlussreichen (auch weiterführenden) Berichte.
Insbesondere vielen Dank an die, die über Erfahrungen mit 6" Geräten berichten konnten.

Ziel des Beitrages sollte sein herauszubekommen, was mit vernünftigen Aufwand sichtbare Ergebnisse liefert.
Ich hab jetzt eine Vorstellung was mit wenig Aufwand sinnvoll realisierbar ist und möglicherweise auch Punkte bringt. Ich halte Euch auf dem Laufendem.

@Günther(*entfernt*GMS)
Lieber Günther, Du hast zwar geschrieben "überprüfe mich", so habe ich es aber nicht gemeint.
Ich sah Deinen Beitrag aus der Warte praktischer Erfahrungen mit größeren Geräten, die Du einfach auf kleinere Geräte extrapoliert hast. Wie das mit der Extrapolation so ist kann man auch ganz schnell mal daneben liegen. Deshalb habe ich diesen Thread hier eröffnet. Nachdem ich ein bisschen gesucht habe und mir die Summe der Beiträge angeschaut habe, denke ich Tubusseeing kann auch bei 6" eine Rolle spielen. Insbesondere die beiden Links waren auch sehr aufschlussreich und hätte sie sonst nicht gefunden. Schon deshalb hat sich der Thread gelohnt. Ich habe mir jetzt ein paar Maßnahmen herausgepickt, die dem Tubusseeing mit wenig Aufwand entgegenwirken sollen. Wie schon gesagt, auch Dich werde ich auf dem Laufenden halten.

Viele Grüße
Lutz
 
Hallo Lutz,
ich habe einen 6" f/5 von TAL im Einsatz.
Das Scope hat einen massiven Alu-Tubus, der allerdings ziemlich eng ist (175mm) für den 150er Spiegel.

Am unscharf gestellten Stern sah man im Winter das Tubus-Seeing in Form eines einseitigen Ausbruchs in der Sternscheibe - warme Luft, die von der Unterseite des Tubus aufsteigt.
Seit ich das Scope von außen mit Alu-Styropor-Tapete ummantelt und von innen mit Velours beklebt habe, ist das weg.
Um den Spiegel trotzdem auf Umgebungstemperatur zu halten, habe ich am Tubusende einen 120mm Lüfter (Scythe S-Flex, extrem laufruhig) verbaut. Zu Beginn läuft er mit 12V, später mit 6V erzeugt er eine schwache laminare Strömung und sorgt damit für ein störungsfreies ruhiges Bild und einen stets temperierten Spiegel.
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Ich sage gerne nochmal, dass mir nicht ganz klar ist, warum das auch bei geschlossenem Tubus, also vorne ein Objektivsonnenfilter und hinten ein saugender Lüfter bei dem nur Luft durch die Lüfteröffnung kann, funktioniert.

Hallo Günther,

was ist dir dabei unklar? Meinst du der Tubus wäre wegen dem Sonnenfilter nach vorne luftdicht verschlossen? In der Regel (Zahn und Trieb sowie Crayford) haben die Okularauszüge einen hinreichend breiten Spalt, dass da ein Luftstrom relativ mühelos durch passt. Nur bei einem Helikal-Auszug würde ich diesbezüglich mit ersten Problemen rechnen.

Viele Grüße
Stephan
 
Hallo Marcel,

mal etwas Praxis von mir dazu (jo, kann ich auch). Es gibt Potis, die den Lüfterstrom aushalten. Fragt sich, ob sie den Rest aushalten, den man Bedingungen nennt. Ich habe ein Poti, das so ausgelegt ist und es ist derweil nach Tagesform mal ein reiner Kurzschluss, d.h. der Lüfter läuft volle Pulle, oder es regelt wirklich. Zum Glück ist es noch nie ganz tot gewesen... Das Ding war in einer Filmdose eingebaut, also nicht direkt dem Tau ausgesetzt.
Derweil habe ich auf einen Lüfter umgestellt, der nicht nur doppelt kugelgelagert ist (laufruhiger als ein Xilence mit Flüssiglagerung!), sondern der hat neben einem Temperatursensor auch ein Drehpoti und allerlei Möglichkeiten den Regler und/oder den Sensor zu nutzen oder eben nicht. Klar, ich nutze den Sensor nicht, aber den Regler.
Das Poti wirkt dabei nicht auf den Motorstrom sondern es regelt die Drehzahleinstellung der Elektronik. Da das alles bürstenlose Lüfter sind, also ohne Kollektor, regelt ein eigener Wechselregler darin den Strom für die Spulen mitsamt einem primitiven Drehzahlmesser, meist auf Induktionsbasis. Äh... zu weit ausgeholt.
Jedenfalls reicht bei so einem Lüfter ein Billigpoti, weil das Ding nur einen minimalen Strom regelt, mit dem die Drehzahlregelung eingestellt wird.
Funktioniert hervorragend und sogar stromsparender als ein normales Poti.

Dieser Lüfter ist zwar insgesamt teurer als ein für den PC nachrüstbares Regelpoti, aber das kann eben bei unseren Bedingungen auch gut den Geist aufgeben.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Lutz,

bevor Du da etwas falsch verstehst:
Ich sehe es in keiner Weise negativ, wenn meine Aussagen überprüfbar sind und auch überprüft werden.
Ich selbst mache das regelmäßig. Ich habe ja nicht nur Antworten, sondern immer auch Fragen. Wenn es konträr wird bei den Antworten, dann überlege ich, was mir etwas bringen könnte, setzte es um und überprüfe das.
Wir buhlen doch nicht um Glaubensfragen, wir wollen uns gegenseitig praktisch helfen.
Nur so entwickelt man sich (und sein Equipment) weiter, egal ob man Lutz oder *entfernt* heißt.
Nochmal die freundliche Aufforderung:
Überprüfe mich, es wird Dein Schaden nicht sein. :super:

Zum Poti kann ich nur sagen, dass ein Beobachtungskumpel zwei "Noise-Blocker" besorgt hat und da war das passende Poti gleich mit verkabelt. Das tut seit Jahren klaglos seinen Dienst. Ich kann so etwas einbauen, aber nicht "aufbauen", wenn ich da meine Grenzen überschreite wird es meist teuer. :confused: :totlach2:
Zusätzlich habe ich einen Akkupack mit wählbaren Ausgängen zwischen 3 und 12 Volt Auch so kann man runterregeln, der Lüfter läuft an 12, 9 und 6 Volt mit jeweils deutlicher Drehzahlverringerung.

>Stefan, danke für Deine Ausführungen zur Wirkung auch mit Sonnenfilter. Mir ist schon klar, dass so ein Tubus nie komplett luftdicht ist. Dennoch hatte ich erwartet, dass die gewünschte "laminare Strömung" deutlich stärker behindert wird, beziehungsweise gar nicht wirkungsvoll entsteht.
Die Praxis zeigt zwar Einschränkungen, aber es funktioniert eben erfreulicher Weise doch erstaunlich gut.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leute,

ich bin wegen der Lüftersteuerungsgeschichte bei Arndt-Elektronik gewesen und dort hat man mir gesagt, dass es mit einem einfachen Poti nicht geht. Ich kann irgendwie nicht glauben, dass die mir da was Falsches erzählt haben....Funktioniert es also doch? Und wenn ja, wie genau nun?

Gruß und CS,
Marcel
 
Hallo Marcel,
das mit dem normalen Poti funktioniert schon, braucht aber einen speziellen (regelbaren) Lüfter, wie auch Sven schon schrieb.
Die Firma Papst baut sowas z.B.
 
Hallo Marcel,

das einfache Poti brennt durch. Ein Poti mit der entsprechenden Wattzahl geht, wird aber gut warm - außer bei Maximalgeschwindigkeit.

Clear Skies
Sven
 
Nabend Loide,

da gibt es doch so nette Schaltungen mit dem NE555 Timerbaustein. An einem Telrad wird ja (wenn ich es richtig verstanden habe) nicht weniger Strom verbraucht wenn man ihn dimmt, sondern entsprechend der Strom über das Poti verheitzt. Mit dem 555 wird dann offensichtlich nur die Strommenge abgegeben, die wirklich benötigt wird und somit auch die Batterie wesentlich geschont.

Würde sowas auch an einem Lüfter funktionieren?

CS

Michael
 
Hallo Michael,
ja das klappt auch für Lüfter, braucht allerdings eine Leistungsstufe nachgeschaltet, da der 555 den Strom nicht liefern kann für einen Lüfter.
Zum 555 gibts viele gute Pläne im Netz, schau mal unter dem Stichwort PWM.
 
Hallo Marcel,

erst mal eine grundsätzliche Frage: Hast Du Erfahrung mit dem verlöten von elektronischen Bauteilen und besitzt Du auch das entsprechende Equipment (Lötkolben, Kolophonium-Lot, Spannungsmesser) dafür? :schwitz:

Wenn nicht lass es lieber oder suche dir für den Schaltungsaufbau einen Menschen der sowas kann (Rundfunk- und Fersehtechniker, Amateurfunker oder erfahrenen Bastler :super:

Schaltungsmäßig realisierbar ist das auf mehreren Wegen:

Wie dir schon von anderen Kollegen gesagt wurde, mit einer Pulsbreitensteuerung( ähnlich NE555 + Endstufe) oder viel einfacher mit einem einfachen, regelbaren Spannungswandler (LM 317T), da mußt halt so 10 Bauteile nach Plan zusammenlöten können (Schaltplan ist trivial, kannst von mir bekommen (einziger Nachteil, die dem Lüfter zur Verfügung stehende Spannung liegt ca. 1 V unter der Speisespannung, also bei einer Batterispannung von 12 V kannst den Lüfter nur mit 11 V betreiben, was aber defakto nichts ausmacht)!

Wichtig ist zu wissen, welchen Lüfter (Größe) mit welchem max. Strom und Anlaufspannung möchtest du an welcher Spannung verwenden?

Also viel Spass beim Basteln, bei weiteren Fragen schreibst mir einfach eine PM

 
Hi Chris,

offensichtlich benötigt der b180 am Eingang eine Wechselspannung. Wechselspannungsbatterien sind mir unbekannt. Aber gibt es da nicht so kleine Schaltungen mit denen man aus Gleichspannung Wechsel.......? :erschreck:

CS

Michael
 
Hallo Chris,

mit dem von dir gelinkten Bausatz wird das leider nix :augenrubbel:
Auf dem Acker hast du wohl kaum Netzspannung zur Verfügung- oder?

==> Hi Werner,

das es mit einem Regler wie z.B. LM317T vom Aufbau her einfacher geht mag sein- aber der hat im Vergleich zu einer Schaltung mit NE555 und Co. den Nachteil das er die nicht benötigte Leistung in Wärme verbrät.

Mit PWM ist die Verlustleistung deutlich geringer- und ein in Puslbreite regelbarer Aufbau mit MOSFET als Endstufe ist auch nicht so aufwändiger.

Beispielschaltungen hier http://www.atx-netzteil.de/pwm_mit_ne555.htm

Gruß
Stefan
 
Ja, da habt ihr wohl recht - es soll natürlich DC sein. :blush:

Aber wer suchet der findet. Reichelt, Conrad, Völkner oder Ebay, einer davon hat bestimmt ein passendes Modul im Angebot.

CS
Chris
 
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