Korn
Aktives Mitglied
Hallo alle,
ich habe eine leider offenbar nur vordergründig einfache Frage:
Woher kommt der Tunneleffekt?
Das mag zwar seltsam klingen, aber in einem früheren Beitrag las ich schon
einmal diesbezügliches, wenn auch nicht näher ausformuliertes, und Erfahrungen
der näheren Vergangenheit gaben wieder einmal zu denken auf.
Woher kommt nun dieses Gefühl der Enge bei einem Fernglas, quasi des Schauens
in eine Röhre?
Der einfachste Grund ist naheliegend und nachvollziehbar. Bei einem wirklich
kleinen scheinbaren Gesichtsfeld von gerade einmal 40° oder etwas mehr Grad,
muss der wahrgenommene Bildkreis fast zwangsläufig klein sein, und so weit
habe ich auch noch kein Verständnisproblem. Dann gibt es aber scheinbar noch
einen anderen Effekt, der (wahrnehmungspsychologisch?) eine Bedeutung hat. Bei
den Docter 8x50 und 10x50 (wobei ich das erstere relativ gut kenne, das zweite
nur kurz zuhause hatte) bemerkte ich bei Beobachtungen den Effekt, einen relativ
breiten Bereich außerhalb des Bildfeldes noch erkennen zu können, wie wenn die
Feldblende quasi von innen leicht beleuchtet wäre. Nun hat gerade das Docter
10x50 aber 67° scheinbares Sehfeld, was ja weit von einer beengten Wahrnehmung
entfernt sein sollte. Bei einem 8,5x42 Swarovski fiel mir aber in keiner Weise
irgendeine Einengung des Gesichtsfeldes auf. Das Glas hat zwar "nur" 62°
augenseitiges Sehfeld, aber dennoch wirkt alles was man sieht wie aus einem
Guss, bis zum Rande gleichermaßen ausgeleuchtet, und daneben einfach nur
schwarz. Beide Docter-Gläser zeigten zum Rand hin auch eine gewisse Abdunklung
der ausgeleuchteten Bildkreises. Zudem scheint sich das Licht heller Sterne, die
man über die Feldblende hinauswandern lässt, in diesen Gläsern irgendwo zu
spiegeln, und diesen Eindruck der künstlichen Begrenzung des Feldes noch zu
verstärken. (Das Swarovski sah ich leider nicht unterm Sternenhimmel, und kann
daher keine diesbezüglichen Eindrücke beschreiben.)
Wer kann mir erklären, was mir da auffällt? Bin ich bei dem nicht weiter zu
erklärenden Phänomen des "sichtbaren Randes" mit meinen Augen zu weit
innerhalb der vorgesehenen Position der Austrittspupille, leuchtet wirklich die
Feldblende quasi "von hinten", was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann,
oder gibt es noch andere Gründe?
Mit bestem Dank im Voraus für alle aufklärenden Beiträge,
Roland
ich habe eine leider offenbar nur vordergründig einfache Frage:
Woher kommt der Tunneleffekt?
Das mag zwar seltsam klingen, aber in einem früheren Beitrag las ich schon
einmal diesbezügliches, wenn auch nicht näher ausformuliertes, und Erfahrungen
der näheren Vergangenheit gaben wieder einmal zu denken auf.
Woher kommt nun dieses Gefühl der Enge bei einem Fernglas, quasi des Schauens
in eine Röhre?
Der einfachste Grund ist naheliegend und nachvollziehbar. Bei einem wirklich
kleinen scheinbaren Gesichtsfeld von gerade einmal 40° oder etwas mehr Grad,
muss der wahrgenommene Bildkreis fast zwangsläufig klein sein, und so weit
habe ich auch noch kein Verständnisproblem. Dann gibt es aber scheinbar noch
einen anderen Effekt, der (wahrnehmungspsychologisch?) eine Bedeutung hat. Bei
den Docter 8x50 und 10x50 (wobei ich das erstere relativ gut kenne, das zweite
nur kurz zuhause hatte) bemerkte ich bei Beobachtungen den Effekt, einen relativ
breiten Bereich außerhalb des Bildfeldes noch erkennen zu können, wie wenn die
Feldblende quasi von innen leicht beleuchtet wäre. Nun hat gerade das Docter
10x50 aber 67° scheinbares Sehfeld, was ja weit von einer beengten Wahrnehmung
entfernt sein sollte. Bei einem 8,5x42 Swarovski fiel mir aber in keiner Weise
irgendeine Einengung des Gesichtsfeldes auf. Das Glas hat zwar "nur" 62°
augenseitiges Sehfeld, aber dennoch wirkt alles was man sieht wie aus einem
Guss, bis zum Rande gleichermaßen ausgeleuchtet, und daneben einfach nur
schwarz. Beide Docter-Gläser zeigten zum Rand hin auch eine gewisse Abdunklung
der ausgeleuchteten Bildkreises. Zudem scheint sich das Licht heller Sterne, die
man über die Feldblende hinauswandern lässt, in diesen Gläsern irgendwo zu
spiegeln, und diesen Eindruck der künstlichen Begrenzung des Feldes noch zu
verstärken. (Das Swarovski sah ich leider nicht unterm Sternenhimmel, und kann
daher keine diesbezüglichen Eindrücke beschreiben.)
Wer kann mir erklären, was mir da auffällt? Bin ich bei dem nicht weiter zu
erklärenden Phänomen des "sichtbaren Randes" mit meinen Augen zu weit
innerhalb der vorgesehenen Position der Austrittspupille, leuchtet wirklich die
Feldblende quasi "von hinten", was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann,
oder gibt es noch andere Gründe?
Mit bestem Dank im Voraus für alle aufklärenden Beiträge,
Roland