Überfordert oder einfach kein optimales Gerät.

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Sternklar

Mitglied
Hallo Sternfreunde,
ich sagte es ja, nachdem ich mir ein Linsen-Teleskop bestellt habe 90/90 bin ich insgesamt mit dem Gerät unzufrieden und habe es an den Händler zurückgeschickt.
Die Optik war ziemlich trübe, die Bedienungsanleitung eine Katastrophe, für mich als Laie völlig unübersichtlich.
Zumahl da nicht beschrieben wurde, wie man mit einer parallaktischen Montierung umgeht.

Ich hatte mal ein Bresser 60/700 für umgerechnet 75 Euro, da war die Optik wesentlich besser.
Damals hatte das Gerät eine azimutale Einarmgabel und ich war im Vergleich zum bestellten Gerät für 298.- Euro zufrieden, zumindest was das Preis/Leistungsverhältnis anbelangt.
Jetzt überlege ich mir, bei meinem Optiker der auch Geräte auf eigene Kosten bestellt [Vertragshändler von Meade] ein Linsenteleskop zu bestellen.
Ein Gerät mit einer kleinen Öffnung der Meade NG 60/700mm kostet nur 99,- Euro.

Ich denke zum schnuppern und zum Basiswissen reicht so ein Gerät, das doofe ist nur, die Montierung ist eine sogenannte azimutale Einarmgabel, wenn das ein Nachteil sein sollte.
Ich weiß es einfach nicht!

Vielleicht ist die paralliktische Montierung besser wegen der Bedienung.

Nun ja, ich brauche erst mal ein einfaches Gerät, um da mal richtig Fuß zu fassen, und später nach einigen Gehversuchen, hole ich mir ein gutes Gerät z.B. von Vixen, keine Chinesich produzierten Geräte mehr, wegen der Optik.

Auch wenn sich das jetzt widersprechen mag, ich gehe bei einem Teleskop bis zu 150 Euro erst mal kein großes Preisrisiko ein, ich denke das viele somit angefangen haben.
Was meint ihr denn dazu?




 
Hi Sternklar,

lass die 150,-Euro lieber erstmal stecken und frag hier im Treffpunktforum noch mal nach Leuten in deiner Nähe, mit denen du mal herausfahren kannst.
Das macht erstens viel Spass und zweitens erspart es dir eine erneute Enttäuschung.

5 min. Praxis mit jemanden, der dir schnell ein paar Einstiegsfragen beantworten kann, bringen mehr als zehn Teleskope kaufen und selbst zu versuchen, wie es geht.
 
Hallo,

das mit der Bedienung einer parallaktischen Montierung ist in den seltensten Fällen vernünftig in einer Bedienungsanleitung zu finden. Es gibt aber sehr viele Anleitungen dazu im Internet. In A.de findest Du auch schon erste Grundlagen siehe hier.

Für den Anfang würde ich die Montierung nur in Richtung Norden ausrichten und die Objekte nicht unbedingt über Einstellung von RA und Dec suchen.

Es ist am Anfang auch nicht ganz so einfach und deshalb kann ich mich der Empfehlung von Astrojockel nur nochmal anschließen und Dir empfehlen mit jemanden etwas auszumachen.

Du solltest nicht gleich das Handtuch werfen. Ein Gerät mit 60mm Öffnung bringt selbst am Planeten nicht viel. Ich würde in der von Dir genannten Klasse keine Optikwunder erwarten, es ist sicher nochmal sinnvoll über einen Newton nachzudenken.

Wenn Du über ein Gerät dieser Klasse nachdenkst solltest Du vielleicht morgen zu Lidl gehen. Trotzdem halte ich es für besser Du machst erst mal mit jemanden etwas aus und siehst Dir an was mit welchem Gerät geht, wie es zu bedienen ist und was man dafür sinnvoll an Geld einsetzt. M.E. hast Du wie es im Moment aussieht nur die Chance das Falsche zu kaufen.

Ich würde selbst 150Euro nicht gerade so mal investieren. Geduld ist bei der Sache nicht das schlechteste. Im Übrigen sind auch Vixengeräte nicht soooo teuer, wenn man die Dinger gebraucht erwirbt. Nur dann sollte man wissen was man will, ein Umtausch ist dort schlecht möglich.

CS
Adrian

CS
Adrian
 
Hi Sternklar,

die Geschichte 90/900 oder lieber 90/1000, das warst doch Du, oder?

Da fass ich es nicht! Da wird ein Gerät angeschafft für fast 300 Euro, ja, also weil Mancher es so besser begreift: Fast 600 Mark! Hier im Forum wird wochenlang wegen des schlechten Wetters geheult, und Du nimmst Dir dieses Teleskop, guckst Durch und sagst: Trübe!
Und was war mit dem Wetter? Hast Du womöglich durch's Fenster beobachtet? Oder hast Du mal daran gedacht, daß Du eine sogenannte Gurke, also ein Gerät mit Produktionsfehler, erwischt haben könntest?

Du willst ein klares Bild und Dir schwebt da eine Erinnerung vor. Und jetzt willst Du den Rückschritt machen auf ein 60/700 mit Wackelmontierung und Plastikokularen?
Da geht mir der Hut hoch! Das finde ich traurig, wenn ich mir lange Zeit Gedanken mache, dann kommt das Gerät, und es wird einfach so weggeworfen!

Schau Dir bitte mal den Thread an, den Du damit produziert hast, wieviel Stunden an Gedanken und Tipparbeit von den Forenusern da reingesteckt wurde. Und ich bin der Meinung, daß Du im Moment einfach nur keine Lust hast, Dich mit dem Gerät zu beschäftigen und mal diverse Internetseiten und ein Buch für Astronomie-Einsteiger durchzulesen.
Und ich finde, ich laß es jetzt mal zurecht auf Dich herniederprasseln, denn wo ist bitteschön Deine Anfrage, ob Du etwas falsch gemacht hast? Wo ist bitte die Anfrage, wie man mit der parallaktischen Montierung umgeht? Und wo bitte ist das Astrobuch für Einsteiger, welches Du letzten Dienstag bestellt haben wolltest?
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Aber bitte, wenn Du wirklich meinst, ein 60/700 würde wider alle physikalischen Regeln ein besseres Bild abliefern, so will ich Dich nicht hindern.

In friedlicher Stimmung würde ich Dir auch raten, Dich mal mit erfahrenen Beobachtern um zu tun.

Clear Skies
Sven
 
Dem was Sven geschrieben hat kann ich mich ehrlich gesagt nur anschließen.

1.) hättest Du ja mal hier fragen können, woher die Probleme kommen könnten (und ob man sie vielleicht in 5 min. lösen kann) und
2.) ich konnte in den letzten Tagen (Wochen?) vielleicht mal 15 Minuten einen klaren Blick auf den Mond werfen. Ansonsten: Wolken und Nebel. Ich kann mir nicht vorstellen, daß in Mannheim das Wetter viel besser war.

Auf jeden Fall wirst Du Dir mit einem 60/700 auf azimutaler Montierung keinen Gefallen tun.

...Toni
 
Hi Sven,
also ich verstehe deine Kritik, da gibt man jemandem einen Rat, macht sich darüber Gedanken und derjenige so scheint es, gibt sich selber keine Mühe mit dem Gerät.

Also gerade weil ich mir die Mühe mache, stelle ich hier im Forum Fragen, um mehr über das Themengebiet zu erfahren.

Ich habe bei dem besagten Händler schon einige male angerufen, die Auskunft am Telefon war ziemlich dürftig, um es einfach zu sagen einfach schlecht.
Die Frau am Telefon war jedes Mal auf der Flucht und wollten sich für mich nicht die nötige Zeit nehmen.
Und das obwohl ich Kaufinteresse gezeigt habe und dann ja auch ein Gerät bestellt habe für über 300 Euro mit Versandkosten.

Nun gut, ich habe das Gerät dann erhalten, hab es selbst aufgebaut und habe herumexperimentiert.
Habe laut der Anleitung den Sucher fixiert und verschiedene Objekte bei Tageslicht anvisiert.
Vielleicht waren es auch die Okulare, vielleicht auch die blöde Beschreibung des Gerätes und vielleicht auch das Verhalten der Frau von dem Astro-Händler.
Kurz gesagt, es war alles zusammen. Ich war enttäuscht und wütend.

Jeder Optiker, der ein 50 Euro Teleskop verkauft nimmt sich mehr Zeit für einen Kunden, so dass ich schon ziemlich verärgert über das Geschäft war, wie auch über die dürftige Beschreibung.

Nun gut, ich habe dann durch das Objektiv gesehen und war mit der Optik nicht zufrieden.
Vielleicht habe ich als Beginner falsche Vorstellungen, oder auch an dem Tag zu wenig Geduld gehabt.
Mit Sicherheit auch, nur ich weiß, das mein altes Gerät das ich lange verkauft habe, ein billiges Kaufhausgerät war, das eine bessere Optik hatte.
Und das kann ja nicht sein, das ein Teleskop das 75.- Euro gekostet hat einem Gerät das 300 Euro kostet überlegen ist!

Und zudem muss man kein Profi sein, um zwischen guter und schlechter Sicht zu unterscheiden.
Ich habe ja nicht bei dichtem Morgennebel durchgesehen.

Jetzt bin ich natürlich etwas vorsichtig und möchte mich vor Ort von einem Händler beraten lassen, der sich für mich die Zeit nimmt.
Meine Überlegung erst mal zu einem einfachen Gerät zurückzukehren, um erst Erfahrung zu sammeln, ist doch nicht verkehrt.
Sicher bin ich erst mal ein wenig enttäuscht, aber das passiert eben. Sehe ich jetzt nicht zu eng.
Aller Anfang ist nun mal schwer und enttäuschungen gehören dazu.

Letzten Endes möchte ich ein Teleskop mit dem ich persönlich klar komme.
Ich bin auf kein Gerät fixiert, nur eine gute Optik / Vergütung setzte ich natürlich voraus.
Ich habe lieber ein Gerät mit einer geringen Öffnung und dafür eine bessere Optik, wohlweislich, das eine größere Öffnung auch für mehr Details spricht mit der entsprechenden Optik.
Aber ich denke du weißt was ich meine.

Im Bezug auf den Thread den ich vergangener Tage produziert habe wie du ja schreibst, so ist das hier ein Forum indem man sich geistig austauscht.
Dafür ist ein Forum da, wenn jeder erst ein Thread eröffnet, wenn er einen neuen Planeten entdeckt hat, dann gehört das Astro-Forum bald zur Bedrohung der virtuellen Arten.

Ich verstehe wie gesagt deine Kritik, und weil ich diese verstehe, antworte ich dir auch und hoffe auf weitere Tipps und Anregungen von dir.:-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sternenklar!

> Ich habe bei dem besagten Händler schon einige male angerufen, die Auskunft am Telefon war ziemlich dürftig, um es einfach zu
> sagen einfach schlecht. Die Frau am Telefon war jedes Mal auf der Flucht und wollten sich für mich nicht die nötige Zeit nehmen.

Dann nenn doch mal Ross und Reiter, also den Namen des Händlers!

Mir geht es nicht darum, einen Händler bloß zu stellen, sondern dem Händler zu zeigen, wo der Service anscheinend gewaltig hinkt. Es bringt ihm nämlich nichts, wenn er sich selbst große Mühe gibt, seine Mitarbeiter das aber mit ihrem Verhalten wieder zunichte machen.

Ich denke, dass man für 600 DM (mit DM kann ich immer noch mehr anfangen) eine gewisse Beratung auch am Telefon verlangen kann. Gerade das zeichnet einen Händler mit Service von Kistenschiebern aus.

Andererseits verstehe ich nicht ganz, wie man einfach so 600 DM ausgeben kann, ohne sich vorher, wie es schon Astrojockel vorschlug, mal live in einem Ortsverein erkundigt zu haben.

> Auch wenn sich das jetzt widersprechen mag, ich gehe bei einem Teleskop bis zu 150 Euro erst mal kein großes Preisrisiko ein,
> ich denke das viele somit angefangen haben.

Also, ich weiß nicht, einfach nur so mal 150 Euro (300 DM) zu investieren und hoffen, dass es gut geht ........

Ist es in deinem Fall nicht besser, morgen rund die Hälfte (80 Euro) für das Lidl-Teil auszugeben und bei Nichtgefallen das Gerät einfach wieder zurückzugeben?

Vielleicht bist du mit dem Gerät ja super zufrieden und sparst eine Menge Geld. Ausprobieren kostet doch nichts.

Ich werde den Versuch jedenfalls morgen mal wagen. Das Teleskop ist zwar eigentlich für den Sprössling, aber inzwischen finde ich an der ganzen Thematik Gefallen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Gruss
Larry
 
Hi Sternklar,
ich bin zwar nicht Sven, möchte mich hier aber auch noch mal einklinken.
Ich kann nur nochmals unterstreichen, was hier von einigen angesprochen worden ist. Suche Kontakt zu anderen Hobbyastronomen - egal ob Verein oder vereinsfrei etc und brich nichts übers Knie!!!!!
Teleskope laufen nicht weg, die gibts nächstes Jahr auch noch zu kaufen. Und gänzlich unvorbereitet irgendwas anzuschaffen geht meist in die Hose. Wenngleich ich nicht ausschließen kann und will, daß das Gerät nicht i.O. war.
Natürlich ist es prima das Du versuchst Dich hier über das Forum zu informieren, aber die Erfahrung zeigt, das man auch nach 1000 Fragen unter Umständen nicht das richtige Scope auswählt. Warum? Ganz einfach, weil dies ein praktisches Hobby ist. Und Praxis ist das was Dir sicher fehlt, um wirklich das zu finden und auszusuchen was Du brauchst. Gewisse theoretische Informationen können hier nur die Basis sein.
Dann bist Du übrigens auch besser gerüstet für das Gespäch mit dem Händler. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich selbst habe damals auch diesen Weg gewählt und mir nach etwas Theorie und allg Infos die Geräte live und "am Stern" angesehen und bin sehr gut damit gefahren. Auch heute mache ich das noch wenn z.B. ne Neuanschaffung eines Okus ansteht.
Ebenso ne Bekannte die hier Einsteigerfragen gepostet hat. Sie ist irgendwann mitgekommen, hat und Löcher in den Bauch gefragt, selbst geschaut und probiert.
Und nach dem Abend war die Entscheidung gefallen welches Scope das richtige für sie ist. Das hat sie auch gekauft und ist sehr zufrieden damit.
Und genau so soll es sein.
CS


 
Hallo
Ich habe auch mal mit einem Refraktor angefangen und muss sagen für einen Anfänger reicht eigentlich eine azimutale Montierung völlig aus . Sie ist billig man kann gleich damit umgehen und wenn man dann etwas schlauer ist kann man sich noch immer eine große Montierung kaufen .Und die alte Montierung verkauft man oder setzt sein Fernglas drauf.
Zum Teleskop sage ich du hast halt Pech gehabt geh zu einem anderen Händler und kauf die ein Neues , so schnell schmeißt man die Flinte nicht ins Korn :-)
Übrigens gibt es auch Dobsons in deiner Preisklasse probier die doch mal aus , immerhin bekommst du mehr Öffnung für dein Geld.
 
Hi,

> für einen Anfänger reicht eigentlich eine azimutale Montierung völlig aus
Das ist vermutlich einfach nur abhängig von perssönlichen Vorlieben/Einstellungen. Ich hatte gleich eine parallaktische Montierung und beim Beobachten von Planeten konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie man ohne auskommen soll.
Klar dürfte aber wohl sein, dass es - egal ob es nötig ist oder nicht - zumindest mal angenehmer ist. Und warum dann bei fast gleichem Preis was anderes nehmen? Zumal man damit ja eine azimutale Montierung 'simulieren' kann, wenn man garnicht damit klarkommt.

...Toni
 
Hi Zusammen,

also ich finde, daß die Montierungen, die für Einsteiger üblicherweise als azimutale Montierungen angeboten werden, eher sowas wie der erste Sargnagel zum Hobby sind.
Da gibt es diese lustige Tangentialstange, auch "Höhenfeineinstellung" genannt. Ich verstehe regelmässig nicht, wie man diese an sich so einfache Konstruktion derart schlabberig machen kann.

Ich stimme soweit zu: Eine azimutale Montierung reicht für den Einstieg. Aber das was als azimutale Montierung verkauft wird, reicht auch für den Einstieg nicht.
Eigentlich sollte sich zwischen dem Kaufhausteleskop und dem Teleskop vom Händler zuallererst die Montierung unterscheiden. Das wäre bei der hier zur Diskussion gestellten Preisklasse machbar.
Der Lidl morgen könnte eine Stufe besser sein, ist doch selbst die kleine EQ-1 nicht so schlabberig, wie die azimutale Gabel-Geschichte unter dem Torpedo oder unter dem Aldi.

Was mich stört an der Geschichte ist, daß sich so einige Leute Gedanken gemacht haben dahingehend, daß ein 90/900 durchaus den Vorstellungen gerecht wird. Wenn nun die Optik eine Gurke war, tauscht man sie um. Wenn einem der Händler nicht passt, schaut man nach einem anderen. Ist beides der Fall, kombiniert man beides.
Nur, wenn man von Teleskopen keinen Plan hat, sollte man doch wenigstens der Leute Mühe lohnen, indem man mal anfragt, wie das Gerät auf Fehler zu überprüfen ist.

Das Lidl ist sicher ein nettes Einsteigerteil, aber mit 90mm Öffnung einzusteigen bietet doch einen deutlichen Leistungsvorteil und das Lidl auf einer parallaktischen, die genauso "komisch" zu bedienen ist und fast genauso ausschaut wird dem doch als Alternative nicht gerecht.

Clear Skies
Sven
 
Kann ich wieder nur völlig zustimmen.

Was ich meinte war, bevor ich jetzt 'irgendsoein Ding mit az.Mont.' hole, dann doch besser das Lidl. Aber das löst das ursprüngliche Problem natürlich kein bisschen.
Nur, jetzt kann man nix mehr dran machen. Das Gerät ist weg, ein User und ein Händler verärgert, und das hätte nicht unbedingt so ausgehen müssen. (sehr) Schade...

Würde mich aber schon interessieren, was an der Optik faul war. Serienstreuung gibts ja überall, aber daß ein 300E-Gerät SO schlecht ist? [staun]

...Toni
 
HI ZZAP,
kommt immer wieder mal vor. Ich hab das auch schon mal erlebt. Die Linse war fast blind. Nehme an es war nur verdreckt, habs aber nicht weiter verfolgt sondern umgehend retour gesandt.
Mal wieder die vielgerühmte Endkontrolle vor Versand.
Aber jetzt sind wir weit weg vom eigentlichen Thema.
Sehe das auch wie Sven.
CS
 
Hi Zusammen,

ja klar, passiert immer mal. Da gibt's einfach mal Linsen, die sind nicht richtig auspoliert. Dann kann ja auch mal was dejustiert sein. Weiss man nicht.
Und genau das ist der Punkt, eine Matte Linse erkennt man ja, wenn man ohne Okular durchschaut. Und korrekte Reaktion wäre in dem Falle "Ey, Händler, schick neu und guck voher, ob gut is!"
Selbst wenn man nun den Händler wechseln möchte: Ist in Ordnung!
Nur, warum jetzt das ganze "Beratungsergebnis" in die Tonne treten? Da kommt man sich doch blöde vor...
Und genau darum jene Explosion. Und deshalb hake ich auch nochmal nach, weil's ja mit dem Lidl genauso enden wird. Wie schaut's denn aus? Da gibt es doch auch genügend Fehlerquellen:
- Taukappe zu stramm, verformt Linse
- Montierung ist genauso "doof", weil parallaktisch
- Auch hier die Gurkenquote
- Okulare wohl eine gute Nummer schlechter (Aldi hat's gezeigt, es gibt Plastiklinsen in 1,25")

Und weil ich genau diese Fehlerquellen doch sofort sehe, und weil man mit solchen Fehlern nun beim Lidl-Personal im Durchschnitt "null Plan" erwarten darf, bin ich verwundert, wie schnell hier nun mancher die ganze sorgfältige Beratung von vorher ignoriert, und die Standardantwort "Geh zum Lidl" aus dem Hut zieht.

"Geh zum Lidl" wird das Problem genauso wenig lösen, wie "Bild war trübe, ich will kein China-Teleskop mehr".
Was passiert denn, wenn sein nächstes Teleskop ein Newton ist, den UPS mal fallenlassen hat? Dann ist das Dingen auch unscharf. Und wenn das Scope dann z.B. von Vixen kommt, was ist dann die nächste Steigerung? Interferogramm-geprüfter StarFire als Einsteigeroptik? Diesmal weder azimutal noch parallaktisch, sondern handmontiert?

Tut mir leid, ich kann's nicht lassen, dem Vorgang mit Zynismus zu begegnen. Vielleicht hab' ich's auch bei 100 Anfängern geschluckt, und er ist der hunderterste.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sternklar,

als ebenfalls "Anfänger/Einsteiger" kann ich dich gut verstehen - auch ich habe erst seit 2 Monaten mein erstes Teleskop und muss mich reinARBEITEN. Man muss einfach Geduld haben und die Praxis üben, dann wird langsam alles einfacher und besser.
Ich habe zum Einstieg einen 6" f5 Newton gewählt, wobei mir der Beobachtungsspaß zunächst fast durch die überforderte Astro3 Montierung zunichte gemacht wurde. Ich war schon drauf&dran, die Brocken hinzuschmeißen...

Ich habe dann eine wesentlich bessere und stabilere Montierung erworben - und nun machts Spaß ! Natürlich habe ich noch große Probleme im Auffinden der Objekte, aber es wird besser von mal zu mal.

Mein Rat : Geduld und "Üben" - dies ist kein "Schnellschuß-Hobby" !!!

@Sven

Wir sind ja fast Nachbarn ! Schöne Grüße aus Datteln - hoffen wir mal auf besseres Wetter, zuletzt war ja nur Kurzspechteln zwischen 2 Wolken möglich..

CS Michi
 
Was passiert denn, wenn sein nächstes Teleskop ein Newton ist, den UPS mal fallenlassen hat? Dann ist das Dingen auch unscharf. Und wenn das Scope dann z.B. von Vixen kommt, was ist dann die nächste Steigerung? Interferogramm-geprüfter StarFire als Einsteigeroptik? Diesmal weder azimutal noch parallaktisch, sondern handmontiert?
@ Sven,
also offensichtlich hast du es nicht kapiert, oder du bist so von deiner eigenen Meinung getrübt, wie ein Morgentau am Okular.
Es geht nicht darum, ein Gerät das nicht meinen Erwartungen entspricht sofort umzutauschen.
Klar hätte ich jetzt wilde Vermutungen und Theorien darüber aufstellen können, wilde Postings hier im Forum erstellen können, um mir dann von dir verschwendetes Gedankengut vorwerfen zu lassen.
Du bist der einzige hier der sich so brüskiert. Wieso hast du ein Problem damit das man anderer Meinung ist wie du?

Ich habe Prinzipien und Maßstäbe wenn ich in ein Kaufgut investiere, wenn die Rahmenbedingungen wie Beratung Service etc. nicht stimmen, dann mache ich keine Kompromisse mehr.
Immerhin habe ich das Teleskop trotzdem bestellt, ich hätte auch sagen können, danke Ihre Beratung war nicht gut, ich kaufe bei Ihnen nichts.

Wer sagt dir denn, das ich gleich aufgebe, und beim nächsten mal genauso reagiere?
Vielleicht bist du ja mit soviel Weitsicht und gallaktischem Tiefsinn gesegnet, das dir sowas nicht passiert.
Es gibt eben auch andere Erfahrungen.
Und zu deiner Info, ich informiere mich schon über ein Themengebiet das mich anspricht.

Es gibt hier nette Leute im Forum, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen, ich bin für jede Kritik und Anregung offen.

Nur wenn jemand, von sich so eigenommen ist und man seinen göttlichen Rat nicht befolgt, das dieser dann mit Zynismus und Sarkasmus alles in ein tiefes schwarzen Loch zieht,
dann kann ich auf diese Begegnung gern verzichten.




 
Grüß Dich Sternklar,

von dem Qualitätsanspruch war aber im Thread vorher nichts zu lesen. Dann hätte man Dich gleich an andere Marken verwiesen. Allerdings hätte man auch Deine Preisvorstellungen anpassen müssen, zumindest was ein Neugerät angeht.
Übrigens zielte mein vorheriges Posting doch nur nebenbei auf Dich, sondern vielmehr auf Diejenigen, die nun flugs das Lidl-Scope als Alternative vorbringen. Dorthin könntest Du Dich wenden.
Was meinen göttlichen Rat angeht: Ich bestehe doch nicht darauf, daß Du ein 90/1000 nimmst. Ich bin schon zufrieden mit Deiner Entscheidung für ein 90/900.
Ich finde es aber schade, wenn die von mir und anderen investierte Zeit letztendlich für die Katz war. Nicht,weil wir falsch beraten hätten, nein, weil einfach ein Mängelexemplar geliefert wurd. Statt Mängelbehebung oder Händlerwechsel wurde dann gleich der ganze Vorgang ad acta gelegt.
Das ist sicherlich kompromisslos bezüglich Service und Beratung. Schade, daß die Kompromisslosigkeit meine Zeit vernichtet hat.

Ich grüße trotzdem:
Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,
entschuldige bitte, deine Empfehlung oder die der anderen hat mir schon geholfen und das sehe ich nicht als vernichtete Zeit.
Ich habe mir nur vorgenommen, das ich keine Geschäfte mehr am Telefon tätige und persönlich in ein Geschäft gehe, um mich vor Ort von den Qualitäten der Objekte sowie des Händlers überzeugen möchte.

Du sprichst das Thema Mängelbehebung an, also ich zahle keine 300 Euro für Mängelbehebung, sondern für ein Bedienungsfreundliches Gerät, das funktioniert.
Es käme ja auch keiner auf die Idee, eine Uhr zu behalten die nicht tickt!
Das die Führung und Justierung eines Teleskopes Zeit und Geduld erfordert, ist mir natürlich klar.
Jedoch ist die Summe der Teilwirkung entscheidend nicht ihre Einzelwirkung.

Verloren ist die Zeit nur wie du schreibst, wenn man alles jetzt auf die Rückgabe des Gerätes reduziert. :-)
Ich denke das du bei über 1800 Beiträgen, sicher Spaß beim Posten hast und gerne auch mal kontrovers schreibst.
Insofern ist Zeit und Theorie immer relativ. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruss
Sternklar
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sternklar,

also diese Gedanken finde ich nun wieder sehr in Ordnung.
Zu Vehrenberg in Meerbusch, der in meiner Reichweite liegt, fahre ich am liebsten auch selbst hin. Wenn es dort einen Veranstaltungstag gibt, nehme ich den auch wahr, um die diversen Geräte in Ruhe zu betrachten.
Das Risiko minimiert man so beträchtlich. Man geht doch mit den Kisten gleich ganz anders um und wenn ich mir so denke, wieviel Bordsteinkanten ein Paketservice jeden Tag so anfährt...
Die Frage stellt sich aber auch immer, wie weit man fahren möchte. Wenn ich nach Meerbusch fahre, dann kostet das etwa das Doppelte normaler Versandkosten. Wenn aber gerade ein Kamerad auch was bestellt, dann kommt man bei +/- 0 raus und dann kann man die Fahrt doch gut wagen, wenn man die Zeit hat.
Was Dein Teleskop angeht, es liegt ja immer noch recht nah am Preis für die Einsteiger-Sets. Ich gehe davon aus, daß diese Geräte nicht einzeln getestet werden. Macht man mit einer Swatch ja auch nicht, und die ist zumindest in der Herstellung sehr nah am Einstiegspreis für eine Uhr...

Wenn Dir die Gedanken und Vorschläge insgesamt weitergeholfen haben, dann freut mich das. Ich mache mir eben auch durchaus Gedanken, wie wohl der neu einsteigende Sternfreund mit seinem Gerät zurechtkommen wird. Deshalb ist es für mich sowas wie ein totaler Mißerfolg, wenn am Ende aus irgendwelchen Gründen ein Gerät angeschafft wird, daß aus meiner Sicht kaum Spaßgewinn ermöglicht. Das ist leider konkret ein 60mm Refraktor oder ein 76mm Spiegel. Die Optiken sind ja meist nicht schlecht, aber die Montierung darunter, und die Okulare dahinter...
'Nachts ist es kälter als draussen' sage ich immer. Das deckt sich ganz gut mit Deiner 'Summe der Teilwirkung'. Teilwirkung ist nämlich auch, daß es draussen kalt ist, und daß es draussen dunkel ist (sein sollte). Da bleibt wenig Toleranz für die wacklige Montierung, die unscharfen Okulare und für den auf 18mm abgeblendeten 5x24-Sucher.

Übrigens, selbstlos bin ich nicht. Jeder hinzugewonnene Sternfreund, der sich länger mit dem Hobby beschäftigt, wirkt auf seine Umgebung. Es werden dadurch immer mehr Leute, die erfahren, daß ein dunkler Himmel ein bewegendes Kulturgut ist. Und nur mit einem solchen Bewusstsein bei möglichst vielen Leuten wird sich in der Zukunft die Lichterflut in grenzen halten Lassen.
Denn mit Vernunft, Sparsamkeit oder Zwang zur Senkung des CO2-Ausstosses wurde in Deutschland wohl seit 1990 keine Lampe mehr ausgeknipst.

Dark Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben