Überlegungen zur ersten Optik

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Astronomicon

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Hallo, verehrte Forengemeinde,
ja, ihr vermutet leider richtig, schon wieder so ein Einsteiger-Teleskop-Thread <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Also auch ich bin zur Zeit dabei, Überlegungen anzustellen, was mein erstes Teleskop betrifft und habe sicher das halbe Archiv durchforstet. Da ich mich jedoch in meinen Überlegungen immer im Kreis drehe, suche ich hier nun direkt um Hilfe.
Meine Überlegungen haben so ziemlich jede Bauform schon gestriffen (außer SC's(dafür Mak's), Schiefspiegler und Radioteleskope <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ), aber ich weiß wirklich nicht weiter.
Eigentlich wollte ich zunächst Planeten beobachten, aber damit sieht es natürlich momentan nicht so gut aus, bzw. genau weiß ich das natürlich noch nicht.
Mein Budget liegt theoretisch bei etwas über 300 Euro, was ich eigentlich gar nicht erwähnen sollte, denn eigentlich wollte ich erstmal ganz klein anfangen.
Meine (ernsteren) Überlegungen waren bisher:

-TS 114/900 Reflektor auf "TS-EQ" (Astro 3?)
-Skywatcher/Synta 70/900 Refraktor
-Skywatcher/Synta Travelmak 90 (eigentlich zu teuer)
-Skywatcher/Synta 114/900 Reflektor auf EQ 2; denn bei 279 für die EQ3 kann ich auch gleich den
-150/1200 GSO-Dobson nehmen.
Ebenfalls interessiert hat mich der typische 76/700 Reflektor vom Typ Tchibo.
Wichtig wären mir ein umkomplizierte Handhabung, was abgesehen von der Größe natürlich den Dobson prädestinieren würde.
Jedoch wollte ich eigentlich erstmal ganz klein und "unverbindlich" einsteigen; schade, dass der Tchibo und Lidl erst zu Weihnachten wiederkommen.
Hat jemand Erfahrungen mit den oben genannten Geräten gemacht (insbesondere der TS-Newton würde mich interessieren, auch was die Montierung betrifft) oder hat sonst einen hilfreichen Beitrag zu bieten? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />Sollte ich vielleicht doch noch bis Dezember auf die Discounter warten? Ich glaube die Geduld habe ich nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Wenn ja, wäre ich für Hilfe natürlich sehr dankbar. Achso was den Standort angeht: Ich wohne in einem Dorf, also kein richtiger Stadthimmel und habe seit neuestem Führerschein (müsste halt nur abundzu den Eltern das Auto klauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).

MfG
Astronomicon
 
Hi,

ich denke, Du solltest mal versuchen, Kontakt zu Sternfreunden in Deiner Nähe aufzunehmen. Und zwar, um mal ein Dobson-Teleskop bei der Planetenbeobachtung kennenzulernen.
Der Dobs bietet Dir nämlich die optisch beste Leistung, aber es ist nicht ganz leicht, das Rohr alle 20 Sekunden ein Stückchen weiter zu schubsen - manchmal verliert man den Planeten, muß zur niedrigen "Aufsuchvergrößerung" zurück, und dann wieder neu ansetzen.
Wenn Du aber mit dem Dobson gut zurecht kommst - und das lässt sich auf jeden Fall erlernen - dann ist der Dobs die beste Lösung.
Wenn Dir das nicht behagt, dann in meinen Augen der 114/900. Aber auch da macht es Sinn, mal ein solches Gerät auszuprobieren.
Und, ebenso wichtig: Wenn man ein Teleskop im Sommer kauft, sollte man an den Winter denken.
"Nachts ist es verdammt viel kälter, als draussen!" Anders formuliert: Ohne vernünftige Kleidung wirst Du Dir ab Oktober den A. abfrieren! Das Hobby erfordert also ein gewisses "Durchhaltevermögen". All das lässt sich prima kennenlernen, wenn man mal mit so einer "eingeschworenen Truppe" eine Nacht rausfährt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Astenomicon,
also für dein Budget entsprechend kämen da 2 gute Alternativen in Betracht. Zum einen die Kombination 114/900 auf EQ2 http://www.hoo-germany.de/produkt.php?prd=60, oder halt für etwas mehr Geld, also für 398,- Euro einen 8" Dobson http://www.hoo-germany.de/produkt.php?prd=74 .
Nun ist es so, daß beide Geräte etwas an Zubehör mitbringen, wobei man mit dem 114/900 mehr Zubehör bekommt, als beim Dobson. Wie du nun mit dem unterschiedlichen Gewicht beider Kombis zurecht kommst, weiss ich nicht, aber wenn du es eh nicht weit transportieren musst, wäre das 8" Dobson schon nicht schlecht. Fotografisch wäre da besser die 114/900 Kombination besser, wobei man auf der EQ2 nicht groß von Astrofotos sprechen darf. Aber Planeten und Mondoberfläche wäre wohl drin (mit einer Web-Cam).
Das Synta Travel-Mak 102 auf einer Astro 3 käme auf 485,- Euro was wohl doch für dein Budget zu viel wäre.

Gruß,
Robert
 
Hi,

also was das Handling anbelangt sehe ich das so: Wer ne parallaktische Monti beherrscht, der beherrscht auch den Dobson!

Ich hätte noch folgende Fragen:

1. Wo wohnst du und welche Himmelsbedingungen hast du?

2. Bist du mobil?

Du solltest auch daran denken, dass nach und nach noch Zubehör gekauft werden muss (Okulare, Sternkarte, Literatur...).

Aber den besten Tipp hat dir Sven eigentlich schon gegeben: Such Kontakt zu anderen Sternfreunden!!! Zum Beispiel hier im Treffpunkt-Forum.

mfg

Rolf
 
Hi,
nach so vielen theoretischen Überlegungen ist es an der Zeit mal raus aufs Feld zu gehen und sich die Röhren live anzusehen.
Daher schließe ich mich Sven an und rate Dir Kontakte zu suchen.
Ein wenig theoretische Information findest Du außerdem noch auf meiner/unserer Homepage.
CS
 
Re: 114/900 auf EQ-3

Hallo,
falls du dich für das Skywatcher 114/900 entscheiden solltest (wie ich!), das gibt es bei megaoptics auf der zu empfehlenden Montierung EQ-3 für 269€. Mit dabei ist - im Gegensatz zum Angebot von Teleskop Service - auch noch eine 2x-Barlow, die man ebenfalls für 3-fache Vergrößerung benutzen kann. Megaoptics ist überhaupt recht günstig und sympathisch, bin erst vor Kurzem auf den Shop aufmerksam geworden...

Grüße
Julian Schlund
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
...ach, alle Händler sind nett - oder sollten doch - denn sie wollen ja was verkaufen. Wenn Du also sagst, bei Dem und Dem bekomme ich noch ne Barlow dazu und n´Mondfilter und n´Stüch Baaderfolie und...dann wird auch Dein Händler dem nicht nachstehen wollen. Wie schon andere vor mir: Nimm Kontakt zu Sternfreunden in Deiner Nähe auf! Da kannst Du mal durch verschiedene Geräte schauen, dir das Für und Wider der einzelnen Optiken zeigen lassen, erfährst, was man sonst noch so alles gebrauchen kann ( von der roten Taschenlampe bis zur warmen Unterwäsche) und das gemeinsame Beobachten macht viel mehr Spass!
Sternklare Nächte
Berthold
Sternwarte Limburg
www.sternwarte-limburg.de
 
Hallo,
erstmal Danke für eure Antworten. Also der Tip, der sich hier ja so am meisten herauskristallisiert ist ja wohl der, Kontakte zu suchen. Muss ich mal schauen, eine richtige Sternwarte gibt es meines Wissens nach in der näheren Nähe nicht, glaube ich.
Bezüglich der Teleskope hätte ich mal eine Frage hinsichtlich des klassischen 114/900 Newtons: Wie verhält sich so ein Gerät auf der EQ2, Astro3 und EQ3? Ist eine EQ3 wirklich so sehr zu empfehlen (bei dem Mehrpreis würde ich, wie gesagt, vermutlich dann doch gleich den Dobson nehmen), oder reicht auch die EQ2 bzw. Astro3? Ich muss sagen mein Hauptproblem ist momentan, die "Courage" gleich 300 Euro oder mehr auf einmal auszugeben. Ich bin eher jemand der 300 Euro problemlos über eine Woche verteilt ausgeben kann, aber wenn ich das mit einem Schlag mache, bekomme ich Muffensausen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.


@RoStMu
Ich wohne in einer "Dörferkette" ein paar Kilometer abseits der nächsten größeren Stadt, wie gut der Himmel ist kann ich natürlich nicht verlässlich sagen. (gibt es da Richtwerte nach denen man das beurteilen kann, also wenn z.B. ein bestimmter Stern mit bloßen Auge noch sichtbar ist, ist der Himmer so und so "gut"?). Ich denke der Himmel ist, wenn die Straßenlaternen aus sind, ganz "brauchbar"; kein schöner Alpenhimmel, aber auch kein Stadthimmel.
Mobil bin ich seit ein paar Wochen dank Führerschein prinzipiell auch, muss halt, wie gesagt, dann ans Auto von den Eltern, was aber in den meisten Fällen (gerade zu "astronomischen" Zeiten, sprich nachts) das geringste Problem sein dürfte.

So, wie dem auch sei, jetzt werde ich mir erstmal mein treues Nikon schnappen und mich so mal in den Garten begeben, die Laternen sind nämlich seit ner Stunde aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />.
Ist zwar hier etwas fehl am Platze, aber kann mir wer sagen, wo ich noch gute Fernglasobjekte finde? (die Page von Thomas Knoblauch kenne ich schon).

MfG
Astronomicon
 
Also wenn du den Himmel beurteilen willst, dann geschieht das prinzipiell nach 3 Faktoren:

1. Grenzgröße: Tatsächlich schaust du, welcher Stern (nach Dunkeladaption deiner Augen) gerade noch visuell sichtbar ist (ohne Teleskop). Dabei sollte man nicht gerade in den Zenit schauen (sehr dunkel da horizontfern) und auch nicht in den Horizont, sondern ein Gebiet irgendwo in der Mitte wählen. Ein sehr dunkler Himmel zeigt z.B. Sterne bis ca. 6m - in den Alpen 6,5m und im namibischen Hochland fast 7m. In einer Großstadt oder unter Vollmond kann diese Grenze aber auch auf 3m bis 4m fallen! Die Helligkeiten der Sterne kannst du in jedem Planetariumsprogramm ablesen.

--> Wichtig für DeepSky!

2. Seeing: Die bezeichnet die Luftunruhe. Über einer brennenden Kerze siehst du ja, dass die heiße Luft nach oben steigt und die Luft über der Kerze flackert. Das selbe geschieht auch in unserer Atmosphäre. Wenn die Sonne verschindet, steigt die warme Luft in Bodennähe nach oben. Das hat für uns leider den Nachteil, dass wir die Luft mit steigender Vergrößerung auch immer mehr flackern sehen -> das beobachtete Objekt wird dann mit zunehmender Vergrößerung immer unschärfer. Seeing ist aber stark tagesabhängig. Das beste Seeing gibts bei uns in einer klaren und kalten Winternacht!

--> Wichtig für Planeten!

3. Transparenz: Bezeichnet die Durchsicht, d.h. ob es wolkenlos, dunstig, bewölkt, neblig... ist.

--> Wichtig für DeepSky!


Wie du siehst, kannst du also den Mond und die hellen Planeten auch in einer Großstadt recht gut beobachten. Für DeepSky ist meiner Meinung nach ein dunkler Himmel viel wichtiger als eine große Teleskopöffnung. Und noch eines: Wenn du vorhast, DeepSky zu beobachten, dann mach bitte nicht den Fehler, den 90% aller Beobachter machen: Nimm dir Zeit, bau alles an einem Ort ohne störende Lichter auf und leg dich eine Stunde auch die Wiese und beobachte den Sternenhimmel. Erst nach dieser Stunde ist 1. dein Teleskop ausgekühlt und 2. deine Augen bereit, Licht aufzunehmen. Der Unterschied zwischen adaptierten und unadaptierten Augen ist gewaltig, erfordert aber wirklich ne Stunde Zeit und ausschließliche Dunkelheit!


Da du also mobil bist, wäre meiner Meinung nach ein Dobson wirklich ne gute Wahl. Der ist in weniger als 5 Minuten auf- und abgebaut. Nur muss dir halt klar sein, dass du das Ding manuell nachführen musst und nicht großartig fotografieren kannst (außer Mond und Planeten). Aber ich habe auch mit dem 8" Dob angefangen - ne parallaktische Montierung mit Nachführung kannst du dir immer noch später nachkaufen, wenn du ausreichend beobachtungserfahrung hast und dich am Sternenhimmel auskennst. Und Astrofotografie ist für den Anfang wirklich nichts.

mfg

Rolf
 
Hi Zusammen,

ich wollte nur kurz einwerfen, daß man zur Grenzgrössenbestimmung gerne die Sterne des kleinen Wagens nimmt, oder auch versucht, die Sterne im innern des Pegasus-Quadrats abzuzählen. Man kann sich dann für diese Bereiche mit einem Planetariumsprogramm ausdrucken und mitnehmen.(Kostenlos zum Download, sehr gut, viele Sprachen: Cartes du Ciel)

Was die Montierungen angeht - die Unterschiede sind schon wichtig. Meiner Meinung nach schmeissen viele Leute das Teleskop in die Ecke, weil sie wegen dem Gewackel nichts sehen. Eine ordentliche Montierung ist die wichtigste Basis. Das kann eben eine gute parallaktische Montierung sein, und da ist die EQ-3 eigentlich gerade mal so der Einstieg - oder man nimmt eben einen Dobson. Beim Dobson hat man dann das Problem, daß er weich verstellbar sein sollte, aber bei leichtem übergewicht (Okularwechsel) nicht gleich wieder wegkippen darf. Klar: Auch da ist der Edel-Dobson besser. Aber für die Billigdobsons gibt es viele Basteltipps.

Übrigens, prima wenn Du schon Erfahrung mit dem Feldstecher hast. So hast Du schonmal einen Eindruck von den Größenverhätlnissen zwischen Himmel und Karte. Das hilft beim Aufsuchen von Deepsky-Objekten sehr. Eine schöne Sammlung von Objektbeschreibungen mit Hinweisen auf die Feldstechertauglichkeit liefert "der Karkoschka", was man auch "die Bibel" nennt. Korrekte Bezeichnung: "Atlas für Himmelsbeobachter", Erich Karkoschka, Kosmos Verlag. Müsste um 15 Euronen liegen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,
danke für die Erläuterungen ihr beiden; wenn ich das nächste mal draußen bin, werde ich mal versuchen, die Grenzgröße in etwa zu bestimmen.
Der Karkoschka steht natürlich schon seit einer Weile ganz oben auf meiner Liste, ist allerdings zur Zeit nicht lieferbar, was sich aber in den nächsten Wochen oder 1-2 Monaten ändern sollte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.
Ein Dobson würde sicherlich ein augezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bieten, andererseits frage ich mich auch, ob man wirklich gleich mit 6Zoll einsteigen sollte. Ich denke wenn ich z.B. gleich ein Teleskop mit viel Öffnung nehmen würde, wüsste ich die Möglichkeiten, die mir diese eröffnet, viel weniger zu schätzen, als wenn ich vorher mit weniger Öffnung meine ersten Versuche gemacht hätte... Andererseits muss ich sagen, dass ich die Verdoppelung des Gesamtpreises von EQ2 zu 3 ziemlich happig finde, deswegen fragte ich, ob es wirklich sooo wichtig ist. Klar, umso stabiler um so besser, nur weiß ich nicht ob man als Anfänger so große Anforderungen an die Montierung stellt, oder ob die EQ2/Astro3 den Beobachtungsspaß wirklich nimmt. Klar, wenns andauernd wackelt ist das natürlich nix...
Wie gut sind denn eigentlich die Rockerboxen von den "Billig-Dobsons", also z.B. besagtem GSO? Muss man da gleich rumbasteln, um sinnvoll beobachten zu können, oder ist das Luxus, den man auch verschieben kann? Der Gedanke mein Teleskop gleich "tunen" zu müssen, um es nutzen zu können, gefällt mir nämlich nicht so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Ansonsten finde ich das Dobson-Konzept für den Anfänger eigentlich eine tolle Sache (abgesehen davon, dass es so gar nicht mehr nach Teleskop aussieht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ); hinstellen und loslegen (Ok, vielleicht noch ne Stunde warten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

MfG
Astronomicon
 
Also ich hab mir meinen D8 Galaxy Dobson bei Intercon Spacetec gekauft und muss sagen, dass die Rockerbox ausgezeichnet ist!
1. Erhält man bereits eine verbesserte Version und 2. hat sich das zusätzliche rumbasteln bei mir auf ca. 10 Minuten beschränkt.

Das einzige, was wirklich nötig war, ist die Zwischenfläche zwischen der Bodenplatte (die Platte, die FEST auf dem Boden steht) und der Drehplatte (die Platte, die sich nach links und rechts drehen lässt) mit Gleitfett einzuschmieren. Danach lief der Dob einwandfrei und absolut ruckelfrei. Das Friktionssystem ist ebenfalls sehr gut. Der Dob bleibt in jeder Stellung, in der man ihn loslässt - egal ob leichte oder schwere Okulare.
Also nen Dob kannst du problemlos nehmen.

Deine Alternativgedanken sind übrigens nicht schlecht. Das faszinierende an unserem Hobby ist doch eigentlich der Eindruck eines tollen Sternenhimmels! Wer das nicht genießen kann, wird auch mit 20Zoll Öffnung keinen Spaß haben. Und ja es ist sicherlich auch richtig, dass am Anfang die größte Freude herrscht, Objekte zu finden. Deshalb müssen es nicht unbedingt 6 oder 8 Zol sein. Als Alternative ein 114mm Reflektor und dann geht evtl. auch ne etwas leichtere Monti?

Aber: Die Monti ist wirklich deine Basis! Und wenn es irgendwie geht, sollte sie nicht an der Grenze der Belastbarkeit sein. Also kauf dir lieber ne wirklich stabile Monti, auf die du später dann eventuell auch noch 6 oder 8 Zoll setzen kannst (falls du dich gegen den Dobson entscheidest)!
Und falls du unter 6 Zoll gehen solltest, darfst du deine Erwartungen wirklich nicht so hoch ansetzen. Mond und Planeten gehen hervorragend. Unter dunklem Landhimmel und mit adaptierten Augen sind auch alle Messieroobejkte und einige aus dem NGC-Katalog drin. Aber hier muss man unterscheiden zwischen Sehen im Sinne von Auffinden (das ist möglich) und Sehen im Sinne von Wiedererkennen und Details beobachten (typische Spiralarme, Nebelstrukturen... - das ist mit weniger als 6 Zoll nur bei wenigen DeepSky-Objekten drin). Zum Vergleich: 114mm haben eine Fläche von ca. 180 cm2; 150mm haben eine Spiegelfläche von ca. 235cm2. Somit kann ein Spiegel mit 150mm Durchmesser ca. 30% mehr Licht sammeln als ein Spiegel mit 114mm. Das hört sich schon enorm an. Aber: Helligkeitsunterschiede sind oft erst ab 20% so richtig bemerkbar. Deshalb würde ich sagen, liegen zwischen 114mm und 150mm keine Welten. So, wie es ICS in ihrem Katalog auch proklamieren, sehe ich die nächste wirkliche Steigerung erst bei 8 Zoll.

-Also kannst du dir entweder ein 114mm-Newton kaufen (gibts allerdings nicht als Dobson). Die Monti würde ich nicht zu tief ansetzen, was dein Budget von 300 Euro dann doch schon mehr als auslasten würde.

-Den 6" Dobson gibts neu für ca. 270 Euro (ICS, TS...). Da sind dann auch schonmal 2 Okulare dabei und die Monti natürlich auch -> Vorteil mehr Öffnung für wohl weniger Geld.

-Den 8" Dobson könntest du aber gebraucht auch schon für 300 Euro bekommen (mit Zubehör natürlich!)


Also versteife dich bitte nicht so auf die Öffnung. Den Spruch "Öffnung ist nur durch mehr Öffnung zu ersetzen" halte ich für dumm! Vergleiche mal 8" mit adaptierten Augen unter Alpenhimmel mit 18", unadaptierten Augen in der Stadt! Und schon alleine das Feeling, einen Sternenhimmel mit abertausenden von Sternen zu sehen ist einfach geil. Und dann macht es auch mit kleineren Optiken Spaß, Sternbilder und die entsprechenden Objekte zu suchen und diese dann eventuell sogar kurz zu zeichnen (tolle Technik, um das Auge zu schulen!). Es hält dich ja nichts davon ab, später mehr Öffnung zu kaufen. Und beim Dobson hält dich nichts davon ab, später ne parallaktische Monti zu kaufen (so wie ich).

 
Hi,

ich wieder... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

OK, also mal in Großbuchstaben: AUCH EIN ANFÄNGER WILL UNBEDINGT EINE STABILE MONTIERUNG HABEN!
Falls Du das noch nicht wissen solltest, reicht es völlig aus, wenn Du es glaubst.
Gerade ein Anfänger, weil ein Anfänger eben noch gute Zitterfinger beim Scharfstellen hat - mit EQ-1 ist scharfstellen Glücksache.

Die Dobson-Rockerbox reicht aus. Man muß da nicht rumbasteln. Die meisten tun's nur, weil man für unter 5 Euro wesentliche Verbesserungen hinbekommt.
Ich denke, der Einstieg mit 6 Zoll ist nicht zu üppig. Im Grunde stellt sich die Frage bei jedem Teleskop, ob man bereit ist, es voll auszureizen. Letztendlich habe ich auch meinen 8-Zöller nicht voll ausgereizt und schon den 12-Zöller in der Ecke liegen - angefangen habe ich aber genauso mit einem 60/800 und schon Jahrelang vorher mit dem 12-Zöller meiner ersten Vereinssternwarte beobachtet.

Die Hauptsache ist halt, daß man beim beobachten Spaß hat. Und für Deepsky-Freunde kann es durchaus sein, daß die Beobachtung überhaupt erst mit 6 Zoll anfängt Spaß zu machen, weil sich eben erst so ab 6 oder 8 Zoll viele DS-Objekte mit Details zeigen, während man vorher bei den meisten Objekten mehr oder weniger die Existenz eines kleinen Fleckchens am Himmel vorfindet.
Aber, nichtsdestotrotz, Hut ab vor den Leuten, die mit einem 114er richtig hart Deepsky machen. Unter gutem Himmel geht damit sehr viel. Nur haben den die meisten von uns halt nicht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Astronomicon,

Ist zwar hier etwas fehl am Platze, aber kann mir wer sagen, wo ich noch gute Fernglasobjekte finde?
Objekte für den Feldstecher findest du im Buch:
Günther D. Roth "Sterne und Planeten erkennen und beobachten"

andererseits frage ich mich auch, ob man wirklich gleich mit 6Zoll einsteigen sollte. Ich denke wenn ich z.B. gleich ein Teleskop mit viel Öffnung nehmen würde, wüsste ich die Möglichkeiten, die mir diese eröffnet, viel weniger zu schätzen, als wenn ich vorher mit weniger Öffnung meine ersten Versuche gemacht hätte...
Ein 6" Dobs ist imho nicht zu groß für den Anfang, da bleibt noch genügend Luft für Steigerungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Wenn das Geld knapp ist, kannst du dich auch auf dem Gebrauchtmarkt umschauen.

Trotzdem solltest du dir das ganze vorher mal live anschauen. Eine Liste von Sternwarten und Vereinen gibt es hier oder du versuchst es über das Treffpunkte Board.

Gruß
Stefan
 
Hallo nochmal,
erstmal nochmals Danke für eure Antworten. Ich habe mir jetzt weiter Gedanken gemacht, aber irgendwann festgestellt, dass ich mich immer noch auf derselben Kreisbahn bewege.
Ich muss sagen, ich war eigentlich etwas enttäuscht. Die Einsteigerseiten von TS (mit Teleskopvorschlägen für den Einstieg) haben mir irgendwie suggeriert, bzw. ich habe es so aufgefasst, dass man auch mit weitaus weniger als 300 Euro schon sehr sinnvoll einsteigen kann, also z.B. mit dem 114/900 von TS oder Synta auf Astro3 bzw. EQ2, oder dem 70/900 Refraktor von Synta. Jetzt scheint es mir aber so, dass das niedrigste entweder ein 6Zoll-Dobson oder ein 114mm Reflektor auf EQ3 wären...beides Angebote, die bereits den 300 Euro auch ohne Zubehör bedenklich nahe kommen...
Sind diese ganzen sog. "Einsteigerteleskope" denn wirklich nur Dekoration der (virtuellen oder auch realen) Verkaufsfläche?
Wie dem auch sei, da die Ferien sich eh langsam dem Ende neigen, werde ich eh bald nicht mehr unter der Woche nachts groß spechteln können <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> (eigentlich wollte ich die Ferien richtig ausnutzen). Da kommt es jetzt auf ein paar Wochen nicht mehr an...

MfG
Astronomicon
 
Hi,
man kann mit kleinen Geräten einsteigen und viel Spaß haben.
Nur muß man wissen, was sie leisten um nicht enttäuscht zu werden.
Muß man eigentlich bei jedem Teleskop.
Ein 114er und ne EQ3 ist schon was besseres. Das ist alles.
Geh doch mal mit Sternfreunden raus. Dann kannst Du erst mal gucken ohne eigenes Gerät und das hilft bei der Meinungsbildung.
CS
 
Vorschlag:

Wenn es dir auf ein paar Wochen nicht mehr ankommt, dann spar doch bis Dezember noch ein bisschen Geld und gönn dir ein tolles Weihnachtsgeschenk. Ich habe damals auch ein halbes Jahr lang gespart und mit dann den D8 gegönnt. Und dann hast du den Vorteil eines schönen Wintersternenhimmels und früh einsetzender Dunkelheit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
@Antares: Das man wissen muss, was einen erwartet, ist mir klar; genau das habe ich ja versucht, hier herauszufinden. Allerdings hatte ich jetzt den Eindruck, dass man scheinbar von diesen besagten Modellen dann dementsprechend nix erwarten kann, was mich ein wenig verwundert :/.

@RoStMu: Das ist mit Sicherheit ein sehr "vernünftiger" Vorschlag. Allerdings gibt es folgende Einwände:
1. Ich bin leider grundsätzlich unvernünftig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
2. Wollte ich Wochen, nicht Monate, warten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
3. Kann ich vielleicht im Hinblick auf Geburtstag noch vor Weihnachten was machen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Nein, jetzt mal ernsthaft. Der D8 ist sicherlich, gerade für den Preis, eine Spitzensache. Allerdings wollte ich ja evtl. erstmal mit weniger Öffnung anfangen, damit ich später 8Zoll überhaupt zu schätzen weiß, falls du das nachvollziehen kannst.
Wenn ich jetzt mit 8Zoll anfange und irgendwann mal durch ein kleineres Gerät gucke, stelle ich fest, was ich mit diesem weniger sehe. Wenn ich mit dem kleinen anfange, stelle ich irgendwann vielleicht fest, was ich im 8Zöller MEHR sehen kann...ich möchte lieber mehr als weniger sehen, wenn du verstehst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.(atemberaubende Logik, ich weiß*g*) Ein weiterer Punkt wäre, dass ich ja eigentlich erstmal Planeten beobachten wollte. Wenn ich jetzt noch ein paar Monate warte, mit dem Kauf, sind Jupiter und Saturn ja auch wieder gut sichtbar, dann brauche ich gar nicht mehr so viel Öffnung...ein Teufelskreis. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Nüchtern betrachtet wäre dein Vorschlag aber wohl einer der besten (zusammen mit dem 6Zoll von Wolfi)! Ich habe auch letztens mal bei ICS angerufen, wegen einer Frage zum 114/800 Galaxy (Tal) und muss sagen, die sind echt supernett da.
In dem Zusammenhang hätte ich auch gerade mal ein paar Fragen:
Bei dem D8 handelt es sich ja um einen klassischen 200mm/f6 Newton. Wie es sieht denn da (hinsichtlich des Öffnungsverhältnisses) mit der Justierbarkeit und der Leistung am Planeten aus? Stellt f6 schon mehr Anforderungen an die Justage, als z.B. f8 oder f9? Ich meine auch mal hier irgendwo gelesen zu haben, dass schnelle Newtons für Planeten ungeeignet seien...ist der D8 in dieser Hinsicht schon etwas "zu schnell"?

MfG
Astronomicon
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,
jedes Teleskop hat seinen Himmel. Was die einzelnen Geräte zeigen wirst Du letztlich nur in der Praxis sehen.
Planeten sind also primär Dein Ziel. Ok, dann ist in meinen Augen Farbfreiheit das erste Gebot. Da es nicht sehr viel kosten darf, scheiden Apos aus. Es bleiben Spiegelteleskope in verschiedenen Varianten über.
Wenn Du nur ein kleines Teleskop bisher hast, wirst Du bereits mit 114/900 einen deutlichen Fortschritt machen und sehen. Das ist parallaktisch montiert auch noch recht preiswert zu realisieren.
Besser im Sinne von mehr Leistung sind natürlich 6". Da böte sich zum kleinen Preis ein 6"f/8 Dobson z.b. von Galaxie/GSO an. Sicher ein super Planetengerät.
Justieren mußt Du jedes Teleskop. Meist kannst Du es bei einfachen Refraktoren nicht selbst machen. Bei den Newtons hingegen mußt Du es immer selbst machen.
Der 8"f/6 ist ein Allrounder - in meinen Augen das vielseitigste Gerät unterhalb von 500€.
CS
 
Hallo Astronomicon,

1. nach was zur Bestimmung der visuellen Grenzhelligekeit:

Zähle einfach die Sterne um den kleinen Wagen, siehst du alle 7 hast du 5m, wenn du mehr siehst um so besser, bei 6m sieht man schon 10 Sterne um den Kleinen Wagen.

ganz genau geht es z.B. damit

Und mein Tip lautet, zu Beginn erst mal einen kleinen Refraktor, da kann man gar nichts falsch machen.

Gruß

Lots
 
Hallo,
@Antares: das eine Justage beim Newton prinzipiell nötig ist, ist mir bewusst. Ich glaube wir haben uns missverstanden. Ich meine, hier mehrfach gelesen zu haben, dass z.B. ein 114mm/f5 Newton wesentlich schwieriger zu justieren sein, also z.b. ein "gutmütiger" 114mm/f8 Newton.
Im Bezug auf den 8Zöller wollte ich nun in Erfahrung bringen, wie "schwer" denn dort die Justage ist? Ist der D8 mit seinem f6 auch schon etwas zimperlicher, was eine (un-)genaue Justage angeht?

@Lots: Danke für den interessanten Link. Aber was meinst du genau mit den Sternen "um den Wagen"?

MfG
Astronomicon
 
Hi,
wenn Du mit schwieriger "genauer" meinst, dann sind schnelle Newtons wirklich anspruchsvoller. Das Prinzip der Justage ist jodoch immer indentisch.
Die Justiererei solltest Du nicht überbewerten und auch nicht als wesentliches Entscheidungskriterium heranziehen.
Die Frage nach dem f/4 gegen f/8 ist eher eine Frage Deiner Beobachtungsvorlieben und Deiner Okulare. F/4 ist ein Richfielder und sicher kein Planetenspezialist. 114 f/8 kann keine ganz großen Gesichtfelder liefern.
Die f/8 Variante hat mehr Kontrast (geringere Obstruktion) und ist okularunkritisch. F/4 hingegen stellt höchste Anforderungen an die Okulare.
Diese Aspekte sind m.E. viel wichtiger als die "Justagefreundlichkeit".
8" f/6 ist ein Mittelding.
Letztlich wirst Du selbst bei Anschaffung eines Newtons auf beste Justage achten, einfach weil Du beste Ergebnisse haben willst. Deshalb bedeutet die Anschaffung eines Newtons auch immer die Bereitschaft zu justieren.
Daß dies auch bei f/4 kein Hexenwerk ist beweisen die vielen Sternfreunde, die mit kurzen Geräten agieren. Schau Dir nur mal die ganzen großen Dobsons an. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich hoffe dies beantwortet Deine Frage besser.
CS
 
Hallo Antares,
ja, ich meinte mit "schwer" eigentlich wie "genau" die Justage erfolgen muss <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> . Meine Frage rührt daher, dass ich natürlich zu Beginn ein "gutmütiges" Gerät, hinsichtlich der Justage, vorziehen würde. Klar, wenn man genügend Erfahrung hat, dann spielt wohl die Justage nur noch eine sehr untergordnete bis gar keine Rolle mehr und es treten die von dir genannten Kriterien auf. Da du gerade noch die Planeten angesprochen hast: Du schreibst z.B. f4 sei eher ungeeignet. Wie sieht es denn dann bei f6 aus? Du schreibst schon, es sei ein "Mittelding"; wäre dann bei vorwiegendem Augenmerk bei Planeten doch eher zu 114 oder 150mm in f8 zu raten oder ist der Unterschied so gering, dass er vernachlässigbar ist, bzw. vom Anfänger sowieso vermutlich nciht bemerkt wird oder gar von der größeren Öffnung (potentiell höhere Vergrößerng?) wettgemacht wird?

MfG
Astronomicon
 
Hallo,
ein kleiner Erfahrungsbericht: ich habe nach langen Jahren das Hobby Astronomie wieder aufgenommen, als ich einen 50/600mm-Refraktor fast geschenkt bekam. Den Mond sah man schön (bunt)... und auch Juppi und Saturn mit Henkeln, wie der alte Galilei. Nach langen Überlegungen, genau wie bei dir, habe ich dann bei ICS den D8 Dobson gebraucht gekauft, für knapp 300 Euronen. Und alles ist so, wie ich es mir vorgestellt hatte, kein Wackeln, man sieht eben nicht nur Planeten, sondern vieeele Nebel - bei einer Beobachtungsnacht mit Freunden war ich von allen parallaktischen Nachführungen enttäuscht, dieses Wackeln und Zittern... Und mal ehrlich, kleinere Teleskope machen sich ganz gut zum Kindergeburtstag, aber wenn man wie du die Sache ernst meint, sollte man nicht erst Geld für ein bald zu kleines Gerät ausgeben. Und das Dobson schubsen ist wirklich kein Problem, echt....
 
Hi Astronomicon,
wenn Planeten das Primärziel sind, dann ist tendenziell ein kleineres Öffnungsverhältnis vorzuziehen, weil so der Fangspiegel kleiner gehalten werden kann. Damit sinkt die Obstruktion und es steigt der Kontrast.
Da Planeten hell sind, ist m.E. 8" nicht unbedingt nötig, auch wenn er im Normalfall mehr leisten kann und auch leistet. Licht bekommst Du auch bei 6" reichlich. Bei 114mm ist es schon einiges weniger.
Abenso verhält es sich mit dem Auflösungsvermögen, welches mit der Größe der Optik steigt.
Absolut gesehen, ist der 8" f/6 sicher das universellste Gerät und wird Dir auch am Planeten das meiste zeigen.
6" f/8 sammelt deutlich weniger Licht und ist von daher zumindest bei DS deutlich hintendran. Am Planeten wird der Unterschied nicht so groß erscheinen.
114/900 ist eine Teleskopklasse weniger als der 8". Die Unterschiede sind schon gewaltig zu 8".
Dafür ist er kleiner, also leichter zu transportieren und billiger, womit wir bei den nächsten Kriterien sind, die für Dich wesentlich sind.
CS
 
Hi Astronomicon,

alsoso soooo schwer ist die Justage eines Newtons auch wieder nicht. Ich nehme dazu nicht einmal einen Justierlaser sondern ein einfaches Justierokular, welches du für ein paar Euro bekommst und oft schon im Paket dabei ist.
Da schaust du einfach durch und siehst ein paar Kreise, die im Idealfall alle konzentrisch sind - das heißt, jeder kleinere Kreis ist genau in der Mitte des größeren. Sollte dies nicht der Fall sein, dreht du einfach an einer der Justierschrauben und beobachtest, in welche Richtung der entsprechende Kreis wandert. Und nach einigen Minuten des Probierens und Verstellens ist es dann auch schon geschafft. Am besten ists es, wenn man zu zweit ist: Der eine schraubt und der andere beobachtet, was passiert.

Den Fangspiegel brauchst du bei ordentlichen Geräten (also gute Fangspiegelhalterung) wahrscheinlich gar nicht justieren.
 
Hi Astronomicon,

wegen der Justage eines z.B. D8 brauchst du dir wirklich keine Gedanken zu machen. Einfach nach einer Justieranleitung vorgehen und schon stimmt das weitgehend. Bei meinem D8 war ein kleines Justierokular dabei das mit sehr gute Dienste leistet. Wenn man sich dann noch die Zeit nimmt, und das sollte man denn es lohnt sich, nachs am Stern nachzujustieren ist das alles schon geschafft. Bei mir hat das beim 2. anlauf geklappt und nicht einmal lange gedauert. Eine zweite person die justiert während man durch das okular schaut ist übrigens sehr zu empfehlen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß,
Jens
 
Hallo,
danke für eure Antworten. Ich denke ich werde jetzt noch ein wenig weiter über die Problematik nachgrübeln und hoffentlich dann irgendwann zu einem Entschluss kommen...oder wieder hier antanzen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Eine Frage ist allerdings noch offen geblieben: Wie stabil ist denn nun der 114mm Newton auf EQ2? Die EQ2 ist doch wahrscheinlich die Standard-Monti für das Gerät; es muss doch also Leute geben, die damit konkret ihre Erfahrungen schildern können, es werde doch nicht alle auf EQ3 aufgerüstet haben?! Ich persönlich muss allerdings sagen, dass ich inzwischen immer mehr zum Dobson tendiere, u.a. aufgrund der Super-Handlings ("Plug&Play" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ; ich stelle mir Dobson-Schubsen am Anfang wesentlich angenehmer vor, als mich mit einer parallaktischen abzumühen. ) und des exzellenten Preisleistungsverhältnisses, was mir als Noch-Schüler sehr entgegenkommt.
Auf jeden Fall danke nochmal, für eure geduldige Hilfe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

MfG
Astronomicon
 
Hallo,

Die EQ 2 dürfte mit dem 114/900 Newton schon hart an der Grenze sein. Ich beurteile das nur nach dem Aussehen, denn ich hatte einen 114/500 auf einer EQ 1 und habe das schon nicht sehr geschätzt! Ich weiß nicht, ob die EQ1 so viel stabiler ist, als die 2er!

Deine Ansicht zum Dobson teile ich voll und ganz. Wenn Dir der 8" zu teuer sein sollte, kannst Du auch einen 114er OTA (d. h. nur Tubus mit Rohrschellen und Sucher) kaufen und selbst eine Dobsonmonti bauen.
Habe ich mit meinem kurzen Newton auch so gemacht und das funktioniert gut! Das einzige, was vorhanden sein sollte für diesen Zweck, ist ein einigermaßen stabiles Fotostativ (bei mir ein Manfrotto 190), auf welches die Basis der kleinen Dobsonkiste geschraubt werden kann.

Später eine Parallaktische kaufen, kann man immer noch. Aber zum Orientieren am Anfang gibt es nichts bequemeres; und das Justieren lernt man schon, das ist nicht so ein riesiges Problem.

CS

Wolfgang
 
Hi Astronomicon,

hm, im Prinzip richtig. Allerdings ist Deine Vorstellung vom Dobson dann doch etwas zu einfach.
Das Handling ist prima, wenn man mit niedriger Vergrößerung arbeitet. Sobald man aber die 100x überschreitet, muß man doch ein Fingerspitzengefühl erlernen.
Ab welcher Vergrößerung es "nervig" wird, einen Planeten im Bild zu halten, hängt auch vom Okulargesichtsfeld ab. die Standard-Plössl mit ihren 50° scheinbarem Gesichtsfeld sind da noch ganz erträglich im vergleich zu Ortho, Mono und manchen Kelnner, die nämlich nur 30° scheinbares Gesichtsfeld haben.
Bei so kleinen Gesichtsfeldern hüpft einem bei mehr als 150x der Planet schonmal beim Nachruckeln raus, und wenn man keine Sterne zur Orientierung im Gesichtsfeld hat, findet man oft den Rückweg nicht. Das heisst dann, wieder an den Sucher und auf ein Okular mit weniger Vergrößerung und größerem wahren Gesichtsfeld zurückzuschalten.
Es erfordert eben auch eine gewisse Geduld.

Bei der parallaktischen Montierung liegt das Problem sicher beim scharfstellen. Wenn die Montierung zu sehr schwingt, ist es eher so ein "ich rate den richtigen Schärfepunkt"-Spiel. Das funktioniert beim Dobson viel besser. Hingegen ist beim Dobson eben das Problem "Mist, wieder raus!", was man bei der parallaktischen selbst bei Handbetrieb nicht hat.

Da man aber das Dobson-Handling gut erlernen kann, und eben auch eine wesentlich leistungsfähigere Optik für das selbe Geld bekommt, wäre die Entscheidung aus Deiner sicht richtig. Wie schon gesagt.

Clear Skies
Sven
 
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