Gelöschte Mitglieder 487
HallO ihrs,
letzte Nacht hab ichs bereut, mich zu spät aus dem Bett gequält zu haben (war zunächst schwer zu sagen, ob der Rest Wolken nun ab- oder zusammenzieht...): 6m5 hatte mein Himmel mindestens und daher wählte ich vor allem ausgedehnte Objekte aus, bei denen Transparenz das A und O sind. Ausrüstung: 105/f6.2 APO, 40 mm Pentax, 26 mm Nagler, 12 mm Nagler, 7mm Nagler.
Zunächst gings zum Nordamerikanebel, der heute so schön herauskam wie in den letzten guten Nächten nicht - mein bester Anblick dieses Objekts bisher-dolles Ding. Aber nun zum Cirrusnebel. Es heißt immer so schön, maximale Austrittspupille sei bei derlei Objekten vonnöten. Na ja. Sagen wir mal so: 40mm - hey-schick! 26 Nagler: boah! 12 mm: heidewitzka!!!
Das 12er habe ich eigentlich nur durch Zufall verwendet: dicht bei dem östlichen Bogen des Nebels kam mir ein später als Sterngrüppchen enttarntes Nebelchen spanisch vor, worauf ich auf 50fach gegangen bin. Auf einmal wundere ich mich, was da "links" im Sehfeld so hell ist...geschwenkt ein wenig und papeng! ein breiter Streifen des Cirrusnebels quer durchs Sehfeld - in einer Detailfülle, wie es bei niedrigeren Vergrößerungen bisher für mich nicht zu sehen war . Der Anblick kam mir aber dennoch vertraut vor irgendwie...das ganze sah nämlich genau so aus, wie wenn ich das Auge vom Okular wegnehme und einfach mal hochschaue <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ...eine Mini-Milchstraße, genau so sah das aus. Zugegeben, die Milchstraße war vergleichsweise heller, klar, aber im Prinzip...Auf Grund der Kontrassteigerung per Vergrößerung war es sogar einfacher, den westlichen Bogen zu sehen. Während dieser Teil in den anderen Okularen eher nur eine Ahnung war, nahm er im 12er richtig Form an. Das war echt verblüffend für mich, ich dachte der Nebel verträgt so eine Vergrößerung nicht...
Und das alles ohne Filter!
Desweiteren möchte ich euch auf meinen derzeitigen Lieblingssterhaufen hinweisen. Auf einer Sternkarte kann man den leicht übersehen, ich hab ihn auch nur zufällig durchs Hin-und Herschwenken entdeckt: NGC 6819, Rek. 19.42h, Dekl. 40.20 Grad, auch im Schwan. Koordinaten sind jetzt ein wenig geschätzt, zum Auffinden reichts dicke <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Dieses Häufchen ist richtig schick: von zwei hellen 7/8mag- Sternchen eingerahmt bot sich mir der Anblick eines silbrigen kleinen Häufchens in der Form einer Ohrenkneiferzange - sorry, mir ist nix besseres eingefallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> aber sieht wirklich so aus: sehr symmetrisch, ein dutzend Sterne sind bei 50 fach/90fach auszumachen - etwa sechs bilden je eine Zangenhälfte, der Rest bleibt neblig. im 12er hat mir das Häufchen am besten gefallen, richtig schön viel Himmel noch drumrum und der Kontrast der beiden hellen Sternchen zu der beschriebenen Zange - das alles macht dieses Objekt für mich zu einem der schönsten Sternhaufen am Sommerhimmel. Würde mich freuen, wenn ihr den mal aufsucht und mir sagt wie er euch gefällt...Ach so, eins noch für die Naturfreunde unter euch (sofern wir Hobbyastronomen das nicht eigentlich alle sind, oder?)...Zum Sonnenaufgang bin ich dann noch zu einem See geradelt (halbe Stunde hinzu) um evt. einen blick auf den hiesigen Seeadler zu werfen. Die Stelle, an der er immer im Baum hockt und auf den See hinausguckt war wunderschön in die Morgensonne getaucht und dort hat er tatsächlich auch gesessen. Noch vor sechs Uhr morgens bot sich mir dann ein Anblick, der mit Cirrusnebel&co mindestens gleichzieht: Der Seeadler erhob sich in die Luft und wurde von der Morgensonne derart angestrahlt, daß ich dieses tier nur als fliegenden Goldbarren bezeichnen kann. So ein schönes Vieh, das muß man einfach gesehen haben. Irgendwo hinter nem Baum hat er sich anscheinend nen Fisch geschnappt, denn ein paar sekunden nach dem Start vom baum kam er mit hängenden Krallen zurück zum Baum und hat dann sitzend zwischen seinen Füßen herumgezupft...wow! Was für ein schönes Tier.
Mußte ich einfach noch loswerden, auch wenns deplaziert scheint.
ebenso schöne Beobachtungen wünschend,
Norman
letzte Nacht hab ichs bereut, mich zu spät aus dem Bett gequält zu haben (war zunächst schwer zu sagen, ob der Rest Wolken nun ab- oder zusammenzieht...): 6m5 hatte mein Himmel mindestens und daher wählte ich vor allem ausgedehnte Objekte aus, bei denen Transparenz das A und O sind. Ausrüstung: 105/f6.2 APO, 40 mm Pentax, 26 mm Nagler, 12 mm Nagler, 7mm Nagler.
Zunächst gings zum Nordamerikanebel, der heute so schön herauskam wie in den letzten guten Nächten nicht - mein bester Anblick dieses Objekts bisher-dolles Ding. Aber nun zum Cirrusnebel. Es heißt immer so schön, maximale Austrittspupille sei bei derlei Objekten vonnöten. Na ja. Sagen wir mal so: 40mm - hey-schick! 26 Nagler: boah! 12 mm: heidewitzka!!!
Das 12er habe ich eigentlich nur durch Zufall verwendet: dicht bei dem östlichen Bogen des Nebels kam mir ein später als Sterngrüppchen enttarntes Nebelchen spanisch vor, worauf ich auf 50fach gegangen bin. Auf einmal wundere ich mich, was da "links" im Sehfeld so hell ist...geschwenkt ein wenig und papeng! ein breiter Streifen des Cirrusnebels quer durchs Sehfeld - in einer Detailfülle, wie es bei niedrigeren Vergrößerungen bisher für mich nicht zu sehen war . Der Anblick kam mir aber dennoch vertraut vor irgendwie...das ganze sah nämlich genau so aus, wie wenn ich das Auge vom Okular wegnehme und einfach mal hochschaue <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ...eine Mini-Milchstraße, genau so sah das aus. Zugegeben, die Milchstraße war vergleichsweise heller, klar, aber im Prinzip...Auf Grund der Kontrassteigerung per Vergrößerung war es sogar einfacher, den westlichen Bogen zu sehen. Während dieser Teil in den anderen Okularen eher nur eine Ahnung war, nahm er im 12er richtig Form an. Das war echt verblüffend für mich, ich dachte der Nebel verträgt so eine Vergrößerung nicht...
Und das alles ohne Filter!
Desweiteren möchte ich euch auf meinen derzeitigen Lieblingssterhaufen hinweisen. Auf einer Sternkarte kann man den leicht übersehen, ich hab ihn auch nur zufällig durchs Hin-und Herschwenken entdeckt: NGC 6819, Rek. 19.42h, Dekl. 40.20 Grad, auch im Schwan. Koordinaten sind jetzt ein wenig geschätzt, zum Auffinden reichts dicke <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Dieses Häufchen ist richtig schick: von zwei hellen 7/8mag- Sternchen eingerahmt bot sich mir der Anblick eines silbrigen kleinen Häufchens in der Form einer Ohrenkneiferzange - sorry, mir ist nix besseres eingefallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> aber sieht wirklich so aus: sehr symmetrisch, ein dutzend Sterne sind bei 50 fach/90fach auszumachen - etwa sechs bilden je eine Zangenhälfte, der Rest bleibt neblig. im 12er hat mir das Häufchen am besten gefallen, richtig schön viel Himmel noch drumrum und der Kontrast der beiden hellen Sternchen zu der beschriebenen Zange - das alles macht dieses Objekt für mich zu einem der schönsten Sternhaufen am Sommerhimmel. Würde mich freuen, wenn ihr den mal aufsucht und mir sagt wie er euch gefällt...Ach so, eins noch für die Naturfreunde unter euch (sofern wir Hobbyastronomen das nicht eigentlich alle sind, oder?)...Zum Sonnenaufgang bin ich dann noch zu einem See geradelt (halbe Stunde hinzu) um evt. einen blick auf den hiesigen Seeadler zu werfen. Die Stelle, an der er immer im Baum hockt und auf den See hinausguckt war wunderschön in die Morgensonne getaucht und dort hat er tatsächlich auch gesessen. Noch vor sechs Uhr morgens bot sich mir dann ein Anblick, der mit Cirrusnebel&co mindestens gleichzieht: Der Seeadler erhob sich in die Luft und wurde von der Morgensonne derart angestrahlt, daß ich dieses tier nur als fliegenden Goldbarren bezeichnen kann. So ein schönes Vieh, das muß man einfach gesehen haben. Irgendwo hinter nem Baum hat er sich anscheinend nen Fisch geschnappt, denn ein paar sekunden nach dem Start vom baum kam er mit hängenden Krallen zurück zum Baum und hat dann sitzend zwischen seinen Füßen herumgezupft...wow! Was für ein schönes Tier.
Mußte ich einfach noch loswerden, auch wenns deplaziert scheint.
ebenso schöne Beobachtungen wünschend,
Norman