ECGordon
Mitglied
Wie viele Deep-Sky-Objekte sind im Sternbild Ursa Maior [UMA] mit kleineren Teleskopen erreichbar?
Gibt es mehr zu sehen als die 7 Messier Objekte (M40, M101, M109, M108, M81, M82, M97)?
Antworten auf diese Fragen habe ich in Deep-Sky Beobachtungsführern gesucht.
Steve O'Meara beispielsweise listet unter Ursa Maior in seinem Herschel 400 Observing Guide 49 Galaxien auf.
Die von ihm beschriebenen Beobachtungen wurden mit einem 4-Zöller durchgeführt
- allerdings unter Bedingungen, von denen ich nur träumen kann.
Was also ist unter einem durchschnittlichen Himmel möglich? Was kann ich erwarten?
Die vorhin erwähnten 49 Milchstraßensysteme alle zu finden, erscheint mir (mit der vorhandenen Ausrüstung) unmöglich.
Ich wäre aber sehr zufrieden, gelänge es mir im Laufe der nächsten Monate wenigstens 20 der hellsten NGC-Objekte im UMA-Gebiet zu sehen.
Das Ziel steht damit fest. Der folgende Bericht beschreibt die erste Etappe des Weges.
Sternklare Nächte und angenehme Tage
Gordon
***
10. Dezember 2009; 22:45 bis 23:30 Uhr MEZ; Temperatur um den Gefrierpunkt
Standort: der heimische Balkon
Bedingungen:
Klare, wolkenlose Nacht; die Straßenbeleuchtung ermöglicht das Studium der Sternkarte ohne Taschenlampe.
Der Himmel in nord-östlicher Richtung ist aufgehellt.
Ausrüstung:
12-Jahre altes Maksutov-Cassegrain; Spotting-Scope-Variante (f 13,8; 90mm Öffnung)
azimutale Montierung auf Fotostativ.
24mm Weitwinkelokular; Peilsucher
Decke zur Streulichtabschirmung
Erste Ziele - zum Aufwärmen - sind M81 und M82.
Die beiden Messier Galaxien passen bei 52facher Vergrößerung gerade so in das Gesichtsfeld.
Deutlich ist die Spindelform von M82 zu sehen. Ein leichter Schwenk lässt zu meiner Überraschung auch die Begleitgalaxie NGC 3077 sichtbar werden. Für einen kurzen Augenblick bilde ich mir sogar ein, einen Nebelschleier an der Position von NGC 2976 wahrzunehmen, aber da ist wohl Wunschdenken im Spiel.
Als nächstes habe ich mir NGC 2841, nahe der vorderen Bärentatzen, vorgenommen.
Dieser Spiralnebel ist ca. 35 Mio. Lichtjahre entfernt. Unter einem dunklen Himmel ist er wohl im Fernglas zu erhaschen. 90mm Öffnung lassen ihn als kleines Nebelfleckchen sofort sichtbar werden.
Ein viel schwierigeres Objekt ist NGC 3184. Nachdem ich die vermutete Position eingestellt habe, sehe ich zunächst einmal gar nichts. Erst nach mehreren Minuten wird ein schwacher, relativ großer Nebelfleck nahe der Wahrnehmungsgrenze sichtbar. Immer wieder sehe ich in unmittelbarer Nähe ein kleines Sternchen aufblitzen.
Nach diesem Erfolg werfe ich noch einen Blick auf M97 und M108. Zuerst erscheint der planetarische Nebel als runder Fleck. M108 verlangt mehr Geduld, ist aber wesentlich einfacher als die vorher beschriebene Galaxie NGC 3184.
Außentemperaturen und Müdigkeit beginnen ihren Tribut zu fordern.
Ich packe zusammen.
***
Gibt es mehr zu sehen als die 7 Messier Objekte (M40, M101, M109, M108, M81, M82, M97)?
Antworten auf diese Fragen habe ich in Deep-Sky Beobachtungsführern gesucht.
Steve O'Meara beispielsweise listet unter Ursa Maior in seinem Herschel 400 Observing Guide 49 Galaxien auf.
Die von ihm beschriebenen Beobachtungen wurden mit einem 4-Zöller durchgeführt
- allerdings unter Bedingungen, von denen ich nur träumen kann.
Was also ist unter einem durchschnittlichen Himmel möglich? Was kann ich erwarten?
Die vorhin erwähnten 49 Milchstraßensysteme alle zu finden, erscheint mir (mit der vorhandenen Ausrüstung) unmöglich.
Ich wäre aber sehr zufrieden, gelänge es mir im Laufe der nächsten Monate wenigstens 20 der hellsten NGC-Objekte im UMA-Gebiet zu sehen.
Das Ziel steht damit fest. Der folgende Bericht beschreibt die erste Etappe des Weges.
Sternklare Nächte und angenehme Tage
Gordon
***
10. Dezember 2009; 22:45 bis 23:30 Uhr MEZ; Temperatur um den Gefrierpunkt
Standort: der heimische Balkon
Bedingungen:
Klare, wolkenlose Nacht; die Straßenbeleuchtung ermöglicht das Studium der Sternkarte ohne Taschenlampe.
Der Himmel in nord-östlicher Richtung ist aufgehellt.
Ausrüstung:
12-Jahre altes Maksutov-Cassegrain; Spotting-Scope-Variante (f 13,8; 90mm Öffnung)
azimutale Montierung auf Fotostativ.
24mm Weitwinkelokular; Peilsucher
Decke zur Streulichtabschirmung
Erste Ziele - zum Aufwärmen - sind M81 und M82.
Die beiden Messier Galaxien passen bei 52facher Vergrößerung gerade so in das Gesichtsfeld.
Deutlich ist die Spindelform von M82 zu sehen. Ein leichter Schwenk lässt zu meiner Überraschung auch die Begleitgalaxie NGC 3077 sichtbar werden. Für einen kurzen Augenblick bilde ich mir sogar ein, einen Nebelschleier an der Position von NGC 2976 wahrzunehmen, aber da ist wohl Wunschdenken im Spiel.
Als nächstes habe ich mir NGC 2841, nahe der vorderen Bärentatzen, vorgenommen.
Dieser Spiralnebel ist ca. 35 Mio. Lichtjahre entfernt. Unter einem dunklen Himmel ist er wohl im Fernglas zu erhaschen. 90mm Öffnung lassen ihn als kleines Nebelfleckchen sofort sichtbar werden.
Ein viel schwierigeres Objekt ist NGC 3184. Nachdem ich die vermutete Position eingestellt habe, sehe ich zunächst einmal gar nichts. Erst nach mehreren Minuten wird ein schwacher, relativ großer Nebelfleck nahe der Wahrnehmungsgrenze sichtbar. Immer wieder sehe ich in unmittelbarer Nähe ein kleines Sternchen aufblitzen.
Nach diesem Erfolg werfe ich noch einen Blick auf M97 und M108. Zuerst erscheint der planetarische Nebel als runder Fleck. M108 verlangt mehr Geduld, ist aber wesentlich einfacher als die vorher beschriebene Galaxie NGC 3184.
Außentemperaturen und Müdigkeit beginnen ihren Tribut zu fordern.
Ich packe zusammen.
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