Umbau PST an Apo

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Friedel

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Wie man hier und anderswo ja lesen kann, lässt sich ein kleines PST-Sonnenteleskop wohl recht einfach an andere Teleskope adaptieren.

Ich bin im Besitze eines schönen TMB 105/650 und denke darüber nach, das PST (das erst noch von MEADE ausgetauscht werden muss gegen eins ohne braune Flecken auf dem Objektiv) später einmal daran zu verwenden.
Hier ist eine Beschreibung:
http://www.dd1us.de/Downloads/Modification%20of%20a%20Coronado%20PST%200v3.pdf

Nun meine Fragen:
1. Reicht das Blockfilter für die Brennweite von 650mm aus? Oder braucht man dazu ein BF 10? Was passiert, wenn man das PST einfach adaptiert an die höhere Brennweite?

2. Sollte man von Baader den Cool-ERF in 90 oder gleich 110mm davorsetzen? Lohnt sich der größere oder ist kein Unterschied zu sehen in Kombination mit dem PST?

Dann fehlt nur noch ein Adapter, um den PST-Kasten an den 2´´-OAZ setzen zu können.

Oder gefährdet man mit einem solchen Eigenbau in irgendeiner Weise sein Augenlicht (vorausgesetzt natürlich, man geht entsprechend umsichtig vor bei der Sache und achtet z.B. auf absolut festen Sitz des C-ERF am Objektiv bzw. an der Streulichtkappe)? Ich frage deshalb, weil sich der Objektivdurchmesser ja schließlich verfielfacht - könnte das irgendwelche Auswirkungen auf das Etalon oder den Blockfilter haben?
 
Hallo

1. Reicht das Blockfilter für die Brennweite von 650mm aus? Oder braucht man dazu ein BF 10? Was passiert, wenn man das PST einfach adaptiert an die höhere Brennweite?

Du kannst das natürlich mit dem original BF erst einmal ausprobieren, dass funzt auch schon gut.
Es wird zwar etwas Vignetieren, doch grundsätzlich zeigt es auf jeden fall viel mehr als das 40mm Objektiv des PST!

2. Sollte man von Baader den Cool-ERF in 90 oder gleich 110mm davorsetzen? Lohnt sich der größere oder ist kein Unterschied zu sehen in Kombination mit dem PST?

Die Frage ist viel mehr, bekommst du ein C-ERF vom Baader <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Wenn, dann natürlich den 110mm damit du auch die ganze Öffnung nutzen kannst.
Der C-ERF ist absolute Pflicht, da er ein kaltes Fokusbild liefert!!!!!!

Dann fehlt nur noch ein Adapter, um den PST-Kasten an den 2´´-OAZ setzen zu können.

Für den Anfang braucht man keinen Adapter, wenn du dich fest für einen Umbau entschließt, kannst du grad das Objektivrohr abstechen und noch zwei lagen Tesa drum und dann kannst du, wenn du genug Backfokus hast mit dem PST Körper beobachten. Natürlich auch hier mit C-ERF Filter.
Dabei wirst du feststellen, dass dies einen enormen Leistungsschub bringt auf 4" zu wechseln und du bist bereit, das PST komplett zu demontieren.

Oder gefährdet man mit einem solchen Eigenbau in irgendeiner Weise sein Augenlicht

Wenn man den Filterkurven des C-ERF glauben schenken kann nicht.

Gruß Uwe
 
Diese C-ERF, also kalten ERF gibt es nun auch schneller und günstiger bei der altbekannten Firma DayStar , nur mal so als Info
 
Wusste ich gar nicht.

Sind es dieselben Filter oder gibt´s da qualitative Unterschiede? Bei Baader steht etwas zur aufwändigen Fertigung der Energieschutzfilter.
Was kostet denn eine zusätzliche Fassung passend für einen TMB 105/650 bzw. für die entsprechende Streulichtkappe?

Habe noch folgende Verständnisfragen:
Im Netz ist mehrfach zu lesen, dass man ein nur sehr langsames Öffnungsverhältnis nutzen kann (f/27 bis f/30). Nun nutzt das PST ja nur f/10 - offenbar tritt dieses Problem hier nicht zu Tage? Im obigen Link ist auch keine Rede davon - was ist nun zu beachten?

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Friedel,

ich hatte Probleme mit der Modifikation meines PST in Verbindung mit einem DayStar-ERF. Wie du unter dem folgenden Link nachlesen kannst, gab es da einschlägige Meinungen, dass diese Filter nicht "cool" sind. Ich habe meinen schließlich zurückgegeben.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...true#Post448840

Himayeti
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich kenne die Berichte , habe mich daher direkt an DayStar gewandt um von denen ein Statement zu bekommen, welches bei mir am 25.10.2006 auch eintraf und sich wie folgt liest:

-----------------------------------------
We are also changing our ERF production over to a cold running ERF which uses a coating to reflect UV and IR, but transmits Visible spectrum. We are just doing our first run of this glass now in the popular sizes of 3.75" and 4.25".

Please let me know if I can be of further assistance.

Clear Skies,
jen Dudley Winter - Owner
jen@daystarfilters.com
--------------------------------------------

ich denke das reicht um Zweifel aus dem Wege zu Räumen
 
Woher weiß man nun, ob die DayStar tatsächlich auch das IR und das UV möglichst vollständig ausfiltert? Wer und wie kann man das testen? Das sollte klar sein, BEVOR man sein Augenlicht riskiert!
Vielleicht sollte man besser bei den C-ERF von Baader bleiben, die wohl sicher zu sein scheinen?
 
Gibt es denn Filterkurven bzw. Erfahrungsberichte zu den DayStar-Filtern? Bei den Baader-Filtern kann man zumindest einige Hobbyastronomen finden, die diese Filter schon praktisch erprobt haben.
Wer kann die Filter vermessen, so dass man sicher kein Risiko für das Augenlicht eingeht?
 
Hallo Markus,
ich kenn den Daystar nicht,weiß aber daß der Baader hält was er verspricht,denn an meiner Adaption funktioniert er, im Fokus ist es cool und meine Augen sind nach Monaten und zig Stunden durchschauen ohne Schaden,ist der Daystar genauso gut,hätt ich natürlich das gesparte Geld gern anders angelegt,Gruß Alexa
 
Hallo Friedel,
die Umbauanleitungen,die ich im Net gefunden habe vignettieren bei Blockfilter 5 bestimmt etwas,auch das Original PST vignettiert.
Zeichne Dir mal den Strahlengang auf,da siehst Du was bei 5mm unvignettiert mit brauchbaren 100%Bildfeld durchgeht,wenn der Fokus ca 30 mm vorm Blockfilter liegt.Selbst wenn der Srahlengang durch(ich weiß nicht wie)etwas parallelisiert wird(geht doch eigentlich nur bei F30-vielleicht kanns jemand erklären) hat man sichtbare Vorteile,wenn man den Fokus nur 5-10 mm vor den Blockfilter plaziert.Dazu hab ich die Okularaufnahme modifiziert(Zwischenring raus,Durchmesser vergrößert ,Okularaufnahme verkürzt,damit ich das Okular direkt mit abgeschraubter Hülse einlegen kann)Das Ergebnis läßt sich sehen,volle Sonne bei 60-fach mit 70/560 mm Objektiv,unvignettiert die Protuberanzen ringsum hell und deutlich zu sehen,man sieht sofort was am Sonnenrand ringsum los ist.Ohne Modifikation ließen sie sich nur einigermaßen gut beobachten wenn ich danach suchte und in ca Bildmitte einstellte,außerhalb wurden sie blasser und verschwanden Richtung Bildrand ganz.Nun kann ich die Protuberanz auch in Bildmitte bringen aber deutlich höher vergrößern,so daß man schon Strukturen erkennt.Man hat so auch mehr Spielraum um mit dem Bino beobachten zu können,die Wahrnehmbarkeit verdoppelt sich so subjektiv in etwa.Für das Bino mit Lichtwegkorrektor benutze ich dann eine passend gedrehte Hülse für die Okularaufnahme,sonst würden ja die 1,25" Durchmesser des Bino in der im Durchmesser um ca 3mm vergrößerten Okularaufnahme rumklappern.
Viel geschrieben,vielleicht hilft es etwas.
Gute Nacht alle,Alexa
 
Hallo Alexa,

Du beschreibst hier eine interessante Modifikation. Hast Du davon vielleicht ein paar Bilder? Wenn ich es richtig verstanden habe, hast Du die Okularaufnahme aufgedreht und gekürzt, damit Du mit bestimmten Okularen (ohne Steckhülse) näher an den Blockfilter rankommst. Welche(s) Okular(e) verwendest Du hier?

Gruß aus Ulm,

Robert

www.robert-pudlo.de
 
Hallo,

man braucht in dieser Hinsicht nichts modifizieren (Okularaufnahme aufweiten).
Um nah genug an den BF5 zu kommen, genügt eine 2x Barlow, dessen ausgeschraubtes Barlowelement (1,5x) in das Okular einschraubt wird.
Ich benutze z.B. eine 2x Tal Barlow.
Dadurch kommt man optimal an das 5mm Blockfilter ran und hat mit einem längerbrennweitigen Okular noch einen guten Einblick.
Fotografisch nutze ich eine 2,5x Tele Vue Power Mate, die ebenfalls das Barlowelement ganz vorn hat.
Auch gut geeignet sind alle Okulare die eine Barlow eingebaut haben, auch Zoom Okulare.

Grüße Leo

Link zur Grafik: http://home.arcor.de/l.bluhm/astrobilder/assets/images/LogoForum.jpg

Web Seite
 
Danke für die Vorschläge!
Wenn Du ein paar Fotos hättest, wäre das ganz toll - man will ja schließlich nichts falsch machen, wenn man daran Modifikationen vornimmt.

Gibt es jemanden hier, der die DayStar-Filter nutzt? Ich würde gerne wissen, ob es warm am Okular wird. Wobei ich überhaupt nicht im Bilde bin, welche Frequenzen für das Auge schädlich sind und ob man diese (im IR-Bereich) dann in jedem Fall in Form von Temperaturänderung am Oku messen kann.
 
Hallo Leo,
das hab ich vor dem Umbau auch probiert,hab aber nie ein vernünftiges Ergebnis erziehlt,lag vielleicht an meiner Barlow(3x und China).Ich denke Friedel wurde mit unseren Postings geholfen.
Gruß Alexa
 
Hallo Robert,
Fotos bring ich noch nicht,bin neu am Computer.Okulare verwende ich 12,10,8,6 mm Plössl ohne Steckhülse.Das 6mm bringt über 80 fache Vergrößerung,gut um Strukturen zu beobachten,ist aber nur bei gutem Seeing sinnvoll ,10 mm geht immer ,8 mm meißtens,aber nicht mehr schön für volle Sonne,stelle da den Rand in Gesichtsfeldmitte.
Gruß nach Ulm,Alexa(wirklich Frau,aber mit interessierten Ehemann,der hier aber seit Jahren nicht mehr postet)
 
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