arago
Aktives Mitglied
Hallo Dobson-Freunde
Letztes Jahr kurz vor Weihnachten habe ich mir nun auch einen 16-Zöller gegönnt. Na ja 1700€ waren eben doch zu verlockend. Das dieses Gerät nicht ganz perfekt ist und ein paar Wehwehchen aufzuweisen hat dürfte wohl klar sein aber dazu später mehr.
Zuerst stellte sich die Frage was habe ich für ein Übersichtokular und wie groß ist das Feld was ich damit erreichen kann. Bei F4,5 verbietet sich alles über 30 (31)MM der Austrittspupille wegen. Da hätte ich, als erstes, das BW 30MM 80°. Das ist bei F10 recht ordentlich mit ein paar kleine Schwächen, bei F20 ist es richtig klasse aber schon bei F6 und noch mehr bei F4,5 ist es nicht mehr zu geniessen. Dann währen da noch das Luminos 23MM und das 21er Ethos beide sind prima aber mit Feldblenden von 37 und 36,2MM kommt da nur ein kleines wahres Feld von 1,16° und 1,14°zu Stande. Das ist zur Übersicht reichlich wenig. Was nun, das 30MM ES (FB 43MM) oder das 31er Nagler (FB 42MM) nachkaufen? Das wahre Gesichtfeld mit diesen Okularen von 1,35° und 1,32°ist auch nicht gerade der Renner. Das ist nicht mehr als ein 8" SC zu Stande bringt. Aber warum nicht das 30MM 100° von ES verwenden welches ich mir für den "schrägen Anton" angeschaft habe? Naja das Ding wiegt 2,25Kg! Da hat ein Dobson schon ganz schön zu schlucken aber damit ist ein Feld von 1,64° erreichbar. Ich habe mich darüber mit Charly Kloss am Telefon unterhalten. Der riet mir aber davon ab da das Gerät dazu nicht stabil genug ist. Ich habe mich aber dann doch dazu durchgerungen beim Wolfi einen 3" Okularauszug zu hohlen und den Umbau zu wagen.
Beim ersten Zusammenbau vom Gerät hat sich die geringe Stabilität dann auch bestätigt und es zeigte sich der erst "Klops". 8 von den 16 Öseneinsätzen der acht Stangen wahren nicht richtig fest. Der Kleber mit dem die Einsätze in den Rohren geklebt sind sollte ausgehärtet sein. War er aber nicht. Er hatte eine Konsistenz wie Hong aus dem Kühlschrank, so zäh und klebrig. Da hatte wohl ein Chinese den Härter vergessen. 7 weitere Einsätze konnten reltaiv leicht aus den Rohren heraus gelöst werden und hätten sich früher oder später beim Gebrauch gelockert. Lediglich ein einziges Teil war so fest wie es sein sollte. Hier musste ich mit einer ca. 50cm langen Eisenstange kräftig ran gehen. Beim nachmessen der Teile zeigte sich, dass sie alle gut einen halben MM Luft in den Rohren hatten. Das ist viel zu viel für eine gute Klebeverbindung. Ich habe daher alle 16 Teile neu angefertigt und mit stimmiger Passung und UHU Endfest 3000 fest eingeklebt. Der ganze Aufbau war danach deutlich stabiler!
Den neuen 3" Okularauszug befestigte ich an die selbe Position wie den Alten in 2". Das Aufbohren der Halteplatte für die Auszugpinole und die Befestigunglöcher macht man am besten auf eine Fräsmaschine mit der Horizontalspindel. Die große 3"Pinole reicht nun bis auf wenige Zehntel bis an den unteren Hutring heran.
Bei dem Gerät ist immer wieder bemängelt worden dass der Okularauszug auf der falschen Seite hängt und man beim Nachführen ziehen muß. Das ist ausgeprochener Blödsinn. Der Hut kann bei diesem Gerät in 8 verschiedenen Positionen montiert werden und man kann die Position wählen die einem am besten passt.
Damit das Teleskop unter dem höheren Gewicht keinen Kopfstand macht muß der Drehpunkt vom Höhenlager etwas Richtug Okularauszug vesetzt werden. Dazu bohrte ich in den Spiegelkasten und Deckel Beidseitig 2 X 3 neue Löcher / Gewinde im Abstand von 26 und 52MM. 52MM erwiesen sich im nach hinein als richtig. Damit der Spiegelkasten nun nicht innen in der Rockerbox anschlägt mußten nun noch die Teflonpads gegen ca. 50MM hohe Lagerblöcke aus Polyamid getauscht werden. Beim Anpassen der Lagerböcke zeigte sich dann der zweite "Klops". Der Spiegelkasten verhakte beim auf- und abbewegen sich immer mit den Teflonpads denn er lag ständig schief im der Rockerbox. Woher kommt das? Die Rockerbox ist nicht rechtwinklig! Dadurch sind die beiden Rundbögen wie bei einem Parallelogramm gegeneinander verschoben. Um diesen Versatz auszugleichen habe ich 2 Lagerblöcke diagonal gegenüberliegend mit 5MM unterbaut. Jetzt endlich passt es und das Teleskop lässt sich nun ohne einzuhakeln sauber auf und ab bewegen.
wird fordgesetzt:
Letztes Jahr kurz vor Weihnachten habe ich mir nun auch einen 16-Zöller gegönnt. Na ja 1700€ waren eben doch zu verlockend. Das dieses Gerät nicht ganz perfekt ist und ein paar Wehwehchen aufzuweisen hat dürfte wohl klar sein aber dazu später mehr.
Zuerst stellte sich die Frage was habe ich für ein Übersichtokular und wie groß ist das Feld was ich damit erreichen kann. Bei F4,5 verbietet sich alles über 30 (31)MM der Austrittspupille wegen. Da hätte ich, als erstes, das BW 30MM 80°. Das ist bei F10 recht ordentlich mit ein paar kleine Schwächen, bei F20 ist es richtig klasse aber schon bei F6 und noch mehr bei F4,5 ist es nicht mehr zu geniessen. Dann währen da noch das Luminos 23MM und das 21er Ethos beide sind prima aber mit Feldblenden von 37 und 36,2MM kommt da nur ein kleines wahres Feld von 1,16° und 1,14°zu Stande. Das ist zur Übersicht reichlich wenig. Was nun, das 30MM ES (FB 43MM) oder das 31er Nagler (FB 42MM) nachkaufen? Das wahre Gesichtfeld mit diesen Okularen von 1,35° und 1,32°ist auch nicht gerade der Renner. Das ist nicht mehr als ein 8" SC zu Stande bringt. Aber warum nicht das 30MM 100° von ES verwenden welches ich mir für den "schrägen Anton" angeschaft habe? Naja das Ding wiegt 2,25Kg! Da hat ein Dobson schon ganz schön zu schlucken aber damit ist ein Feld von 1,64° erreichbar. Ich habe mich darüber mit Charly Kloss am Telefon unterhalten. Der riet mir aber davon ab da das Gerät dazu nicht stabil genug ist. Ich habe mich aber dann doch dazu durchgerungen beim Wolfi einen 3" Okularauszug zu hohlen und den Umbau zu wagen.
Beim ersten Zusammenbau vom Gerät hat sich die geringe Stabilität dann auch bestätigt und es zeigte sich der erst "Klops". 8 von den 16 Öseneinsätzen der acht Stangen wahren nicht richtig fest. Der Kleber mit dem die Einsätze in den Rohren geklebt sind sollte ausgehärtet sein. War er aber nicht. Er hatte eine Konsistenz wie Hong aus dem Kühlschrank, so zäh und klebrig. Da hatte wohl ein Chinese den Härter vergessen. 7 weitere Einsätze konnten reltaiv leicht aus den Rohren heraus gelöst werden und hätten sich früher oder später beim Gebrauch gelockert. Lediglich ein einziges Teil war so fest wie es sein sollte. Hier musste ich mit einer ca. 50cm langen Eisenstange kräftig ran gehen. Beim nachmessen der Teile zeigte sich, dass sie alle gut einen halben MM Luft in den Rohren hatten. Das ist viel zu viel für eine gute Klebeverbindung. Ich habe daher alle 16 Teile neu angefertigt und mit stimmiger Passung und UHU Endfest 3000 fest eingeklebt. Der ganze Aufbau war danach deutlich stabiler!
Den neuen 3" Okularauszug befestigte ich an die selbe Position wie den Alten in 2". Das Aufbohren der Halteplatte für die Auszugpinole und die Befestigunglöcher macht man am besten auf eine Fräsmaschine mit der Horizontalspindel. Die große 3"Pinole reicht nun bis auf wenige Zehntel bis an den unteren Hutring heran.
Bei dem Gerät ist immer wieder bemängelt worden dass der Okularauszug auf der falschen Seite hängt und man beim Nachführen ziehen muß. Das ist ausgeprochener Blödsinn. Der Hut kann bei diesem Gerät in 8 verschiedenen Positionen montiert werden und man kann die Position wählen die einem am besten passt.
Damit das Teleskop unter dem höheren Gewicht keinen Kopfstand macht muß der Drehpunkt vom Höhenlager etwas Richtug Okularauszug vesetzt werden. Dazu bohrte ich in den Spiegelkasten und Deckel Beidseitig 2 X 3 neue Löcher / Gewinde im Abstand von 26 und 52MM. 52MM erwiesen sich im nach hinein als richtig. Damit der Spiegelkasten nun nicht innen in der Rockerbox anschlägt mußten nun noch die Teflonpads gegen ca. 50MM hohe Lagerblöcke aus Polyamid getauscht werden. Beim Anpassen der Lagerböcke zeigte sich dann der zweite "Klops". Der Spiegelkasten verhakte beim auf- und abbewegen sich immer mit den Teflonpads denn er lag ständig schief im der Rockerbox. Woher kommt das? Die Rockerbox ist nicht rechtwinklig! Dadurch sind die beiden Rundbögen wie bei einem Parallelogramm gegeneinander verschoben. Um diesen Versatz auszugleichen habe ich 2 Lagerblöcke diagonal gegenüberliegend mit 5MM unterbaut. Jetzt endlich passt es und das Teleskop lässt sich nun ohne einzuhakeln sauber auf und ab bewegen.
wird fordgesetzt: