Umbauplanung eines 150 f6 Newtons von GSO

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Jiggalatei

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Hallo Forum,
bin hier ins Forum gestoßen, weil ich etwas mehr über die "Qualitäten" meines 150/900 GSO Newtons erfahren wollte. Nunja er wird als gut beschrieben, manchmal verrissen, weil er weder für Fotografie (dann sollte er nur 750mm und damit f5 haben) optimiert ist, noch für die rein visuelle Nutzung (dafür sei der Fangspiegel mit 33% Obstruktion zu groß). Angeregt durch einige Umbauaktionen habe ich mal die Daten in "MY NEWTON" hin und her geschoben und dabei ein Umbauidee entwickelt, die ich hier im Forum auf den Prüfstand stellen möchte. Bin somit für Kritik und Verbesserungen etc. dankbar.

So stelle ich es mir vor:
Der Tubus wird ca. 10cm hinter dem OAZ (Richtung HS) getrennt. Die Schnittflächen bekommen durch durch großzügige Multiplexringe wieder Stabiltät. Stehbolzen sorgen dafür, dass beide Teile wieder passgenau aneinander gefügt und anschließend verschraubt werden können. So erhält man den gleichen GSO wie vorher, der m.E. auch mit f6 recht gut für Fotografie geeignet ist. Ein Stück Tubusrohr gleichen Durchmessers erhält nun ebenso einen Multiplexring und kann mit dem Original ausgetauscht werden. Dort sitzten dann ein preiswerter OAZ (30€) mit einer modifizierten Fangspiegelhalterung aus einem 76mm Reflektor aus der Bastelabteilung (30€) und einem GSO Fangspiegel mit 28-31mm Durchmesser (35€), der etwa 20% Obstruktion ergibt ca. 80mm weiter entferntvom HS. Zusammen sind das 95€, + Kleinteile/Versand gibt das ca. 120€ für den Umbau. Sinn der Sache soll sein, den Newton wahlweise visuell z.B. für Planeten zu nutzen, und ich denke, da muss der OAZ nicht vom Feinsten sein, oder im "Originalzustand" für Deepsky und Fotografie.
Ich wünsche uns einen schnell abnehmenden Mond und klaren Himmel.
Jiggalatei
 
Hallo,

ein gewagtes Projekt.
Wäre es nicht insgesamt günstiger, am bestehenden Tubus einen kleineren FS anzubringen (ich habe die FS-Größe nun selbst nicht nachgerechnet) und einfach ein flacheren OAZ zu verbauen, der dann visuell mit zusätzlicher Aufbauhülse betrieben wird?
 
Hi Toni!
Ich beschäftige mich seit ner Weile auch schon mit dem besagten Teleskop. Einen kleineren Fangspiegel einzusetzen wird nicht ohne weiteres gehen, weil schon bei 43mm das zu 100 Prozent ausgeleuchtete Feld lächerlich klein wird. (Hatte es mal durchs Newton gejagt)
Und selbst bei 43 mm würd ich noch nich von einem Planeten Newton sprechen.
Was dein Vorschlag bewirken soll einfach nur einen flacheren OAZ aufzubauen, versteh ich nich ganz. Im übrigen muss man das Ding ja jetzt bereits mit einer VErlängerungshülse visuell betreiben.


Gruß Deadlock
 
Hallo zusammen,


um eine Tubusverlängerung kommt man nicht herum wenn man den 6"f6 visuell optimieren möchte. Der Fokus liegt so blödsinnig hoch über dem Tubus daß alles andere nicht paßt.


Jiggalatei, achte beim FS auch auf Qualität, ein kleinerer FS nützt nichts wenn der Randbereich schlecht ist und das Bild dann nicht von der großen Obstruktion sondern von einer nur mäßigen Spiegelqualität aufgeweicht wird.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Toni,

Wäre es nicht insgesamt günstiger, am bestehenden Tubus einen kleineren FS anzubringen (ich habe die FS-Größe nun selbst nicht nachgerechnet) und einfach ein flacheren OAZ zu verbauen, der dann visuell mit zusätzlicher Aufbauhülse betrieben wird?

nei, leider nicht. Denn wenn der FS kleiner werden soll,
dann muß der FS weiter vorne liegen, also der Abstand HS - FS größer sein.
ANsonsten würde der FS zu klein, Öffnungsverlust wäre die Folge.

Weil der Tubus nicht die Möglichkeit hergibt den FS weiter vorne einzubauen
(die FS-Streben sind schon knapp hinte dem Frontring befestigt)
muß man den Tubus verlängern wenn man den FS kleiner machen will.

CS,Karsten
 
Hallo Karsten und *.*,

Zitat von KaStern:
Weil der Tubus nicht die Möglichkeit hergibt den FS weiter vorne einzubauen
(die FS-Streben sind schon knapp hinte dem Frontring befestigt)
muß man den Tubus verlängern wenn man den FS kleiner machen will.

Ja, das ist scho klar. Ich ging davon aus, daß der FS ohnehin schon zu groß ist und bei bestehender Tubusgeometrie kleiner ausfallen soll.

@Alle

Mir war nicht klar, daß der Brennpunkt jetzt schon weit außen liegt, ich dachte er will weiter raus zum Fotografieren.

Aber, Frage:
Wäre hier nicht ein Schiebefokussierer in Verbindung mit einem als Kompromiss gerechneten FS interessanter?

Gut, letztlich, nach meinem Dafürhalten könnte ich mit einem größeren FS, Fokus weiter außen und Hülse in Betracht auf Aufwand und Nutzen besser leben. Aber, wir werden sehen, ich werde nun bald den Einstieg in die Fotografie wagen, mal sehen, wie sich das und dabei meine Meinung entwickelt.
 
Hallo Toni,


die Frage ist halt: will man beobachten ODER fotografieren - Newtons für den jeweiligen Zweck stellen genau entgegengesetzte Anforderungen, ein Newton der beides kann kann beides nicht wirklich gut.

Für den visuellen Einstaz wäre ein Fokussierschlitten mit möglichst kleinem FS ideal*, beim Knipsen stört eine große Obstruktion soweit ich weiß (fast) gar nicht, da ist ein großer FS für gescheite Ausleuchtung gefragt und ein weit außen liegender Fokus.

*ich nutze einen 8"f6 mit 33mm FS und Fokussierschlitten rein visuell, das ist extrem aber das Resultat ist auch extrem: wenn Mond- bzw. Planetenfotos nicht mit sehr großen Öffnungen gemacht wurden halten sie nicht ansatzweise mit dem mit was einem 8" visuell zeigen können wenn das Seeing gut ist, M13 ist schon im Übersichtsokular (30mm Militärokular bzw. 27er Pano)kein Nebelfleck mehr sondern glitzert und funkelt vor sich hin...


Viele Grüße Felix
 
Zitat von raziel28:
Hallo Karsten und *.*,



Frage:
Wäre hier nicht ein Schiebefokussierer in Verbindung mit einem als Kompromiss gerechneten FS interessanter?

Gut, letztlich, nach meinem Dafürhalten könnte ich mit einem größeren FS, Fokus weiter außen und Hülse in Betracht auf Aufwand und Nutzen besser leben. Aber, wir werden sehen, ich werde nun bald den Einstieg in die Fotografie wagen, mal sehen, wie sich das und dabei meine Meinung entwickelt.

Hallo Toni und die anderen,
das ist natürlich eine Idee. Bekommt man einen Schiebefokussierer für das Geld, und ist der Fotonewton mit f6 nicht schon selbst ein Kompromiss? und mache ich mit einem mittelgroßen Fangspiegel nicht nochmal einen, der die Fotoeigenschaft verschlechtert und mir am Planeten nicht mehr den mit dem Umbauplan bezweckte geringe Obstruktion gewährleistet.
Um es besser zu verdeutlichen, - was ich mir erhoffe ist:
Ein Newton mit f6, der wahlweise mit einer Auszug-Spiegel-Kombunation bestückt werden kann, die zum einen fotooptimiert ist, mit wenigen Handgriffen wird diese getauscht und auf visiuelle Nutzung obtimiert. Der unveränderliche Kompromiss läge dann nur noch im Öffnungsverhältnis mit f6, den ich aber schon bewusst in Kauf genommen habe, um eine große Bandbreite von Okularen nutzen zu können, deren Preis selbst nicht schon astronomisch ist.

Lohnt sich so ein Umbau? Was sagt Kastern dazu, der den Schiebenewton gebaut hat? Ist das bei 150 mm allenfalls eine schöne Bastelaufgabe, um zu schauen, ob das ganze funktioniert? Und ,- macht das Ganze erst bei größeren Öffnungen ab 250 mm Sinn?

Danke für die Antworten
Klare Nächte (und jetzt schneit es wieder und den Rest der Woche auch ... )
Jiggalatei

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jiggalatei, Felix und *.*,

es ist im Grunde schon klar, ein fest aufgebautes Teleskopsystem kann letztlich nur eine der beiden Anforderungen gut erfüllen oder eben beide auf, ich sag mal salopp, halber Strecke.

Der Grundansatz wäre also, ein Teleskop f/6 visuell für moderate Okulare und ein f/5 oder F74 für die Fotogeschichte.

Jiggalatei, ich würde dich nicht von der von Dir genannten Modifikation abhalten wollen, im Grunde wäre es sogar eine wünschenswerte Innovation, wenn man es zu Ende denkt, also 2 Newton'Köpfe' die unterschiedlichen HS-FS Abstand, FS-Größe und Fokuslage im OAZ berücksichtig. Aber, bei den gängigen Newtonpreisen dürfte schnell klar werden, daß solch eine Innovation nebst Entwicklung bishin zu einer gewissen Justierstabilität beim Wechsel wohl wenig Akzeptanz in den Geldbeuteln der Kundschaft findet, vielleicht bin ich da auch zu konservativ eingestellt.

 
Hallo Toni,


...,im Grunde wäre es sogar eine wünschenswerte Innovation, wenn man es zu Ende denkt, also 2 Newton'Köpfe' die unterschiedlichen HS-FS Abstand, FS-Größe und Fokuslage im OAZ berücksichtig. Aber, bei den gängigen Newtonpreisen dürfte schnell klar werden, daß solch eine Innovation nebst Entwicklung bishin zu einer gewissen Justierstabilität beim Wechsel wohl wenig Akzeptanz in den Geldbeuteln der Kundschaft findet, vielleicht bin ich da auch zu konservativ eingestellt.

Der Preis ist das große Problem. In Kleinserie wird das relativ teuer wenn es eine "seriöse" Lösung werden soll wobei man genauer fragen müßte ab wann es *zu teuer* wird. Egal ob es ein Schiebetubus wird oder ein einteiliger Tubus mit versetzbarer Spiegelzelle, die Materialkosten für einen Hartpapiertubus mit etwas mehr Durchmesser, eine neue Spinne, einen kleineren FS und wechselbarem FS-Halter usw. addieren sich auf ca. 200 Euro (oder etwas mehr) wenn man einen vorhandenen 6"f6 umbaut. Dazu kommt noch der nicht unbeträchtliche Arbeitsaufwand. GSO bzw. Skywatcher läßt man da preislich spürbar hinter sich, die Frage ist was ist ein Newton mit durchdachtem Konzept "wert". ?)


Viele Grüße Felix





 
Hi Felix,

die Frage ist ja auch, ob man bei einem "optimierten 6/6er" in Kleinserie sozusagen die Non-plus-ultra-Lösung anstrebt, wobei die "tollsten Kleinteile" ;) a la HS, FS, OAZ etc. mitverbaut sind, und das Teil ein "edles Finish" bekommt, oder ob man sich dabei auf die "Beseitigung" der gröbsten Fehlkonstrukte und die Verwendung von "bewährten Kleinteilen" beschränkt, und das Finish auf "ansehnlich" trimmt ... letztlich vielleicht alles eine Frage der Zielgruppe und deren "Grosszügigkeit" ihrem Hobby gegenüber ... ;)
 
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