umbedingt tubus auskleiden

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Jakob
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Re: Streulichtaschattung für Planeten?

Hi,

> Der Blick gen Planeten wird meist subjektiv als besser beschrieben,
> mit dem Hinweis daß es also möglicherweis nur Einbildung ist

Ein definitives Nein auch hierzu. Einbilden kann man sich viel, und je nach Qualität der ursprünglichen Schwärzung wird der Verbesserungsgrad unterschiedlich sein. Aber bei meinem GSO Tubus ist die Bildverbesserung keine Einbildung! Das Streulicht im Okulargesichtsfeld ist deutlich und um Größenordnungen weniger - objektiv.

Es ist *überall* weniger - völlig irrelevant ob man von vorne, hinten oder seitlich in den Tubus sieht.

Ich möchte mit meinem vehementen Widersprechen nur sichergehen, dass zumindest GSO-Dobson Besitzer nicht davon abgehalten werden Velours oder Filz oder was auch immer streifendes Licht nicht reflektiert zu verkleben. Es hilft. Definitiv und objektiv, und nicht nur eingebildet.

Ciao,
Roland
 
Re: Streulichtaschattung für Planeten?

Hallo Stathis,

Diese Temperaturdifferenzen im Tubus werden Tubusseeing erzeugen - und zwar die ganze Nacht, egal wie lange man auskühlen lässt. Veloursfolie hat nun durch die Faserstruktur außer dass es streifendes Licht effektiv schluckt, eine beachtliche wärmeisolierende Eingenschaft. Dadurch findet weniger Wärmeaustausch in's Innere des Tubus statt - also weniger Tubusseing = bessere Jupiters

Also doch kein "Unlösbares Phänomen" sondern pure Thermodramatik?
Das würde auch erklären, warum ich so einen Effekt nicht kenne, da ich immer nur offene Gitterstruktur hatte. Vielleicht können sich die Leute, die ihren kompletten Tubus velourifiziert haben (was ja für reinen Streulichtschutz nicht nötig ist)

Es ist wie immer: es gibt nicht nur einen Grund. Alles was du beschreibst, hat ja Hand und Fuss. Ist schlüssig. Ich denke, dies wird das Bild verbessern. Aber es spricht doch keineswegs gegen eine zusätzliche Verbesserung durch Streulichtunterdrückung!

Auch ist es keineswegs so, dass das Verlours nur an wenigen Stellen was bringen kann. Durch die komplexen Strahlengänge an allen möglichen Reflexions-Flächen (inkl. Okularlinsen) kann man nur exrem schwer vorhersagen, wo man es brauchen wird. Natürlich gibt es Stellen mit grösserer Wirkung (gegenüber OAZ) aber verdächtig darf hier jede Stelle sein.

Wie weit das gerade am hellen Jupiter und visuell wichtig, weiss ich nicht. Auf Langzeitphotos aber wird jede noch so kleine Störquelle sauber eingefangen und abgebildet!

Und gerade die allerhellste Quelle, nämlich die SOnne, macht den meisten Ärger mit dem STreulicht, das sie selbst erzeugt. Der Aufwand (bis zum Linsen-Ultra-Glatt-Polieren) der hier getrieben wird ist enorm.

Man überzeuge mal einen Kumpel, eine Taschenlampe statt des Okulares vor den OAZ zu halten und sehe ich dann das Teleskop von der "Sternseite" her an... alles was dann ein bisschen blitzt oder funkelt trägt zum Niedergang des Kontrastes bei...



 
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