Umlekungseinheiten für ein Newton Bino

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Hallo Antares,

meinst Du einen selbst zu bauenden Binokularansatz? Bei festem (Deinem) Augenabstand brauchst Du einen Strahlenteiler und drei 90 Grad Refelexionsprismen. Es gab mal in Sterne und Weltraum eine Bauanleitung.

Christoph
 
Meinst Du jetzt die Tertiärspiegel für einen Doppelnewton oder einen Binoansatz für einen Mono-Newton?

Ich habe kürzlich einen 2" Siebert Binonsatz gekauft.
Der ist recht einfach aus einem Strahlteilerwürfel und drei Celestron 1,25" Prismen gebaut.
Der Strahlteiler kommt angeblich von Edmund Scientific und wird (auch angeblich) auch von Denkmeier verwendet.

So etwas kann man mit etwas Geschick und Zugang zu Drehbank und Fräse schon auch selbst bauen.

Bei Interesse kann ich mal detailliertere Bilder einstellen.

Grüsse Jochen
 
Hi
danke erst mal für die Tipps.
Was ich meine sieht man hier am Besten
http://www.binodob.de/b_10z/foku4.jpg

Im Grunde braucht man doch nur die silberne Umlenkeinheit, die man statt OAZ am Tubus anbringt.
Wenn man die Maße behält und auf verschiebbaren FS verzichtet, so das ein Rückbau direkt möglich wäre, müßte man die Umlenkeinheit mit einem kleinen Helical mit 10-15mm Verstellweg bauen und den darin befindlichen Umlenkspiegel justierbar machen, um alles zu haben.
Augenabstand durch Drehung der Tuben ist mit je 2 Rohrschellen und einem weiteren Ring ja leicht zu produzieren.
Gibt im Ergbnis etwas das dem hier ähnlich ist
https://www.fernrohrmarkt.de/popup_...gID=0&XTCsid=c8ff78990c656cb8a41cb71a15c0e3c0

CS
 
Hallo Armin,

ich verstehe nach wie vor den Sinn von Doppel Bino Newtons nicht.
Z.B. der von dir verlinkte 2x10" Newton macht eine Spiegel Gesamtfläche von ca. 980cm²
D.h. bereits mit einem 35cm einfach Newton hätte man ca. die Gleiche Spiegelfläche.
Und mit einem standart 40cm Newton währe die Fläche sogar um ca. 1/4 grösser.
Nicht zu vergessen der immense Justier und Bauaufwand für einen Doppelnewton. Der Preis dürfte auch höher sein.
 
Ein spannendes Thema, ich habe mich kürzlich auch wochenlang mit dem Thema Doppelnewton auseinandergesetzt.

Der Kontrastgewinn durch die optische Addition ist schon sehr verlockend:

http://arieotte-binoscopes.nl/Binocular%20Summation%20Factor.pdf

Mich hat dann aber doch die Unhandlichkeit und vor allem der unbequeme Einblick vor der Umsetzung abgehalten.
Man sitzt zum Beobachen ja unter dem Teleskop, bei flachen Winkeln liegt man sogar bäuchlings darunter - dafür bin ich dann doch zu alt :-)

Bedenke auch dass die Kollimation tricky ist, auch der Lichtweg ist durch die doppelte Umlenkung sehr lang -> grosser Fangspiegel -> viel Obstruktion.

Für mich ist war ein 2" Binoansatz ein sehr guter Kompromiss und deshalb habe ich mich dafür entschieden und bin damit extrem happy.

Der Einblick bleibt so komfortabel wie am Dobson gewohnt, man hat den Kontrastgewinn durch zweiäugiges sehen, aber natürlich fehlen die Vorteile
durch 2 Luftsäulen (seeing) sowie die um Faktor 1,41 grössere Lichtausbeute - letzere kann man aber durch einen grösseren Spiegel kompensieren.

Grüsse Jochen

@ Jadran, lies Dir mal meinen Link oben durch, dann verstehst Du warum ein Doppelnewton durchaus viel Sinn macht.
 
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Hi Jadran

das ist wie ein Fernglas. Der Effekt des beidäugigen schauen ist erheblich. Ich kenne das von vielen Beobachtungen mit Fujinongroßbinos.
Ich sehe das auch eher als Fernglas/ Großfeldprojekt denn Hauptinstrument.

Ich denke so teuer wird das gar nicht. Stativ und Gabel habe ich. Brauche nur noch 2 identische Newton und die Umlenkung mit Helical. Dazu ein paar Bauteile und das wars.
CS


 
Hi Jochen
klar die Obstruktion ist groß, aber es geht schon mit fotografisch ausgelegten Newton mit f/5 von der Stange wie z.B: der Skywatcher PDS. Der kleine ist mit niedrigerem OAZ schon mit einem 1,25 " ZS zu kombinieren.
Und kucken kann man damit schön.
24er PanO oder 22 LVW und Du hast Spaß :)
CS
 
Welche Öffnung / Brennweite schwebt Dir denn vor?
Wenn Du das auf ein Stativ mit Gabel packen willst anscheinend eher nicht ganz so riesig.

Ich würde dann eher mit 2 EDs arbeiten, da hast Du kein Kollimationsproblem und den "normalen" Einblick von hinten.

Für elementar wichtig halte ich die Möglichkeit 2" Okulare einsetzen zu können, das macht dann den wirklichen Unterschied aus, ansonsten ist so um das 24er Panoptic herum Feierabend, und ab da wird es eigentlich erst so richtig spannend :-)

Grüsse Jochen
 
Nur um eventuelle Missverständnisse auszuräumen.
Ich verwende ein Denk Bino aber an Einzelteleskopen.
D.h. ohne Bino wollte ich garnicht mehr.
Zwei Refraktoren als Bino sehe ich auch noch als sinnvoll an.
Ab einem Doppelnewton wird's dann allerdings sehr unhandlich.
Mal abgesehen davon würde ich selbst liebend gerne mal damit beobachten :biggrin:
 
Hallo Armin,

eine solche Idee hatte ich auch einmal, nur als 6"f/5.
Sieht dir mal das Bild genauer an. Wenn du die Okulare
wechselst, mußt du nachfokusieren. Damit ändert sich der
Augenabstand. Entweder muss man den Hut(oder den ganzen
Tubus) drehbar gestallten oder man benutzt immer nur das
gleiche Okularpaar.
Daran bin ich letztlich gescheitert weil mir das ganze
technisch zu aufwendig wurde.

Grüße,
Matthias
 
Hallo,
Scheint ja aktuell einige Leute zu geben , die das Thema spannend finden ! :super:
Eine besonders elegante Lösung ist z.B hier zu sehen :
http://www.brucesayre.net/#Design_overview
Damit der Sekundärspiegel nicht zu groß wird ist aber schon eine Brennweite ab 1500mm
nötig, mit den kleinen 150/750 Newtons wird das nix, eher schon 8" f6.
Grüße Alex
 
Also von der Eleganz her finde ich dieses hier unerreicht:

Link zur Grafik: http://www.astrosurf.com/altaz/images/Bino%20460%20071.jpg

Link zur Grafik: http://www.astrosurf.com/altaz/images/Bino%20460%20098.jpg

http://www.astrosurf.com/altaz/460_bino_e.htm

Es geht wohl weniger um die absolute Brennweite als um das Öffnungsverhältnis.
Unter f/5 macht das wenig Sinn, das stimmt schon.
Das bedeutet, wenn man richtig Öffnung will muss man auch wieder auf Leitern herumhangeln :-(

Grüsse Jochen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
Stimmt, Jaques Bino ist was feines ! Besonders die Lösung für den IPD mit zwei Okularauszügen (das sind reversed Crayfords von JMI) finde ich pfiffig .
Das mit der absoluten Brennweite meinte ich in dem Sinne , daß das Verhältnis von Brennweite zu benötigter Länge zwischen Sekundärspiegel und Auge mit zunehmender Brennweite eben immer günstiger wird.
Ein 20" mit f4 geht eher als ein 8" mit f4.
Hier gilt es viel miteinander abzuwägen, besonders die Transportfrage ist nicht trivial.
Ich würde ein so großes Bino nicht gerne vor jeder Beobachtungsnacht aufbauen müssen,
aber ein Transport am Stück erfordert wieder ein entsprechendes Fahrzeug........
und und und....
Mir sausen die Gedanken auch schon seit Wochen durchs Hirn :smiley56: :smiley47:
CS
 
Hallo Alex,

ich bin das Thema auch sehr intensiv gedanklich durchgegangen, habe auch das Buch von Norman Butler durchgelesen und einige Pläne und Zeichnungen angefertigt.

Am Ende habe ich mich dann doch dagegen entschieden, bei kleiner Öffnung ist mir der Gewinn zu gering, bei grosser Öffnung wird es heftig unhandlich, komplex und unbequem in der Nutzung.

Meine "Erlösung" war dann der Kauf eines 2" Binoansatzes, ein für mich sehr guter Kompromiss, der mich auch nicht mehr um ein grosses Doppelteleskop trauern lässt :-)

Grüsse Jochen
 
Hallo in die Runde,

ein Doppelnewton ist auf dem Teleskoptreffen immer ein hingucker, besonders wie die hier verlinkten Modelle, bei denen detailverliebt und handwerklich perfekt gearbeitet wurde.
Ich habe allerdings ein Problem damit, das die Teile oft extrem unhandlich und justieranfällig sind.
Abgesehen davon, steht man teils unter der Öffnung und aufsteigende Wärme verschmiert das Bild erheblich.
Auf den Teleskoptreffen war ich beim An- und Einblick in den Doppelnweton schon begeistert, aber ein richtiger Aha- Effekt stellte sich bei mir beim Einblick in ein einen großen Dobson Bino ein. Ich halte das für zielführender.

Gruß
Thomas
 
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