Umstieg auf Computer zur Deep Sky Fotografie

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Jan-Fre

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Hallo Leute,

ich habe mein Deep-Sky-Foto-Hobby bislang mit einem ZWO ASIair und dem MGEN betrieben ( verschiedene Teleskope, DSLR und gekühlte ZWO Cams, Ioptron IEQ45 pro mount). Mit dem Asiair bin ich eigentlich zufrieden. Gerade die Kopplung mit Sky Safari macht die Bedienung recht unkompliziert. Was mich aber am ASIair zunehmend stört, ist, dass Zwo irgendwie das Dither-Time-Out-Problem nicht in den Griff zu kriegen scheint. Ca. 1-2x pro Stunde hängt sich der ASIair beim Setteln nach dem Dithern auf. Es geht dann einfach nicht weiter. Man muss daher die ganze Zeit dabei sein und manuell eingreifen, wenn das Problem auftritt. Sequenz stoppen, dann wieder neu starten. Ich würde die Aufnahme auch gerne mal über längere Zeit unbeaufsichtigt lassen, aber so geht das derzeit nicht.

Nun... vielleicht ist es aber doch mal an der Zeit, auf einen PC zu wechseln. Würde hier ein recht einfaches Notebook ausreichen? Ich würde es nur zum Bilderaufnehmen und zum Guiden nehmen, und mit einer Planetariumssoftware betreiben. Keine weiteren Dinge will ich auf dem Rechner laufen lassen. Es soll ein reines Astrofoto-Notebook werden. Am liebsten auch keine Verbindung zum Internet. Würde hier etwas Preiswertes reichen (z.B. ca. 500 EUR, 250 GB SSD, USB 3.0. 8 GB RAM, WIN10 oder so?). Ich habe keine Ahnung, ob so ein Rechner die kalten und feuchten Nächte gut übersteht (ja, alles findest draußen statt), daher würde ich eh zu einem preiswerten (aber soliden?) Modell neigen. Auf keinen Fall etwas teures. Was meint Ihr zu diesem Punkt, oder was für einen Rechner nutzt Ihr?

Und nun zur Software. Was ist mir wichtig?
1) Es soll einfach laufen, ohne Ärger zu machen. Kein Treiber-, Server-, Kompatibilität-, ASCOM / Indi / Indigo oder was auch immer Wirrwarr. Einfach nur laufen, ohne dass viele Anleitungen oder Tutorials durchforstet werden müssen. Die wesentlichen Funktionen kenne ich von meinem Mgen oder ASiair.
2) Guide und vor allem Dithern soll gut klappen. Man muss die wichtigsten Dither-Parameter (Stabilität, Settletime, Timeout, etc.) anpassen können.
3) Schön wäre es, wenn man den Meridian Flip automatisieren könnte. Also, dass es nach dem Flippen einen oder mehre Platesolves gibt, dann die frühere Stelle (möglichst genau) angefahren wird, das Guiding wieder selbst kalibriert und in Gang geworfen wird, und dann mit der Belichtungssequenz fortgefahren wird. Gibt es sowas? Funktioniert es in der Praxis?
4) Im Winter hätte ich durchaus auch mal Lust, das Teleskop die Nacht durchlaufen zu lassen und mehrere Ziele abzulichten. Das Erstellen von solchen Sequenzen ist jetzt nicht mein Hauptanliegen, aber vielleicht kommt das irgendwann mal...

Und wo ist mein Problem? Naja... Im Netzt sehe ich, dass es eine Vielfalt an Software gibt. Habe auch in diesem Forum schon viele Beiträge gelesen. Da gibt es teure Probgramme wie Maxim DL oder Prism, die teils noch einen großen Bildbearbeitung-Ballast haben. Diese Funktionen brauche ich alle nicht, da ich PI nutze. Und dann gibt es noch viele andere Programme, die die für mich wesentlichen Funktionen aufweisen. Die einen können mal mehr, die anderen weniger. Unterschiede scheint es manchmal bei kleinen Details zu geben. Naja... wenn ich mich da durchtesten würde, wäre ich sicher recht lange dran, und sicherlich müsste ich mehrere Nächte, in denen ich eigentlich Fotografieren könnte, irgendwelche Parameter anpassen und mit Problemen kämpfen. Das möchte ich natürlich nicht. Ich habe dieses Jahr schon sehr viel an meinem Teleskopsetup herausgeschraubt und optimiert, so dass ich endlich wieder etwas damit machen möchte. Wenn man ein schönes Pferd hat, möchte man es ja auch reiten, nicht immer nur Striegeln, Putzen, Stall ausmisten und so weiter...

Die Frage ist nun, welche Software-Kombination würde die drei oben genannten Kriterien gut erfüllen? Vorab habe ich jetzt einmal APT, PHD2 und Stellarium auserkoren. Ist das eine gute Kombination? Passen die Programme gut zusammen und würde das alles gut auf einem preiswerteren Laptop laufen? Oder sollte man doch eine Stand-Alone-Software wie Prism in Betracht ziehen?

Wir greifen solche einzelnen Programme ineinander? Das Guiden nacht PHD2, klar. Wenn ich Dithern will, regelt APT das irgendwie mit PHD2? Und zur gleichen Zeit erfährt Stellarium, wo genau das Teleskop hinguckt? Braucht APT für das Platesolving eine Internetverbindung?

So viel Text.... und so viele Fragen
Also, erstmal sorry für das viele Geschreibsel. Aber, ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere hier vielleicht seinen Senf zu geben könnte.

Vielen, vielen Dank, und viele Grüße
Jan
 
Hallo Jan,

ich nutze zur Zeit ein Setup, das recht zuverlässig funktioniert. Grundlage ist ein alter Lenovo T60 mit 128GB SSD fürs System (Windows 7) und einer Festplatte (statt DVD Laufwerk) für die Daten. Die Skywatcher EQ6-R wird per EQMod und seriellen Kabel angesteuert. CdC läuft zur Steuerung und zum anfahren von Objekten, Sharpcap hilft bei der Polausrichtung. Die gesamte Belichtung incl. Dithern steuert APT, das Guiding besorgt phd2. Das Alignment erledige ich per Platesolver von APT aus. Das alles spielt prima zusammen, APT sagt phd wann es Dithern soll, auch der automatische Meridianflip klappt fast immer. Ich kann dir kombi nur empfehlen, da das ganze auch auf der sehr alten Hardware (Core2duo 1,8GHz / 3GB RAM) sehr gut läuft.

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Jan,

dazu eine schicke Plastikkiste, evtl. mit einer Isomatte ausgekleidet, und dein Laptop übersteht auch die kalten und feuchten Nächte ;)

USB3.0 war für mich ein Pflichtkriterium.
Ich nutze einen TraveMate mit 11" Display, Intel N Prozessor, 8 GB Ram und 128GB SSD.

Gruß
Dennis
 
Hallo,

nutzt Du den MGen fürs Guiding? Warum lässt du das nicht ASIAIR machen?

Grüße
Silvio
 
Hallo Michael,

Du sprichst mir aus der Seele. Nur dass ich meine T60 auf SSD generell umgerüstet habe wegen Energieaufnahme und Wärme.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

ich habe das Glück einen schön dunklen Garten zu haben, daher ist Energie kein Problem (der Akku würde keine 20 Minuten mehr durchhalten). Zur Zeit spielt USB 3 noch keine Rolle da ich mit DSLRs fotografiere. Nächstes Jahr soll es eine ASI 1600mmc geben, dann muss ich mal schauen. Es überrascht mich immer wieder wie robust der olle T60 ist, ein richtiges kleines Toughbook ;)

Man bekommt Leasingrücklaufer schon für recht fair Preise. Das sind dann Business Modelle die schon ziemlich robust sind. Bei Lenovo, ab dem T430, auch mit USB 3.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

ich nahm die Dinger bis vor kurzem noch zum messen, Akkus gibt's immer noch und mit SSD leben die auch im Einsatz recht lange, allerdings mit niedrigem Aktivitätsniveau und Schirm aus.

Robust wie die Hölle und mit Speicherausbau und dem neuen Massenspeicher richtig fix. Im Moment baue ich sie um als Rechner für einen Einsteigerlehrgang, der Einsatz ähnelt Deinem, auch die Softwareausrüstung.

Aber dazu schreibe ich vielleicht mal gesondert was.

Mich hat echt gewundert, dass das beim Installieren via Server so klappt, aber auch die Kommunikation klappt wirklich gut. Auch wenns die Elektronikmärkte nicht gerne hören, muss nicht immer der neueste Kram sein. USB3.0 ist bei mir aktuell kein Thema, wenn das kommt, wie Du schriebst, ab dem T430 an Bord. Sonst muss ich mal testen, was die PC-Karten im Erweiterungsport können. Ist leider noch der große PCMIA-Steckplatz, aber Versuch macht kluch.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

der T60 hat auch einen ExpressCard Anschluss. Aber nur mit 250MB/s. Für USB 3 ein wenig lahm. Jedoch immer noch besser als USB 2.

Viele Grüße
Michael
 
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