Umstieg auf Dobson bedauert?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Stephan

Aktives Mitglied
Weil's soviel Spaß macht, gleich noch eine Frage, die sich an die Leute richtet, die von parallaktisch montierten Geräten auf Dobsons umgestiegen sind...
Habt ihr es je bereut? Oder gleichen einfacherer Aufbau/Transport/etc. die Vorteile eines parallaktisch montierten Gerätes stets aus? Ist schon Mal jemand nach einem solchen Umstieg wieder zur par. Montierung zurückgekehrt?


PS: Die Frage steht vermutlich im falschen Forum - sorry... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan!
Früher habe ich mich mit einem äquatorial montierten 13" Newton herumgeplagt (auf schwerer Meade-Montierung). Den Umstieg auf 18" Dobson habe ich nie nie nie bedauert, das ganze ist nun halb so schwer, 3x so schnell aufgebaut und man sieht wesentlich mehr. Nachführung vermisse ich ganz selten.
Gruß
Martin
 
Hallo Stephan,

ich bin ja vom 12" TS Newton auf ner EQ6 (davor VMC auf GP) auf den 12" AOM Dob umgestiegen. Ich war es einfach satt, ständig meine Montierung mit Ihren 2000 Teilen aufzubauen. Außerdem war ich als "Astrofotograf" dermaßen untalentiert, so das das visuelle Beobachten Nr.1 bei mir wurde.

Meine Dob baue ich in 40 Sekunden auf und ab dafür <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> !

Ich habs niemals bereut und spare daher weiter fleissig auf den 16" AOM!

CS

Philip von der Dobson-RIOS <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
www.galaxien-beobachter.de
 
Ich habe meinen 6" Selbstbau-Newton erst nachträglich von meiner GP-E auf eine Rockerbox gesetzt ... diesen Schritt habe ich niemals bereut, in Verbindung mit dem Rigelfinder ging's dann eigentlich mit dem Beobachten erst richtig los. Ich habe nun beides zur Verfügung, einen 100er Refraktor auf der GP und den Newton als Dobson, wobei ich den wahlweise auch noch auf der GP montieren kann. Müsste ich mich für ein Teleskop entscheiden, bliebe der Dobson und meine GP müßte gehen.
 
Hallo Namenskollege Stephan,

ich bin nach 3 Jahren FH-Refraktor 150/1200 (Celescope) auf EQ5 mit elektr. 2-Achsennachführung Anfang des Jahres auf AOM-Dobson 10" f6.4 (Helena von Droja) umgestiegen. Ich hab es nicht bereut. Obwohl das neue Gerät ganz schön groß und lang ist, empfinde ich den Transport auf die Wiese und den Aufbau als viel leicher, schneller und angenehmer mit dem neuen Dobson. Auch das Nachführen ist überraschender Weise kein Problem und das Finden (kein Suchen im Dunklen nach den Achsenklemmschrauben) geht eh viel besser mit dem Dobson. Auch ist es viel angenehmer bei Objekten in Zenitnähe auf einem kleinen Hocker neben Helena zu stehen, als auf Knien unter Celescope.

Ich schau nur noch, auch Planeten bei sehr hoher Vergrößerung (bis 500 fach), mit Helena, der Refraktor kommt im Urlaub (ich hab einen Kombi-PKW) zum Einsatz.

Fotos dazu gibts hier in der
Galerie der heimlichen Geliebten

Schöne Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich bin zwar nur in dem Sinne umgestiegen, auch auf den Dobson auf-, nicht aber von der deuteschen Monti abgestiegen zu sein. Aber vielleicht ist auch das für Dich interessant:

Den Dobson bevorzuge ich, wenn ich ihn rechtzeitig rausstellen kann und dann für alle möglichen Beobachtungen, ausser: Auf jeden Fall parallaktisch montiert möchte ich bleiben, wenn ich zeichne, z.B. Sonnenflecken. Dann mag ich nämlich nur mit einer Bewegung nachführen und muss ja mit Kopf und Hand immer wieder weg vom Gerät. Dazu habe ich noch was ganz kleines, wenn mal keine Zeit ist, irgendwas grossartig aufzubauen, und das ist wieder azimutal auf einer Art Videoneiger mit Feintrieb installiert. Für jede Anwendung das richtige Gestell eben.

Das einzige, was ich bereue ist, ein zu teures Gerät zum Anfang gekauft zu haben.
 
Hallo,

nö, ich habe den Umstieg von meinem GP-E montierten C8 auf einen 8" GSO nie bereut!
Der Dob ist innerhalb kürzester Zeit aufgebaut und auch mal schnell an einen anderen Beobachtungsplatz
gebracht. Sehr komfortabel eigentlich. Mit der GP und einem sehr schweren Zeiss-Stativ war das ein Problem.
Auch habe ich Objekte finden können, die mir aufgrund der umständlichen Handhabung der parallaktischen
Montierung fernblieben. Der Spassfaktor und die Motivation, Sterne zu beobachten ist dadurch deutlich
gestiegen. Jedem Anfänger würde ich daher zu einem schönen Dob raten!

Auch visuell habe ich den Umstieg auf den Dob nicht bedauert! Ich habe aber trotzdem noch eine Vixen
80/1200 Röhre im Hause, die ich dann aber irgendwann mal wieder parallaktisch montieren werde...

Marco
 
Hi Stephan,

mein erstes Teleskop war ein parallaktisch montierter Schiefspiegler. Der langwierige Aufbau, Verkabelung der Steuerung sowie die allgemeine Unhandlichkeit des Grätes liessen bei mir kaum Beobachtungsfreude aufkommen und das Teil wurde seltenst benutzt. Ganz im Gegensatz zu meinem 12.5er Dobson, den ich mitunter dreimal die Woche in den Garten stelle. Ich muss allerdings gestehen, dass mir der Dobs ohne EQ Plattform nur halb so viel Freude machen würde. Objekt zentrieren und dann einfach nur noch Beobachten ist für mich obligatorisch.
 
Hallo,

so, und zu etwas völlig anderem...

Ich hatte zuerst einen 4" f/10 FH auf einer EQ3 als Leihgerät und fand die Montierung mit den zwei flexiblen Wellen und den Achsklemmen absolut furchtbar.

Dann kaufte ich mir einen 8" Dobson...und fand das dauernde Rumgeschubse in zwei Achsen furchtbar. Mir ist rätselhaft wie man damit glücklich wird, aber jedem seins. Der schnelle Aufbau ist unbestritten, jedoch sehe ich den Vorteil "im Feld" nicht, wenn ich sowieso zumindest eine halbe Stunde auf Auskühlen warten muß.

Dann kaufte ich mir einen 8" SC auf einer Gabelmontierung mit Polhöhenwiege...und findes es klasse. Die angebliche Instabilität einer Gabelmontierung kann ich in keiner Weise bestätigen. Zumindest nicht bei meinem Gerät. Das Stativ ist beinahe Erdbebenfest. Keine flexiblen Wellen sondern zwei Drehknöpfe die man immer bequem erreichen kann. Die Nachführung zumindest in RA ist ungemein komfortabel. Ich möchte sie nicht mehr missen. Einzig die Einnordung ist nicht so genau (Kompass, Libelle). Die Gabel samt Optik ist mit einer einzigen zentralen Handradmutter vom Stativ zu trennen. Fast so einfach (zwei Teile) wie ein Dobson.

Ich für meinen Teil bleibe bei einer Gabel. Evtl. werde ich mal das Stativ durch eine Säule ersetzten, von der ich mir eine geringere Stellfläche erhoffe.

mfg

Chris
 
Ob man das bereut, hängt auch wesentlich davon ab, wie gut der Dobson gebaut ist.

Sicher ist es ein Unterschied, ob man sich auf die Schnelle für 500,- Euros einen sperrigen Spanplattengucker mit Stummelhöhenlager hinstellt, oder ob man sich einen optimierten Edeldobson besorgt oder baut (Dimensionen, Stoffpaarung, Schwerpunkt...). Ich will damit die Billigdobsons auf keinen Fall schlechtmachen, meiner Meinung nach, hat man mit keinem anderen Gerät so viel Beobachgtungserlebnis für so wenig Geld. Für den, der mehr Geld ausgeben will, oder selbst bauen kann, mag so eine Lösung aber unbefriedigend sein.

Bei den Selbstbauten hatte ich in früheren Jahren auf Telekoptreffen viel ungünstig Gebautes, zu Schweres oder Wackeliges gesehen, was aber heute aufgrund der weiten Verbreitung des Kriege Buches und der guten Beispiele im Internet zum Glück immer seltener vorkommt.
 
An alle... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Besten Dank für die Antworten, der Grundton scheint ja relativ eindeutig zu sein...
Bei mir sieht's zur Zeit so aus, daß ich zu fotografischen Zwecken, je nach Bedarf, eine NP oder eine EQ-5 mit Aufnahme- und Leitoptik verwende, das wird sich auch nicht sonderlich ändern.

Meinen 200/800 auf EQ-5 und Holzsäule kann ich aus bestimmten Gründen nicht mehr so ohne weiteres durch die Gegend wuchten, deshalb die Überlegungen, für diesen Zweck auf eine andere Montierungsvariante umzusteigen, um mir die 50 Kilo Zusatzgewicht (Monti + Säule; mit Vermessungsstativ 20 Kilo weniger) zu ersparen.

Momentan überlege ich, was am zweckmäßigsten ist. Den Tubus auszuschlachten und aus dem Spiegelset des Newtons einen "echten" Dobson zu bauen oder (zumindest vorerst) eine Rockerbox mit Prismenklemme zu bauen, die den Tubus, so wie er ist, aufnimmt. Die Umbau-Version gefällt mir durch die Möglichkeit, das gesamte Gerät Rucksacktauglich zu machen. Die zweite Variante sagt mir deshalb zu, weil ich damit immer noch die Möglichkeit habe, den Tubus parallaktisch zu montieren. Dazu mehr in einem weiteren Thread...
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben