Umstieg von 120mm f/8,3 Refraktor auf Mak?

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Hausesel

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Hallöchen,

Seit circa einem Jahr besitze ich ein Skywatcher 120/1000mm Refraktor mit einem 2" Zenitspiegel auf einer Skywatcher EQ5 inklusiv erst Version Honigfett das ich billig erworben habe. Plus geschenkter halbdefekter Computersteuerung.
Jedenfalls habe ich etwas Erfahrung gesammelt mit diesem Gerät und ein paar negative Aspekte haben sich dadurch kristallisiert. Grundlegend stört mich "Jedenfalls nach meiner Meinung" die Kombination f/8,3 Refraktor auf EQ5. Ein 120/1000mm Refraktor ist einfach zu schwer und zu lang für EQ5, der Schwerpunkt stimmt einfach nicht. "Ruckartige Bewegungen plus zittern". Die Kombination 2" Zenitspiegel mit 2" Okulare tut ihr Rest dazu. Und überhaupt würde ich eher ein handliches Gerät bevorzugen.

Deshalb meine Frage. Würde sich der Umstieg auf ein Skywatcher Mak -127mm lohnen? Mein Hauptaugenmerk richtet sich auf Gewicht und leichte Handhabung.
Daher kommt der Mak-102mm auch in Frage. Da ich mich hauptsächlich für Mond und Planeten interessiere, ist das größere Gesichtsfeld des f/8,3 Refraktors "nebensächlich". Mein EQ5 Montierung würde ich behalten und die Möglichkeit 2" Okulare einzusetzen ist kein zwingendes muss.

Gewicht meines Refraktors ca. 5kg
Gewicht Mak-127mm 3.4Kg
Gewicht Mak-102mm 1.93Kg

Vielen Dank in Voraus.
 
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Hallo Hausesel (welch ein Name),

aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass der 127er Mak sehr gut von der EQ5 getragen wird.
(Ich würde der Montierung auch den 180er Mak zumuten)

Allerdings wird der 127er optisch gesehen zu deinem Refraktor eher ein Rückschritt sein, da das Dingens doch mit 35% obstruiert ist und somit am Planeten die weichen Kontraste "verwischt" werden.
Der 127er hat daher ungefähr die Leistung eines 90mm APO, allerdings mit einem helleren Bild.
(Allerdings habe ich noch nie durch einen solchen APO geschaut, so dass ich das nicht bestätigen kann)

Da du wahrscheinlich einen Achromaten und keinen APO hast, kann es natürlich auch eine Verbesserung sein, da der MAK praktisch ohne Farbfehler ist...

Gruß Norbert
 
Hallo Norbert,

so gut ist der 120er dann dennoch nicht, der Farbfehler macht einiges an Kontrast kaputt, was der 90er Apo hätte.

Besser wäre es im Vergleich zum 100mm Mak den 120er Achromaten auf 80mm abzublenden, dann würde die Optik vermutlich den 100er Mak am Planeten versägen. Dem 127er Mak ist so schon nicht mehr beizukommen, da wird man im Hochvergrößerungsbereich einen Gewinn machen, weil der Farbfehler des Achromaten einfach zuviel Kontrast vernichtet, es sei denn man filtert alles auf giftgrün.

Letztendlich aber ist auch ein 127er Mak nicht so viel besser, dass die Investition sich wirklich lohnt.
Das ist wieder so ein typischer Fall, auf den der Wunsch nach einem Newton 6" f/6 gemünzt ist.

Clear Skies
Sven
 
Danke für die Antworten.

Ja, es handelt sich um ein Achromat.

Der Hintergrund der Geschichte ist eigentlich das ein Verwandter von mir mein Refraktor umgenietet hat. Was zur folge hatte das der Auszug verbogen und beschädigt wurde. Die Optik selbst scheint in Ordnung zu sein.Jetzt stellt sich natürlich die frage für mich ob ich mein altes Gerät repariere und gleich einen 2" Crayford Auszug einsetze. Oder was mir eher vorschwebt das ganze gerät mit einem MAK ersetze.
 
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Tja,

nochmal die Frage:
Kannst du dich auch mit dem System "Newton" anfreunden?

An Sven:
Die Sache ist nur, ein 6" F/6 Newton ist auch fast so unhandlich wie der Refraktor...
Auch ich weiß dass, ein Mak nicht das "perfekte" Instrument ist, trotzdem würde ich mir meinen 127er jederzeit wieder kaufen (oder eher den 150er).
Zu meinem 2.Mak, den 102er Mak:
Dieser wird nur als leichtes Leitrohr verwendet, von daher war hinter dessen Kauf eine andere Intention...

Gruß Norbert
 
Hallo NGC_2024,

Ja, ein Newton ist wirklich ein Gedanke wert, da wäre z.B ein Skywatcher 150/1200 f/8 Parabol Newton auch Leistungstechnisch und preislich rentabel.
 
Hallo Hausesel (der richtige Name wär hier wirklich schöner),

also preislich ist der genannte Newton 150/1200 in jedem Fall interessant. Der liegt etwas unter 200 Euro. Die 2"-Oklulare sind dann aber nicht mehr zu verwenden, denn der OAZ von dem Gerät, welches Skywatcher herstellt, hat 1.25". Aber du sagtest ja, dass dieser Punkt nicht tragisch wäre.
Die Leistung dieses Geräts sollte die Leistung deines 120er Achromaten übertreffen. Den tatsächlichen Vergleich kenne ich aber nicht, doch insbesondere am Planeten kann der Newton seine Farbreinheit und die geringe Obstruktion ausspielen.

Aber das Gerät ist natürlich nicht mehr kompakt, bei 1.2m Brennweite, und der Hebel dürfte ähnlich, wie bei deinem Refraktor sein.

Meine persönlich Vorliebe gegenüber Newtons ist die angenehmere Einblickposition. Ich selbst stehe am Newton meistens vor dem Gerät.
Er muss ab und zu gedreht werden, damit der OAZ zum Benutzer zeigt.

CS,
Stefan
 
Hi Zusammen,

@namenlos: Wenn ein 150/1200 in Frage kommt, macht das sicher Sinn, aber dann eben als Dobson und nicht mehr parallaktisch. Außerdem gehen einem dann durch 1,25" und die noch längere Brennweite die Widefield-Optionen flöten. Bei einem 6" f/6 Newton würden einem die erhalten bleiben, jedoch müsste man schauen, wie die Okulare vom f/8,3 noch bei f/6 abschneiden. Das Problem hätte man mit 150/1200 auch wieder nicht.
Schnell aufgebaut sind sie als Dobson beide, transportabel ist der 150/900 mit der Montierung "Alpha" vom Günther, der 150/1200 ist nicht "untransportabel" aber schon unhandlicher.

@Norbert: Ja, so einen Mak sehe ich auch immer wieder auf meiner Montierung, die Ylenna 150 hat da Spuren hinterlassen. Greifbarer ("das schnell Glück") wäre der 127er Skywatcher schon, aber... am Ende will man ja doch wieder ein gutes Stück, müsste schon ein Russe oder etwas gleichwertiges sein. Da sind aber noch ein paar Dinge weiter oben in der Queue. Jedenfalls, vom Mak abgehalten hat mich weniger das Packmaß als die Auskühlzeit und der Aufwand, sowas ggf. zu belüften.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von Sven_Wienstein:
@Norbert: Ja, so einen Mak sehe ich auch immer wieder auf meiner Montierung, die Ylenna 150 hat da Spuren hinterlassen. Greifbarer ("das schnell Glück") wäre der 127er Skywatcher schon, aber... am Ende will man ja doch wieder ein gutes Stück, müsste schon ein Russe oder etwas gleichwertiges sein. Da sind aber noch ein paar Dinge weiter oben in der Queue. Jedenfalls, vom Mak abgehalten hat mich weniger das Packmaß als die Auskühlzeit und der Aufwand, sowas ggf. zu belüften.
Zum Thema "gutes Stück":
solange man einen Gregory-Mak nur visuell betreibt (und auf der Achse beobachtet), sehe ich keinen Grund, hier auf die hoch korrigierten russischen Rumaks zu setzen.
Ich denke, dass die Unterschiede zwischen einem Synta Mak und einem Russen-Mak bei rein visueller Nutzung eher psychologischer Natur sind.

Mittlerweile gibt's ja auch schon einen Testbericht eines 150er Synta-Maks vom hier ungern gesehenen W. R**r, welcher genau dies aussagt.
(Gute Sphären bekommen auch die Chinesen hin)
Der Ronchi-Test meines 127ers sah übrigens auch gut aus und dies wurde nicht von mir, sondern von einem erfahrenen Fachmann beurteilt...

Gruß Norbert
 
Hallo Norbert,

tja, der Tester mag sich über die Sphären eines Einzelexemplars gern auslassen, muss sich natürlich stets der Frage stellen, ob er auch heute noch nur die inneren 70mm Durchmesser bewertet, wenn es um 6" Optiken geht.

Jedenfalls bekommt man von den Russen Optiken mit Zusage über die Flächenqualität (wenn man das ordert) und das fällt auch visuell auf. Hinzu kommt, dass die Teile sauber justiert ausgeliefert werden (auch wenn das der Händler hier erst erledigt). Wie das zugeht, wenn jemand nen 127er Skywatcher justieren will, weil ihm 08/15 nicht langt, konnte ich aus erster Hand erfahren. Antonius hat das mit seinem nämlich gemacht - wer ih kennt. Der Qualitätsunterschied ist halt schon vorhanden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Gibts eigentlich 5 (nicht 6) Zoll Mak Cassegrains von den Russen mit den genannten Qualitätszusagen? (Ich kenne nur 5 Zoll Mak Newton und natürlich ab 6 Zoll die diversen bekannten Geräte.)

CS
Thomas
 
Hallo Sven,

genau die Spiegelzelle und die nicht dauerhafte Justierung ist mein Kritikpunkt an die kleinen Skywatcher Maks (ab 6Zoll wurde das besser gelöst).
Es steht dann praktisch immer ein Umbau der Zelle an, um eine vernünftige Lösung zu erhalten.
Also 9 Löcher bohren, 6 Gewinde schneiden und 3 Druckfedern einsetzen...

Gruß Norbert
 
Hallo Thomas,

>>Gibts eigentlich 5 Zoll Mak Cassegrains von den Russen mit den genannten Qualitätszusagen?

Klar, die gibt es. Z.B. von Intes Mikro AlterM500, F/10. Auch Wolfi hat etwas im Angebot.

Mit Gruss, Joachim
 
Nochmals Danke für eure Denkanstöße.
Ich lass mir mal vorerst die ganzen Optionen durch den Kopf gehen.

Jedenfalls würde den Synta 150/1200 Parabol Newton für 150.- bekommen. "sehr verlockend"
 
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