Und noch ein Einsteiger XD

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nr0815

Neues Mitglied
Hallo liebe Community.
Ich bin neu (nicht mit Perwoll gewaschen ;)) und mein NAme ist Andreas. Danke für die Aufnahme. Ich habe mir nun echt etliche Videos angesehen und Beiträge, verschiedener Foren und auf Social Media. Ich liebe ja die Astronomie schon seit Jahren und schaue und lese gern und viel darüber. Nun stehe ich vor dem Problem, dass ich, je mehr ich in die MAterie eintauche, immer mehr den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe. XD Das kennt ihr vielleicht.

Ich wollte ursprünglich (da ich auch gerne Photos mache), diesmal nichtmehr nur mit Handy, sondern mit der Canon eos 250D rangehen.
Und ich reise gerne. Also würde ich mir gerne die EQ5 holen mit einer einfachen Nachführung. Diesbezüglich hab ich mir schon eine ausgesucht, die ich auch per Batterie betreiben kann, die aber auch an den Strom hängen kann.


Von dem Apo bin ich abgewichen, da der mir etwas zu teuer ist.

Dafür jucken mir jetzt die Finger beim Newton... Folgende habe ich mal ins Auge gefasst... Vielleicht könnt ihr mir ja bei der Auswahl etwas helfen.. Achtung es könnte ein längerer Post werden... ^^









Dazu würde ich gerne wissen, ob und wann ich den Justierlaser holen soll, wo ich den von Anfang an brauche.
Dann ob und wo ich den T2 Adapter für die EOS und dann würde ich gern wissen, was für Zicken die Maxfield macht. Ich pendle nämlich zwischen der und der Teleskop-Express: TS-Optics NEWTON Koma Korrektor 1.0x GPU Superflat 4-Element - 2" Anschluss

und ich würde das alles gerne später über folgende Dinge laufen lassen..

oder

und ich würde die EQ5 auch gern nutzen mit folgendem Equipment für die Kamera dranzumachen.... Frage ist, gibt es da Alternativen die genauso gut sind? Weil ich würde auch mal nur mit Kamera und den Stativen arbeiten zum Abwechseln.

Und bräuchte ich dann nicht noch den Justierlaser und Rendelschrauben zum justieren?

Und gibt es auch für den Spiegel Kühlungen zum dranbauen? Sind die da nötig?

Eine Bahtimovmaske kommt dann ja auch noch dazu und evtl ne Transporttasche. Da hängt ja schon viel dran. Für den Anfang hab ich schonma knappe 1000 zur Verfügung. Kann sich aber noch etwas ändern nach oben. (viel am Arbeiten)
Ich hoffe ich hab euch jetzt nicht überfordert. Ich möchte halt schon richtig loslegen. und es soll mobil sein und sehbar.

Vielen lieben Dank schonmal an Euch.
 
Guten Morgen Andreas!


Ich arbeite mich jetzt mal durch den Post, der ja auf einige Vorarbeit schließen lässt.
Der Hauptgedanke scheint bei Dir ja im Bereich der Fotografie zu liegen.

Was die Kombination von Optik und Montierung angeht, so unterscheidet sich die Astrofotografie deutlich von der visuellen Fotografie.

Während man im visuellen Bereich auf große Öffnungen setzt (mit allen Konsequenzen bezüglich Montierung, Platzbedarf, Transportabilität und Preis), so ist das in der Astrofotografie nicht unbedingt nötig: Hier kommen sehr gut kleinere Öffnungen zum Einsatz, weil man ein entsprechendes Ergebnis über die Belichtungszeit und die Anzahl der Bilder erzeugen kann.
Deine Wahl bezüglich eines 130er oder 150er Newten ist also genau richtig.
Meistens sehe ich Bilder, die mit einem 150er Newton gemacht sind, aber auch 130mm ist durchaus eine gute Größe.
Dass dies eine prkatikable Größe ist, beweist unter anderem der Takahashi Epsilon 130D, ein 130er Newton mit f3,3 in einer Preisklasse, die einen erstaunt: Ab 2600 EUR.
Ich will damit sagen, dass einer der renommiertesten Teleskophersteller wie Takahashi, von dem man annehmen darf, dass er weiß, was er tut, einen 130er Newton speziell für die Astrofotografie anbietet.
Vorteil: Geringere Belastung für die Montierung, wenig Windanfälligkeit, bequemer Transport, nebem dem Rohr Platz auf der Montierung für ein Leitrohr oder einen Fotoapparat.
Fazit: Astrofotografie und kleinere Öffnungen sind gut kombinierbar.



// Öffnungsverhältnis
In der Fotografie spielt das Öffnungsverhältnis eine Rolle.
Je kleiner, umso lichtstärker ist ein System, bei allen Vor- und Nachteilen.
Ab unter f4 (also f3.3, f2.8 und kleiner) werden Optiken zum "Astrographen", also zu Geräten, mit denen man nur noch unter Schwierigkeiten visuell beobachten kann. Die sind für die Fotografie optimiert.
Gemäß den Gesetzen der Fotografie kann man mit kleineren Öffnungsverhältnissen kürzere Belichtungszeiten erreichen.
Oder in einer festgelegten Zeit mehr Bilder machen.
Je größer das Öffnungsverhältnis, umso anspruchsvoller auch die Bildkorrektur, die ein Korrektor übernehmen muss.
Bei den Newtons muss man ihn extra kaufen (und sollte hier nicht die billigste Variante nehmen), bei den Astrographen ist er entweder fest verbaut oder zumindest oft mitgeliefert.
Ich nutze den TS GPU.
Mich hat damals aber die Justage der lichtstarken Systeme genervt.
Lichtstarke System sind anspruchsvoll zu justieren.
Nicht, dass ich das nicht könnte, aber ich habe keine Lust dazu, weil ich es oft tun müsste, weil ich immer rausfahren muss zum Knipsen. Ich will fotografieren, nicht justieren.
Leute, die eine kleine Sternwarte besitzen und nicht durch die Gegend fahren müssten, für die ist ein Astrograph sicherlich prima. Für mich nicht.
Ich habe mich also bewusst für einen f5-Newton entschieden.


// Ausleuchtung
Wenn Du fotografieren willst, muss das optische System Deinen Sensor ausleuchten.
Skywatcher hat hier versucht, eine fotooptimierte Reihe von Newtons herauszubringen, die den Zusatz "PDS" im Namen tragen.
Das heisst wohl "Photo Dual Speed", Dual Speed steht für die Mikrountersetzung des Okularauszuges, die zwingend notwendig ist.
Die Geräte haben auch einen minimal größeren Fangspiegel (52mm statt 48mm Durchmesser kleine Achse).
Das reicht so gerade für APS-C oder Astrokameras mit kleinem Sensor.
Da ich Vollformatkameras besitze, war der 150er PDS für mich nichts.
Die Alternative war der TS Photon Advanced Newton (Hersteller: GSO), ein 150 f5 Gerät mit einem 63mm statt 52mm großen Fangspiegel.
Der leuchtet etwa 90% vom Vollformat aus, eine andere Liga.
Willst Du also ein wirklich gut ausgeleuchtetes Bild haben, kommst Du an diesem Gerät nicht vorbei, auch nicht bei APS-C.
Eine Mikrofokussierung musst Du separat bestellen.
Ich musste dem Gerät allerdings etliche Unzulänglichkeiten austreiben, das hat aber auch mit meinem Basteltrieb zu tun. ;-)


// Montierung
Eine zu kleine Montierung ist in der Astrofotografie besonders schlecht, jedoch gibt es in den Foren den Trend, einem Einsteiger direkt immer das Maximum zu empfehlen, was natürlich völliger Uninn ist. Ich befürchte, solche Vorschläge werden wieder kommen, weil sie immer kommen.
Du sollst also MINDESTENS eine EQ6-R kaufen.
Pass auf, die Vorschläge kommen bestimmt....
Ich hatte EQ5-Montierungen, ich hatte ´ne EQ6, und jetzt habe ich eine HEQ5-Pro.
Die wirst Du für den 150er auch brauchen.
Drunter würde ich nicht gehen.
Für den 130er geht auch eine EQ5, da bin ich sicher. Der Tubus des 130er wiegt nur 4kg.
Eine EQ5 Pro Synscan evtl.
Falls es für eine HEQ5 Pro reicht, wäre die besser, die trägt auch den 150er sicher.


Einen Justierlaser brauchst Du auf jeden Fall.
Ist das Gerät vollkommen krumm, nützt Dir auch der Laser nichts, dann brauchst Du zur Überprüfung der Konzentrizität einen Concenter, oder eine Filmdose. ;-)
NAch einer Grobjustage kannst Du dann via Laser die Spiegeloberflächen zueinander ausrichten.
ich brauche den Laser IMMER.
Achte darauf, dass Du einen Laser mit Schrägeinblick kaufst, alles andere ist unbequem.


Was das Guiding angeht: Vergiss es erstmal. Arbeite Dich erstmal an die Fotografie heran.
Nicht zuviel auf einmal.

Spiegelkühlungen sind erstmal überflüssig, wenn Du den Newton anderthalb Stunden vor dem Knipsen an die frische Luft setzt.


Hab´ ich was vergessen?
Bestimmt.

Viele Grüße
Thomas
 
Danke Thomas.

Also denke ich, ich fange mit dem skywatcher explorer pds 150/750 als tubus an. Dazu den justierlaser für 55€ ich glaube das war der wo du sagst.. und hol mir die eq5 mit der einen nachführung (165€). Und für meine Kamera, wenn ich mal nur mit der und ohne newton Ohotos machen will, den Fotoadapter mit der Schnellkupplung.
Brauche ich dann nicht noch was, wo ich auf die 55mm Kameraabstand komme? Und wie is das mit dem TSGPU? Weil der wäre dann ja erste Wahl. Müsste ich aber später holen. Zumal ich ja noch die bahtimovmaske brauche (wenn ich richtig denke) und neben dem T2 auf 1,25 Adapter noch den T2 eos adapter für die eos250. Und dann noch ne passende Tasche.
Ich denke halt lieber öfter nach und frag lieber 10x mehr. Wenn ich das mache, dann will ich es schon richtig machen und meinen Anforderungen entsprechend.
Und danke für die Hilfe. Gibt es in meiner Auflistung noch Etwas das fehlt? Oder Denkfehler?
 
Hallo Andreas,

"APOs" sind oft teurer als Newtons, aber auch viel pflegeleichter (Keine Justage, Heizband drum und keine Tauprobleme).
https://www.teleskop-express.de/sho...APO-72mm-f-6---FPL-53---Lanthan-Objektiv.html
Mit passendem Flattener ca. 100€ teurer als ein Skywatcher PDS150 mit GPU Komakorrektor (Geht günstiger, mMn nicht zu empfehlen).
Wenn wir jetzt Concenter, Laser und eine günstige 2xBarlow (dadurch wird die Laserjustage einfacher) zum Newton hinzurechnen, wäre der Anschaffungspreis so ziemlich identisch.

750mm Brennweite sind zudem schwieriger zu bändigen, als z.B. ~450mm (Nachführung, Autoguiding).
Der PDS130 hat ein zu langes Auszugsrohr, welches immer in den Strahlengang ragt. Absägen sollte man als Einsteiger nicht auf die to-do-Liste schreiben müssen.
Kein f/4 beim Newton als Einsteiger! Die Justage ist kniffliger als bei f/5.

Ich würde nicht auf Goto und Autoguiding verzichten wollen. Das gehört heutzutage einfach dazu und dementsprechend einsteigerfreundlich ist es auch geworden.
Bis du eine EQ5 so eingestellt hast, dass du damit 30-60s unguidet/ motorisch nachgeführt belichten kannst, hättest das Guiding auch schon ans Laufen bekommen mit 180-300s Belichtungszeit pro Bild UND weniger Ausschuss durch Strichsterne.

ASIAIR ist genial! Schau aber vorher nach ob deine 250D unterstützt wird.
 
Moment, Du solltest noch mal lesen, was ich geschrieben habe.

Ich schrieb:

"und jetzt habe ich eine HEQ5-Pro.
Die wirst Du für den 150er auch brauchen."

KEINE EQ5!
Eine HEQ5!


Die EQ5 kannst Du für den 130er PDS nehmen, nicht für den 150er.
Überlege Dir also IN RUHE, ob Du den 130er Newton nimmst, oder den 150er.


Falls es ein 150er werden soll, würde ich Dir, rein von der Abstimmung her, den Photon empfehlen, also mit Mikrofokussierung.
Der große Fangspiegel ist ein Riesenargument, da kommen die 150er PDS nicht mit.



Ohne Korrektor macht das Fotografieren wenig Sinn, die Bilder sehen einfach übel aus.
Ich würde den sofort mitbestellen, auch, wenn´s weh tut.

Zum Abstand:
Deine Kamera hat ein Auflagemaß von 44mm, also 44mm vom Sensor bis zur Bajonettvorderseite.
Der Abstand des Sensors zum GPU-Korrektor muss 55mm betragen.
Wenn Du dann den hier kaufst:


kommst Du auf 54,8mm und braucht keine weiteren Adapter.

GPU + diesen Adapter da oben, draufschrauben, fertig.

Du musst nichts mehr einstellen. :-)
Ich benutze das exakt so.

Eine Bahtinovmaske ist wichtig, sonst hast Du keine Chance.


Viele Grüße
Thomas
 
ich hab das gefühl, ich muss noch ein wenig warten und pokemonbooster verkaufen, bis ich das geld zusammenhab. XD

danke an euch beiden. das mit dem apo schau ich mir auch nochmal an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das Geld jetzt nicht reicht, würde ich auch noch warten. Ist besser als am Anfang am falschen Ende zu sparen und sich nachher zu ärgern.
Wenn Du erst mal Blut geleckt hast, willst du ganz schnell noch Guiding und eine astromodifizierte Kamera haben wollen.
Kannst Du mir glauben. Bin gerade selbst in dem Stadium.
Wenn Du in dem Moment feststellst, dass Du am falschen Ende gespart hast und mit Deinem Equipment nicht weiter kommst, gibts Frust.
Außerdem wirst Du feststellen, dass Du noch eine ganze Menge Kleinkram brauchst. der sich auch ganz schön summiert.
Ein paar hundert Euro Reserve sollte man also einplanen.

VG, Dennis
 
Wenn es das für deine Cam gibt, dann schau nach einem Akkudummy mit USB Anschluss.
Dann kannst du die Cam über Powerbank betreiben.
Ist ärgerlich wenn Grad alles gut läuft und man muss den Akku wechseln.

Bei meiner EOS musste ich für eine 6-7std Session, je nach Temperatur, bis zu 2x den Akku wechseln.

Mit der Powerbank schnurrt sie problemlos durch.
Gruß Markus
 
Ich habe meinen gefunden mit der suchkombi.
Akkudummy+Akkutyp.

Bei meinen canons ist das der Akku LP E10.
Suchbegriff demnach:
"Akkudummy LP E-10"

Bei canons sind die recht verbreitet.
Bei Nikons Sonys usw weiß ich nicht.

Gruß Markus
 
Nikon ebenfalls gut verbreitet, Sony etwas dünner gesät
 
Erste schnelle Suche für eine 250d ergab den Akku LP-E17.
Somit z.B. wohl dieser Adapter:
Dummy 250d

Bitte gegenprüfen und nicht blind kaufen.

Ist nur ein Beispiel.

Zumindest ist die 250D mit aufgeführt.

Powerbank mit 2,4A Output verwenden!
Mein Dummy lief schon stabil mit 2,1A.

Gruß Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
danke. habe eine powerbank von varta gefunden. is die gut? von den werten würde die passen. den dummy hab ich auch gefunden für die 250d.
wegen batterie welche sind da gut?
 
Welche Batterien meinst du.
Der Zweck des Dummys ist, die Kamera über Powerbank oder Netzteil betreiben zu können.

Falls du die Batterien für den Schrittmotor meinst, also die Nachführung.
Wenn der auf 6v läuft, dann gibt's dafür auch einen Adapter auf USB für die Powerbank.

Ansonsten nehm am besten alkaline haltige.
Halt die Standart LIDL NETTO ALDI & CO KG

Oder ein 6v blei-gel Akku.
Dieser erfordert aber ein Ladegerät und bissel Elektrik Bastelei.

Auch hier gilt wieder die Qual der Wahl.
 
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